Archive for September 2012

Stern macht zurecht Rückzieher im Mobbing-Fall Steinbrück

25. September 2012

Offenbar hat man in den Redaktionsräumen in Hamburg beim Stern den „Gestank der Stinkbömble“ im Mobbing-Fall Peer Steinbrück wahrgenommen und kommt zu der Erkenntnis, „eine Affäre ist das nicht“. (1)

Eine Affäre ist das aber schon, wenn man nach den Hintergünden der „Stinkbömblewerfer“ für ihre Mobbing-Attacke fragt. Willy Brandt hat es mal so treffend forumuliert, das Ziel von Mobbing, als man den Begriff noch gar nicht in der Soziologie oder Ökonomie kannte oder benutzt hat. Man muss nur lange genug und viel Dreck auf einen Menschen werfen, dann besteht die Hoffnung, es bleibt irgendwas an ihm hängen. Und wer Dreck wirft hat immer ein Ziel.

Offenbar sitzen die Strippenzieher der „Mobbing-Attacke Schachbrett“ in der Post AG und Telekom. Und man muss davon ausgehen, dass dort offenbar heimlich Dossiers (2)  über Politiker und Personen des öffentlichen Lebens angelegt und über Jahre gepflegt werden. So was riecht und stinkt schon wieder nach der berühmten „Firma in der DDR“ damals.

Was wir wissen ist und das hat Steinbrück auch nie bestritten, dass er einen Brief mit der „Bitte um Sponsering des Schachevents an die damaligen Vorstandsvorsitzenden Kai-Uwe Ricke (Telekom) und Klaus Zumwinkel (Post) richtete, (und dieser) nicht auf dem offiziellen Briefpapier des Bundesfinanzministeriums geschrieben worden (ist). Er lief unter dem Briefkopf „Peer Steinbrück, Bundesminister der Finanzen“.(1)

Warum also diese Mobbing-Attacken dann im Focus. Bekannt ist, Steinbrück hat sich damals für die „Festschreibung des Mindestlohns von 10 Euro für Postmitarbeiter im Entsendegesetz“ stark gemacht, um die Post vor dem Ausverkauf zu schützen. Dabei hat er sich auf zwei Annahmen verlassen, die die Post AG und Telekom trotz Gewerkschaftsfunktionäre im Aufsichtsrat nicht einhält oder erfüllen wollen.

Die 10 Euro gelten für Mitarbeiter mit Qualifikation wie einem Facharbeiterbrief zum Beispiel. Realität beim gelben Tolpatsch ist jedoch die Tatsache, dass qualifizierte Mitarbeiter dem System Mobbing unterliegen und Hilfsarbeiter bis zum Abteilungsleiter sich hochmobben können und „Bunga Bunga auf dem Billardtisch*“ bei weiblichen Mobbern gang und gebe ist und man das auch in der „Zentrale am Rhein“ weiß.

Offenbar spielt das führen „illegaler Personalakten“ in diesem grausamen Menschenroulette  eine zentrale Rolle, was jedoch Steinbrück als Außenstehnder nicht wissen kann und auch nicht braucht.Denn dieses „führen illegaler Personalakten“ hat man nach 1989 mit Mitarbeitern der besonderen DDR-Organe auf „Personen des öffentlichen Lebens ausgedehnt“ und hier müsste schon langst der Datenschutz greifen und die Gewerkschaften Alarm schlagen. Denn warum taucht nun plötzlich dieser Brief auf und wie viele Briefe „Marke Stinkbömble“ hat die Post oder Telekom gehortet und von wem alles?

Nun will zur Zeit die Post ihre Gebühren für Briefe und Pakete erhöhen, das widerspricht dem Ziel der Privatisierung der ehemals staatlichen Post mit eigenem Ministerium. Eigentlich sollten die Gebühren fallen und das das geht, zeigt die PIN AG, die Sendungen im Briefverkehr günstiger zustellen kann. (3/5) Doch noch hat man das staatlich geschütze Monopol als AG und das will man wohl beim gelben Tolpatsch nun voll ausnutzen, so lange die Konkurrenz noch gegängelt wird.

Steinbrück stand da wohl mit seinem Wissen über die Zusamenhänge im Wege. Und unklar ist, warum die Post überhaupt die Gebühren anheben will, Anfang des Jahres hat man mit sich mit 4 % Lohn- und Gehaltserhöhung aufgrund angeblich guter Umsatzzahlen überraschend schnell geeinigt. „Während sich die Deutsche Post und Verdi schnell einigen konnten“, hat die Telekom sich noch gesträubt. (4)

Wenn der Umsatz so gut war und man sich einen guten Schluck aus der Lohnflasche gönnen konnte, warum jetzt die Gebührenerhöhung? Schließlich schützen wir Bürger als Großaktionär die Aktie der Post AG vor einem freien Handel an der Börse und dann würden die Karten wohl anders, sorry, die Schachfiguren wohl anders agieren.

Der Mobbing-Fall Steinbrück und die „Schlammschlacht durch den Focus“ muss also „Strategen und Hintermänner“ haben und das kann uns nur der „Focus-Clan“ verraten und woher sie den Brief bekommen haben. Interessant wäre es sicherlich, oder?

1) http://www.stern.de/politik/deutschland/sponsorenwerbung-fuer-schach-turnier-ein-stinkboemble-gegen-steinbrueck-1899682.html#utm_source=sternde&utm_medium=zhp&utm_campaign=kultur&utm_content=snippet-aufmacher

2)http://de.wikipedia.org/wiki/Dossier

3)http://www.focus.de/finanzen/news/unternehmen/nach-den-briefen-die-pakete-post-erhoeht-auch-preis-fuer-express-sendungen_aid_826189.html

4)http://www.handelsblatt.com/politik/deutschland/die-tarifrunde-2012-zwischen-einigung-und-verhandlungsstillstand/6291600.html

5) http://www.pin-ag.de/

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System Mobbing …

24. September 2012

 Artikel wird gelöscht.

Burnout-Opfer wird vom J…… S…… – Z…. massiv gemobbt

22. September 2012

Wegen aktueller Bedrohung des „Bundesamt für Blogs durchschnüffeln statt Arbeit zu vermitteln“ und da bei uns die „freie Meinungsäußerung“ mal außer Kraft gesetzt wurde …….. habe ich mich entschlossen dem Aufruf im Facebook zu folgen.

An alle Blogger, einfach Inhalt löschen und als Text eingeben: „Blog musste gelöscht werden, weil wohl bei uns das Grundgesetz nicht mehr ganz so gilt, insbesondere für Blogger. „Ihr Bundesamt für Blogs durchschnüffeln statt Arbeit zu vermitteln“

Rassistischer Mobbing-Lehrer an der Friedrich-Bayer-Oberschule suspendiert

22. September 2012

Nachdem der 63-jährige Geschichtslehrer Karl-Heinz Sch. wegen Rassismus erneut aufgefallen ist und sein Opfer, die 16-jährige dunkelhäutige Schülerin und Klassensprecherin Anzeige gegen ihn erstattet hat, wird nun auch die „Senatsverwaltung für Bildung“ aktiv. (1)

„Ob Schulleitung und Schulbehörde von dem Vorfall wussten, bevor Anzeige erstattet wurde, ist bislang nicht bekannt. Aktiv wurde die Schulbehörde jedenfalls erst danach. Sie suspendierte den Lehrer und will gegen ihn disziplinarisch vorgehen.

Schon jetzt kündigt die Senatsverwaltung für Bildung an, den Lehrer nie wieder unterrichten zu lassen, sollten sich die Vorwürfe bestätigen. Allerdings müsste für ihn eine alternative Tätigkeit gefunden werden“. (2)

Und hier zeigt sich der ganze Skandal einer politischen Kaste im Beamtenstatus. Während Mobbing-Opfer oft ohne Angabe von Gründen oder wegen Bagatellvorwürfen fristlos gekündigt werden, hätschelt man über Jahre einen Mobber, Nazifreund und Rassisten.

Hätte die Senatsverwaltung für Bildung den Lehrer schon im Jahr 2003 wegen seiner Kontakte  zur „rechten Szene und .. dem Dunstkreis bekannter Neonaziführer“ aus dem Verkehr gezogen, wäre der Schülerin jetzt die Mobbing-Attacken erspart geblieben. Und würden sich Richter mal die Mühe machen Prozesse für Opfer zu führen und nicht Täter zu hätscheln, dann wäre unsere Demokratie nicht auf dem Nullpunkt  anbelangt wie jetzt. (1)

Und man darf nicht vergessen, dass bei den Berliner Behörden rechtes Gedankengut auch meist gut abgeschirmt wird. Alleine der Skandal um den Berliner V-Mann im NSU-Sumpf belegt dies nachhaltig. Von daher ist das Verhalten des jetzigen Innensenators Frank Henkel nur die alte Weisheit in neuem Anzug, auf dem rechten Auge blind, links wird jeder Pups zur  Staatsbedrohung stigmatisiert. (4)

Und auch das nachhaltige und ausdauernde Schweigen des Bundespräsidenten  Joachim Gauck zeigt mehr oder weniger woran auch „Ossis“ leiden, offenbar ist das mit dem rechten Auge eine typische deutsche Krankheit die Politiker mit der Muttermilch zu sich nehmen.

Wehret den Anfängen“ heißt und hieß wohl das Vermächtnis der Opfer der NS Diktatur von 1933 – 1945, viel übrig geblieben davon ist nicht und in Gerichtssälen ist man schon längst wieder auf dem rechten Auge blind, auch das hat Tradition. (3)

1)https://dieaktuelleantimobbingrundschau.wordpress.com/2012/09/08/altbekannter-mobbing-lehrer-beleidigt-wieder-rassistisch-diesmal-eine-16-jahrigeschulerin/

2)http://www.berliner-woche.de/fileadmin/Wochenblatt-Ausgaben/2012/1238_STN.pdf

3)https://www.openpetition.de/petition/argumente/zusammen-gegen-die-volkshetzende-seite-www-kreuz-net?tag=kreuz.net%3AWehret+den+Anf%E4ngen

4)http://www.tagesspiegel.de/meinung/henkel-unter-druck-v-wie-verstrickt/7166896.html

Altbekannter Mobbing-Lehrer beleidigt wieder rassistisch, diesmal eine 16-jährigeSchülerin

8. September 2012

Der Lehrer Karl-Heinz Sch. und sein Gedankengut sind Eltern schon lange bekannt. Bis „2000 (war er)  am Gymnasium Steglitz an der Heesestraße tätig“ und wurde dann für sechseinhalb Jahre suspendiert. Grund war nach Ansicht der „Disziplinarkammer .. dass der Lehrer im Geschichtsunterricht leichtfertig den Verdacht erweckte, ein Rechtsextremist zu sein. Dadurch habe er dem Ansehen der Lehrerschaft schweren Schaden zugefügt sowie den Bildungsauftrag verletzt„. (1).

Aufschrei im Land der Arbeit

Aufschrei im Land der Arbeit

Grund waren unter anderem „anstößige Passagen (die es) in seinem Buch zur Wehrmachtsausstellung (gab). Dieses Buch fand bei Rechtsextremen derartigen Anklang, dass sie den Studienrat im Jahr 2003 zu einem Vortrag nach Peenemünde einluden. Die Veranstalter der Lesung kamen, so die Anklamer Polizei damals, eindeutig aus der rechten Szene und aus dem Dunstkreis bekannter Neonaziführer“.(1)

Das „Berliner Oberverwaltungsgericht“ entschied dann, dass der Lehrer wieder unterichten darf „und folgte damit einer Entscheidung des Verwaltungsgerichts. Das Urteil bedeutet eine Schlappe für die Bildungsverwaltung, die den Beamten vollständig aus dem Dienst entfernen wollte“. (1)

Und wie immer quatschen Politiker gerade in Berlin viel. „Unter dem Eindruck des Urteils forderte die FDP-Bildungspolitikerin Mieke Senftleben, das Beamtenrecht zu ändern. Es müsse erleichtert werden, Beamte zu entlassen“. (1) Doch geschehen ist absolut nichts, außer dass die FDP nicht mehr im Abgeordnetenhaus von Berlin ist.

Der heute 63-jährige Karl-Heinz Sch. schien dann „an der 7. Integrierten Sekundarschule in Steglitz“ erstmal auf Tauchfahrt zu gehen, bis er diese Woche sich mit seinem „Gedankengut“ zurückmeldete. Er „soll eine dunkelhäutige Klassensprecherin mehrfach rassistisch beleidigt und das Schimpfwort sogar groß an die Tafel geschrieben haben“.(2)

Die „16-jährige dunkelhäutige Schülerin hat ihn deshalb im Beisein ihrer Mutter angezeigt“. (2) „Der Polizeiliche Staatsschutz ermittelt. Nach ersten Erkenntnissen kommen weitere gleichgelagerte Vorfälle in Betracht, die sich in dieser Woche zwischen dem Lehrer und Schülern zugetragen haben sollen“. (2)

Offenbar war der Mobbing-Lehrer doch nicht auf Tauchfahrtund man darf gespannt sein, was noch so ans Tageslicht kommt im Verlaufe der Ermittlungen. Nur mal so am Rande erwähnt, Mobbing ist an Berliner Schulen nichts Neues. „Schulleiter mobbt und terrorisiert Schüler in Berlin“. (3)

Vielleicht verstehen nun mal Ermittler, Richter und Politiker, dass Nichtstun und Wegschauen gerade bei rassitischem Mobbing und Gedankengut sich immer rächt. Weshalb wurden das großmaulige Ankündigen zur Änderung des Beamtenrechts zur leichteren Beamtenkündigung nicht umgesetzt, dann hätte man heute an der „7. Sekundarschule an der Lauenburger Straße“ nicht diese Probleme, die es wohl unter der Decke des Wegschauen wohl offensichtlich schon lange gab und gibt.

1)http://www.tagesspiegel.de/berlin/steglitz-umstrittener-lehrer-darf-wieder-unterrichten/836734.html

2)http://www.tagesspiegel.de/berlin/polizei-justiz/schule-in-berlin-steglitz-berliner-lehrer-beleidigt-schuelerin-rassistisch/7108578.html

3)https://dieaktuelleantimobbingrundschau.wordpress.com/2010/04/10/schulleiter-mobbt-und-terrorisiert-schuler-in-berlin/

Mobbing-Opfer, Professorin, Lesbe und Orthopädie-Chefärztin erhält 590 000 Euro Abfindung

5. September 2012

Gerade die Richter am LAG Berlin-Brandenburg rühmen sich dafür, dass man bei ihnen nur 60 000 Euro maxinmal Abfindung bekommt. Solche „Brüllaffen-Theoreme“ geistern leider immer wieder durch unsere Rechtssprechung und werden mit Vorliebe von den „Möchtegern-Göttern in Schwarz“ jedem Opfer wie ein Knochen vor die Füße geworfen.

Die selbstbewusste Orthopädie-Chefärztin Karin Büttner-Janz dagegen hat nun bewiesen, dem ist eben nicht so. Sie bekommt jetzt 590 000 Euro Abfindung, obwohl ihre Klageziel die Weiterbeschäftigung im Vivantes-Klinikum in Friedrichshain und am Urban-Krankenhaus war.

Zur Geschichte, die Chefärztin Karin Büttner-Janz war nicht nur eine bemerkenswerte Sportlerin –  als „zweifache Olympiasiegerin, vierfache Europameisterin und Weltmeisterin und gilt bis heute als die beste Turnerin aller Zeiten“ (1) – sondern auch als eine  international anerkannte Orthopädin hat sie bemerkenswertes geleistet.

„1984 hatte sie mit einem Kollegen die weltweit erste künstliche Bandscheibe zum Patent angemeldet“. So was zieht natürlich den Neid auf sich. Und als Leiterin der „orthopädischen Kliniken in Friedrichshain und am Urban in Kreuzberg“ war sie sowhl im Westen als auch Osten zu Hause. (1)

Man hat wohl sehr lange  gesucht bis man in der Geschäftsleitung von Vivantes einen Punkt gefunden hat, um gegen die Professorin und Chefärztin ein Schmutzkampagne sonders gleichen loszutreten. Und hier hat auch die Richterin Beate Aster total versagt, denn die Hintergünde für die Schmutzkampagne bleiben wohl für immer ungeklärt – was wohl auch Ziel der Geschäftsleitung von Vivantes war-, was typisch für Mobbing-Prozesse in Deutschland ist und somit ein absolutes Armutszeugnis für einen demokratischen  Rechtstaat darstellt.

„Welche Worte wirklich in dem Vier-Augen-Gesprächface to face – wischen der Orthopädie-Chefärztin Karin Büttner-Janz und Vivantes-Chef Joachim Bovolet am 13. März 2012 gefallen sind, wird wohl niemand mehr herausfinden“.

Doch zu mindest konnte Chef Joachim Bovolet seine sexuellen Fantasien ausleben. „Ob das Arbeitsverhältnis tatsächlich wegen der gleichgeschlechtlichen Beziehung (2) zu einer Mitarbeiterin abrupt beendet werden sollte oder ob eher das lange schwelende Zerwürfnis mit den anderen Chefärzten des Klinikums in Friedrichshain ausschlaggebend war, spielt nun keine Rolle mehr. Die Verhandlung am Dienstag vor dem Berliner Arbeitsgericht endete mit einem Vergleich„. (1) (2)

Man kann es auch so formulieren, in der deutschen Rechtssprechung und insbesondere im Arbeitsrecht gibt es den Vergleich deshalb, damit man die Täter für ihr Treiben nicht verurteilen muss und wohl auch nicht will. Einfacher ausgedrückt heißt das einfach nur Täterschutz oder zahle, und du bist frei.

1)http://www.morgenpost.de/berlin-aktuell/article108980367/Vivantes-Aerztin-Buettner-Janz-erhaelt-590-000-Euro-Abfindung.html

2)https://dieaktuelleantimobbingrundschau.wordpress.com/2012/04/23/arbeitgeber-vivantes-mobbt-chefarztin-und-bekennende-lesbe-aus-dem-job/

Täter im Facebook-Mord verurteilt oder was Mobbing alles zerstören kann.

4. September 2012

Besonders in Deutschland wird Mobbing gerne und mit aller Hingabe verharmlost, gerade unsere Arbeitsrichter sind da wahre Helden wenn es um das Wegschauen geht. Statt zu begreifen, dass Mobbing immer ein zentraler Angriff auf die „Würde des Menschen“ ist, werden immer neue Definitionen von Mobbing oder gar Rechtfertigungen abgeliefert.

Neuestes Beispiel dafür ist der Fall der „Kölner Mobbing-Hooligans“ die einen Spieler sogar vor seiner eigenen Haustür bedroht haben. (1) Zu recht empört sich Ulenspygel daraufhin über einen Artikel einer dieser Verharmloser und Rechtfertiger von Mobbing. (2)

Der Schrei

Der Schrei

Es wäre nun auch mal interessant zu wissen, wie der Journalist Wolfgang Hettfleisch den Facebook-Auftragsmord moralisch kommentieren würde. (3)

Zu den Hintergründen, der Fall hat damals und tut es sicherlich noch heute ganz Holland geschockt. „Eine 15 Jährige hat für die Ermordung der mobbenden 15-jährigen Joyce 100 Euro an einen ebenfalls Gleichaltrigen bezahlt,   Jinghua K. hat die Tat gestanden. Kaum von der deutschen Presse beachtet, hat der Mobbing-Mord in Holland in der Öffentlichkeit zu recht Unfassbarkeit oder Bestürzung ausgelöst.“ (3)

Ein „niederländisches Gericht“ hat nun „den 15 Jahre alten Täter zur höchst möglichen Strafe verurteilt„. (4)

Zum Tathergang, „(a)m 14. Januar 2012 hatte der Täter auf Winsie im Eingang ihres Elternhauses in Arnheim eingestochen. Ganz bewusst in Hals und Gesicht, erklärte die Richterin. Zuvor soll er noch gerufen haben: Sorry, ich muss das tun. Der Vater wurde beim Versuch, seiner Tochter zu helfen, ebenfalls mit dem Messer angegriffen. Das Mädchen starb fünf Tage später im Krankenhaus“. (4)

Zum Täter, er soll  laut einem „Gutachten zufolge nur vermindert zurechnungsfähig und psychisch gestört“ sein. „Seine Verteidiger führten an, dass die beiden Anstifter ihn unter Druck gesetzt hätten“. Seltsamer Weise soll das „Motiv des bereits vorbestraften Täters … unklar“ sein. (4)

„Du hast soziale und psychische Störungen, sagt ihm die Richterin“ und verurteilte den Täter zu „zwei Jahre Zwangstherapie in einer Anstalt für jugendliche Straftäter. Ein Jahr der Therapie wird allerdings zur Bewährung ausgesetzt. Die Behandlung kann aber auch verlängert werden“. (4)

„Der Vater des Mädchens, Chun Nam Hau, war enttäuscht. Ich habe meine Tochter verloren, und er bekommt ein Jahr Gefängnis, sagte er unter Tränen“. (4)

Offenbar kommt nun endlich wenigstens eine gesellschaftliche Diskussion über Cybermobbing in Gang. „Wie oft Jugendliche im Internet gemobbt werden, sei schwer zu beziffern, da die Cybermobbing-Forschung noch relativ jung sei. Wir selber kommen immer wieder in Studien auf 10 bis 15 Prozent der Schüler, denen so etwas schon häufiger passiert ist, berichtet“  der Entwicklungspsychologe Herbert Scheithauer.

Laut Scheithauer ist „Mobbing im Internet …. eine sehr perfide Form der Gewalt„. Man kann sich sehr schwer dagegen wehren und fühlt sich sehr verzweifelt und hilflos, sagt der Professor der Freien Universität Berlin. Dieses geschriebene Wort im Internet wirkt natürlich viel heftiger, als wenn ich auf dem Schulhof mal von der Seite angerempelt werde und jemand etwas Schlimmes zu mir sagt. Weil es dann schwarz auf weiß dort steht und andere darauf Bezug nehmen können.“ (4)

Ob das unsere Politiker und Richter begreifen bleibt fraglich, denn schließlich haben wir in Deutschland den Holocaust und die Berliner Mauer gehabt, man ist was die Würde des Menschen anbelangt wohl noch immer in der Steinzeit zu Hause, nimmt man die letzten 100 Jahre als Maßstab. Weshalb haben wir sonst keine Antimobbinggesetzgebung made in Germany?

1) https://dieaktuelleantimobbingrundschau.wordpress.com/2012/09/03/kolner-mobbing-hooligans-werden-immer-radikaler/

2)https://dieaktuelleantimobbingrundschau.wordpress.com/2012/09/04/entschuldigungen-fur-mobber-und-mobbing-emport-ulenspygel/

3)https://dieaktuelleantimobbingrundschau.wordpress.com/2012/08/21/mobbingopfer-15-jahre-bezahlt-15-jahrigen-mit-100-euro-fur-mord-aus-rache/

4)http://www.n-tv.de/panorama/Hoechststrafe-im-Facebook-Mord-article7125026.html

Entschuldigungen für Mobber und Mobbing empört Ulenspygel.

4. September 2012

Beiträge und Kommentare von Lesern geben nicht immer die Meinung der Redaktion wieder. Doch wenn auch seine Wortwahl etwas drastisch ist, kann man „Ulenspygel“ verstehen.

Seine innerliche fassbare Empörung bezüglich der Wortwahl des Journalisten Wolfgang Hettfleisch von der Berliner Zeitung kann man nachvollziehen, wenn auch nicht seine Wortwahl am Schluss seines Kommentars: „Erst wenn Ihnen, Herr Hettfleisch, mal ebenfalls die Visage von solchem Abschaum (das hat mit “Mensch” leider nichts mehr zu tun) das erste mal poliert worden ist, …“ (1)

Einer fehlt!

Einer fehlt!

Doch leider sind solche Verharmlosungen und Rechtfertigungen von Mobbing-Attacken und Mobbern wie durch den Journalisten Wolfgang Hettfleisch heute leider keine Ausnahme sondern vielmehr die Regel. Ich möchte hier nur an die Selbstverbrennung des Mobbing-Opfers Henning G. vor einem Jahr erinnern. Da hat außer dem Tagesspiegel keine Zeitung über Hintergründe des grausamen Freitods des Polizeihauptkommissars nur annähernd berichtet, warum wohl? (2)

Bis heute sind die Hintergründe nicht geklärt weshalb Hennig G. am 10.09.2011 auf dem Friedhof in der Paul-Schneider-Straße in Lankwitz sich das Leben genommen hat.

Doch zurück zur Empörung von Ulenspygel, der sich über die Äußerungen von Hetting zu recht getroffen fühlt, wenn der Journalist Mobbing mit folgenden Ausführungen rechtfertigen will, „viele Menschen wissen in der durchrationalisierten und bis ins absurde Detail reglementierten Gesellschaft nicht mehr, wohin mit ihren dunklen Gefühlen, mit ihrer Wut, ihrer Frustration.

Und manche finden ein Ventil ausgerechnet dort, wo es im Zuge der Kommerzialisierung.…“. dann nur noch Mobbing geben soll? Dann können wir doch den Laden Bundesrepublik gleich schließen und an Nordkorea verkaufen, womit dan wieder mal eine Demokratie Made in Germany am A.. wäre, sorry für das A-Wort.

Ulenspygel schreibt:

„Zum Link … Berliner Zeitung:
Ich finde es eine absolute Unverschämtheit vom Schreiberling Wolfgang Hettfleisch, wenn er schreibt:
..
viele Menschen wissen in der durchrationalisierten und bis ins absurde Detail reglementierten Gesellschaft nicht mehr, wohin mit ihren dunklen Gefühlen, mit ihrer Wut, ihrer Frustration. Und manche finden ein Ventil ausgerechnet dort, wo es im Zuge der Kommerzialisierung…(3)

Der Schrei

Der Schrei

Das klingt nicht nur, sondern dieses stellt eine der grandiosesten Entschuldigungen für Mobber und Mobbing und letztendlich Gewalt-Schläger dar, die mir jemals untergekommen ist.

So etwas quasi “als Auswuchs unserer Gesellschaft” zu entschuldigen ist mehr als schändlich. Wer nicht weis wo hin mit seinem Frust, soll so lange um seinen Häuserblock laufen, bis er platt ist – ich verspreche, das hilft!! Und etliche andere “Therapien” sind garantierten 100% Erfolg!!

Ich hoffe auf noch viel mehr Detail-Regelungen, z.B. dass Neo-Nazi und andere Schläger nach Straftaten erstmal solange in U-Haft bleiben, bis ihnen der Arsch halbwegs vertrochnet ist, und nicht wieder erstmal auf freien Fuss gesetzt werden.

Erst wenn Ihnen, Herr Hettfleisch, mal ebenfalls die Visage von solchem Abschaum (das hat mit “Mensch” leider nichts mehr zu tun) das erste mal poliert worden ist, vielleicht so sehr, dass Sie als erwerbsunfähiger Krüppel den Rest Ihres Daseins fristen müssen, würden Sie einen solchen journalistischen “Krampf”, bestimmt nicht mehr von sich geben…“. (4)(von Ulenspygel)

Bleibt nur noch zu erwähnen, dass wer sich gegen Mobbing  heute wehrt muss mit Sanktionen und Schikanen aller Art rechnen, nicht umsonst erscheint die „aktuelle Antimobbingrundschau“ auf einer amerikansichen Website. WordPress wäre in Deutschland undenkbar, Mobbing wäre Tür und Tor geöffnet und nnoch mehr für jeden der dort veröffentlicht.

1)https://dieaktuelleantimobbingrundschau.wordpress.com/2012/09/03/kolner-mobbing-hooligans-werden-immer-radikaler/

2)https://dieaktuelleantimobbingrundschau.wordpress.com/2011/09/13/berliner-polizeibeamter-61-und-mobbing-opfer-hat-sich-selber-angezundet-und-starb/

3)http://www.berliner-zeitung.de/sport/pezzoni-loest-vertrag-beim-1–fc-koeln-auf-der-spieler-als-feindbild,10808794,17030056.html

4)https://dieaktuelleantimobbingrundschau.wordpress.com/2012/09/03/kolner-mobbing-hooligans-werden-immer-radikaler/

Kölner Mobbing-Hooligans werden immer radikaler.

3. September 2012

06Im Fußball ist Mobbing schon längst zur Alltagskultur geworden, ob das nun die Götter des runden Leders glauben wollen oder nicht. Erinnert sei hier nur an die Sprache der Medien bei Fußballspielen zwischen den Nationalmannschaften Deutschland gegen England oder Holland.

Zu recht war der derzeitige Bundesinnenminister vom Auftritt der deutschen Fans bei der letzten Europameisterschaft in Polen und der Ukraine genervt. Das stupide Gegrölle der Fans „Sieg, Sieg, Sieg“ zeigt nur eine Fankultur, die in Deutschland heute überall zu finden ist. (1)

„Als beschämend bezeichnete Friedrich auch „Sieg, Sieg“-Rufe deutscher Zuschauer ausgerechnet in der im Zweiten Weltkrieg von Deutschen besetzten Ukraine“. (1)

Doch auch zur Klarstellung, selbst die Spieler unterscheiden sich da nicht von den Fans. Erinnert sei hier nur an den Fall der Fußballmannschaft Frankreichs bei der letzten WM in Südafrika. (2) Frankreich? Ja, einer der Protagonisten dieser Mobbingkultur, Frank Ribery ist schließlich beim FC Bayern einer der Lieblinge des Vereinsführung, Medien und Fans

„Nicht so de(r) Millionär und Ex-Fremdenlegionär von Bayern München, Ribéry, der legt noch einen drauf und macht jetzt Maulwurfjagd”. (2)

Da ist der neueste Fall von Hardcore-Mobbing gegen den „Abwehrspieler des Bundesliga-Absteigers 1. FC Köln“,  Kevin Pezzoni nur ein weiterer Meilenstein. Nicht nur, dass Pezzoni`s „Flucht … vor dem Hass der Hooligans“ nach dem Spiel gegen Cottbus viele erschüttert hat, er wurde jetzt sogar bekannt das auf Facebook sich eine Gruppe geründet hat, „die dazu aufforderte, Pezzoni und Co. „aufzumischen“. (3) Die Gruppe nennt sich „Kevin-Pezzoni-und-Co-aufmischen„.Mobbing Improvisation 3

Konkret heißt das Gewalt pur sowohl im Internet als auch vor der eigenen Haustür. Der Kölner Trainer Holger Stanislawski „hatte nach der Niederlage im Zweitliga-Spiel gegen Energie Cottbus (0:1) von den schlimmen Zuständen berichtet. Da hat eine Gruppe von Menschen dem Spieler vor dessen Privatwohnung aufgelauert, ihn angepöbelt und ihn massiv bedroht, sagte er, und fügte sichtlich bewegt hinzu: Das geht nicht, das kann nicht sein! Sie haben Zettel an sein Auto geklebt und ihm klar gemacht, dass sie ihm weh tun wollen“. (3)

Laut Bild-Zeitung soll „am Montag … Pezzoni von eigenen Fans bespuckt worden“ sein. „Am Dienstag standen fünf Chaoten vor seiner Haustür, drohten: Komm raus, wir hauen dir eine rein.“(4)

„Fanmobbingopfer Kevin Pezzoni: Der angefeindete und bedrohte Profi löste seinen Vertrag in Köln auf“, (5) was zu verstehen ist.

Doch sicherlich irrt sich „Hoffenheims Coach Markus Babbel“ wenn er erklärt,  man müsse nun „höllisch aufpassen, dass das nicht zur Normalität wird“. Mobbing und Gewalt sind nicht nur im Fußball schon längst Werte im Alltag geworden, denn unsere ganze Gesellschaft ist schon längst Opfer von Mobbing geworden, das nur das fortsetzt was man auch als Zersetzung einer Gesellschaft bezeichnen kann. (6)

1)http://www.noz.de/deutschland-und-welt/politik/64904929/innenminister-oezil-hetze-ist-widerwaertig

2)https://dieaktuelleantimobbingrundschau.wordpress.com/2010/06/21/fusball-vizeweltmeister-frankreich-im-mobbing-fieber/

http://www.welt.de/sport/fussball/bundesliga/fc-bayern-muenchen/article13642906/Ribery-Luca-Toni-und-die-Prostituierte-im-Hugos.html

3)http://www.ksta.de/1–fc-koeln/eskalation-fall-pezzoni-erschuettert-den-fussball,15188010,17028452.html

4)http://www.bild.de/sport/fussball/kevin-pezzoni/klopp-verurteilt-mobbing-hooligans-25993524.bild.html

5)http://www.berliner-zeitung.de/sport/pezzoni-loest-vertrag-beim-1–fc-koeln-auf-der-spieler-als-feindbild,10808794,17030056.html

6)https://dieaktuelleantimobbingrundschau.wordpress.com/2012/08/06/stasi-anweisung-nr-100-76-oder-das-system-mobbing-2012/