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Edeka mobbt und bespitzelt Mitarbeiter

30. November 2009

Unter ständiger Beobachtung

Ob es Lidl oder Aldi ist, die Bahn oder die Post, es wird bespitzelt oder schikaniert dass sich die Balken biegen. Und unsere Politiker und die Justiz schauen weg.

Bei der Edeka-Gruppe wurden jahrelang Mitarbeiter von Detektiven bespitzelt, ja, es wurden sogar ihre Privatautos durchschnüffelt oder beoabachtet. Ein Skandal, der nur einmal mehr zeigt, Mitbetsimmung funktioniert nicht und die Politik schaut weg, Gewerkschaftsfunktionäre kümmern sich nur um ihre Nebenjobs und die Methoden der Stasi sind genauso aktuell wie ihre Anwesenheit im öffentlichen oder privaten Dienst, wie in der Politik.

Der einzige Weg?

Das Beispiel Post AG zeigt dies in einer Antwort des Bundesdatenschutzbeauftragten an eine Bürgerin oder Bürger: „Bereits in meinem 21. Tätigkeitsbericht habe ich darauf hingewiesen, dass Führen so genannter Mieterbücher nicht unproblematisch ist: Nach der Postdienste-Datenschutzverordnung (PDSV), die den Schutz personenbezogener Daten von Absendern und Empfängern regelt dürfen Empfängerdaten ohne Einwilligung des Betroffenen grundsätzlich nicht gespeichert werden“.

Zurück zum Fall Edeka: „Die Supermarktkette Edeka lässt ihre Mitarbeiter offenbar seit Jahren durch Detekteien bespitzeln. Wie das Nachrichtenmagazin Focus unter Berufung auf interne Geschäftspapiere berichtet, spionieren Privatdetektive Supermarkt-Angestellten der bundesweit 32 Edeka-Simmel-Filialen systematisch hinterher. So führten Detektive nicht nur heimlich Hausvisiten bei krank gemeldeten Mitarbeitern durch, sondern filzten nach Schichtende die Privatautos der Angestellten“.(1)

 „Aus Verträgen und einer Arbeitsanweisung vom 12. Januar 2009 geht hervor, dass die beauftragen Detektive pro Woche 20 Wagen kontrollierten. >> Wenn Mitarbeiter sich weigern, den Wagen zu öffnen, drohen wir damit, die Polizei zu rufen und verweisen darauf, dass dieses sicherlich arbeitsrechtliche Konsequenzen haben werde <<, so ein Detektiv gegenüber dem Focus“. (1) Gewusst hat man es schon immer das in der Arbeitswelt keine Regeln mehr gelten. Was machen eigentlich die Betriebsräte in diesen Unternehmen? Keiner will etwas gewusst haben? Wozu haben wir ein Betriebsverfassungsgesetz?

Auffällig ist, dass fast alle Fälle sich in den neuen Bundesländern und Bayern zugetragen haben. Auch so ein Indiz woher die Detektive vielleicht kamen, doch weder Ver.di mit ihren Alttlasten aus Potsdam noch die Parteien äußern sich zu solchen Verbindungen. Und der Staatsanwalt? Der Staatsanwalt ermittel bei uns wie immer in solchen Fällen nach der Methode 67, bekannt als der Fall Kurras oder der Tod von Benno Ohnesorg. Die Schiene kann der Bürger vergessen, da kommt nichts.Im Fall Edeka will Ver.di-Fachabteilungsleiter Hubert Thiermeyer „Anzeige erstatten und den Vorgang an die Prüfbehörden weiterleiten“, man kann nur hoffen, er meint auch seine Funktionäre vor Ort damit.

Überall wo ver.di vor Ort ist, geschehen seltsame Dinge, auch so eine Merkwürdigkeit. Der Fall Edeka zeigt, bei uns muss das gesamte Arbeitsrecht demokratisiert werden und das auf europäischem Niveau.

1)http://www.webnews.de/http://www.fuldainfo.de/index.php?area=1&p=news&newsid=9409

Gezieltes Mobbing und eine unfähiges Arbeitsrecht!

20. Oktober 2009
Aufschrei im Land der Arbeit

Aufschrei im Land der Arbeit

Politiker leiden sehr oft an den neuen Krankheiten, „soziale Schizophrenie“ und an der bekannten „Ich-Guido-Krankheit“. Dies hat zur Folge, dass sie gesellschaftliche Entwicklungen nicht mehr erkennen. Die SPD Genossen haben dafür ihren Denkzettel bekommen, an dem sie heute noch leiden. Die FDP hat sich selbst überflüssig gemacht, für unser Land kein Verlust.

Und so hat „maru64s“ seinem Blog, „Meine Meinung“ zu recht das Thema 50 Plus und somit reif für gezieltes Mobbing aufgeriffen. Anhand eines TAZ-Artikels in dem der Kreislauf, „über 50, gezieltes Mobbing, Kündigung, Arbeitslos und dann Hartz IV“ beschrieben wird, kann man feststellen,dass auch das „AGG“ daran nichts geändert hat. Allenfalls im Mobbing unterliegen Arbeitnehmer über 50 einem „Allgemeinen Gleichheits Gesetz“, dem des gezielten Mobbings.

Einer fehlt!

Einer fehlt!

„Der nackte Schreibtisch macht ihn wütend. Und traurig. Martin Schmidt schlägt die Zeitung auf, überfliegt Überschriften, blättert vor, dann wieder zurück. Auf die Texte konzentrieren kann er sich nicht; denn draußen auf dem Gang hört Schmidt die hektischen Schritte seiner jungen Arbeitskollegen. In seinem Büro ist es unerträglich still. Der 54-Jährige greift in seine Umhängetasche und legt mehrere Kugelschreiber vor sich auf den Tisch. Die Kulis hat er von zu Hause mitgebracht. Würde er welche bei der Firma anfordern, käme die Frage, wofür er die denn brauche. Schmidt reiht einen Kugelschreiber an den anderen, exakt 90 Grad zur Tischkante. 10 Uhr 30. Noch mindestens eine Stunde bis zur Mittagspause. An den Nachmittag will er gar nicht denken“. (1)

Prècaire.

Prècaire.

So etwas geschieht in unserem Land Tag für Tag tausend- bis hunderttausendfach, ohne dass sich eine Gewerbeaufsicht, Betriebs- oder Personalräte oder ein Ordnungsamt darum kümmert. Und wer nicht kündigt, der wird dann eben wegen einer „Bagatelle“ wie dem Verzehr von Maultaschen“ vor Gericht fertig gemacht. So ist das im Land von Köhler und Merkel, wo man die Grund-oder Verfassungsrechte in der Arbeitswelt der Genration 50 Plus vergelblich sucht.

„Schmidt ist kein Einzelfall: Jeder fünfte über 50-Jährige fühlte sich im Jahr 2008 laut einer Studie des Instituts für Markt- und Sozialforschung (IFAK) in Deutschland Schikanen am Arbeitsplatz ausgesetzt. Das gezielte Mobbing gegenüber den über 50-Jährigen hat wirtschaftliche Gründe: 50- bis 65-Jährige verdienen hierzulande durchschnittlich rund 70 Prozent mehr als 25- bis 30-Jährige, das ergab eine Studie des Personaldienstleisters Adecco. Darin steckt Sparpotenzial: Warum die alten, teuren Mitarbeiter behalten, wenn ein junger Kollege die gleiche Arbeit für weniger Geld erledigt? Weil aber Mitarbeiter vor einer ungerechtfertigten Kündigung gesetzlich geschützt sind, versuchen Unternehmen, Mitarbeiter mit nicht nachweisbaren Mobbingattacken zur freiwilligen Kündigung zu bewegen – eine Methode, die Personalführungskräfte in diversen Seminaren und Workshops sogar trainieren können“. (1)

Mein Büro, oder wenn man am Arbeitsplatz bespitzelt wird

Mein Büro, oder wenn man am Arbeitsplatz bespitzelt wird

>>Arbeiten will sie nie wieder: „Mobbing ist wie ein Brandmal, die Attacken brennen sich tief in die Seele ein, sie sind wie Narben im Selbstwertgefühl.“ Seit sie aufgehört hat zu arbeiten, sind die gesundheitlichen Beschwerden fast vollständig verschwunden<< (1)

Hartz IV als Gesundheitsreform gegen eine asoziale „Arbeitswelt“? Sicherlich keine Lösung in einem Land, in dem Politiker sagen, Rente erst mit 67 und die Staatsverschuldung bei 1,7 Billionen Euro liegt.

Letzte Änderung am 01.01.2015

1)http://meinemeinung.blog.de/2009/08/14/hartz-iv-aeltere-arbeitslosigkeit-gruendlich-gemobbt-6723676/