Stern macht zurecht Rückzieher im Mobbing-Fall Steinbrück

Offenbar hat man in den Redaktionsräumen in Hamburg beim Stern den „Gestank der Stinkbömble“ im Mobbing-Fall Peer Steinbrück wahrgenommen und kommt zu der Erkenntnis, „eine Affäre ist das nicht“. (1)

Eine Affäre ist das aber schon, wenn man nach den Hintergünden der „Stinkbömblewerfer“ für ihre Mobbing-Attacke fragt. Willy Brandt hat es mal so treffend forumuliert, das Ziel von Mobbing, als man den Begriff noch gar nicht in der Soziologie oder Ökonomie kannte oder benutzt hat. Man muss nur lange genug und viel Dreck auf einen Menschen werfen, dann besteht die Hoffnung, es bleibt irgendwas an ihm hängen. Und wer Dreck wirft hat immer ein Ziel.

Offenbar sitzen die Strippenzieher der „Mobbing-Attacke Schachbrett“ in der Post AG und Telekom. Und man muss davon ausgehen, dass dort offenbar heimlich Dossiers (2)  über Politiker und Personen des öffentlichen Lebens angelegt und über Jahre gepflegt werden. So was riecht und stinkt schon wieder nach der berühmten „Firma in der DDR“ damals.

Was wir wissen ist und das hat Steinbrück auch nie bestritten, dass er einen Brief mit der „Bitte um Sponsering des Schachevents an die damaligen Vorstandsvorsitzenden Kai-Uwe Ricke (Telekom) und Klaus Zumwinkel (Post) richtete, (und dieser) nicht auf dem offiziellen Briefpapier des Bundesfinanzministeriums geschrieben worden (ist). Er lief unter dem Briefkopf „Peer Steinbrück, Bundesminister der Finanzen“.(1)

Warum also diese Mobbing-Attacken dann im Focus. Bekannt ist, Steinbrück hat sich damals für die „Festschreibung des Mindestlohns von 10 Euro für Postmitarbeiter im Entsendegesetz“ stark gemacht, um die Post vor dem Ausverkauf zu schützen. Dabei hat er sich auf zwei Annahmen verlassen, die die Post AG und Telekom trotz Gewerkschaftsfunktionäre im Aufsichtsrat nicht einhält oder erfüllen wollen.

Die 10 Euro gelten für Mitarbeiter mit Qualifikation wie einem Facharbeiterbrief zum Beispiel. Realität beim gelben Tolpatsch ist jedoch die Tatsache, dass qualifizierte Mitarbeiter dem System Mobbing unterliegen und Hilfsarbeiter bis zum Abteilungsleiter sich hochmobben können und „Bunga Bunga auf dem Billardtisch*“ bei weiblichen Mobbern gang und gebe ist und man das auch in der „Zentrale am Rhein“ weiß.

Offenbar spielt das führen „illegaler Personalakten“ in diesem grausamen Menschenroulette  eine zentrale Rolle, was jedoch Steinbrück als Außenstehnder nicht wissen kann und auch nicht braucht.Denn dieses „führen illegaler Personalakten“ hat man nach 1989 mit Mitarbeitern der besonderen DDR-Organe auf „Personen des öffentlichen Lebens ausgedehnt“ und hier müsste schon langst der Datenschutz greifen und die Gewerkschaften Alarm schlagen. Denn warum taucht nun plötzlich dieser Brief auf und wie viele Briefe „Marke Stinkbömble“ hat die Post oder Telekom gehortet und von wem alles?

Nun will zur Zeit die Post ihre Gebühren für Briefe und Pakete erhöhen, das widerspricht dem Ziel der Privatisierung der ehemals staatlichen Post mit eigenem Ministerium. Eigentlich sollten die Gebühren fallen und das das geht, zeigt die PIN AG, die Sendungen im Briefverkehr günstiger zustellen kann. (3/5) Doch noch hat man das staatlich geschütze Monopol als AG und das will man wohl beim gelben Tolpatsch nun voll ausnutzen, so lange die Konkurrenz noch gegängelt wird.

Steinbrück stand da wohl mit seinem Wissen über die Zusamenhänge im Wege. Und unklar ist, warum die Post überhaupt die Gebühren anheben will, Anfang des Jahres hat man mit sich mit 4 % Lohn- und Gehaltserhöhung aufgrund angeblich guter Umsatzzahlen überraschend schnell geeinigt. „Während sich die Deutsche Post und Verdi schnell einigen konnten“, hat die Telekom sich noch gesträubt. (4)

Wenn der Umsatz so gut war und man sich einen guten Schluck aus der Lohnflasche gönnen konnte, warum jetzt die Gebührenerhöhung? Schließlich schützen wir Bürger als Großaktionär die Aktie der Post AG vor einem freien Handel an der Börse und dann würden die Karten wohl anders, sorry, die Schachfiguren wohl anders agieren.

Der Mobbing-Fall Steinbrück und die „Schlammschlacht durch den Focus“ muss also „Strategen und Hintermänner“ haben und das kann uns nur der „Focus-Clan“ verraten und woher sie den Brief bekommen haben. Interessant wäre es sicherlich, oder?

1) http://www.stern.de/politik/deutschland/sponsorenwerbung-fuer-schach-turnier-ein-stinkboemble-gegen-steinbrueck-1899682.html#utm_source=sternde&utm_medium=zhp&utm_campaign=kultur&utm_content=snippet-aufmacher

2)http://de.wikipedia.org/wiki/Dossier

3)http://www.focus.de/finanzen/news/unternehmen/nach-den-briefen-die-pakete-post-erhoeht-auch-preis-fuer-express-sendungen_aid_826189.html

4)http://www.handelsblatt.com/politik/deutschland/die-tarifrunde-2012-zwischen-einigung-und-verhandlungsstillstand/6291600.html

5) http://www.pin-ag.de/

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