Mobbingkündigung gegen behinderte Altenpflegerin zurückgezogen.

Der glaubt noch an den Kündigungschutz.

Mal ist es die Frikadelle oder Boulette, dann wieder 4 oder 6 Maultaschen aus Essensresten, manchmal auch nur ein Bienenstich, dann mal wieder der Brotaufstrich für ein paar Cent und wenn das nícht hilft, zwei Pfandmarken für leere Flaschen. Das Reportoire der Mobber ist so asozial wie ihre Gründe. Und nun, nachdem zum x-isten Mal der polizeiliche Nachweis einer Diebstahlsanzeige fehlt, der Mob neigt gerne und mit perverser Leidenschaft zur Selbstjustiz, also eine Teewurst.

Hintergrund: „Die 41-Jährige“, „körperbehinderte Frau hatte mit der Teewurst, die für Patienten des Heimes bestimmt war, ein Brot geschmiert (und dann verzehrt). Sie erhielt am 23. Oktober die fristlose Kündigung und erhob Kündigungsschutzklage“.  Seit 18 Jahren arbeitet die Frau in der Senioreneinrichtung und angeblich soll das Arbeitsverhältnis schon länger belastet gewesen sein.

Dazu muss man wissen, dass „das Heim …  ursprünglich von der Caritas der katholischen Kirche betrieben“ worden ist  „und dann im Sommer von dem evangelischen Träger übernommen“ wurde. Seit dem Eigentumswechsel also gab es die Probleme, was der neue „Geschäftsführer des Evangelischen Johannesstifts, Wilfried Wesemann“ gleich mal verschweigt. Lügen gehört wohl heute zum guten Ton bei den kirchlichen Vertretern. Vielleicht hätte Herr Wesemann wegen perverser Neigung zu  Mobbing von sich aus kündigen sollen, das wäre dann ein Akt der Nächstenliebe gewesen und hätte der Altenpflegerin die Mobbingtortour erspart.

Nun also wollte man die behinderte Pflegerin, das Einkommen wird gleich mal verschwiegen, los werden und da hat man sie einfach beaobachtet und dann festgestellt, „die 41-Jährige hatte mit der Teewurst, die für Patienten des Heimes bestimmt war, ein Brot geschmiert“. Gut, und dann? Ja, und dann hat sie wohl ein Brot auch noch gegessen und wurde natürlich wie immer beim Verzehr von Nahrungsmitteln intensiv beobachtet. Schon interessant, was Mitarbeiter und Verantwortliche einer kirchlichen Gemeinde wie Herr Wilfried Wesemann so den ganzen Tag treiben, nicht Pflegen sondern Bespitzeln, kann man hier als Therapie erkennen. Und Bespitzelung und  Beabachtung, Verleumdung und Beleidigung, das war immer schon deustche Tugenden gewesen, davon haben die Stasi und Gestapo gelebt wie die Speckmaden.

Warum wurde eigentlich nicht wegen Diebstahl eine „Strafanzeige“ erstattet? So weit geht die Fürsorgepflicht eines Geschäftsführeres nun auch nicht, denn bei den Ermittlungen, wenn man einen zuverlässigen Staatsanwalt finden sollte, würde man sicherlich noch ganze andere Diebstähle feststellen. Doch so weit geht nun die Courage bei uns Deutschen auch nicht und Herr Wesemann hat sich denn gleich mal die Behinderte in wagemutiger Aktion vorgeknüpft und sie rausgeschmissen.

„Am 23. Oktober“ erhielt die gute Frau dann gleich mal die Teewurstnachricht oder eben „die fristlose Kündigung“. Dagegen „erhob (sie) Kündigungs- schutzklage“ und da hat wohl der niedersäsische Chef Wesemann doch etwas feuchte Hände bekommen, er hat nun zum Glück die Kündigung zurückgezogen, die Frau wird nun vorerst nur „von der Arbeit freigestellt“ und soll dann einen neue Arbeiststelle erhalten. Der Mobber Wesemann bleibt und was das für die anderen Beschäftigen heißt, hat er ja unter Beweis gestellt, Dauerbeo-bachtung beim Brotschmieren.

Der Mob hat also gesiegt, denn die Frau ist nicht mehr bei Wesmann im Budget. Man kann nur hoffen, dass Wesmann beim  Eintritt ins Paradies gleich mal “ die fristlose Kündigung erhält und dann einen neuen Platz bekommt, eben in der Höhle für „Beobachter und Diebstahlexperten“, er wird dort sehr viele treffen, die meisten sprechen deutsch und dann gibt es dort noch ein endlos Quiz, das heißt: Welches Parteibuch haben Sie denn?

Letzte Korrektur am 17.11.2015

http://www.sueddeutsche.de/jobkarriere/836/495165/text/

Schlagwörter: , , , , , , , ,

Schreibe einen Kommentar

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s


%d Bloggern gefällt das: