Mobbing-Opfer läuft Amok und tötet sieben Menschen an der chistlichen Oikos University

Prècaire

Nur vier Wochen nach dem Blutbad eines Mobbing-Opfers an der Chardon High School (1) hat wieder in den USA ein Amoklauf statt gefunden. Diesmal an einer privaten christlichen Universität im US-Bundesstaat Kalifornien an der Kurse für Krankenpfleger angeboten werden.(2)

Der ehemalige 43-jährige Südkoreaner Student an der Uni Oikos galt wegen „seiner schlechten Englischkenntnisse“ als ideales Opfer für seine Kommolitonen* (Kriegsgefährten oder Waffenbrüder) für ihre Schikanen und Mobbing-Attacken. Am 2 April, kurz vor dem Osterfest,  ist nun der 43-jährige Ex-Student, der „wegen auffälligen Verhaltens der Hochschule verwiesen worden“ sei durchgedreht. (3)

Er fuhr morgens zum Campus, „nahm eine Sekretärin als Geisel und suchte nach einer bestimmten Angestellten aus der Verwaltung“, fand diese jedoch nicht und begann seinen Amoklauf. Er erschoß zuerst seine Geisel, „zwang dann (weitere) Studenten, sich an einer Wand aufzustellen – und richtete einen nach dem anderen hin.  Ich werde Euch alle töten, soll der Mann gerufen haben. Daraufhin habe er seine Waffe durchgeladen und in mehrere Klassenzimmer gefeuert“ sagte „der örtliche Polizeichef, Howard Jordan“ der Presse. (3)

Binnen Minuten hat der Amokläufer sieben Menschen erschoßen und drei schwer verletzt. Er verließ den Campus und fuhr vor eintreffen Polizei zu einem Supermakt wo er sich stellte. Die Tat soll Wochen im voraus geplant worden sein. 

Besonders aufällig an der neuen Serie von Amokläufen von Mobbing-Opfer in den USA ist, dass sich der Täter nicht mehr selber hinrichtet, offenbar ein Zeichen, dass Mobbing die Ursache sein könnte und die Amokläufer noch was mitteilen wollen.

Erinner sei in dem Zusammenhang nochmals an das Buch der amerikanischen Soziologin Jessica Klein , The Bully Society: School Shootings and the Crisis of Bullying in America’s Schools*, sie hat über 15 Jahre lang Ursachen und Auswirkungen der neuen Medien, Mobbing und Amokläufe untersucht.(1)

Offenbar kommt es immer wieder zu brutalen und unfassbaren Gewaltausbrüchen von Mobbing-Opfern, die oft „wahllos Menschen“ sprichwörtlich hinrichten. Eine andere Gruppe von Mobbing-Opfern begeht Selbstmord. Erinnert sei hier an die  laufenden Ermittlungen der „Pariser Staatsanwaltschaft“ im Zusammenhang mit einer Selbstmordserie bei der France Tèlècom, in deren Verlauf sich 35 Mitarbeiter das Leben genommen haben.(5)

„Nach einer Reihe von Selbstmorden vor mehr als drei Jahren bei France Télécom ist am Dienstag – also einen Tag nach dem Amoklauf von Oakland – die Zentrale des Telekommunikationskonzerns in Paris durchsucht worden“. Man darf gespnannt sein, ob die „richterlichen Vorermittlungen“ in einer Anklage enden.(5)

Im Fall des 43-jährigen Amokläufers an der Oiko-Universität in Oakland hat der Begriff Kommolitone oder Ex-Kommolitone seinen ursprünglichen Charakter wieder erhalten.*

*Abgeleitet von lat. commilito für „Mitstreiter, „Kriegsgefährte, Kamerad“; ebenso commiles für „Waffenbruder“ (zu miles, „Soldat, Krieger, Streiter“). Dieses ist vielleicht verwandt mit gr. ὁ μῖλος für „Haufe“. http://de.wikipedia.org/wiki/Kommilitone

1)https://dieaktuelleantimobbingrundschau.wordpress.com/2012/02/29/drei-tote-schuler-und-mobbing-spielte-beim-jugendlichen-amoklaufer-t-j-lane-wohl-eine-erhebliche-rolle/

2)http://www.focus.de/panorama/videos/amoklauf-in-kalifornien-ex-student-erschiesst-sieben-menschen-an-universitaet_vid_30612.html

3)http://www.sueddeutsche.de/panorama/amoklauf-in-kalifornien-mobbing-moegliches-motiv-fuer-massaker-1.1325633

4)http://de.euronews.com/2012/04/03/amoklauf-ermittler-vermuten-mobbing-als-tatmotiv/

5)http://www.swissinfo.ch/ger/news/newsticker/international/Durchsuchungen_nach_Selbstmorden_bei_France_Telecom.html?cid=32414030

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