ARD Tagesthemen greifen Selbstmorde bei der Telekom auf

Mobbingerlebnis

Mobbingerlebnis

Die Hintergründe dafür werden uns wohl immer ein Rätsel bleiben. Doch man mag es glauben oder nicht, zum ersten Mal hat ein großes Nachrichtenmagazin in Deutschland die Selbstmordfälle bei der France Tèlèlcom aufgeriffen.(1) Heute wurde nun dem deutschen Publikum zum ersten Mal die Auseinandersetzung über die Hintergründe der Selbstmordwelle bei der France Tèlèkom näher gebracht.(2)

>> Was seine Kollegen, bei all der Trauer, besonders wütend macht ist, dass das Unternehmen offenbar den Selbstmord zuerst vertuschen wollte und von einem tragischen Unfall sprach. „Das zeigt doch ganz deutlich, wie hier mit uns umgegangen wird“, meint eine schockierte Kollegin. Und eine andere sagt: „Wenn er sich umgebracht hat, dann wegen dieses Riesendrucks, der auf uns lastet. Und dann sowas, ein ‚Unfall‘. Man kann doch wenigstens ein Mindestmaß an Respekt gegenüber seinen Kindern und seiner Frau verlangen.“ (3)

Man kann das Wort Respekt auch mit dem verfassungsrechlichen Begriff des Grundgesetzes ausdrücken, das wäre dann die „Würde des Menschen“.  Und zum ersten Mal wird auch wohl in der französichen Gesellschaft über „Mobbing“ gesprochen.

Der Schrei

Der Schrei

In der Sendung durfte dann auch Professor Gäbel sein „Aktionsbündnis für seelische Gesundheit“ vorstellen und zum Thema „Arbeitswelt“ bei uns sprechen. „Es ist uns in den letzten Jahren gelungen, ein bundesweites Netzwerk aufzubauen, in dem sich mittlerweile über 50 Partner aus den Bereichen Psychiatrie, Selbsthilfe, Gesundheitsförderung und Politik engagieren. Hinter dem Aktionsbündnis für Seelische Gesundheit steht die Strategie der Vernetzung, um die gemeinsame Position der zahlreichen Initiativen zur Förderung der seelischen Gesundheit zu stärken und zusammen einen gesellschaftlichen Diskurs zur Enttabuisierung psychischer Erkrankungen anzustoßen.“ (4) Prof. Dr. Wolfgang Gaebel, Vorsitzender des Aktionsbündnisses.

Ich finde hier hat man wohl daneben gelangt, denn es entsteht der Eindruck dass „Mobbingopfer“ etwas seltsam sind, und das kann ja wohl nicht angehen. Wenn jemand „Balle Balle“ ist, dann die kaputten und asozialen Täter, die Macht dazu missbrauchen, statt ökonomische Lösungen zu erarbeiten. Mitarbeiter zu schikanieren.

>In Annecy versprach Lombard Sofort-Maßnahmen: „Hier wird niemand mehr versetzt. Alle können in ihren bisherigen Jobs bleiben. Wir werden auch im ganzen Unternehmen das Rotationsprinzip aufgeben: Niemand muss mehr automatisch nach drei Jahren die Stelle wechseln.“ Genau das hatten viele beklagt. In den letzten zehn Jahren mussten zwei von drei Angestellten einen völlig neuen Job lernen. Alle paar Jahre werden sie an andere Orte versetzt, mit einem neuen Chef, neuen Arbeitsinhalten und großem Erfolgsdruck.<<

Letzte Änderung am 28.09.2015

1)http://deutschlandwaehlt2009.wordpress.com/2009/09/14/erneuter-freitod-bei-france-telecom-ist-mobbing-oder-stress-die-ursache/

2)https://dieaktuelleantimobbingrundschau.wordpress.com/2009/09/29/wieder-ein-selbstmord-bei-der-france-telecom/

3)http://www.tagesschau.de/wirtschaft/francetelecom100.html

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