Posts Tagged ‘Vetternwirtschaft’

Mobbing bei der Deutschen Stiftung Organtransplantation, DSO

17. Oktober 2011

Der „Bundesgesundheitsminister Daniel Bahr (FDP) sowie die Mitglieder des Gesundheitsausschusses im Bundestag“ wollen angesicht des drohenden Machtverlustes im Bundestag und dem Ausscheiden der FDP aus dem politischen Leben in unserem Land unbedingt  Stimmen fangen. Dazu hat man sich merkwürdiger Weise eines der heikelsten Themen rausgesucht, dass uns alle bewegt, die Organspende.*

Bahr von der FDP und Nachfolger von Rösler (FDP) im Amt des „Gesundheitsministers (?)“ will uns per Chipkarte über die Krankenkasse zwingen das Versprechen meine Organe könnt ihr nach dem Tod haben oder nicht, als Alternative, will ich später entscheiden. Der Mensch wird somit zunehmend zum Kostenfaktor und Organersatzteillager degradiert. Diese These wird auch noch untermauert, wenn man den „offenen Brief“ von „Mitarbeiter der Deutschen Stiftung Organspende „an Bundesgesundheitsminister Daniel Bahr (FDP) sowie die Mitglieder des Gesundheitsausschusses im Bundestag“ liest. (1)

Ich & Ich oder die neuen Gutsherren.

Da ist von Mobbingattacken der Chefs gegen Mitarbeiter die Rede. Einen „Führungsstil nach Gutsherrenart“ pflegen die Chefs der Organtransplantation, DSO im Umgang mit Mitarbeitern. „Bei kritischen Äußerungen würden Abmahnungen oder fristlose Kündigungen ausgesprochen“, was wir als Mobbing-Opdfer nur zur Genüge kennen, leider jetzt auch aus dem letzten sozialen  Bereich, den Stiftungen. Was bleibt uns Bürgern eigentlich noch übrig in unserem Land, wenn selbst die freiwillige Organspende zum Spielball der Macht und „Ich & Ich“-Menschen wird?

„Ein Großteil der Mitarbeiter lebt in ständiger Angst….Viele würden regelmäßig vom Vorstand eingeschüchtert“. Dieser pflegt eine „Vetternwirtschaft und Selbstbedienungsmentalität“ und scheut auch nicht vor dem Missbrauch von „Krankenkassengelder“ zurück. (1)

„Dies alles habe Auswirkungen auf die Spenderzahlen in Deutschland, die mit 16 Organspenden pro eine Million Einwohner weit unter dem europäischen Mittel rangieren“, blöd sind wir Bürger und Opfer ja nun mal nicht, auch wenn sich die neuen Gutsherren das so gedacht haben.

Doch seien wir auch ehrlich, dass was sich hier bei der DSO abspielt hat Habermas mit seinem Gespräch über „die andere Zerstörung der Vernunft“ nur schon 1991 weise Vorrausschauend vorhergesagt. Und das heißt konkret, Mobbing** ist heute eines der zentralen Werkzeuge in dieser sinnlosen Zerstörung der Vernunft, auf die wir Menschen so lange stolz waren.(2)

* Stell Dir vor ein Stasispitzel überlebt mit deiner Niere!

** We send out an SOS to Lady Gaga!

1)http://www.taz.de/!79611/

2)http://www.zeit.de/1991/20/die-andere-zerstoerung-der-vernunft

Mobbing an deutschen Universitäten

27. Mai 2010

Affen, wolt ihr ewig denken?

Vor lauter Bäumen den Wald nicht sehen, wäre ein Sprichwort, dass jedem Leser des offenen Briefes eines Amerikaners an der „Technischen Universität München“ einfallen könnte. Oder eben der gängige Begriff „Betriebsblindheit“ und dass man das Unrecht so lange akzeptiert, bis es zum Recht wird. Eine deutsche Tugend die schon über 100 Jhare gepflegt und gehegt wird, gerade in den Elfenbeintürmen.

Nicht umsonst wurde der offene Brief von Robert John Bennett verfasst, in dem er sich über den Alltag an einer deutschen Uni wundert, im konkreten Fall der Uni München. Es fiel ihm auf:

„Am Anfang dieses Abends, als meine Bekannte über Bildung in Deutschland diskutierten, hatte ich den Eindruck, sie sprachen über ein Deutschland, das ganz anders sei, als das Deutschland, das ich kenne“.(1)

Fall 1: „Zum Beispiel, im Sprachenzentrum der Technischen Universität München, wo ich arbeitete, gab es eine freie Stellung als Lektor oder Lektorin. Unter den Lehrbeauftragten des Sprachenzentrum befindet sich einer, der promoviert hat, zusammen mit einem anderen, der Absolvent von Harvard ist und ein Buch und viele kurze Artikel veröffentlicht hat, und eine Englischlehrerin, die jahrelang Mediziner unterrichtet hat“.

Das Verfahren: „Und wie (wurde) die Entscheidung getroffen, die freie Stelle als Lektor oder Lektorin zu besetzen? Natürlich im Geheimen. Niemand ist informiert worden, dass die Stelle sogar frei war, also konnte niemand sich darum bewerben, und selbstverständlich hatte niemand die Chance, ein Vorstellungsgespräch zu (bekommen)“(1) Diese Beobachtung trifft auch auf viele andere Universitäten zu, so zum Beispiel wurde anhand des Parteibuches an der FU genauso verfahren, wie an der HU zu Ostzeiten. Von daher hatten beide Uni`s keine Umstellungsprobleme nach der Wende, außer dass das SED-Parteibuch out war.

Die Entscheidung: „Und wer (bekam) Posten jetzt aus? Weder der promovierte Lehrbeauftragter, noch der Harvard-Absolvent, der ein Buch und zahlreiche kurze Artikel veröffentlicht (hatte) und deren Kurse normalerweise überfüllt sind, weder die Frau die jahrelang Mediziner unterricht hat. Nein, die Lehrbeauftragte, die keinen Doktortitel hat, die weniger Erfahrung als Universitätslehrerin hat als die andere, und weniger Erfahrung als Fachsprachenlehrerin hat als die andere, und deren Kurse nicht besonders gut besucht werden, und die nicht besonders populär mit den Studenten ist, selbstverständlich (bekam) diese Person den Posten …“. (1) Stellt sich die Frage warum und welches Netzwerk für sie arbeitete?

Die Begründung: „Man wurde informiert, es sei die Tatsache, dass er viele Erfahrung mit englischer „Fachsprache“ hat, obwohl (sie) kaum einen Kurs darin gehalten hat, und überhaupt nicht so viele Kurse darin, wie die anderen Lehrer“. (1) So was nennt man auch Vetternwirtschaft.

Den ganzen Schriftwechsel sollte man sich mehrmals durchlesen, dann versteht man auch, wieso die „Idioten in Nadelstreifen“ Millionen mit dem FFUB in New York verbraten haben, während angeblich im Bildungsbereich jeder Cent fehlt.

1)http://blogs.law.harvard.edu/germany2/

Leipziger Tafel-Chef Werner Wehmer mobbte Mitarbeiter

23. Dezember 2009

Eigentlich ist die Einrichtung der „Tafel“ für Hilfsbedürftige gedacht gewesen, doch auch hier muss man feststellen dass der Mobbingsumpf den Arbeitsalltag der Menschen zur Qual macht. „Mitglieder, die Ex-Mitglieder, Mitarbeiter und ehemalige „ehrenamtliche Helfer“ haben jetzt einen Brandbrief an den Bundesverband Deutsche Tafel eV geschrieben. Darin berichten sie auf sieben Seiten von unglaublichen Vorgängen: Vetternwirtschaft, Spenden, dubiose Immobilienschenkungen, fehlende Kassenberichte, Mobbing“.

Einer fehlt!

Einer fehlt!

Der Tafelchef und seine Frau schweigen bisher dazu. Und wehren konnten sich die Opfer auch nicht, denn „wer Kritik an diesen Vorgängen“ übte wurde „mit dubiosen Mitteln zum Schweigen gebracht und laufe Gefahr, aus dem Mitarbeiterkreis ausgeschlossen oder bei Behörden angeschwärzt zu werden“. (1)

Das Thema Fürsorgepflicht von Vorgesetzten scheint in Deutschland im Zusammenhang mit Mobbing zu einem immer größeren Problem zu werden. Warum reagiert die Politik eigentlich nicht, Vorfälle gibt es doch jeden Tag und in den Zeitungen stehen immer mehr Mobbingvorkommnisse, oder lesen Politiker nicht etwa Zeitung?

Nachtrag:

Nun zu Weihnachten 2014 erneut Vorwürfe gegen die Tafel Leiptzig, hätte man schon 2009 reagiert wäre das nicht passiert, Aufgeschoben ist eben nicht Aufgehoben. „Ein ehemaliger Mitarbeiter der Leipziger Tafel hat schwere Vorwürfe gegen seinen früheren Arbeitgeber erhoben. Seinen Angaben zufolge sollen Bedürftige teils verdorbene und unansehnliche Lebensmittel erhalten“.

http://www.mdr.de/sachsen/leipziger-tafel100_zc-f1f179a7_zs-9f2fcd56.html

1)http://www.bild.de/BILD/regional/leipzig/aktuell/2009/11/27/spendenbetrug/schwere-vorwuerfe-gegen-leipziger-tafel-chef.html