Mobbing, Indiskretion, Denunziation und Kündigungswahn bei der LINKEN

Offenbar hat die LINKE den Jahreswechsel nicht ohne Schaden überstanden. Zuerst kommt aus Bayern die Meldung, dass „im … Landesverband der Linken ein Dossier über innerparteiliche Gegner (kursiert), das selbst der Bundesvorsitzenden Gesine Lötzsch die Sprache verschlägt. Offenkundig von Insidern verfasst, enthält es nach einem Bericht der Süddeutschen Zeitung auf vier Seiten Ratschläge, wie unliebsame Parteifreunde durch gezieltes Mobbing, Indiskretion oder sonstige Denunziation mundtot gemacht oder ganz aus der Partei gedrängt werden könnten“. (1)

Man traut kaum seinen Augen, wenn man den Artikel in der SZ liest. Da ist von einem „Mitglied, das unter Burn-out-Syndrom leidet“ die Rede, „man solle es öffentlich lächerlich machen, seine ausländische Herkunft immer wieder in Erinnerung rufen. Die Bundestagsabgeordnete Kornelia Möller solle als Lügnerin und Intrigantin gebrandmarkt werden, die Münchener Stadträtin Dagmar Henn als unsympathisch und hässlich„.(1)

Ich denke mehr an Mobbing kann eine Partei nicht bieten. Stellt sich nur noch die Frage, wann sich die LINKE als Partei der Mobber und Denunzianten bezeichnet?

Und aus dem Frankenland, also dem Süden von Bayern kommt ein Fall an den Tag, der wohl zeigt, die LINKE hat nicht nur ein soziales, sondern ein demokratisches Grundproblem. „Kornelia Möller (Landshut) ist Bundestagsabgeordnete der Linken. Sie hat Belinda Brechbilder, die sie als Mitarbeiterin in ihrem Würzburger Büro beschäftigte, zum Ende vergangenen Jahres den Stuhl vor die Tür gesetzt. Brechbilder ist Kreissprecherin der Linkspartei und sitzt für diese im Würzburger Stadtrat“.(2)

Der Schrei

Der Schrei

Nun wird sich am das Arbeitsgericht mit dem Fall beschäftigen müssen, da eine gütliche Einigung gescheitert ist. „Beide Parteien bekunden beim Gütetermin ihre Bereitschaft zu einer gütlichen Einigung, doch dazu kommt es nicht. Die vom Arbeitsrichter vorgeschlagene Abfindung oder spätere Kündigungstermine, ob Ende Januar, Februar oder März, werden nicht akzeptiert“. (2)

Einen Kündigungsgrund hat die Bundestagsabgeordnete nicht genannt, so dass nun spekuliert wird. „Verdi-Sekretär und einstige Linke-Landtagskandidat Peter Baumann glaubt, eine Mobbing-Aktion des Linken-Stadtrates Holger Grünwedel stecke hinter der Kündigung“. (2)

Dabei gilt Grünwedel selber als Mobbing-Opfer. „Grünwedel, kein Freund des Parteivorsitzenden Klaus Ernst, gilt selbst als Mobbing-Opfer, seit jüngst das ominöse Strategiepapier der Linken bekannt wurde. Wie berichtet, sollen so Ernst-Gegner, zu denen auch Möller zählt, diffamiert werden. Grünwedel wurde bei der letzten Kreisversammlung als Mitarbeiter des Verfassungsschutzes beschimpft“. (2)

Man kommt nicht um die Bemerkung herum: Mobbing gehört bei der Linken wohl zum Instrument der alltäglichen Parteiarbeit. Nun versteht man auch besser, warum die Linke kein Anti-Mobbing-Gesetz auf ihrer Agenda hat, alles hat immer einen Grund.

„Letzte Änderung, 10.01.2015“

1)http://www.zeit.de/politik/deutschland/2012-01/linkspartei-verfasssungsschutz-intern

2)http://www.mainpost.de/regional/wuerzburg/Linken-Zoff-MdB-kuendigt-Brechbilder-den-Job;art735,6576611

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Eine Antwort to “Mobbing, Indiskretion, Denunziation und Kündigungswahn bei der LINKEN”

  1. Helmut Leih Says:

    Das ist doch alles nichts neues,ich wurde in einer offen Vorstandssitzung im beisein von Mitgliedern mit Prügel bedroht, und das geschah schon vor dem Zusammenschluss.
    Die PDS Anhänger in der Partei Die Linke traue ich alles zu.
    Diese Partei gehört nicht in die Parteienlandschaft Deutschlands,
    und deshalb bin ich für eine gänzliche Überwachung des Verfassungsschutz.
    Natürlich bin ich aus der WASG ausgetreten,weil schon damals
    die WASG von der PDS unterwandert wurde(Doppelmitgliedschaft).

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