Archive for November 2009

CDU Generalsekretär Hendrik Wüst in NRW zockt ab

30. November 2009

Generation "Abzocker"Unsere Politiker hatten noch nie Achtung vor dem Sozialsystem, für sie war das nicht nur Objekt der Experimente mit lebenden Bürgern – siehe Hartz IV – sondern auch immer der Weg zur Selbstbereicherung. Der jüngste Fall des CDU Generalsekretär Hendrik Wüst beweist dies einmal mehr, was hier im Lande abgeht.

„Der Generalsekretär der CDU in NRW, Hendrik Wüst, hat jahrelang zuviel Geld vom Staat für seine Krankenversicherung kassiert. Insgesamt geht es um einen Betrag von rund 5000 Euro. Wüst, der aus Rhede im Kreis Borken stammt, war im Mai 2005 in den Düsseldorfer Landtag gewählt worden und erhielt zu versteuernde Diäten von damals 9500 Euro (inzwischen liegen sie bei 9756 Euro)“.(1) So weit der Sachverhalt.

Generation Opfer

Doch die Erklärung die der Junge dazu abgibt, die hat sich gewaschen. „“Mir war nicht bewusst, dass der Zuschuss des Landtages zur Kranken- und Pflegeversicherung um den gesetzlichen Arbeitgeberanteil meines Arbeitgebers gemindert werden muss“, so Wüst(1) Und solche Experten wollen unser Sozialversicherungssytem reformieren, das sie nicht einmal verstanden noch die Unterlagen dazu gelesen haben haben. Der Junge sollte schneller das Parlament verlassen as er reingekommen ist, der hat ja nun von gar nichts eine Ahnung. Mit solchen Experten gewinnen wir nicht mal einen gebrauchten Blumentopf.

1) http://www.rp-online.de/politik/deutschland/SPD-fordert-Ruecktritt-von-CDU-Generalsekretaer-Wuest_aid_789378.html

 

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Edeka mobbt und bespitzelt Mitarbeiter

30. November 2009

Unter ständiger Beobachtung

Ob es Lidl oder Aldi ist, die Bahn oder die Post, es wird bespitzelt oder schikaniert dass sich die Balken biegen. Und unsere Politiker und die Justiz schauen weg.

Bei der Edeka-Gruppe wurden jahrelang Mitarbeiter von Detektiven bespitzelt, ja, es wurden sogar ihre Privatautos durchschnüffelt oder beoabachtet. Ein Skandal, der nur einmal mehr zeigt, Mitbetsimmung funktioniert nicht und die Politik schaut weg, Gewerkschaftsfunktionäre kümmern sich nur um ihre Nebenjobs und die Methoden der Stasi sind genauso aktuell wie ihre Anwesenheit im öffentlichen oder privaten Dienst, wie in der Politik.

Der einzige Weg?

Das Beispiel Post AG zeigt dies in einer Antwort des Bundesdatenschutzbeauftragten an eine Bürgerin oder Bürger: „Bereits in meinem 21. Tätigkeitsbericht habe ich darauf hingewiesen, dass Führen so genannter Mieterbücher nicht unproblematisch ist: Nach der Postdienste-Datenschutzverordnung (PDSV), die den Schutz personenbezogener Daten von Absendern und Empfängern regelt dürfen Empfängerdaten ohne Einwilligung des Betroffenen grundsätzlich nicht gespeichert werden“.

Zurück zum Fall Edeka: „Die Supermarktkette Edeka lässt ihre Mitarbeiter offenbar seit Jahren durch Detekteien bespitzeln. Wie das Nachrichtenmagazin Focus unter Berufung auf interne Geschäftspapiere berichtet, spionieren Privatdetektive Supermarkt-Angestellten der bundesweit 32 Edeka-Simmel-Filialen systematisch hinterher. So führten Detektive nicht nur heimlich Hausvisiten bei krank gemeldeten Mitarbeitern durch, sondern filzten nach Schichtende die Privatautos der Angestellten“.(1)

 „Aus Verträgen und einer Arbeitsanweisung vom 12. Januar 2009 geht hervor, dass die beauftragen Detektive pro Woche 20 Wagen kontrollierten. >> Wenn Mitarbeiter sich weigern, den Wagen zu öffnen, drohen wir damit, die Polizei zu rufen und verweisen darauf, dass dieses sicherlich arbeitsrechtliche Konsequenzen haben werde <<, so ein Detektiv gegenüber dem Focus“. (1) Gewusst hat man es schon immer das in der Arbeitswelt keine Regeln mehr gelten. Was machen eigentlich die Betriebsräte in diesen Unternehmen? Keiner will etwas gewusst haben? Wozu haben wir ein Betriebsverfassungsgesetz?

Auffällig ist, dass fast alle Fälle sich in den neuen Bundesländern und Bayern zugetragen haben. Auch so ein Indiz woher die Detektive vielleicht kamen, doch weder Ver.di mit ihren Alttlasten aus Potsdam noch die Parteien äußern sich zu solchen Verbindungen. Und der Staatsanwalt? Der Staatsanwalt ermittel bei uns wie immer in solchen Fällen nach der Methode 67, bekannt als der Fall Kurras oder der Tod von Benno Ohnesorg. Die Schiene kann der Bürger vergessen, da kommt nichts.Im Fall Edeka will Ver.di-Fachabteilungsleiter Hubert Thiermeyer „Anzeige erstatten und den Vorgang an die Prüfbehörden weiterleiten“, man kann nur hoffen, er meint auch seine Funktionäre vor Ort damit.

Überall wo ver.di vor Ort ist, geschehen seltsame Dinge, auch so eine Merkwürdigkeit. Der Fall Edeka zeigt, bei uns muss das gesamte Arbeitsrecht demokratisiert werden und das auf europäischem Niveau.

1)http://www.webnews.de/http://www.fuldainfo.de/index.php?area=1&p=news&newsid=9409

Selbsthilfegruppe Mobbing

29. November 2009

Wohin?

Ein wichtiger Baustein im langen Weg durch das Labyrinth Elend und Leid  für Mobbingopfer sind „Selbsthilfegruppen“. Eine davon existiert bei unseren Nachbarn in Österreich und zeigt vorbildlich, wie so etwas funktionieren kann.

Die Gruppe in Salzburg hat fogende Eckpunkte für eine Selbsthilfegruppe als mögliche Plattform sehr schön beschreiben und kann daher als Vorbild dienen:

Selbsthilfegruppen können Mobbing nicht verhindern, aber den Betroffenen Hilfe in ihrer verzweifelten Lage anbieten.

Wie gehen wir vor?

Seelische Schwierigkeiten und Konflikte gemeinsam besprechen

– negative Auswirkungen auf das Berufsleben, Konflikte, gemeinsam bewältigen.

– Die Möglichkeit zu einem vertrauensvollen Gespräch und der Informationsaustausch spielen hier eine große Rolle.

– Jeder bringt sich mit seinen eigenen Konflikten, Gedanken und Gefühlen ein.

– Anfängliche Ängste und Unsicherheiten werden dadurch überwunden.

– Durch die Gruppe entsteht eine Atmosphäre von Vertrauen und Geborgenheit.

– Durch die Regelmäßigkeit der Treffen entsteht ein stützender Zusammenhalt, der Verständnis und Trost gibt und Mut macht zu neuer Aktivität.“ (1)

Und die Gruppe hat sich eine Weisheit von Erich Kästner auf die Fahne geschrieben,

„An allem Unfug, der passiert, sind nicht etwa nur die schuld, die ihn tun, sondern auch die, die ihn nicht verhindern.“
Von Erich Kästner (1899-1974), dt. Schriftsteller, 1957 Georg-Büchner-Preis (1), für alle Wegschauer sozusagen, gerade jenen aus der Politik und Justiz.

1)http://www.salzburg.at/miniweb/konflikte/

 

Politmobbing beim ZDF

28. November 2009

Mobbing

Politiker lehnen Antimobbinggesetze schon aus Eigeninterersse ab. Alleine die Zustände in Hessen Dank einer gelben Westerwellevertternwirtschaft um den MP Koch zeigen, Politiker benutzen jede Möglichkeit zum Mobben. Koch in Hessen ist da nur das I-Tüpfelchen auf den heißen Stein. Erinnert sei an die Fälle Everts, Wehner, Ypslanti usw.

Nun hat Koch sich den ZDF-Chefredakteur Nikolaus Brender vorgeknüpft. „Hessens Ministerpräsident Roland Koch (CDU), Becks Stellvertreter im ZDF-Verwaltungsrat, hatte seit Monaten den Kopf Brenders gefordert. Zu unabhängig war der Chefredakteur mit seinem gemütlichen Schnauzbart. Zu offen kritisierte er bei Bedarf die Union und auch deren Kanzlerin Angela Merkel“.(1)

Der Journalist selber hat den Pudelskern nur zu gut erkannt und benennt das Problem wie es ist, Koch (CDU) will mit Unterstützung von Schwarz-Geld-Zensur im Auftrag von Merkel. >>Brender selbst sieht durch die Umstände seiner Ablösung das öffentlich-rechtliche Rundfunksystem beschädigt. Das Ergebnis zeigt, dass das machtpolitische System im öffentlich-rechtlichen Rundfunk zur Selbstheilung nicht in der Lage ist, sagte er der Deutschen Presse-Agentur dpa“. (2)

„Es geht um die höchsten Gremien des ZDF, den Fernsehrat und den Verwaltungsrat. Deren Zusammensetzung macht es möglich, dass die politischen Parteien maßgeblichen Einfluss auf den Sender nehmen können – durch nicht eben unwichtige Entscheidungen, wer Chefredakteur oder Programmdirektor wird“.(2) So ein Inisider in diesem Fall von Parteizensur. Man mag es nennen wie man will, doch die Methoden der Frau Merkel bekannt, aus DDR Tagen, wo sie noch in der Akademie der Wissenschaften machtspeilchen betrieb. Koch ist nur der Musterschüler von Merkel und Kohl.

1) http://www.webnews.de/http://www.berlinonline.de/berliner-kurier/politik/zdf-chefredakteur_brender_muss_gehen/147856.php

2) http://www.webnews.de/http://polis-ffd.yooco.de/beta/forum/t.5658035-brender_gekickt.html

Filme zum Thema Mobbing

28. November 2009

 

Aufschrei im Land der Arbeit

Auf YouTube findet man viele gute Filme zum Thema Mobbing und wie es im Alltag aussehen könnte. Ich habe mir sechs Clips rausgesucht, die ich für die besten halte.

1. Mobbing ist kein Spass, http://www.youtube.com/watch?v=_BIaOEdPUeM&feature=related

2. Wehr dich gegen Cybermobbing, http://www.youtube.com/watch?v=mr83hYL4lbk

3. Cybermobbing, Part 1, http://www.youtube.com/watch?v=kTkrk8cBf1I&feature=related

4. Cybermobbing, Part 2, http://www.youtube.com/watch?v=UHRxkznV_Ww&feature=related

5. Mobbing in der Schule, http://www.youtube.com/watch?v=2sv4_I3ukKU&feature=related

6. Gewalt und Mobbing an Schulen, http://www.youtube.com/watch?v=NmSiUcleGxg&feature=related

Ausschnitte die zeigen, wie Schüler Mobbing im Schulalltag erleben und nachspielen.

Ein sehr guter Kurzfilm über Schülermobbing

27. November 2009

Schülermobbing

Wie immer fängt es scheinbar harmlos an, bis es sich langsam steigert und die Mobber immer mehr werden. Lehrer und Mitschüler schauen einfach weg oder versuchen so zu tun, als wäre nichts. Der Mob fühlt sich im Recht und die Attacken werden immer grausamer, das Opfer wird ausgegrenzt und verliert an Selbstbewusstsein.

Ein sehr guter Film Tipp von Simon D. selbst Mobbingopfer.

http://www.youtube.com/watch?v=6wInDSo2qCg

Haben Sie, haben sie nicht einen Dienstwagen für mich?

26. November 2009

Der hat keinen Dienstwagen. ;-)Normalerweise ist in der Demokratie jeder Bürger gleichgestellt, nicht so im Wunderland von Schwarz-Gelb. Da sind Politiker einfach mehr wert also so ein kleiner Bürger. Und um das zu messen, wie wichtig Politiker sind und welche Privilegien sie haben, wurde das Dienstwagenmodell erfunden.

Also im Klartext, wer eine Frikadelle verzehrt, Brotaufstrich für ein paar Cent nimmt, Maultaschen aus Essensresten verzehrt oder gar 2 Pfandmarken für leergut einlöst, der fliegt, der hat nämlich geklaut.

Ist man Politikerin für Soziales zum Beispiel und arbeitet in Stuttagrt, dann schickt man seinen Chauffeur mit Dienstwagen in den Secondhand Shop oder in die Reinigung. Wird man dabei erwischt, dann zahlt man schnell 5000 Euro an was Gemeinnütziges und schon hat man Ruhe. Kein Strafermittlungsverfahren, kein Diziplinarverfahren und schon gar keine Kündigung, sind doch eh nur Steuergelder die da verbraten werden. Und wenn man noch einen schönen Doppelnamen wie  Müller-Trimbusch hat und Mitglied der FDP ist, dann hat man schon mehr rechte als jeder Normalbürger, ist doch klar, oder? (1)

Und lebt man in Hamburg und ist Mitgleid im schwarz-grünen Pool, ja dann, dann darf man schon sehr viele Privatfahrten mal vergessen abzurechnen. man ist ja Mitglied der CDU oder der Grünen, und das bedeutet was im Selbstbedienungsladen Politik. „Mit Dienstwagen ist das in Hamburg so eine Sache: Da nutzen Senatoren die offiziellen Pkws auch mal privat, ohne ganz korrekt abzurechnen“. (2)

Und wenn man dann noch in der richtigen Firma arbeitet, die sich nämlich die Dienstwagen auch vom Steuerzahler bezahlen lassen, ja dann lebt man im Paradies an der Elbe. „Wie jetzt eine Anfrage des Abgeordneten Thomas Böwer (SPD) ergeben hat, gönnt sich die aus Steuergeld finanzierte ReGe sage und schreibe 18 Dienstwagen – bei momentan 28 Mitarbeitern. Eine höhere Quote an Mitarbeitern mit Dienstwagen lässt sich wohl nur in ganz wenigen Unternehmen finden. Zur Erinnerung: Die ReGe realisiert für die Stadt Großprojekte wie die Elbphilharmonie oder die Ortsumgehung Finkenwerder“.(2)

Wo steht denn bitte ihr Dienstwagen? Sie haben keinen? Ja dann sind sie eben kündbar und sollten mal was gegen ihre Anpassungsstörungen machen, in dem sie Mitglied in der CDU, FDP oder bei den Grünen werden, das hilft, wenn es heißt, wo ist mein Dienstwagen, im Secondhand Shop ober an der Phili?

1)http://www.webnews.de/http://www.ez-online.de/lokal/stuttgart/stuttgart/Artikel493954.cfm

2)http://www.webnews.de/http://archiv.mopo.de/archiv/2009/20091126/hamburg/politik/28_mitarbeiter_18_dienstwagen.html

2)

Der mobbende Arzt und sein Gefälligkeitsgutachten

26. November 2009

Das Gefälligkeits- gutachten

Zu lange haben wir wohl an die Götter in Weiß geglaubt. Ein Trugschluss wie sich nun herausstellt, Ärzte, gerade Psychiater seien Menschen mit einem Gewissen. In einem Land, in dem Mobbing und der Krieg am Arbeitsplatz so alltäglich ist, wie der Sonnen- aufgang in der Wüste, geben Ärzte oft alles, gerade dann wenn es der Auftrag dubioser Hintermänner ist. Und was Hintermänner bewirken können, zeigt der Fall Ypsilanti gerade in Hessen all zu deutlich.(1)

Der Fall des Ermittlers und Finanzbeamten Marco Wehner macht klar, Ärzte mobben heute oft noch grausamer und brutaler als ihre Mitmen-schen. Im Fall des Gutachters und Psychiaters Thomas H. kann man nur fragen, wie weit darf eigentlich ein Arzt gehen, bevor man ihn wegen „Verhaltensstörungen“ aus dem Verkehr zieht?

Das Gefälligkeitsgutachten:

„In der entsprechend aktuellen Untersuchungsaktion stellt sich in Übereinstimmung mit den aktenkundigen und von Herrn Wehner in Kopie überreichten (und den Gutachten beigefügten) Unterlagen heraus, dass er diagnostisch an einer erheblichen Anpassungsstörung leidet, deren Sympthome sein Privatleben deutlich beeinträchtigen und aufgrund derer er die tätsächliche Unmöglichkeit einer Rückenversetzung in den Bereich der Steuerfahndung vorausgesetzt als dienstunfähig und auch teildienstunfähig anzusehen ist“.

Letzte Korrektur am 17.11.2015

1)https://dieaktuelleantimobbingrundschau.wordpress.com/?p=1370&previewhttps://dieaktuelleantimobbingrundschau.wordpress.com/?p=1370&preview=true=true

Mobbingtäterin Carmen Everts erhält ihren Lohn.

25. November 2009

Blinde Justiz

Neues oder doch altbekanntes aus Hessen? Scheinbar nur ein Widerspruch, wenn man den hessischen Ministerpräsidenten Roland Koch nicht kennt. Der Fall Ypsilanti und die endlose Geschichte um die Wahlen in Hessen sind vielen Lesern sicherlich noch bekannt. Was damals den Geruch von Verrat an der Wahlsiegerin Ypsilanti hatte, wird heute nun bestätigt.

Die Mobberin Carmen Everts, eine aus der Gruppe der vier Gewissensentdecker fünf vor Zwölf erhält nun ihren Lohn.

Der hessische Ministerpräsident Roland Koch, bekannt vom Mobbingfall Marco Wehner* hat nun für die Ex-SPD-Abgeordnete ein neuen Job geschaffen.

Protest sinnlos

„Die Personalie sorgte gestern in Hessen für einiges Aufsehen, auch weil Everts ihren neuen Job im Dienste der schwarz-gelben Landesregierung von Roland Koch ausübt. Die schuf in der Landeszentrale für Politische Bildung ein neues Referat zur SED-Aufarbeitung“. (1) Offensichtlich hat Frau Everts mit solch einem neu und nur für sie extra geschaffenen Arbeitsplatz keine Gewissensprobleme, denn die Zeche bezahlt ja der Steuerzahler. Gewissen ist eben bei uns etwas, was man mit Kohle steuern und wohl auch kaufen kann. Nicht umsonst nennt Web.News seine Schlagzeile zu dem Vorgang, „Lohn für Verrat an Ypislanti“.

“Entsprechend groß ist nun das Geraune: Handelt es sich um eine Belohnung von Koch für Everts? Oder vielmehr um eine Abschiebeaktion von Seiten der SPD, die ihre Abweichlerin zuletzt in ihrem alten Job als wissenschaftliche Mitarbeiterin der Fraktion wieder beschäftigen musste? Am Ende stimmt womöglich beides“. (1)

Warum die SPD, die ja angeblich sich neu positioniert hat, dazu schweigt, ist auch noch unklar.

Schon erschütternd, das im Land von Hartz IV Politikerinnen sich die Tasche vollstopfen und der dumme Bürger mal wieder bezahlen muss. Mobbing lohnt sich eben in Deutschland und auch deshalb wehren sich unsere Politiker mit Händen und Füßen gegen ein Antimobbinggesetz, denn dann könnte man ja am Wahlergebnis nicht mehr rumpfuschen.

Letzte Korrektur am 17.11.2015

1)http://www.webnews.de/

http://www.abendzeitung.de/politik/148298

Steuerfahnder und Mobbingfall Marco Wehner.

24. November 2009

Wenn man Politiker bei ihren Geldschiebereien erwischt, schlagen sie unbarmherzig zurück. Wenn man als Mitarbeiter einer Behörde oder eines Unternehmen seine Arbeit sehr gut und qualifiziert erledigt, wird man einfach gemobbt. Wenn man dann noch in Hessen lebt und als Finanzbeamter arbeitet und seine Arbeit liebt und sehr gut verrichten will, erlebt man die Höhle auf Erden.

So geschehen und nachweislich dokumentiert im Mobbingfall Marco Wehner. „….Als Frankfurter Steuerfahnder (hat er) gegen den ehemaligen Schatzmeister der CDU, Walther Leisler Kiep (ermittelt). Das dunkelste Kapitel der Hessen-CDU. Es geht um illegale Parteispenden, getarnt als jüdische Vermächtnisse und um Steuerhinterziehung im großen Stil, um Millionen von Schwarzgeld, das die CDU in einer Stiftung in Liechtenstein versteckt hat. Marco Wehner ist auch dabei, als Frankfurter Fahnder die Daten von Hunderten deutschen Anlegern auf einer CD-ROM erhalten. Auch hier geht es um Schwarzgeldkonten in Liechtenstein. Rund 80 Fälle aus Frankfurt sind dabei, doch Wehners Chef und seine Fahnder werden von hohen Vorgesetzten des Finanzamtes ohne Begründung zurückgepfiffen“.(1)

Der Schrei

Der Schrei.

Und Marco Wehner war ein Topermittler, hat vieles ans Tageslicht gebracht, was Politikern und Strippenzieher in Hessen gar nicht passte. Obwohl sich sich dann ein Kollege mit der Bitte um Hilfe an die Politik gewandt hat, wurde Marco Wehner nicht nur die Hilfe entzogen, sondern er bekam zu spüren, was es heißt, wenn man jemanden fertig gemacht wird nach Strich und Faden.

„Am 21. April 2004 beschreibt ein Steuerfahnder diesen Vorgang detailliert in einem Brief an Finanzminister Weimar und Ministerpräsident Roland Koch und informiert die Politiker auf dem Dienstweg davon. Kein Beistand, keine Hilfe, kein Dank für den Hinweis. Nichts geschieht. Aber Marco Wehner bekommt ab jetzt die kalte Macht der Verwaltung zu spüren. Das bürokratische Mahlwerk springt an – es wird ihn fast vernichten. Er wird ohne Begründung in den Innendienst versetzt und zur Hilfskraft degradiert. Wie die anderen Fahnder muss auch er beobachten, wie seine ursprüngliche Stelle, die angeblich gestrichen werden sollte, plötzlich wieder ausgeschrieben wird. >>Alles, was ich ab dann gemacht habe, wurde kritisiert<<, erzählt Wehner. Prüfte er gründlich, war es seinen Vorgesetzten zu langsam. Prüfte er zügig, war es ihnen zu flüchtig. Jede Kleinigkeit wurde beobachtet. Täglich und monatelang Zurechtweisungen, Intrigen, Demütigungen. Mobbing wie aus dem Lehrbuch„.(1)

Das Gefälligkeits- gutachten, oder der Archipel Gulag lässt grüßen

Vielleicht liegt in so einem Fall wie der von Marco Wehner der Grund dafür, dass wir kein Anti- mobbinggesetz haben, denn dann würden wohl vielen Politikern und Strippenzieher das Handwerk gelegt. Im Fall Marco Wehner erleben wir die „stalinistische Praxis“ des deutschen Gesundheitswesen, unfassbar was da abging.

„Nach längerer ärztlicher Behandlung, erfährt er von der Finanzverwaltung, er solle untersucht werden. Wehner muss zu einem Termin bei Psychiater Thomas H. im Hessischen Versorgungsamt. Am 1. Oktober 2007 tritt Wehner in das karge Behandlungszimmer, will dem Arzt die Dokumente zeigen, über die merkwürdigen Versetzungen, Unregelmäßigkeiten und Straftaten der Verwaltung. Doch der Psychiater sagt: >>Das brauchen wir alles nicht.<< Wehner betont, dass er arbeiten kann und will, dass ihm Unrecht geschieht.

Der Arzt, scheint nach einstündigem Gespräch verstanden zu haben und sagt: >>Machen Sie sich keine Gedanken, es wird sich alles lösen.<< In seinem Gutachten, dass Wehner erst viel später zu sehen bekommt, wird stehen, dass der Beamte Marco Wehner unheilbar psychisch krank sei, unter Anpassungsstörungen leide und deshalb dauerhaft dienstunfähig sei – ein medizinisches Todesurteil für einen 37-jährigen Familienvater. Eine Nachuntersuchung sei nicht erforderlich, schreibt der Arzt.

Am 1. April 2009 wird Wehner vom Land Hessen zwangspensioniert – mit 39 Jahren. Zu dem Zeitpunkt ermittelt bereits die Ärztekammer gegen den Psychiater wegen Gefälligkeitsbegutachtung. Doch das Mahlwerk der Finanzverwaltung lässt sich davon nicht aufhalten. Wehner wird als psychisch kranker Staatsdiener nach Hause geschickt“.(1)

Und von der Politik, kein Wort dazu. Unfassbar was in Deutschland im Jahre 2009 alles möglich ist. Mobbing bis zur gesundheitlichen Vernichtung und das bei unserem Grundgesetz.

Letzte Änderung am 17.11.2015

1)http://www.webnews.de/http://www.fr-online.de/top_news/2093289_Steuerfahnderaffaere-Die-geplante-Zerstoerung-des-Marco-Wehner.html