Gesamtbetriebsrat beim Catering-Konzern Eurest wird rausgemobbt

PrècaireZustände wie im „alten Rom“ scheinen beim Catering-Service angesagt zu sein. Und dass das nicht nur für die Personalpolitik und Umgangsformen eines Unternehmens mit 8400 Mitarbeitern gilt, beweist die „Kuschelgewerkschaft NGG“ gleich mal am Fall des Btriebstratsmitglied „Stubbe“ von EUREST.

>> Das ehemalige Mitglied im Regionsvorstand der Gewerkschaft Nahrung, Genuß, Gaststätten war Ende 2008 zur IWW übergetreten, weil er mit dem »Schmusekurs« (Stubbe) der NGG gegenüber Eurest unzufrieden war. Die IWW, deren Anhänger auch »Wobblies« genannt werden, ist eine 1905 in den USA gegründete radikale Gewerkschaft, die sich seit drei, vier Jahren verstärkt bemüht, auch in Europa Fuß zu fassen.<< (1) Und so was lässt sich natürlich eine Gewerkschaft wie die NGG nicht entgehen, Sanktionen müssen her.

A wie Angst

A wie Angst

„Mit der geplanten Abwahl Stubbes habe die NGG »nichts zu tun« – ob die Mehrheit der GBR nun bei ihr organisiert seien oder nicht. »Das muß der Gesamtbetriebsrat mit sich ausmachen«.“(1) Auch mit dem Arbeitsezitschutzgesetz hat die NGG, Mitglied im DGB nichts zu tun. „Als die Anzeige am 19. Juni gegen 19 Uhr erstattetet wurde, seien Kantinenmitarbeiter bereits »seit 6.30 Uhr« im Einsatz gewesen, so Getzschmann gegenüber jW. Dies sei kein Einzelfall gewesen: Angestellte der IBC-Kantine würden »regelmäßig über alle gesetzlichen Arbeitszeitbestimmungen hinaus bis zu 16 Stunden am Tag« arbeiten.“ (1)

Und als dann am 19.Juni 2009 Anzeige erstattet wurde, zeigte dann unser Rechtsstaat seine „ganze Durchsetzungskraft“. Man mag es glauben oder nicht, doch so wird bei unseren Ermittlern Tag für Tag hart gearbeitet. Da darf man sich als Mobbingopfer nicht wundern, wenn man nie Antwort bekommt.

Eine FDJ-Sekretärin arbeitet Tag und Naxcht für die Sache des ...... ;-)

Eine FDJ-Sekretärin arbeitet Tag und Naxcht für die Sache des …… 😉

„Wie die Polizei auf jW-Nachfrage bestätigte, wurde die Anzeige »zuständigkeitshalber« an das Frankfurter Hauptzollamt, Abteilung »Finanzkontrolle Schwarzarbeit« (FKS) weitergeleitet. Die übergab den Vorgang an die FKS Gießen, in deren Einzugsbereich die Firma angeblich ihren Sitz hat. Erst in Gießen bemerkten aufmerksame Zollbeamte, daß sie für den Fall gar nicht zuständig waren und überwiesen ihn ans Regierungspräsidium Darmstadt, Abteilung Arbeitsschutz und Umwelt mit Sitz in Wiesbaden. Dort harrt er nun seiner Bearbeitung. Dem Catering-Konzern droht, sollten sich die Vorwürfe erhärten, ein Ordnungsgeld bis zu 15000 Euro.“(1)

Die Ära Kohl, Koch, Merkel, Sommer (DGB) und andere „Leuchten“ unserer High-Tech-Gesellschaft haben einfach ihre Spuren hinterlassen. Man kann nur hoffen, dass die Idee der „Wobblies“ auch bei uns Fuß fasst. Wer den DGB kennt, weiß, was uns bei dem Schmusekurs Merkel-Sommer bevorsteht. „Wer aufmuckt, muss mit Mobbing leben“ und da sind wir in Deutschkand bekanntlich Weltmeister.

Letzte Änderung am 28.09.2015

1)http://www.wobblies.de/?p=423

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