Mobbing und Diskriminierung gehen Hand in Hand

Wohin?

Wohin?

Man fragt sich schon angesichts solcher Untersuchungen, wozu haben wir eigentlich Gesetze in Deutschland? Da hat die EU jahrelang darum gekämpft, dass wir in Deutschland endlich auch ein „Allgemeines Gleichbehandlungsgesetz“ bekommen, doch geschehen ist in der Realität fast nichts, außer dass man beim Ministerium für Familie, Jugend … eine nette Stelle für Bundesbeamte geschaffen hat, die sich  ADS nennt.(1)

Laut dem AGG, also dem Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetz – schon alleine die ständige Umbenennungen zeigt mal, was Beamte so den ganzen Tag am liebsten treiben, Wortspielereien statt handfeste Handlungen durchzuführen – sind Benachteiligungen wegen dem Geschlecht, Alter und Glauben unzulässig und verboten. (2)

Nur wenn es trotzdem geschieht, ist kein Ombudsmann da der die Fälle verfolgt und für Abhilfe sorgt. Das AGG ist ein sogenanntes Parkplatzgesetz, dass man bei offiziellen Anlässen den EU-Bürokraten gerne vorzeigt, doch für den Alltag für uns Bürger spielt es leider keine Rolle.

Und wer sich schon mal an die „Generation Plattenspieler“ beim ADS gewandt hat, der hat schnell begriffen, hier wird man nur verschaukelt und verschwendet sinnlos Zeit und Mühe.

picture-201-1314099324Nun hat nach Jahren die „Leiterin der Antidiskriminierungsstelle„, eine Frau Christine Lüders eine „Forsa-Umfrage unter rund 1500 Menschen ab 18 Jahren“ veröffentlicht, die nur die Spitze des Eisberges von Diskriminierung aufzeigt. „Jeder fünfte Deutsche (21 Prozent) hat sich schon einmal wegen seines Alters benachteiligt gefühlt“. (1)

Interessant an der Studie ist aber, „dass sich Ostdeutsche stärker als Westdeutsche und junge Menschen stärker als ältere bereits diskriminiert fühlten„. (1) Noch immer geht durch Deutschland also eine unsichtbare Mauer, und das 20 Jahre nach der sogenannten Einheit. Leider hat man für Berlin keine gesonderte und umfangreichere Studie angefertigt, denn dann würde sich ein erschreckendes Ergebnis zeigen, die der unsichtbaren Teilung von Deutschland in Ost und West.

Und wie immer, wenn Beamte nicht weiter wissen, wird eine Aktionswoche mit viel Kaffee und Kuchen veranstaltet in der Lobbyisten der Verbände, diverse Vereine und Organisationen sich gegenseitig bemitleiden und vollquatschen, ändern wird sich bekanntlich eh nichts, das wissen ja alle bekanntlich schon im voraus und machen gute Mine zum bösen Spiel.

Also hat Frau Lüders Christine Lüders für den Monat April „eine deutschlandweite Aktionswoche geplant, die für das Thema sensibilisieren soll“, damit auch alle nicht vorher in Urlaub gehen. Und zum Ende des Jahres werden uns dann „eine Expertenkommission … Handlungsempfehlungen zum Abbau von Altersdiskriminierung vorlegen“, die dann keiner beachtet. Wozu haben wir eigentlich das AGG?

„Letzte Änderung am 13.01.2015“

1) http://web.de/magazine/beruf/karriere/14585880-viele-fuehlen-sich-wegen-ihres-alters-benachteiligt.html#.A1000145

2)  http://de.wikipedia.org/wiki/Antidiskriminierungsgesetz

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Eine Antwort to “Mobbing und Diskriminierung gehen Hand in Hand”

  1. Colin Says:

    Netter Blog, gefaellt mir sehr. Auch nette Themen.

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