Zum 1. Mai gehen eigentlich die Arbeitnehmer und insbesondere die Organisierten, sprich Gewerkschafter auf die Straße. Doch in Deutschland ist schon alles etwas seltsam geworden seit das “Prinzip Zerstörung der Vernunft” oder “die andere Zerstöung der Vernunft” gilt.(1)
So hat weder der DGB noch einer seiner Einzelgewerkschaften eine Kundgebung gegen Mobbing organisiert noch etwa Anti-Mobbing-Gesetz als Forderung ausgegeben. Man schaut weg und sichert sich als Funktionär die Pfründe im Rahmen der Mibestimmung. (2)
Zum Glück haben sich die “Piraten“* als im Augenblick einzige demokratische Alternative zum System “Wegschauen” für ein Anti-Mobbing-Gesetz* ausgesprochen. Gerade wenn es um große Unternehmen oder Discounter geht, ist ein Anti-Mobbing-Gesetz unabdingbar und der einzige Schutz für die Beschäftigten. Das System Betriebsrat der Gewerkschaften ist schon längst Teil des System Mobbing als mitmobbender Faktor geworden.
Was das System Mobbing heißt, zeigt der Fall des Billigdiscounter ALDI. Ein ehemaligerManager hat nun ein Buch zum Komplex ALDI und unter anderem zum System Mobbing geschrieben. ”Die Verkaufslyrik hat wenig mit der Realität in den Filialen zu tun, da herrscht immenser Druck. Da haben Mitarbeiter Angst, zur Arbeit zu gehen. So bezahle das Unternehmen tatsächlich gute Löhne, das Problem sei vielmehr das Mobbing: Das ist zum Teil systematische Mitarbeiter-Schikane“.(3)
Leider fand diese Sendung unter der Moderation von Jauch statt, was dem Thema leider nicht die notwendige Möglichkeit gab, obwohl auch mit Susanne Amann eine Mobbing- und ALDI-Expertin am Tisch saß. “Ein knallhartes Kontroll-System, dessen Methoden mit denen der Stasi vergleichbar seien. Aldi geht immer von dem Schlechten in seinen Mitarbeitern aus, sagte Susanne Amann, ..”(3)
Genau, das ist heute in Deutschland ein großes Problem, die Methoden der Stasi sind heute genauso verbreitet wie zu DDR-Zeiten. (1) Und wenn man erst Mutter ist, dann steht man im System Mobbing bei ALDI sowieso auf Platz 1.(4)
System Mobbing in Deutschland heißt immer System Stasi, ob nun bei ALDI oder einem anderen Unternehmen, nur die Gewerkschaften sind da nicht besser, leider.
Auf Stern TV bestätigen Mitarbeiterinnen bei ALDI genau das, was Susanne Amann und der ehemalige Manager gegen ALDI vorbringen. “Hoher Arbeitsdruck, Einschüchterung, Willkür, perfide Überwachungsmethoden bis hin zu Mobbing – Snezana M. und ihre Kollegen Nenad D. und Aleksandar C. mussten das …System” Mobbing ”am eigenen Leib erfahren: Nach Diebstahlvorwürfen werden die langjährigen Mitarbeiter einfach in andere Filialen versetzt. Von nun an hagelt es Abmahnungen, sie werden schikaniert.
Als sie sich anwaltliche Hilfe suchen und beschließen, einen Betriebsrat zu gründen, erreicht die Geschichte ihren Höhepunkt. Wie subtil” gemeint sind hier wohl die Methoden der Stasi” mit der “sich Aldi Süd unbequemer Mitarbeiter entledigt, erzählen Snezana M., Nenad D. und Aleksandar C. live bei Steffen Hallaschka im Studio”. (5)
*http://dieaktuelleantimobbingrundschau.wordpress.com/2012/05/01/mobbing-gegner-und-opfer-wahlen-die-piraten/
1)http://www.zeit.de/1991/20/die-andere-zerstoerung-der-vernunft
2)http://dieaktuelleantimobbingrundschau.wordpress.com/2012/04/26/gewerkschaft-und-mobbing/
3)http://www.welt.de/fernsehen/article106238415/Aldi-Wallraff-und-das-Billigheimer-Prinzip.html
4)http://dieaktuelleantimobbingrundschau.wordpress.com/2012/04/26/gewerkschaft-und-mobbing/
5)http://www.stern.de/tv/sterntv/mobbing-und-schikane-bei-aldi-sued-erfolg-auf-kosten-der-mitarbeiter-1820862.html
Mobbing-Opfer erhält 5 Millionen Dollar Schadensersatz
9. Mai 2012“Bashir said her work environment became hostile immediately after she converted in 2005, with her co-workers making harassing comments about her religion and referring to her hijab as that thing on her head”.(1)
Die Lage an ihrem Arbeitsplatz wurde für die Mutter Jahr für Jahr unerträglicher bis 2008 es zum persönlichen Zusammenbruch kam. “The harassment continued and in March 2008, the federal Equal Employment Opportunity Commission launched an investigation after she filed a complaint. She said that made some workers angry and led to the final encounter with her boss.
Bashir said she became so stressed that she couldn’t return to work. She asked that her boss be removed or that she be transferred, but neither happened. She was fired after not returning to work for nine months”. (2)
Von einer ” jury in Jackson County in the United States” (1) als dem Gericht bekam sie nun in der ersten Instanz “eine Entschädigung in Millionenhöhe zugesprochen” und zusätzlich 120 000 Dollar Gehaltsnachzahlung. (3) AT&T will laut Pressemeldungen jedoch in Berufung gehen. “AT&T said it disagrees with the verdict and plans to appeal“. (1)
Susann Bashir ist nun mit ihrer Tochter nach Alaska umgezogen und fühlt sich dort wohl. “She is going through a divorce and in October she and her daughter moved to Alaska, where she now works as an apartment manager”. (2)
Und wie alle Mobbing-Opfer steht auch heute noch Susann zwischen Baum und Borke. “ I have mixed feelings, Bashir said. I’m happy not to be reporting to that management structure. But it’s hard in this economy to find a job with that level of compensation. I didn’t want to lose my job.”(1)
In Deutschland hätte sie wohl auch nur maximal 30 000 Euro erhalten, denn man hätte hier zwischen Schadensersatz und Schmerzensgeld unterschieden und ob sie ihren Lohn nachbezahlt bekommen hätte, das wäre auch noch fraglich, soweit zur Täterkultur in Deutschland.
1)http://www.schoolbullyingcouncil.com/5million-for-muslim-worker-who-suffered-years-of-bullying/#comment-6729
2)http://www.schoolbullyingcouncil.com/5million-for-muslim-worker-who-suffered-years-of-bullying/
3)http://www.ovb-online.de/nachrichten/welt/fuenf-millionen-dollar-entschaedigung-wegen-schikane-arbeitsplatz-2305526.html
Schlagwörter: AT&T, became so stressed, jury in Jackson County, Konvertierung zum Islam, making harassing comments, Mobbing, Mobbing Opfer, moved to Alaska, plans to appeal, Schadensersatz und Schmerzensgeld, Täterkultur in Deutschland, The harassment continued, to lose my job, workers angry
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