Posts Tagged ‘Suizid’

CAM-Journalist Claus Fritzsche beging nach Cybermobbing Suizid

25. April 2014

Niemand in diesem Land ist vor dem Mob sicher. Offenbar hat der CAM-Journalist Claus Fritzsche (2) mit Vorlieben zu den Themen Komplementär- und Alternativmedizin (CAM) (5) wie der Homöopathie die Macht des anonymen Internetpranger Psiram (früher Esowatch) unterschätzt. (3)

Claus-Fritzsche

Claus-Fritzsche

„Eine gezielt geführte Schmierenkampagnen, um Fritzsches Ansehen in der Öffentlichkeit und seine wirtschaftliche Ertragskraft bei seinen Sponsoren zu schmälern, erzielte die von seinen Gegnern beabsichtigte Wirkung“. (1)  Am 14.01.2014 nahm sich Claus Fritzsche das Leben. (4)

1)http://gwup-skeptiker.blogspot.de/2014/03/claus-fritzsche-1964-2014.html#comment-form

2)http://www.ruhrbarone.de/claus-fritzsche-ist-tot/74626

3)http://julitschka.de/2014/02/skeptischer_blickwinkel_claus_fritzsche/

4)http://www.gwup.org/component/content/article/303-kritiker-der-gwup

5)http://scienceblogs.de/kritisch-gedacht/2014/02/25/claus-fritzsche-1964-2014/

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Die 14-jährige Hannah Smith begann Suizid wegen Cybermobbing

18. August 2013

Hannah hat auf der Social-Network-Seite ask.fm brutale Botschaften erhalten. Ihr Vater, Dave Smith fand Nachrichten auf dem ask.fm-Account seiner Tochter, danach hat ein Troll Hannah befohlen zu sterben.
Leider sind solche Cybermobbingattacken keine Seltenheit, schon im April „hatte sich unter ähnlichen Umständen bereits ein 15-jähriger Teenager das Leben genommen“. (1)
„Der britische Premierminister David Cameron fordert als Konsequenz der Tragödie ein Boykott solcher Websiten wie „ask.fm“.wie „ask.fm“. Mac Donalds hat angekündigt, keine Werbung mehr auf ask.fm zu schalten.

Man kann nur hoffen, dass das Schicksal von jungen Frauen oder Mädchen wie Hannah nicht so schnell vergessen werden. Zumindest haben jetzt die beiden Firmengründer von ask.fm, Mark und Ilja Terebin zugesichert, die IP-Adressen den Behörden zur Verfügung zu stellen, damit man bei den Ermittlungen den Tätern rasch auf die Spur kommt, auch Trolle haben eine Identität, nämlich die IP-Adresse. (2)

Wohin?

Wohin?

Man kann nur hoffen, dass nie wieder ein Vater auf Facebook folgendes schreiben muss: „On Friday morning my daughter was found hanged … (I saw) her ask.fm account and someone had been telling her to die. I have just seen the abuse my daughter got and the fact that these people can be anonymous is wrong.“
1)http://www.gulli.com/news/22152-wieder-teenagerselbstmord-nach-cybermobbing-2013-08-06
2)http://www.gulli.com/news/22152-wieder-teenagerselbstmord-nach-cybermobbing-2013-08-06 396
3) http://www.theguardian.com/society/2013/aug/05/cyberbullying-ask-fm-girl-suicide-hannah-smith

Mobbing-Prozess gegen France Télécom Ex-Chef Didier Lombard

5. Juli 2012

Nun endlich wird einer der Täter im System Mobbing bei der France Tèlèkom vor Gericht gestellt. „Wegen Mobbings wurde ein Anklageverfahren“ gegen „den damaligen Konzernchef Didier Lombard eingeleitet“. (1)

Zur Erinnerung, „Arbeitnehmervertreter hatten die rund drei Dutzend Selbstmorde bereits zuvor als Ergebnis unmenschlicher Arbeitsbedingungen und des Programms >time to move< zum schnellen Stellenwechsel“ immer wieder angeprangert und erst nach Jahren musste wenigstens Lombard gehen.

Einer fehlt!

Einer fehlt!

Erschreckend im System Mobbing bei der France Tèlècom war der Einsatz der „Traurigkeitskurve„.

„Die Traurigkeitskurve ist Teil eines Managementhandbuches bei France Tèlècom, und zeigt auf, wie man Mitarbeiter fertig macht und in welche Stufe sie rutschen, bis hin zur Depression, die dann auch den Suizid beinhalten kann, ein Wahnsinn was sich Unternehmensberater in ihrer Phobie so ausdenken können“. (2)

Von daher müssten eigentlich die „Liefereanten“ solcher menschenverachtender Konzepte vor Gericht gestellt werden, denn sie zeigen solchen Managern wie Didier Lombard erst, wie man Mitarbeiter fertig machen kann, notfalls bis zum Suizid. Das Europarlament ist hier schon längst gefragt, denn die nationalen Parlamente sind oft unfähig dazu.

Das System Mobbing bei der Post übrigens hat auch viele Aspekte des „time to move“ -Programms und wird sogar aktiv von den Gewerkschaften wie verdi oder der DPVKOM unterstüzt. Federführend dabei sind die Mitarbeiter aus dem Land Brandenburg wo bekanntlich keine Überprüfung auf die Stasimitarbeit stattgefunden hat. Insider wissen was das heißt, Programm „Rattenpeter“ oder Tortour „Stasioffizier Mahlsdorf„.

Und das System Mobbing zeigt auch bei den Suiziden der Opfer Ähnlichkeiten zwischen Frankreich und Deutschland auf.  Mai 2011 hat sich in  Bordeaux ein 57-jährigen in  Bordeaux selbstverbrannt, man sprach und spricht auch von der Kralle des Todes oder der „schwarze(n) Serie der France Telekom“. (3)

In Deutschland war des ein „Berliner Polizeibeamter (61) und Mobbing-Opfer“ der „sich selber angezündet“ hat und verstarb. (4)

Im übrigen hat es nicht wie das Handelsblatt schreibt „rund drei Dutzend Selbstmorde“ bei der France Tèlècom gegeben, sondern über 60 Mitarbeiter konnten der Traurigkeitskurve nicht mehr entfliehen. Und auch die Gewerkschaften haben zu spät reagiert und oft falsch, es lag an der Zivilcourage vieler Mitarbeiter dass die Mobbing-Fälle ans Tageslicht kamen, so wie auch das  Programm >time to move<.

Im Fall France Tèlècom sehen nun wenigstens viele Mobbing-Opfer ein kleines Licht am Ende des Tunnels namens Traurigkeitskurve.  „Lombard stehe unter Polizeiaufsicht und müsse 100 000 Euro als Kaution hinterlegen. Ihm drohen im Fall einer Verurteilung bis zu ein Jahr Gefängnis und 15 000 Euro Geldstrafe“. (1)

1)http://www.handelsblatt.com/unternehmen/it-medien/nach-selbstmordserie-ex-france-telecom-chef-wegen-mobbings-angeklagt/6837012.html

2)https://dieaktuelleantimobbingrundschau.wordpress.com/2010/11/17/selbstmorde-france-telecom-traurigkeitskurve-und-der-mobbing-alltag/

3)https://dieaktuelleantimobbingrundschau.wordpress.com/tag/traurigkeits-oder-toderkurve/

https://dieaktuelleantimobbingrundschau.wordpress.com/2011/05/02/selbstverbrennung-eines-france-telecom-mitarbeiters-und-mobbing-opfers/

4)https://dieaktuelleantimobbingrundschau.wordpress.com/2011/09/13/berliner-polizeibeamter-61-und-mobbing-opfer-hat-sich-selber-angezundet-und-starb/

Schüler L.F. schreibt zu den Mobbing-Fällen am OHG Springe

19. Februar 2012

Einer fehlt!

OHG Schüler sagt: (1)

 „Hallo, das was ihr hier schreibt ist absolut falsch. Zwischen dem Suizid und der Schlägerei besteht absolut kein Zusammenhang.

Ja, es gibt am OHG Mobbing aber auch nur soviel wie an anderen Schulen auch und die Schlägerei war eine “normale” Auseinandersetzung zwischen zwei Personen, welche sich übrigens nachmittags, außerhalb des Schullebens, ereignete.

Desweiteren haben wir einen Beratungslehrer und ausgebildete Streitschlichter.

Ach ja, am letzten Mittwoch wurden ein paar Schüler während der Schulzeit, ohne Genehmigung von der Schulleitung (illegal) interviewt und nach Mobbing am OHG befragt. Wart ihr das etwa??

Der Artikel ist echt lächerlich!!

Danke“ (von OHG Schüler L. F.)

 1) http://wp.me/puNcW-26I

14-jähriger Schüler am OH-Gymnasium Springe nimmt sich nach Mobbing das Leben?

16. Februar 2012

Der Fall des 14-jährigen Schülers am Otto-Hahn-Gymnasiums (OHG) in Springe ist bis heute immer noch nicht aufgeklärt. (1) Fest steht nur, „am 19. Januar …(wurde) … ein 14-Jähriger  ….. an den Bahngleisen im Bereich des Wohnviertels Göbelbastei/Wolfstalstraße aufgefunden. Der OHG-Schüler hat sich, so ergaben Ermittlungen der Polizei, das Leben genommen„, also Suizid.(2)Nach Kenntnissen der „NDZ …. fühlte er sich von Mitschülern gemobbt und missverstanden. Seine Verzweiflung muss unvorstellbar groß gewesen sein“. (2) Hintergründe der Mobbing-Attcken werden nicht bekannt gegeben. Als der Vorfall und Selbstmord des 14-jährigen Schülers, dessen Namen man uns nicht verrät in der Schule bekannt gegeben wurde, kam es zu „Lachanfällen“ unter Mitschülern, die Situation scheint dann eskaliert zu sein.

Als OHG-Direktorin Dr. Kerstin Prietzel nach den schrecklichen Geschehnissen in einer Ansprache vor der Schülerschaft dem Jungen gedachte, sollen einige aus den Reihen der Mischüler gekichert haben. Es folgten wohl daraufhin neue Prügel und Schläge von wütenden Mitschülern.

„Ein 14-Jähriger aus einer Parallelklasse des verstorbenen Jungen prügelte auf offener Straße brutal auf einen 13-Jährigen ein. Gegenüber Zeugen rechtfertigte sich der junge Schläger damit, sich gegen ständiges Mobbing wehren zu wollen“. (2)

Einer fehlt!

Einer fehlt!

Schon hier stellen sich viele Fragen. Offenbar haben seit langem schon Polizei und Schulleitung die Situation am OHG unterschätzt und keine Hilfe von außen geholt, was man absolut nicht verstehen kann. Nun eskaliert die Lage vor Ort, Opfer wehr dich oder sie machen dich fertig.

„Die Polizei musste gestern einräumen, dass der Fall doch schwerer wiegt, als zunächst dargelegt: Das Opfer, das am Boden liegend mit Schlägen und Tritten traktiert wurde, musste zur Behandlung in die Augenklinik der Medizinischen Hochschule“. (2)

Nun laufen Ermittlungen gegen der 14-Jährigen, die hoffentlich auch auf die Mobbing-Attacken ausgedehnt werden. Komisch nur, wenn ein Opfer zurückschlägt wird ermittelt, wenn die Täter zuschlagen und ein Opfer in den Tod mobben, wird geschwiegen und weggeschaut, ja, man versucht sogar zu verharmlosen wie es die Schulleitung des Otto Hahn Gymnasiums macht.(1)

„Am OHG fühlen sich die Lehrer weitgehend machtlos, wie Prietzel sagt. Man könne nicht beweisen, wer hinter den Attacken auf dem Schulhof oder in Internet-Netzwerken wie Facebook stecke. Es gebe zwar viele Gerüchte. Wir haben aber nichts Konkretes in der Hand, stochern im Nebel, räumt die Schulleiterin ein“. (2)

Warum wurden nicht Experten wie der angesehene Profiler, Psychologe und Mobbing-Experte  Thomas Müller zur Hilfe gerufen. (3) Sicherlich ist es nicht einfach gegen Facebook anzutreten, doch nichts zu tun ist noch viel schlimmer, das versteht wohl die Schulleiterin Frau Studiendirektorin Dr. K. Prietzel nicht so ganz, denn sie ist ja wohl auch nur „kommissarische Schulleiterin„. (1)

Am 14.02.2012 stand ein Artikel in der NDZ.de,  fast 4 Wochen nach dem Selbstmord des 14-Jährigen. Es liegen jedoch  immer noch keine Ermittlunsergebnisse vor und das, obwohl die Situation vor Ort außer Kontrolle geraten zu sein scheint. „Nach mehreren Vorfällen rund um Schüler des Otto-Hahn-Gymnasiums (OHG) werden die Forderungen aus der Elternschaft immer lauter, den Problemen um Mobbing und Gewalt auf den Grund zu gehen. Es müssen dringend vernünftige Gespräche geführt werden, fordert die Mutter des Jungen, der vergangene Woche zusammengeschlagen wurde“. (2)

Offenbar hat sich am OHG eine Spirale aus Mobbing-Attacken und Gewalt in Gang gesetzt, die keiner mehr beherrscht und zwischen Beschwichtigung und Unverständnis torkelt eine Schulleitung vor sich dahin, die gerade mal 4 Wochen nach dem Suizid eines Schülers eine „Stellungnahme auf der Homepage der Schule zustande bringt“, in dem man sich gegen einen Generalverdacht wehrt. Also erkennt man aber im Umkehrschluss „Einzelverdachstmomente“ von schwerem Mobbing an, denn sonst sind solche Wutausbrüche von Schülern ja sicherlich nicht zu verstehen, die zu dem Vorfall auf der Straße geführt haben und dem 13-Jährigen fast das Augenlicht gekostet hätten.

Hartz IV

Hartz IV

„Zwar suchen Schüler regelmäßig die Hilfe des Beratungslehrers: Aber manche haben auch Angst, darum können wir gar nicht alle Möglichkeiten ausschöpfen. Unterstützung bietet auch die Kirche an. Abgestimmt mit dem Elternrat hat Pastor Eckhard Lukow Kontaktdaten für Telefon-, Chat- und Mailseelsorge gesucht, die Schülern, aber auch Eltern und Lehrern in Krisensituationen helfen sollen“. (4)

Und der Beratungslehrer Arnold Enzweiler kommt zu der Einschätzung, „Mobbing geht nach dem Unterricht weiter.“ (4) Offenbar ist das Angebot an der mit 1300 Kinder und Jugendliche besuchten Schule wohl nicht ausreichend und sollte umgehend durch Kräfte von außern verstärkt werden. Nur was macht eigentlich der zuständige „Kultusminister Dr. Bernd Althusmann“ in dem Fall? (5)

Bekannt von Herrn Althusmann ist nur die Undurchsichtigkeit seines Dr.-Titels (6) und  dass sein ehemaliger Chef Wulff heute erheblich unter Druck steht. Hier schließt sich nun der Ring von Unfähigkeit der Generation Plattenspieler, die immer nur weiß was sie an Vorteilen gerne hätte oder mitnehmen möchte und könnte, doch schon bei der Wahrnehmung der Fürsorgepflicht brechen sie ein.

Vor Ort hat sich nun die Schule gewehrt (7), doch zur Aufklärung und im Kampf gegen Mobbing hat das jeodch nichts beigesteuert. Rechtfertigungen und Wortklaubereien helfen da nicht weiter, sondern sorgfältige und wertfreie Analyse des Treibens in der Schule und im Umfeld und dazu muss man eben auch mal Farbe bekennen, Frau Dr. K. Prietzel.

1)http://www.ohgspringe.de/

2)http://www.ndz.de/portal/lokales/springe_Mobbing-und-Schlaege-am-OHG-%26ndash%3B-Schueler-und-Eltern-beunru-_arid,402585.html

3)http://de.wikipedia.org/wiki/Thomas_M%C3%BCller_(Psychologe)

4)http://www.ndz.de/portal/startseite_Die-Schule-steht-noch-immer-unter-Schock-_arid,403312.html

5)http://www.mk.niedersachsen.de/portal/live.php?navigation_id=1817&article_id=6049&_psmand=8

6)http://www.focus.de/politik/deutschland/plagiatsvorwurf-gegen-niedersachsens-kultusminister-dr-bernd-althusmann-darf-doktortitel-behalten_aid_689756.html

7)http://www.ndz.de/portal/startseite_Schueler-haben-Generalverdacht-nicht-verdient-_arid,403651.html

Münchner Mobbing-Opfer schlägt zurück.

22. Juni 2011

Einer fehlt!

Offenbar hat der 30 Jahre alte Masaki M. aus Kyoto den Versprechungen seines Münchener Chefs und Inhaber eines japanischen, edlen Spezialitäten Restaurant zu sehr vertraut. Als ausgebildeter Lehrer hat er wohl seinen Job in Japan an den Nagel gehängt und kam nach München in die Welt der Schickeria und Möchtegernstars.

Schnell entpuppte sich die Lehre zum „Kochkünstler für japanische Spezialitäten“ als hohle Phrase und Masaki kam in einer fremden Umwelt mit den „Mobbing-Attacken“ seines Chefs nicht zu recht.(2)

Von vielen Mobbing-Opfer wissen wir, wenn sie nicht die Gewalt gegen sich selbst richten – das wäre dann der Suizid-, kommt es oft zu Gewaltausbrüchen nach außen. Und Masaki hat wohl diesen Weg beschritten, er hat seinen „Küchenchef  (m)it den Fäusten … zu Boden (gestreckt) und trat (dann weiter) mit den Füßen auf ihn ein. Yuri Y. wurde bewusstlos, der Täter trat weiter zu, bis ein Koch ihn überwältigte“. (1)

Masaki M. muss sich nun statt um „Top-Kreationen des Sushi-Meisters“  zu kümmern „wegen versuchten Totschlags und gefährlicher Körperverletzung … vor dem Münchner Schwurgericht verantworten“. (1)

In seiner Vernehmung gab das Mobbing-Opfer Masaki M. an, seit dem 1. Juli 2010 in dem Lokal mit Preisen für „Business-People, Hipster und Studis“ eine Lehre begonnen zu haben.  Sein „Küchenchef Yuri Y. (32) habe ihn nicht nur wegen jeder Kleinigkeit zurechtgewiesen: Er hat mich getreten, immer wenn ich einen Fehler machte.“ Später hat dann das Mobbing-Opfer die Tretorgie wohl einfach nur umgedreht, „wie Du mir so ich Dir“.

Der Hirnforscher Joachim Bauer erklärt und solche Gewaltausbrüche als Ergebnis unseres Gehirns, dass „soziale Ausgrenzung ganz ähnlich“ empfindet ..“wie körperlicher Schmerz.  Ausgrenzung und Demütigung als Ursachen für Gewalt sollten auch bei der Konfliktlösung am Arbeitsplatz oder in der Gesellschaft stärker berücksichtigt werden“ so der Fachmann. Man  kann  nur hoffen, dass Joachim Bauer als Gutachter im Fall Masaki M. hinzugezogen wird, der Richter kann das bestimmen, wenn es für das Urteil relevant ist.(3) 

Und aus der Lehre zur hohen Kochkunst wurde auch nichts. „Am Ende habe er nicht mehr kochen dürfen, sondern sei zu Dreckarbeiten herangezogen worden. Statt 1400 habe er nur noch 700 Euro monatlich erhalten. Plötzlich musste Masaki M. (auch) Staub saugen“, und das war dann wohl dem gelernten Lehrer auch zu viel.

Man darf gespannt sein, wie der Staatsanwalt seine Anklage inhaltlich vorträgt, und wie er Mobbing und die „gewaltsame Reaktion“ darauf definiert. Noch interessanter dürfte das Urteil werden, ein Richter muss nun wieder Mobbing strafrechtlich erklären. Für Masaki jedoch ist das Urteil schon längst gefallen, er wird weder die „hohe japanische Kochkunst“ zelebrieren noch wird er wohl wieder als Lehrer arbeiten dürfen. Sein Leben ist für immer ruiniert, ob das der Richter und Staatsanwalt verstehen, bleibt sehr fraglich.

1)http://www.tz-online.de/aktuelles/muenchen/mobbing-azubi-tritt-chef-halbtot-1283400.html

2)http://www.fr-online.de/wissenschaft/-auf-ungerechtigkeit-reagiert-unser-gehirn-mit-ekel-/-/1472788/8302712/-/index.html

3)http://salzburg.orf.at/stories/522610/

Selbstmorde, France Tèlècom, Traurigkeitskurve und der Mobbing-Alltag

17. November 2010

Entlassene Arbeiter

Wichtige Sendetermine einer der besten Reportagen im „Deutschen Fernsehen“ der letzten 10 Jahre. In drei Teilen insgesamt  wurde heute am 16.11.2010 einer der besten Reportagen zum Problem Management, Privatisierung und Mobbing gezeigt. Ich konnte nur einige Ausschnitte sehen, da ich als Opfer nur eine bestimmte Zeit mir solchen Tatsachen wir der Traurigkeits- oder Toderkurve ansehen kann.

Die Traurigkeitskurve ist Teil eines Managementhandbuches bei France Tèlècom, und zeigt auf, wie man Mitarbeiter fertig macht und in welche Stufe sie rutschen, bis hin zur Depression, die dann auch den Suizid beinhalten kann, ein Wahnsinn was sich Unternehmensberater in ihrer Phobie so ausdenken können. Leider gibt es kaum Literatur auf deutsch dazu, liegt daran dass keiner sein Handbuch ins Net gestellt hat.

1. Teil  Eine Reform und ihre Opfer

Dienstag, 16. November 2010 um 21.50 Uhr

Wiederholungen:  26.11.2010 um 10:30, Telekom: Eine Reform und ihre Opfer, (Frankreich, 2010, 106mn) ARTE F
Im Jahr 1992 beschloss die EU-Kommission die Liberalisierung der europäischen Telekommunikationsdienste. Sie sollte zum Januar 1998 abgeschlossen sein. Das bedeutete einen erheblichen Druck auf die Unternehmen, die bis dahin zum Teil in staatlich kontrollierten Monopolen organisiert waren. Der Themenabend zeigt, welche Probleme Unternehmen wie France Télécom, Deutsche Telekom und die spanische Gesellschaft Telefónica mit der Forderung nach Entflechtung und Marktöffnung für die Konkurrenz bekamen und mit welch unterschiedlichem Erfolg ihnen die Umstellung gelang.

Mobbing

In einem vier Jahre währenden Gewaltmarsch gelang es dem französischen Telefonbetreiber France Télécom die Zahl seiner Beschäftigten von 160.000 auf 100.000 zu reduzieren. Doch am Ende dieses sogenannten Verschlankungsprozesses standen auch 24 Selbstmorde – eine sowohl erschütternde wie ernüchternde Bilanz. Doch was waren die Hintergründe dieser Entwicklung? Das Unternehmen sah sich als Konsequenz aus der von der Europäischen Union beschlossenen Liberalisierung der Telekommunikationsdienste gezwungen, Kosten zu senken. Allerdings war der europaweite Liberalisierungsprozess schon Jahre früher angebahnt worden. So hatte der Initiator des Projektes zur „Zerschlagung der Staatsmonopole“, EU-Kommissar Van Miert, staatliche Telekommunikationsbetreiber wie France Télécom, Deutsche Telekom und die spanische Telefónica frühzeitig gewarnt, dass zum 1. Januar 1998 der Weg für eine Entflechtung geebnet sein müsse. Aber was hat nun die Liberalisierung gebracht? Der Themenabend zeigt, dass die Ergebnisse je nach Land sehr unterschiedlich ausfallen. (1)

2. Teil Drama bei France Télécom
Wiederholungen: 26.11.2010 um 10:30, 27.11.2010 um 05:00, Drama bei France Télécom, (Frankreich, 2010, 54mn), ARTE F
Regie: Bernard Nicolas
Der Telekommunikationsriese France Télécom sah sich gezwungen, 22.000 Stellen im Unternehmen zu streichen. Die Dokumentation analysiert unter anderem in Interviews mit Mitarbeitern, Gewerkschaftern, ehemaligen Führungskräften und Psychologen die zweifelhaften Methoden, mit denen France Télécom dieses Ziel erreichte.

Mobbing-Opfer

Mittels Befragungen von Mitarbeitern, Gewerkschaftern, ehemaligen Führungskräften und Psychologen beleuchtet die Dokumentation die unerbittliche Logik, mit der der französische Telekommunikationsgigant France Télécom insgesamt 22.000 Stellen abbaute. So wurden Mitarbeiter, die nicht freiwillig aus dem Unternehmen scheiden wollten, vom Management zum Weggang genötigt.
Zu den Schikanen gleichenden Maßnahmen gehörten unter anderem die Zurückhaltung wichtiger Informationen und die gezielte Isolierung der betreffenden Mitarbeiter. Hinter dieser fragwürdigen – in internen Dokumenten belegten Strategie – stand ein bewusstes, von Beraterfirmen erdachtes und umgesetztes System, dessen verheerende Auswirkungen vielleicht sogar abzusehen waren“. (1)

In diesem Teil geht es um die Selbstmorde und die Hintergründe dazu. Berühmt und zum erstenmal wird hier die „Traurigkeitskurve“ erwähnt, oder die Kralle des Teufels. Ich suche noch nach Literatur zu diesem „Wahnsinn“ der Unternehmensberater die so etwas konzipieren und an Unternehmen verkaufen. Zu Wort kommt auch ein Vertreter vom „Verein, Stoppt das Mobbing„.

3. Teil Der Preis der Privatisierung
Wiederholungen: 26.11.2010 um 11:25, 28.11.2010 um 05:00, Der Preis der Privatisierung, (Frankreich, 2010, 52mn), ARTE F
Regie: Alain Hergothe

Blaue Justizia

In den Jahren 2008 bis 2010 erschütterte eine schwere Krise den Telekommunikationsgiganten France Télécom. Ein durch EU-Forderungen erzwungener Umstrukturierungsprozess stürzte das Unternehmen in starke Turbulenzen. In einem nuancierten Vergleich mit ähnlichen Unternehmen – der Deutschen Telekom und der spanischen Gesellschaft Telefónica – beleuchtet die Dokumentation die zurückliegende Entwicklung und sucht nach den Ursachen für die Krise bei France Télécom.

In den Jahren 2008 bis 2010 wurde das ehemalige französische Staatsunternehmen France Télécom von einer schweren Krise erschüttert, an deren Ende sogar 24 Selbstmorde standen. Warum traf die von der Europäischen Union erzwungene Umstrukturierung die France Télécom härter als andere europäische Telekommunikationsbetreiber, die ebenfalls staatsmonopolistisch organisiert waren?
Die Entwicklung geht auf das Jahr 1992 zurück, als die EU-Kommission die Liberalisierung der Telekommunikationsdienste mit einer Umsetzungsfrist bis zum Jahr 1998 beschloss. Ziel der Maßnahmen waren die Verbesserung der Telekom-Dienste, günstigere Verbraucherpreise und die Stärkung der Telekombranche in den damals 15 Mitgliedsländern. Somit mussten sich die etablierten Betreiber neuen Wettbewerbern auf dem Markt stellen.
Die Dokumentation untersucht neben der France Télécom auch den Anpassungsprozess zweier anderer ehemaliger Monopolunternehmen: den der strukturell mit France Télécom vergleichbaren Deutschen Telekom und den des spanischen Erfolgsunternehmens Telefónica. Sie beleuchtet das deutsche Mitbestimmungsmodell, den in Spanien gepflegten vertrauensvollen Dialog und die technologischen Erfolge des privaten französischen Betreibers Free. Sie analysiert die strategischen Fehler der Deutschen Telekom und erzählt vom internationalen Siegeszug der Telefónica, der im krassen Gegensatz zu dem von France Télécom und der Deutschen Telekom angehäuften Schuldenberg steht. Haben die nationalen Regulierungsbehörden die Staatsunternehmen gegenüber den Neuankömmlingen favorisiert? Welche Rolle spielte der Staat als Gesellschafter.“(1)

Ich hoffe, dass man bald die 3 Filme auf Aerte ansehen kann, um nochmals die kompakten und sehr verständlichen Informationen verarbeiten kann. Beide Regiesseure haben ein nachhaltiges Dokument mit Zeitgeschichte geschaffen, dass ich so noch nie über die Arbeitswelt zu Gesicht bekam. Dank den beiden Regiesseuren   Alain Hergothe und  Bernard Nicolas.

1. http://www.arte.tv/de/programm/242.html#anchor_3495398

France Telekom Chef Stephane Richard erkennt Suizid als Arbeitsunfall an

18. Juli 2010

Mit dieser nachträglich Anerkennung des Suizid eines Mobbing-Opfers gesteht zum ersten Mal ein Boß eines großen Unternehmen ein, bei uns wird bis zur physischen Vernichtung gemobbt.

„In seinem Abschiedsbrief nannte er (das Mobbing-Opfer) die Arbeitsbedingungen bei France Telecom als Grund für den Suizid. Mit der Entscheidung, den Selbstmord als Arbeitsunfall anzuerkennen, widersprach der seit dem Frühjahr amtierende Richard der Einschätzung der Aufsichtsbehörde IGAS und einer internen Untersuchungskommission“. (1)

Damit übernimmt France Telekom die Entschädigung für die Angehörigen in vorbildlicher Art und Weise. Frnace Telekom hat bisher über 60 solcher Suizide zu verantworten, Chef Stephane Richard hat seinen Part übernommen, doch was ist mit den anderen Wegschauern?

„Auf Warnungen von Gewerkschaften, Betriebsärzten und Krankenkassen sei völlig unzureichend reagiert worden“, das kann man wohl treffender nicht formulieren.

1)http://newsaktuell.info/topstories/telecom-france7330-072010.html

IG-Metallmobbingopfer begeht Suizid

20. Oktober 2009
Mobbingerlebnis

Mobbingerlebnis

In diesem Land geschehen Dinge, die jedem Recht auf Leben und Arbeit Hohn sprechen. Werte wie die „Würde des Menschen“ sind heute selbst in den Gewerkschaften zum Wegwerfartikel geworden, viel lieber mischt man als Mobbingtäter oder ICH-Mensch und Wegschauer mit. Der Suizid von Michael Semenow, der lange Jahre Mitglied der IG-Metall und dort nicht nur Kassierer war, sondern sich im Interesse der Demokratie und einer sozialen Arbeitswelt für die „Aufklärung der VW-Korruptionsaffäre“ eingesetzt hat, ist nun Tod. (1)

Gerade die unsäglichen Ereignisse um die Korruptionsaffäre bei VW, die Verstrickung von Gewerkschaftsfunktionären in den  Skandal und der Name Hartz sagen eigentlich schon alles aus. Michael Semenow wurde wegen seiner Bemühungen um eine saubere und demokratische Aufklärung der Ereignisse in der IGM systematsich gemobbt und schikaniert. Er wurde gekündigt mit der Absicht, seine Existenz zu vernichten und dies hat man nun wohl auch geschafft.(2)

Wohin?

Wohin?

„Offensichtlich fehlte ihm am Schluss die Kraft, dem psychischen Druck, dem er permanent ausgesetzt war standzuhalten“. (1) Bisher schweigt die Presse, VW, die SPD und IG-Metall zum Suizid von Michael Semenow und dessen Hintergründe. Warum wohl?

Letzte Änderung am 01.10.2015

1.)http://che2001.blogger.de/stories/1500402/

2.)http://www.mobbing-gegner.de/entry/2009/sep/29/michael-semenow-ist-tod/