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Mobbing-Drama am Staatstheater Darmstadt geht in die nächste Runde

24. Januar 2012

p1020174Kein Mobbing-Fall zeigt so deutlich wie der am Staatstheater Darmstadt, dass Politiker unfähig sind Mobbing zu verhindern oder gar Mobbing-Fälle zu lösen, gerade wenn sie in das System Mobbing so eingebunden sind wie dies in Hessen und der CDU der Fall ist. Und die letzten Berichte und Artikel aus und um das Staatstheater Darmstadt bestätigen dies eindeutig.(1)

Nachdem dem die Mobbing-Attacken mit der Kündigung des Sänger Sven Ehrke (2) Anfang Januar 2012 einen neuen Höhepunkt erleben haben, scheint nun das halbe Theater zu brennen, nachdem der „Mediator .. keine Beweise für Mobbing am Staatstheater Darmstadt“ gefunden haben will, aber alle von Mobbing reden. (3)

Es fallen nun mehrere Punkte auf, einmal wird aus dem Mediator Hans-Heinrich Grosse-Brockhoff von der CDU ein Ombudsmann oder auch nicht. Zu mindestens hat er ein Urteil abgeben und keine Mediation betrieben. Das geht schon mal gar nicht, weil beide Funkitionen ganz unterschiedliche Aufgaben und Inhalte haben. Doch offenbar lag eine Mediation gar nicht im Sinne der Hessische Ministerin für Wissenschaft und Kunst, Eva Kühne-Hörmann.

03-ralph-gibsonSie wollte offenbar schnelle Urteile haben, denn plötzlich hat sie die Aufkündigung des Vertrages durch Generalmusikdirektor Constantin Trinks wohl zum Ende der Spielzeit akzeptiert, im Dezemeber hat sie dies noch abgelehnt. Durch den Staatstheater-Geschäftsführer Jürgen Pelz wird nun „von Juristen des Kunstministeriums“ die Dienstverträge mit Generalmusikdirektor Constantin Trinks  überprüft. (4)

„Dabei untersuchten diese zudem mögliche strafrechtliche Schritte„. (4) Hintergrund dafür soll sein was man lange Zeit vielen Mobbing-Opfern dummerweise geraten hatte. „Trinks“ hat nämlich „ein Vier-Augen-Gespräch mit einem Kollegen mitgeschnitten und dem Ermittler als vermeintlichen Beweis für Mobbing vorgespielt“. (6) In Bayern hat so was schon mal zu strafrechtlichen Ermittlungen geführt.

Man verlangt von den Mobbing-Opfern immer Nachweise und wenn sie diese durch Mitschnitte vorlegen, macht man sie fertig, seltsame Auffassung von Beweisen als Nachweis für Mobbing. Was bitte soll ein Opfer tun?

Komisch, wie viele Veträge hatte den der Generalmusikdirektor? Und wie Konnte der „Mediator Hans-Heinrich Grosse-Brockhoff …. keine Belege für Mobbing ausmachen“?  „Die angespannte Situation (jedoch) auf eine explosive Mischung aus dem autokratischen Führungsstil des Intendanten John Dew und der in großem Ausmaß betriebenen Rollenbesetzung durch Familienmitglieder zurückzuführen“ ist, müsste doch eigentlich gegen Dew ein Ermittlungsverfahren wegen Mobbing laufen oder? (5)

Master of Hartz

Master of Hartz

„Intendant John Dew habe schwere Fehler begangen, sagte die Ministerin. Die Absetzung von Lubchansky sei indiskutabel verlaufen, sagte auch Grosse-Brockhoff. So führt man kein Haus. Dew habe seine Grenzen überschritten, jedoch habe er Fehler zugegeben und sich entschuldigt. Außerdem habe er das in der Vergangenheit immer wieder zu Konflikten führende Engagement seines Lebenspartners inzwischen gelöst“. (5) Und das soll kein Mobbing sein?

Und noch unverständlicher wird das Urteil des Mediators, wenn diese Zeitungsmeldung stimmen sollte. „Gerüchte, Intrigen, Lagerbildung gehörten wohl zu jedem Theaterbetrieb, sagt der Kulturmanager Hans-Heinrich Grosse-Brockhoff: Aber nicht in diesem Ausmaß.“ So was kann man dann hardcore Mobbing nennen oder Herr Grosse-Brockhoff weiß nicht, was Mobbing ist.(6)

Auf jeden Fall bekommt nun John Dew mit seinem „autokratischen Führungsstil“ einen Aufpasser zur Seite gestellt, was der auch noch gut findet. (6) Offenbar so was wie „künstlerischer  Masochismus“ (7) wird nun in Darmstadt Alltag. Vielleicht schreibt mal einer die ganze Geschichte nieder und wir erleben dann Mobbing wirklich live auf der Bühne, so wie es in Darmstadt hinter der Bühnen zu geht und wohl ging.

„Letzte Änderung am 12.01.2015“

1)http://wp.me/puNcW-20L

http://wp.me/puNcW-1Xs

2)http://wp.me/puNcW-23x

3)http://www.b2b-deutschland.de/hessen/region/detail_dapd_3269883900.php

4)http://www.fnp.de/fnp/region/hessen/intendant-dew-begruesst-eingriff-des-ministeriums_rmn01.c.9527892.de.html

5)http://www.b2b-deutschland.de/hessen/region/detail_dapd_3269883900.php

6)http://www.fnp.de/fnp/nachrichten/kultur/darmst-dter-intendant-bekommt-aufpasser_rmn01.c.9528647.de.html

7)http://de.wikipedia.org/wiki/Masochismus

Behinderten Mobbing oder das Asozialste, was es gibt.

17. August 2011

Frau G. Ph.*macht uns mit ihrem Fall nochmals zwei Dinge klar, es werden immer mehr Behinderte auf das Übelste fertig gemacht. Und wer sich auf „Vergleiche“ einlässt, kann in 99 % aller Fälle davon ausgehen, nun beginnt das „Hardcore-Mobbing„. Man versteht auch nicht mehr den Rechtsweg, warum müssen eigentlich Arbeitsrichter nicht die Einhaltung ihrer Vergleiche garantieren und überwachen?

 Warum müssen Opfer für alle Unfähigkeiten der Arbeitsrichter leiden, notfalls bis zu Kündigung? Warum unternehmen Politiker gegen dieses nichts?

Begonnen hat für die behinderte Recreation Specialist bei der US-Army alles im Jahr 2004, als sie 55 Jahre alt wurde. „Danach jedoch seien ihr systematisch Kompetenzen entzogen worden, klagte die Frau“ vor Gericht. (1)

November 2010 dann der Mobbing-Prozess vor dem Arbeitsgericht Weiden und wie immer hat der Richter seine „Vergleichsstrategie“ angepriesen. Nun teilt uns G. Ph. mit, dass eigenlich alles nur schlimmer geworden ist und die Einigung „auf eine Wiedereingliederung am Arbeitsplatz“ zu einer Tortour für die inzwischen 60-Jährige Sachbearbeiterin wurde.

Ich „war vor Gericht wegen Einhaltung meines Arbeitsvertrags, Nov. 2010, hatte im März eine Besprechung mit meinem Arbeitgeber, meinen Anwälten, dem Behindertenbetriebsrat usw., mir wurde nahegelegt in Rente zu gehen. Wir einigten uns auf eine Wiedereingliederung am Arbeitsplatz, muss dazu erwähnen ich arbeite fuer die US Army. Nun teile ich ein Büro mit einer amerikanischen Kollegin die mir vielleicht eine Stunde Arbeit gibt, an einem 8 Stunden Tag, zeitweise bekomme ich keinerlei Arbeitszuweisungen. Auch werde ich fuer Kleinigkeiten wie Telefone beantworten von ihr wie ein kleines Kind gerügt.

Werde (auch) zu keinem Meeting (mehr) eingeladen, bekomme keinerlei betriebliche Neuigkeiten, war 3 Wochen in Urlaub und keine einzige E-Mail, nicht einmal vom Betriebsrat. Meine deutschen Kollegen haben Angst um ihren Job, deshalb wird keiner für mich aussagen“. (2)

Man fragt sich dann immer wieder, wozu haben wir überhaupt einen Behindertenbetriebsrat wenn er die Mitarbeiter nur in Rente schickt? Was macht eigentlich der DGB oder eine die Einzelgewerkschaft in Fall G. PH: ?  Und wozu haben wir das GG, wenn es im Alltag der Arbeitswelt keine Rolle spielt und ihre „deutschen Kollegen … Angst (haben) um ihren Job“ und deshalb nichts als Zeugen vor Gericht auftreten?(2)

Ich nenne das die Ossifizierung der Bundesrepublik**, in der DDR war die Angst vor der Stasi die Macht der Herrschenden über das Recht der Bürger. Und wie ist das heute bei uns?(3) 

* Der Name wurde erstmal nicht voll ausgeschrieben, außer Frau G. PH. teilt uns mit einer Mail mit, ja ich will mit vollem Namen genannt werden. (2)

**Was man nicht verstehen kann, ist die tatsächlich ziemlich gangstermäßige Lässigkeit, mit der unsere Politiker seit 1989 dafür gesorgt haben, dass der Osten Osten bleiben und unsere einst so libertäre, offene, unnationalistische Gesellschaft mit seiner Osthaftigkeit vergiften durfte.(3)

1)http://www.oberpfalznetz.de/onetz/2578138-118-schwerbehinderte_fuehlt_sich_gemobbt,1,0.html

2)https://dieaktuelleantimobbingrundschau.wordpress.com/2010/02/22/vom-sinn-und-unsinn-des-mobbing–tagebuches/

3)http://www.faz.net/artikel/C31315/die-ossifizierung-des-westens-deutsche-deprimierende-republik-30090317.html