Posts Tagged ‘gefährlicher Körperverletzung’

Münchner Mobbing-Opfer schlägt zurück.

22. Juni 2011

Einer fehlt!

Offenbar hat der 30 Jahre alte Masaki M. aus Kyoto den Versprechungen seines Münchener Chefs und Inhaber eines japanischen, edlen Spezialitäten Restaurant zu sehr vertraut. Als ausgebildeter Lehrer hat er wohl seinen Job in Japan an den Nagel gehängt und kam nach München in die Welt der Schickeria und Möchtegernstars.

Schnell entpuppte sich die Lehre zum „Kochkünstler für japanische Spezialitäten“ als hohle Phrase und Masaki kam in einer fremden Umwelt mit den „Mobbing-Attacken“ seines Chefs nicht zu recht.(2)

Von vielen Mobbing-Opfer wissen wir, wenn sie nicht die Gewalt gegen sich selbst richten – das wäre dann der Suizid-, kommt es oft zu Gewaltausbrüchen nach außen. Und Masaki hat wohl diesen Weg beschritten, er hat seinen „Küchenchef  (m)it den Fäusten … zu Boden (gestreckt) und trat (dann weiter) mit den Füßen auf ihn ein. Yuri Y. wurde bewusstlos, der Täter trat weiter zu, bis ein Koch ihn überwältigte“. (1)

Masaki M. muss sich nun statt um „Top-Kreationen des Sushi-Meisters“  zu kümmern „wegen versuchten Totschlags und gefährlicher Körperverletzung … vor dem Münchner Schwurgericht verantworten“. (1)

In seiner Vernehmung gab das Mobbing-Opfer Masaki M. an, seit dem 1. Juli 2010 in dem Lokal mit Preisen für „Business-People, Hipster und Studis“ eine Lehre begonnen zu haben.  Sein „Küchenchef Yuri Y. (32) habe ihn nicht nur wegen jeder Kleinigkeit zurechtgewiesen: Er hat mich getreten, immer wenn ich einen Fehler machte.“ Später hat dann das Mobbing-Opfer die Tretorgie wohl einfach nur umgedreht, „wie Du mir so ich Dir“.

Der Hirnforscher Joachim Bauer erklärt und solche Gewaltausbrüche als Ergebnis unseres Gehirns, dass „soziale Ausgrenzung ganz ähnlich“ empfindet ..“wie körperlicher Schmerz.  Ausgrenzung und Demütigung als Ursachen für Gewalt sollten auch bei der Konfliktlösung am Arbeitsplatz oder in der Gesellschaft stärker berücksichtigt werden“ so der Fachmann. Man  kann  nur hoffen, dass Joachim Bauer als Gutachter im Fall Masaki M. hinzugezogen wird, der Richter kann das bestimmen, wenn es für das Urteil relevant ist.(3) 

Und aus der Lehre zur hohen Kochkunst wurde auch nichts. „Am Ende habe er nicht mehr kochen dürfen, sondern sei zu Dreckarbeiten herangezogen worden. Statt 1400 habe er nur noch 700 Euro monatlich erhalten. Plötzlich musste Masaki M. (auch) Staub saugen“, und das war dann wohl dem gelernten Lehrer auch zu viel.

Man darf gespannt sein, wie der Staatsanwalt seine Anklage inhaltlich vorträgt, und wie er Mobbing und die „gewaltsame Reaktion“ darauf definiert. Noch interessanter dürfte das Urteil werden, ein Richter muss nun wieder Mobbing strafrechtlich erklären. Für Masaki jedoch ist das Urteil schon längst gefallen, er wird weder die „hohe japanische Kochkunst“ zelebrieren noch wird er wohl wieder als Lehrer arbeiten dürfen. Sein Leben ist für immer ruiniert, ob das der Richter und Staatsanwalt verstehen, bleibt sehr fraglich.

1)http://www.tz-online.de/aktuelles/muenchen/mobbing-azubi-tritt-chef-halbtot-1283400.html

2)http://www.fr-online.de/wissenschaft/-auf-ungerechtigkeit-reagiert-unser-gehirn-mit-ekel-/-/1472788/8302712/-/index.html

3)http://salzburg.orf.at/stories/522610/

Mobbingopfer angezündet und ins Internet gestellt

22. Dezember 2009

Mobbingopfer Stefan K.

Potsdam und das Land Brandenburg sind nicht nur für „Ausländer“ eine No-Go-Area, sondern auch für Stasiopfer, denn in diesem Bundesland haben Stasispitzel seit 20 Jahren ein Paradies gefunden, um unbehelligt ihre Traumkarrieren zu starten, ohne dass sie jemals für ihr asoziales Treiben zur Rechenschaft gezogen werden und wurden.

Nun ist in diesem asozialen Sumpf ein soziales Miteinander üblich, dass ein Lehrling „auf dem Gelände der Handwerkskammer Potsdam“ als Mobbingopfer der grausamsten Art erleben musste. Zu Anfang musste Stefan K. aus Beelitz „umringt von einer johlenden Schülermenge singen und tanzen …. Zwischendurch vergräbt er immer wieder hilflos seine Hände in den Hosentaschen, tritt von einem Bein aufs andere und guckt unsicher in die Runde. Dann halten Mitschüler ihm schliesslich ihre Telefone vors Gesicht (und)  befehlen: >>Los, noch eine Runde, du Drecksau!<< – Und die Qual beginnt von vorn“.(1)

Ohne Worte

Keiner der Schüler ist eingeschritten, keine der Aufsichtspersonen war angeblich zur Stelle, eine Fürsorgepflicht kennt man wohl bei der Handwerkskammer in Potsdam nicht. Der Staatsanwalt ermittelt ja auch heute noch nicht gegen die Leiter und Lehrkräfte dieser „Ausbildungsstätte“. Auch so ein Phänomen im Land Brandenburg und in Deutschland, wo man sich fragt, wozu brauchen wir Gesetze, wenn wir sie nicht anwenden wollen?

Das Martyrium von Stefan K. ging nach der Zuschaustellung im Internet seiner „Demütigungen“ vor versammelter Mannschaft ohne Skrupel weiter. Als nächster Höhepunkt wurde er angezündet, unfassbar was dort in der Handerkskammer und den Ausbildungsstätten von Brandenburg los ist.

>> Am Donnerstag (26.11.09) , gegen 14 Uhr, Mitschüler hatten ihn in einer Werkstatt schwer verletzt: Max B. (17) besprühte Stefan K. mit Lösungsmittel, Christopher M. (19) zündete ihn an und Markus R. (23) sah tatenlos zu. Gegen das Trio, das in der Vernehmung die Tat gestanden haben soll, ermittelt die Polizei wegen (nun wegen) gefährlicher Körperverletzung. „Die Tat geschah mit Vorsatz. Es war weder ein dummer Streich noch ein Unfall „, so ein Sprecher << der Polizei. (1)

Der oberste Wegschauer.

Die Handwerkskammer Potsdam gab nur eine Erklärung ab, über die man sich als Demokrat und Mensch nur wundern kann. „“Die Jugendlichen sind schwierig, haben Probleme. Aber von Mobbing oder gar körperlicher Gewalt war uns nichts bekannt , so eine Handwerkskammer-Sprecherin. Die mutmaßlichen Täter erhielten keinen Haftbefehl, Freitagnachmittag kamen (sie) wieder frei“.(1)

Ob nun gegen Mobbing Maßnahmen eingeleitet werden, dazu sagt die Sprecherin nichts. Wahrscheinloch wird Stefan K. seine Ausbildung nicht beenden können und die Täter werden im Schutz der Handwerkskammer einen Ausbildungsabschluss erreichen. So was nennt man Täterschutz. Doch was ist mit der „Würde des Menschen und seinem Recht aus Gesundheit“, dass auch das GG Stefan K. Gewährleisten muss?

Kein Sitzung im Landtag von Brandenburg beschäftigt sich mit diesem Vorgang, keine Äußerung von offizieller Seite aus, was man in Zukunft gegen diese asozailen und brutalen Mobbingattacken unternehmen will und was die Handwerkskammer in Zukunft tun will, damit solche Fälle nicht wieder vorkommen. Übrigens, auch vor 60 Jahren hat man begonnen, Menschen und Gebäude anzuzünden, damals nannte man das „Reichsprogromnacht“, wie weit wir heute schon wieder sind, im Lande Brandenburg?

1)http://www.bz-berlin.de/bezirk/umland/lehrling-gemobbt-dann-angezuendet-article657061.html

http://www.vnr.de/b2b/personal/ausbildung/mobbing-fallbeispiel-eines-betroffenen-azubis.html