Folgen von Mobbing

Für Mobbingopfer ist es besonders schwierig, gesundheitliche Folgen vor Gericht durchzusetzen, da sich die Mediziner in dieser Frage oft selbst nicht einig sind. „Mobbing im Beruf ist kein Kavaliersdelikt – denn es kann die Gesundheit der Betroffenen stark gefährden. Immer mehr Menschen empfinden ihre Situation am Arbeitsplatz als belastend und unerträglich, weil sie den Anfeindungen ihrer Kollegen oder Vorgesetzten wehrlos ausgeliefert sind“.(1)

Doch Formulierungen wie „stark gefährden“ oder „unerträglich“ nützen wenig, denn sie werden vor jedem deutschen Gericht in Frage gestellt. Nicht so in Europa, denn diese Länder hatten keine Gestapo oder Stasi, die die Moral eines Landes erheblich geprägt haben. Auch die der so gern erhabenen Richterschaft.

Mobbingerlebnis

Mobbingerlebnis

„Für die Betroffenen ist es meist schwierig, zu benennen, wann das Mobbing begonnen hat, da der Prozess meist schleichend einsetzt. In vielen Fällen steht am Anfang ein (beruflicher) Konflikt, der, weil er als belanglos eingeschätzt wird, nicht weiter beachtet findet“. (1) Hier nun müsste die Ermittlung von Staatsanwälten einsetzen um die Spur der Täter genau zu erfassen, geschieht aber nicht, jedoch nur in Deutschland, in anderen Ländern ist man da schon weiter.

„Mobbing kann auf Dauer psychische und physische Beschwerden hervorrufen und zu ernsthaften, teilweise mit Arbeitsunfähigkeit verbundenen Erkrankungen bis hin zum Selbstmord (Suizid) führen. Häufige Folgen von Mobbing sind:

Dem zu entgehen, gelingt fast keinem Opfer, wird aber vor Gericht nie beachtet. Die Justiz bei uns ist eine der Hauptursachen für die rasante Ausbreitung von Mobbing und die niedrige soziale Wertschätzung der  Würde des Menschen.

Und zu recht verweisen die Autoren des sehr guten Artikels über die Folgen von Mobbing auf die Tatsache hin, dass eine Gesetzgebung fehlt. „Es gibt in Deutschland bisher kein Anti-Mobbing-Gesetz, wie es beispielsweise in Frankreich oder Schweden der Fall ist. Allerdings ist Mobbing auch in Deutschland verboten und strafbar. So kann (können) die mobbende(n) Person(en) unter Umständen zum Beispiel wegen Beleidigung (§ 185 Strafgesetzbuch), Verleumdung (§ 187 Strafgesetzbuch), übler Nachrede (§ 186 Strafgesetzbuch) oder auch Körperverletzung (§ 223 Strafgesetzbuch) strafrechtlich belangt werden“. (1)

Nur dazu muss man erst einen Staatsanwalt finden, denn er ist der Herrscher über die Einleitung von Ermittlungen. In Deutschland sind bisher Strafprozesse gegen Mobbing unbekannt, von daher verwundert einen der Hinweis auf die Paragrahpen im Strafgesetzbuch immer wieder.

Und es muss in Europa zur Regel werden, dass eine Regierung  Ombudsleute einsetzt, die das Kontrollrecht über Staatsanwälte haben, die sich in der Zwischenzeit ein juritisches Paradies geschaffen haben in denen sie über ihr Tun und Lassen keine Rechenschaft ablegen müssen. Hier muss die EU rasch und nachhaltig nachsteuern, damit der Flächenbrand Mobbing wenigstens eingedämmt wird.

Letzte Änderung am 28.09.2015

1)http://www.onmeda.de/krankheiten/psychische_erkrankungen/stress/mobbing-mobbing-in-der-schule-11843-7.html

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