Mobbing-Drama am Staatstheater Darmstadt geht in die nächste Runde

p1020174Kein Mobbing-Fall zeigt so deutlich wie der am Staatstheater Darmstadt, dass Politiker unfähig sind Mobbing zu verhindern oder gar Mobbing-Fälle zu lösen, gerade wenn sie in das System Mobbing so eingebunden sind wie dies in Hessen und der CDU der Fall ist. Und die letzten Berichte und Artikel aus und um das Staatstheater Darmstadt bestätigen dies eindeutig.(1)

Nachdem dem die Mobbing-Attacken mit der Kündigung des Sänger Sven Ehrke (2) Anfang Januar 2012 einen neuen Höhepunkt erleben haben, scheint nun das halbe Theater zu brennen, nachdem der „Mediator .. keine Beweise für Mobbing am Staatstheater Darmstadt“ gefunden haben will, aber alle von Mobbing reden. (3)

Es fallen nun mehrere Punkte auf, einmal wird aus dem Mediator Hans-Heinrich Grosse-Brockhoff von der CDU ein Ombudsmann oder auch nicht. Zu mindestens hat er ein Urteil abgeben und keine Mediation betrieben. Das geht schon mal gar nicht, weil beide Funkitionen ganz unterschiedliche Aufgaben und Inhalte haben. Doch offenbar lag eine Mediation gar nicht im Sinne der Hessische Ministerin für Wissenschaft und Kunst, Eva Kühne-Hörmann.

03-ralph-gibsonSie wollte offenbar schnelle Urteile haben, denn plötzlich hat sie die Aufkündigung des Vertrages durch Generalmusikdirektor Constantin Trinks wohl zum Ende der Spielzeit akzeptiert, im Dezemeber hat sie dies noch abgelehnt. Durch den Staatstheater-Geschäftsführer Jürgen Pelz wird nun „von Juristen des Kunstministeriums“ die Dienstverträge mit Generalmusikdirektor Constantin Trinks  überprüft. (4)

„Dabei untersuchten diese zudem mögliche strafrechtliche Schritte„. (4) Hintergrund dafür soll sein was man lange Zeit vielen Mobbing-Opfern dummerweise geraten hatte. „Trinks“ hat nämlich „ein Vier-Augen-Gespräch mit einem Kollegen mitgeschnitten und dem Ermittler als vermeintlichen Beweis für Mobbing vorgespielt“. (6) In Bayern hat so was schon mal zu strafrechtlichen Ermittlungen geführt.

Man verlangt von den Mobbing-Opfern immer Nachweise und wenn sie diese durch Mitschnitte vorlegen, macht man sie fertig, seltsame Auffassung von Beweisen als Nachweis für Mobbing. Was bitte soll ein Opfer tun?

Komisch, wie viele Veträge hatte den der Generalmusikdirektor? Und wie Konnte der „Mediator Hans-Heinrich Grosse-Brockhoff …. keine Belege für Mobbing ausmachen“?  „Die angespannte Situation (jedoch) auf eine explosive Mischung aus dem autokratischen Führungsstil des Intendanten John Dew und der in großem Ausmaß betriebenen Rollenbesetzung durch Familienmitglieder zurückzuführen“ ist, müsste doch eigentlich gegen Dew ein Ermittlungsverfahren wegen Mobbing laufen oder? (5)

Master of Hartz

Master of Hartz

„Intendant John Dew habe schwere Fehler begangen, sagte die Ministerin. Die Absetzung von Lubchansky sei indiskutabel verlaufen, sagte auch Grosse-Brockhoff. So führt man kein Haus. Dew habe seine Grenzen überschritten, jedoch habe er Fehler zugegeben und sich entschuldigt. Außerdem habe er das in der Vergangenheit immer wieder zu Konflikten führende Engagement seines Lebenspartners inzwischen gelöst“. (5) Und das soll kein Mobbing sein?

Und noch unverständlicher wird das Urteil des Mediators, wenn diese Zeitungsmeldung stimmen sollte. „Gerüchte, Intrigen, Lagerbildung gehörten wohl zu jedem Theaterbetrieb, sagt der Kulturmanager Hans-Heinrich Grosse-Brockhoff: Aber nicht in diesem Ausmaß.“ So was kann man dann hardcore Mobbing nennen oder Herr Grosse-Brockhoff weiß nicht, was Mobbing ist.(6)

Auf jeden Fall bekommt nun John Dew mit seinem „autokratischen Führungsstil“ einen Aufpasser zur Seite gestellt, was der auch noch gut findet. (6) Offenbar so was wie „künstlerischer  Masochismus“ (7) wird nun in Darmstadt Alltag. Vielleicht schreibt mal einer die ganze Geschichte nieder und wir erleben dann Mobbing wirklich live auf der Bühne, so wie es in Darmstadt hinter der Bühnen zu geht und wohl ging.

„Letzte Änderung am 12.01.2015“

1)http://wp.me/puNcW-20L

http://wp.me/puNcW-1Xs

2)http://wp.me/puNcW-23x

3)http://www.b2b-deutschland.de/hessen/region/detail_dapd_3269883900.php

4)http://www.fnp.de/fnp/region/hessen/intendant-dew-begruesst-eingriff-des-ministeriums_rmn01.c.9527892.de.html

5)http://www.b2b-deutschland.de/hessen/region/detail_dapd_3269883900.php

6)http://www.fnp.de/fnp/nachrichten/kultur/darmst-dter-intendant-bekommt-aufpasser_rmn01.c.9528647.de.html

7)http://de.wikipedia.org/wiki/Masochismus

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Eine Antwort to “Mobbing-Drama am Staatstheater Darmstadt geht in die nächste Runde”

  1. Dominik Says:

    Interessanter Blogpost! Ich werde da noch mal genauer recherchieren!

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