Posts Tagged ‘Kündigungsschutzklage’

Logistikanbieter Rhenus mobbt Betriebsratmitglied

25. Juli 2013

Der Logistik-Konzern „Rhenus“ mit der Rechtskonstruktion „AG & CO. KG und Stammsitz Holzwickede hat an 350 Standorten 24 000 Mitarbeiter beschäftigt und einen davon wollen sie loswerden, den Betriebsrat Sebastian Cano.
Mit dem Austritt aus dem Arbeitgeberverband 2004 versucht Rhenus Tarifverträge und Betriebsrat auszuhebeln. Am Standort Mannheim hat der dortige Betriebsleiter Ralf K. und zugleich Ehemann der Betriebsratsvorsitzenden dem Betriebsratsmitglied Sebastian Cano zuerst gekündigt.
Vor dem Landesarbeitsgericht gewann wohl Sebastian Cano die Kündigungsschutzklage, doch Rhenus lässt nicht locker, nun versucht man Sebastian Cano über Mobbing loszuwerden und hat ihm erneut gekündigt, mit Zustimmung übrigens des Betriebsrates unter Leitung der Ehefrau von Ralf K.

Der Schrei

Der Schrei

Offenbar sind solche Familienklüngel wie im Falle der Familie Ralf K. heutzutage Alltag in vielen Betrieben.
„Neben Kranhold sind die Geschäftsleiter Ralf J. und Holger K. für das Mobbing ver-antwortlich. Besonders skandalös ist, dass die Betriebsratsmehrheit dem Vorgehen der Firma ausdrücklich zustimmt. Dazu kommt das von ‚Rhenus‘ beauftragte „Rechts“-Anwaltsbüro, das das Mobbing gegen Sebastian juristisch begleitet“. (1)
„Mobber machen solange weiter, bis ihnen das Handwerk gelegt wird“. (1) Doch Sebastian Cano gibt nicht so schnell aus und mit Hilfe aus der Firma wehrt er sich unter anderem auch mit Flugblattaktionen gegen seine erneute Kündigung vom 15.07.2013. „Wegen der Kündigung des Kollegen Cano wird am Freitagmorgen bei ‚Rhenus Logistics‘ Mannheim das folgende Flugblatt verteilt werden“. (1)

1) http://www.scharf-links.de/50.0.html?&tx_ttnews[tt_news]=37373&cHash=a9a02e9929

Ich glaub wir habbe gesiegt.

8. Februar 2013

von F. W.

Mit diesen Worten des Schlangenbader Bürgermeisters, die er während einer Sitzung von sich gab, leiten wir die Fortsetzung der „Unendlichen Geschichte der Manuela Damm-Pick“ ein.
Zur Erinnerung: Der KiTa-Leiterin, Frau Damm-Pick, wurde am 14. Aug. 2009 durch eine „Außerordentliche Änderungskündigung“ gekündigt, wonach sie als einfache Erzieherin bei gleichem Einkommen in einer anderen KiTa der Gemeinde künftig arbeiten sollte. Zu diesem Zeitpunkt war Frau Damm-Pick genau 22 Jahre als Erzieherin in der gleichen Einrichtung beschäftigt und außerdem ordentlich nicht kündbar.

Am 03. Dez. 2009 wurde die Kündigung vom AG Wiesbaden als unwirksam erklärt. Die Gemeinde ging in Berufung. Das LAG in Frankfurt bestätigte am 29. Okt. 2010 das erstinstanzliche Urteil und ließ eine Revision nicht zu. Die Gemeinde Schlangenbad legte gegen die „Nichtzulassung der Revision“ Beschwerde ein. Am 07. Jul. 2011 lehnte das BAG die Beschwerde gegen die Nichtzulassung der Revision ab, als kurz darauf die schriftliche Begründung einging, stand nach fast 2 Jahren rechtskräftig fest: Frau Damm-Pick hatte ihren Arbeitsplatz als Leiterin der KiTa Schlangenbad-Hausen wieder.

Nachdem sie kurz darauf arbeitsfähig geschrieben worden war, kündigte sie schriftlich für den 01. Aug. 2011 die Wiederaufnahme ihrer Arbeit als Leiterin an. Um 7:30 Uhr stand sie in Begleitung zweier Zeugen vor der Tür der Einrichtung, um ihre Arbeit aufzunehmen. Die beiden völlig ahnungslosen Erzieherinnen waren total verunsichert und mit der Situation völlig überfordert, sodass Frau Damm-Pick beschloss, mit den Zeugen zum Rathaus zu fahren. Der Bürgermeister war jedoch noch nicht anwesend. Sein zunächst ratlos wirkender Personalchef auf Anraten des Personalratsvorsitzenden, mit dem Rathauschef telefonisch in Verbindung und bekam von ihm die Weisung, Frau Damm-Pick nach Hause zu schicken.

Gleichzeitig ließ er mitteilen, er würde sich im Laufe des Tages bei Ihr melden. Am Nachmittag kam besagter Personalamtchef persönlich vorbei und überreichte ihr erneut eine Kündigung, diesmal eine sogenannte „betriebsbedingte Druckkündigung, fristlos und hilfsweise mit sozialer Auslaufsfrist von 7 Monaten zum Monatsende“, weil man den betreffenden Arbeitsplatz nach Übergabe der KiTa-Trägerschaft an den Arbeiter-Samariter-Bund (ASB) nicht mehr zur Verfügung habe.
HB6YxpJA_Pxgen_r_Ax169Dazu muss man wissen, dass die Gemeinde Schlangenbad am 10. Nov. 2010 mit dem ASB einen Vertrag abgeschlossen hatte, wonach die drei gemeindeeigenen KiTas ab 01. Jan. 2011 vom ASB übernommen werden sollten. Nach § 5 dieses Vertrages, sollte „jeder betroffene Beschäftigte nach Vertragsabschluss eine Kopie des Personalgestellungsvertrages“ erhalten. Frau Damm-Pick bekam mit Datum vom 07. Februar 2011 ein persönliches Schreiben, in dem es unter anderem hieß, „Wie wir erst jetzt erfahren haben, ist dies“, nämlich die Zusendung des Personalgestellungsvertrages, „versehentlich bisher nicht geschehen. Ich bitte das Versehen zu entschuldigen. Sie erhalten in der Anlage nunmehr diesen Personalgestellungsvertrag in der unterzeichneten Form. (Gez. Schlepper, Bürgermeister).

Frau Damm-Pick reichte nun zum zweiten Mal Kündigungsschutzklage ein und verlangte gleichzeitig die Weiterzahlung ihres Gehaltes seit dem 01. Aug. 2011, da ja inzwischen in drei Arbeitsgerichtsinstanzen festgestellt wurde, dass sie ihren Arbeitsplatz als Leiterin in der KiTa Hausen wieder habe. Die Gemeinde teilte ihr stattdessen mit, das Gehalt stehe ihr nicht zu, da sie nach Auffassung der Gemeinde gekündigt sei. Kurz darauf, am 26. Aug. 2011, bot die Gemeinde Schlangenbad Frau Damm-Pick eine sogenannte „Prozessbeschäftigung“ in der KiTa Georgenborn als einfache Erzieherin an, ein Nichtannehmen würde als Böswilligkeit bewertet werden. Frau Damm-Pick akzeptierte dieses Angebot, allerdings nur für die KiTa Hausen, da ihr dieser Arbeitsplatz erst vor kurzem durch drei arbeitsgerichtliche Instanzen bestätigt worden wäre.
Bei der Hauptverhandlung ihrer Kündigungsschutzklage stellte das AG Wiesbaden am 27. Okt. 2012 fest, dass das Arbeitsverhältnis der Parteien durch die Kündigung der Beklagten vom 1. Aug. 2011 nicht aufgehoben sei. Die Gemeinde Schlangenbad legte Berufung gegen dieses Urteil ein. Das Berufungsverfahren fand dann am 06. Nov. 2012 am LAG Frankfurt statt. Dort wurde „Auf die Berufung der Beklagten (Gemeinde Schlangenbad) das Urteil des AG Wiesbaden vom 27. Okt. 2011 abgeändert und die Klage abgewiesen.“ Die Klägerin, Frau Damm-Pick, die gerade einen Antrag auf Leistungen zu Sicherung des Lebensunterhaltes nach SGB II (ALG 2/ Hartz IV) gestellt hatte, hat die Kosten des Rechtsstreites zu tragen.

Das Hess. Landesarbeitsgericht begründet sein Urteil auf 23 Seiten damit, dass die Übertragung der drei gemeindeeigenen KiTa’s zum 01. Jan. 2011 an den ASB ein Betriebsübergang nach § 613a BGB gewesen sei und somit Frau Damm-Pick zum 01.01.2011 als Leiterin der KiTa Hausen an den ASB überstellt worden wäre, weshalb ihr die Gemeinde Schlangenbad zum 01. Aug. 2011 nicht hätte kündigen können und dürfen. Der Betreibervertrag und Personalgestellungsvertrag zwischen der Gemeinde und dem ASB, wonach das Arbeitsverhältnis bei der Gemeinde verbleibe und die Arbeitnehmer dem ASB zur Arbeitsleistung gestellt werden, weiche zugunsten der Arbeitnehmer von § 613a BGB ab. – Wenn dieses Urteil Bestand hat, sind alle Erzieherinnen, die bisher keinen Arbeitsvertrag mit dem ASB eingegangen waren, genau wie Frau Damm-Pick seit dem 01.01.2011 beim ASB angestellt!

Auch stellt sich die Frage, ob der Vertrag zur Übertragung der KiTas im Nachhinein wegen Nichtigkeit aufgehoben werden kann? – Gegenüber der Frau Damm-Pick und dem Schlangenbader Personalratsvorsitzenden behauptete der ASB-Geschäftsführer in einem Gespräch, sie sei nicht an den ASB überstellt. Die Gemeinde hingegen hat nie ein entsprechendes Gespräch mit ihr darüber geführt. Trotzdem stellte das LAG Frankfurt fest: Da die Klägerin (Damm-Pick) mangels Ausübung des Widerspruchsrecht in einem Arbeitsverhältnis steht, ist die Klage, (nämlich die Kündigungsschutzklage) unbegründet und somit lief ihre Klage gegen die Kündigung vom 1. Aug. 2012 ins Leere! Der Bürgermeister der Gemeinde Schlangenbad, ein Volljurist, soll wohl nach dem „Studium“ des Urteils in einer Sitzung bezüglich des Ausgangs der Verhandlung gesagt haben: „Ich glaub wir habbe gesiegt“. (sic.!)
Doch der Krimi geht weiter! Frau Damm-Pick forderte nun nach Zustellung der schriftlichen Urteilsbegründung den ASB auf, das ihr noch zustehendende Gehalt von 18,5 Monaten plus Zinsen (56.610 Euro) zu zahlen. Dabei  wurde die Abfindung ihres Urlaubsanspruches von drei Jahren, Weihnachts- und Urlaubsgeld sowie der tarifliche Bonus zum 25jährigen Dienstjubiläum noch nicht berücksichtigt. Darauf konterte der ASB: Frau Damm-Pick habe die Prozessbeschäftigung vom August 2011 abgelehnt und sich bis jetzt nicht beim ASB ordnungsgemäß zur Aufnahme ihrer Arbeit gemeldet. Zur Erinnerung: Frau Damm-Pick hatte die sogenannte Prozessbeschäftigung nicht abgelehnt, sondern wollte sie an dem ihr gerade in drei Instanzen bestätigten Arbeitsplatz in der KiTa Hausen annehmen. Im Übrigen hätte die Gemeinde Schlangenbad ihr laut LAG im August 2011 nicht kündigen und ihr damit auch keine Prozessbeschäftigung anbieten dürfen.

Das muss den Anwälten des ASB’ auch aufgefallen sein, denn am 22. Dez. fand Frau Damm-Pick einen Briefumschlag ohne Postzustellung in ihrem Briefkasten vor, wonach der ASB „das zwischen Ihnen und uns bestehende Arbeitsverhältnis außerordentlich (fristlos), hilfsweise fristgerecht zum 31. 07.2013, ansonsten zum nächsten rechtlich zulässigen Termin (kündigt). Höchst hilfsweise kündigen wir Ihnen außerordentlich mit einer sozialen Auslauffrist von 7 Monaten zum 31. Juli 2013. (Unterschriften Landesgeschäftsführer u. Leiter Personalwesen)“. Die Kündigung erfolge vorsorglich für den Fall, dass das Arbeitverhältnis auf den ASB übergegangen sei, auch sei der Betriebsrat (des ASB) ordnungsgemäß gehört worden, die Abschrift seiner Stellungnahme sei beigefügt und ihre Arbeitspapiere erhalte sie durch die Dienststelle des ASB-Regionalverbandes. Per Einschreiben bekam sie das gleiche Schreiben mit gleichem Inhalt und gleichen Unterschriften zwei Tage später am „Heiligen Abend“ noch ein Mal. Bisher hat Frau Damm-Pick weder eine Stellungnahme, noch ihre Arbeitpapier erhalten. Wie denn auch? Nach Aussage der Schlangenbader Personalverwaltung befinden sich Ihre Arbeitspapiere in der persönlichen Obhut des Bürgermeisters, wohl, weil er bis zur Urteilsverkündung in Frankfurt der Meinung war, dass Frau Damm-Pick ihm noch unterstellt sei.
Inzwischen hat Frau Damm-Pick die Nase von dem arbeitsrechtlichen „Tohuwabohu“ nachhaltig voll und hat Revision beim BAG in Erfurt eingelegt. Doch wenn Erfurt das Urteil von Frankfurt „kippt“, ist das ursprüngliche Urteil rechtskräftig und Frau Damm-Pick muss die anfallenden Gerichtskosten nicht bezahlen. Dafür ist dann die Kündigungsschutzklage gegen den ASB ins „Leere gelaufen“; mit anderen Worten, Frau Damm-Pick hat so oder so den “Schwarzen Peter“.

Fortsetzung der „Unendlichen Mobbing-Geschichte der Manuela Damm-Pick“

3. Januar 2012

„Wer sich mit einem halben Sieg begnügt, handelt allzeit klug; denn immer verliert, wer einen Sieg bis zur Vernichtung des Gegners anstrebt.“

Die Vernichtung des Gegners? Alles spricht inzwischen dafür, dass hier ein Bürgermeister einen ganz persönlichen „Vernichtungskrieg“ gegen eine seiner attraktiven Erzieherinnen führt. Trotzdem würde man sich wünschen, der Schlangenbader Bürgermeister hätte statt Franz von Assisi zu „studieren“ – was ihm sowieso niemand so recht abgenommen hatte – Machiavelli gelesen und somit auf das Eingangszitat gestoßen wäre.

Doch so, wie ihn die Bediensteten der Gemeinde Schlangenbad tagtäglich erleben, wird er in dem Werk Machiavellis nur die falsch verstandene Konzeption kleingeistiger Machtpolitik der nach Herrschaft Strebenden sehen wollen und können, nämlich den „Machiavellismus“. Aber vielleicht tut man ihm ja unrecht, denn als Jurastudent muss er beim Seminar für Rechtsgeschichte sich zumindest partiell mit Machiavelli befasst haben. Vielleicht auch mit dem 17. Kapitel des „Il Principe“, wo Machiavelli dem Herrscher auf die Frage, ob es besser sei, geliebt oder gefürchtet zu sein, empfiehlt, beides zu sein. Da dies aber kaum möglich sein werde, empfahl er, eher auf die Beliebtheit zu verzichten. Der Herrscher solle gefürchtet, aber nicht gehasst sein, was ihm nur gelänge, wenn er darauf verzichte, sich an der Habe und den Frauen seiner Mitbürger und Untertanen zu vergreifen.
Da Frau Damm-Pick die Kündigungsschutzklage gegen die zweite Kündigung in erster Instanz einmal mehr gewonnen hat, schäumte der Kleindiktator vor Wut: Der Richter hätte eine vorgefertigte Meinung gehabt (sic!?) und die tatsächlichen Kündigungsgründe seien nicht behandelt worden.
Die inzwischen vorliegende „schriftliche Urteilsbegründung“ sagt da etwas ganz anderes aus: Wie schon die drei Instanzen im ersten Kündigungsverfahren, stellte auch diesmal das Gericht fest, dass Frau Damm-Pick ihren Arbeitsplatz als Leiterin in der Kita Hausen nach wie vor inne habe, die Übernahme der Kita durch den ASB spiele hierbei keine Rolle. Auch wurde wieder einmal mehr nachdrücklich festgestellt, dass der Bürgermeister seiner Fürsorgepflicht nicht nachgekommen sei.
Den Anspruch auf Gehalt, der Frau Damm-Pick nach dem für sie positiven Urteil nun erst einmal nach Gesetz und Rechtsprechung zusteht, lehnt der Bürgermeister mit dem Hinweis ab, sie könne das ja einklagen. Auch bestätigte die Gemeinde noch vor einiger Zeit der Frau Damm-Pick, dass ihr der Jahresurlaub 2010 und 2011 zustehe. Da sie diesen aber wegen der erneuten Kündigung am 1. August 2011 nicht nehmen konnte und eine geldliche Abfindung von der Gemeinde abgelehnt wird, bat sie jetzt, diesen Anspruch in das Jahr 2012 zu übertragen. Darauf wurde ihr schriftlich mitgeteilt: „Aufgrund eines aktuell neu ergangenen Urteils des EuGH vom 22.11.2011 – C 214/20 -, habe ich den Kommunalen Arbeitgeberverband um seine Stellungnahme zum vorliegenden Antrag gebeten.“

Wer sich die Mühe macht, dieses leicht zu findende Urteil zu lesen, wird auch als Nichtjurist sofort feststellen, dass der dort geschilderte Fall, nicht im geringsten mit dem der Frau Damm-Pick zu vergleichen ist, vielmehr wird im Gegenteil die Berechtigung ihres Urlaubs-Anspruches indirekt bestätigt. Ist das nun die akademische Unfähigkeit eines Volljuristen oder die nach Machiavelli „durch keine Bedenken gehemmte Machtpolitik“ des Bürgermeisters einer 7.000-Seelen-Gemeinde.

In „gutefrage.net“ fand ich auf die Frage: Warum sind manche Menschen schlecht zu andern/zueinander? (Mobbing, Gewalt, Diskriminierung… ), folgende Antwort: (Sie) sind kleingeistige, zumeist unterdurchschnittlich intelligente und unzufriedenen Leute, die ihre eigene Unzulänglichkeiten mit Aggressionen überdecken meinen zu müssen …
Ein Bürgermeister-Kandidat verspricht im Wahlkampf traditionell, sich nach seiner Wahl für das Wohl der Bürger und der Gemeinde einzusetzen. An solche leere Versprechungen haben sich die Wähler längst gewöhnt. Die meisten Bürgermeister, bemühen sich wenigstens darum, wenn sie denn gewählt sind, ihr Versprechen weitgehend einzuhalten.
Der Schlangenbader Bürgermeister aber, schaffte zunächst den beliebten Bürgerbus ab, dann übertrug er die gemeindeeigenen Kita’s an den ASB. Bei beiden Maßnahmen hat die Gemeinde nicht nur kein Geld gespart, sondern muss tiefer in die leere Kasse greifen. Sein neuester Clou: Er lagert einen großen Teil der Gemeindeverwaltung aus auf benachbarte Kommunen. Vollendet ist inzwischen die Übertragung der Personalverwaltung auf eine Kommune, die je nach Ortsteil 12—15 km von Schlangenbad entfernt ist. Weitere Gemeindeämter sollen ausgelagert werden in Nachbarorte, die noch weiter von Schlangenbad entfernt sind.

Zum Schluss sollen wohl im Schlangenbader Rathaus neben dem Bürgermeister nur eine handvoll „höhere“ Bedienstete das Rathaus bevölkern. Die Gemeindevertretung hat sich schon mit der Sanierung des Rathauses befasst. Die Medici aus Florenz, die von Machiavelli vorgeführt wurden und ihn dafür ins Gefängnis warfen, lassen grüßen“. (von F. W.)*

1)http://wp.me/puNcW-1Xm

WISO-ZDF und das komplexe Thema Mobbing

29. September 2011

Am 26.09.2011 hat WISO versucht das Thema „Mobbing“ aufzuarbeiten und wie immer wurden mal die Opfer in eine „Ecke“ gestellt, in der sie nicht sind und auch nicht hingehören. „Gemobbt wird überall: in der Schule, im Netz, am Arbeitsplatz. Viele Betroffene leiden so sehr, dass Angststörungen und Depressionen auftreten. Statt sich zu wehren, halten die meisten Opfer still“. (1)

Hardy Riedel, selber Mobbing-Opfer hat dazu an WISO geschrieben, in der Hoffnung, dass er auch eine Anwort bekommt. Hier sein Text:

„Sehr geehrte Damen und Herren,

gestern habe ich Ihre Sendung, in der es unter anderem auch um Mobbing ging, verfolgt. Bei allem Respekt – hier muss ich schon mal Kritik üben.

Mobbing ist ein viel zu komplexes Thema um es in einem Beitrag von 5:25 Minuten Länge, einfach mal so abzuarbeiten. Es besteht hierbei die Gefahr eines falschen Eindrucks bei nicht Betroffenen.

Neben einigen richtigen Hinweisen durch Ihre Sachverständige Birgit Franke, sieht eine Mobbingwirklichkeit anders aus. An dieser Stelle möchte ich Ihnen die Chronik einer Mobbingkampagne  (hier: http://playmobland.blogspot.com/2008/02/abgrnde-im-playmobland-oder-chronik.html) zur Recherche empfehlen.(2)

Prècaire

Sie werden hier lesen können, dass es eben nicht nur die Kollegen sind, die mobben. Oft ist es der Vorgesetzte oder der Firmenchef selbst der Mobbing betreibt oder dazu anstiftet (Siehe die Fälle eines RA Naujoks). In einem solchen Fall fällt der Chef oder Vorgesetzte als Vermittler aus.

An den Betriebsrat und die Gewerkschaft habe ich mich in meinem Fall auch, in der Hoffnung auf Hilfe, gewendet. Doch zuletzt hat auch der Betriebsrat mit gemobbt. Was man derzeit aus jener Firma hört, so tut dies der Betriebsrat, in einem anderen Fall, noch immer.

Mobbingtagebuch führen und Beweise sammeln ist zunächst ein guter Vorschlag. Er klingt logisch. Doch bei einer Kündigungsschutzklage vor einem Arbeitsgericht wird der Richter nicht danach fragen. Er tut dies nicht weil er darin Straftatbestände, wie Nötigung, Körperverletzung und Verleumdung etc. finden würde und eigentlich so weiteren Schritte unternehmen oder gar den Staatsanwalt hinzuziehen müsste.

Die berühmte „Reißleine“ zu ziehen und dieses Arbeitsverhältnis zu beenden ist ein guter und richtiger Vorschlag. Doch man wird dann bei der Agentur für Arbeit kriminalisiert und von den Leistungen für mindestens 3 Monate gesperrt. Das muss man sich leisten können.

Ansonsten ist hier: http://playmobland.blogspot.com/ alles beschrieben. So läuft Mobbing in den meisten Firmen ab. Sie werden mir sicherlich jetzt recht geben, dass man für diese Lektüre länger braucht als reichlich 5 Minuten.

Mit freundlichen Grüßen

Hardy Riedel

P.S. Aus meiner Erfahrung heraus, rechne ich nicht damit dass Sie mir antworten oder gar meinen oder einen anderen Fall gründlich recherchieren. Obwohl  das Thema Mobbing bestimmt mehr Sendezeit nötig hätte.

Meine Frau äußerte nach Ihrem kurzen Mobbingbeitrag wörtlich und ziemlich verbittert: „Wovon träumen die Nachts?“. (Hardy Riedel)

Ja, wovon träumen eigentlich unsere öffentlich, rechtlich geförderten Journalisten, wenn sie nicht mal die Zivilcourage haben, über Mobbing bei Playmobil, einem der größten Hersteller von Kinderspielzeug zu berichten oder über die Selbstverbrennung von Henning G. in Berlin am 10.09.2011.  (3) Würde WISO mal mit den Kollegen von Henning G. reden, dann würden sie vielleicht verstehen, warum so viele „Mobbing-Opfer“ still halten, denn jede neue Gegenwehr löst eine Kette von Mobbing-Attacken aus. Und jeder der einem Mobbing-Opfer hilft, weiß, ich bin das nächste Opfer.

1)http://www.zdf.de/ZDFmediathek/beitrag/video/1450614/Mobbing-Attacken-abwehren?bc=sts;suc

2)http://playmobland.blogspot.com/2008/02/abgrnde-im-playmobland-oder-chronik.html

3)https://dieaktuelleantimobbingrundschau.wordpress.com/2011/09/13/berliner-polizeibeamter-61-und-mobbing-opfer-hat-sich-selber-angezundet-und-starb/

Mobbingkündigung gegen behinderte Altenpflegerin zurückgezogen.

24. November 2009

Der glaubt noch an den Kündigungschutz.

Mal ist es die Frikadelle oder Boulette, dann wieder 4 oder 6 Maultaschen aus Essensresten, manchmal auch nur ein Bienenstich, dann mal wieder der Brotaufstrich für ein paar Cent und wenn das nícht hilft, zwei Pfandmarken für leere Flaschen. Das Reportoire der Mobber ist so asozial wie ihre Gründe. Und nun, nachdem zum x-isten Mal der polizeiliche Nachweis einer Diebstahlsanzeige fehlt, der Mob neigt gerne und mit perverser Leidenschaft zur Selbstjustiz, also eine Teewurst.

Hintergrund: „Die 41-Jährige“, „körperbehinderte Frau hatte mit der Teewurst, die für Patienten des Heimes bestimmt war, ein Brot geschmiert (und dann verzehrt). Sie erhielt am 23. Oktober die fristlose Kündigung und erhob Kündigungsschutzklage“.  Seit 18 Jahren arbeitet die Frau in der Senioreneinrichtung und angeblich soll das Arbeitsverhältnis schon länger belastet gewesen sein.

Dazu muss man wissen, dass „das Heim …  ursprünglich von der Caritas der katholischen Kirche betrieben“ worden ist  „und dann im Sommer von dem evangelischen Träger übernommen“ wurde. Seit dem Eigentumswechsel also gab es die Probleme, was der neue „Geschäftsführer des Evangelischen Johannesstifts, Wilfried Wesemann“ gleich mal verschweigt. Lügen gehört wohl heute zum guten Ton bei den kirchlichen Vertretern. Vielleicht hätte Herr Wesemann wegen perverser Neigung zu  Mobbing von sich aus kündigen sollen, das wäre dann ein Akt der Nächstenliebe gewesen und hätte der Altenpflegerin die Mobbingtortour erspart.

Nun also wollte man die behinderte Pflegerin, das Einkommen wird gleich mal verschwiegen, los werden und da hat man sie einfach beaobachtet und dann festgestellt, „die 41-Jährige hatte mit der Teewurst, die für Patienten des Heimes bestimmt war, ein Brot geschmiert“. Gut, und dann? Ja, und dann hat sie wohl ein Brot auch noch gegessen und wurde natürlich wie immer beim Verzehr von Nahrungsmitteln intensiv beobachtet. Schon interessant, was Mitarbeiter und Verantwortliche einer kirchlichen Gemeinde wie Herr Wilfried Wesemann so den ganzen Tag treiben, nicht Pflegen sondern Bespitzeln, kann man hier als Therapie erkennen. Und Bespitzelung und  Beabachtung, Verleumdung und Beleidigung, das war immer schon deustche Tugenden gewesen, davon haben die Stasi und Gestapo gelebt wie die Speckmaden.

Warum wurde eigentlich nicht wegen Diebstahl eine „Strafanzeige“ erstattet? So weit geht die Fürsorgepflicht eines Geschäftsführeres nun auch nicht, denn bei den Ermittlungen, wenn man einen zuverlässigen Staatsanwalt finden sollte, würde man sicherlich noch ganze andere Diebstähle feststellen. Doch so weit geht nun die Courage bei uns Deutschen auch nicht und Herr Wesemann hat sich denn gleich mal die Behinderte in wagemutiger Aktion vorgeknüpft und sie rausgeschmissen.

„Am 23. Oktober“ erhielt die gute Frau dann gleich mal die Teewurstnachricht oder eben „die fristlose Kündigung“. Dagegen „erhob (sie) Kündigungs- schutzklage“ und da hat wohl der niedersäsische Chef Wesemann doch etwas feuchte Hände bekommen, er hat nun zum Glück die Kündigung zurückgezogen, die Frau wird nun vorerst nur „von der Arbeit freigestellt“ und soll dann einen neue Arbeiststelle erhalten. Der Mobber Wesemann bleibt und was das für die anderen Beschäftigen heißt, hat er ja unter Beweis gestellt, Dauerbeo-bachtung beim Brotschmieren.

Der Mob hat also gesiegt, denn die Frau ist nicht mehr bei Wesmann im Budget. Man kann nur hoffen, dass Wesmann beim  Eintritt ins Paradies gleich mal “ die fristlose Kündigung erhält und dann einen neuen Platz bekommt, eben in der Höhle für „Beobachter und Diebstahlexperten“, er wird dort sehr viele treffen, die meisten sprechen deutsch und dann gibt es dort noch ein endlos Quiz, das heißt: Welches Parteibuch haben Sie denn?

Letzte Korrektur am 17.11.2015

http://www.sueddeutsche.de/jobkarriere/836/495165/text/