Posts Tagged ‘Versetzung’

Cybermobber nach Facebookattacke versetzt

5. Februar 2012

Immer mehr Schüler und Lehrer beginnen sich gegen Cybermobber zu wehren, dazu gehört eine ganze Palette von Maßnahmen, die der Rechtsreferendar Jens Ferner in seinem Artikel Versetzung in Parallelklasse nach Facebook-Mobbing aufgelistet hat. „Dabei muss das System der Ordnungsmaßnahmen in NRW (hier: §53 SchulG NW) vor Augen gehalten werden, als da wären“, und es Folgen sieben Sanktionsmöglichkeiten. (1)

Grund für diese Diskussion ist die Verhandlung vor dem „Verwaltungsgericht Köln (10 L 488/11)“ die ein Cyber-Mobber eingefordert hat.

Nach dem er nach bekannt werden seiner Cybermobbingattacken in eine Parallelklasse versetzt wurde, wollte er diese schulische Ordnungsmaßnahme wegklagen. „Der betreffende wurde in eine Parallelklasse versetzt – seine Verteidigungsstrategie, nachdem er sich bei dem Opfer entschuldigt hatte, basierte im wesentlichen darauf, zu erklären, er wäre ohne aktives Zutun in die entsprechende -Gruppe aufgenommen worden, hätte dort aber nichts aktiv getan und wusste auch nicht, wie man so eine Gruppe verlassen könne“. (19

Das Gericht sahe jedoch die Ordnungsmaßnahme als zulässig an. „Letztlich sah das VG Köln bei einem Facebook- keinen Grund, die Versetzung in eine Parallelklasse einstweilig zu unterbinden. Dies ist wenig überraschend“.(1)

Offenbar wir Facebook immer mehr zum Tummelplatz für Cybermobber unter und von daher sollten sich die Betroffenen und Lehrer dagegen wehren.

1)http://www.ferner-alsdorf.de/2012/02/versetzung-in-parallelklasse-nach-facebook-mobbing/wettbewerbsrecht/strafrecht/rechtsanwalt/verkehrsrecht/?isalt=0

Polizeipräsidentin Margarete Koppers besucht Henning G., jedoch zu spät, er ist tot.

15. September 2011

Der fallende Mann, WTC

Nun hat sich wohl wegen dem Druck der Öffentlichkeit und den anstehenden Wahlen die derzeit amtierende Polizeipräsidentin auf den Weg zur Dienststelle vom Mobbing-Opfer Henning G. gemacht. Doch der Polizeihauptkommissar war nicht da, er hat sich am Sonnabend* auf dem Friedhof seins Kiezes selber angezündet, warum? (1)

„Die amtierende Polizeipräsidentin Margarete Koppers sei mit ihrem Besuch ihrem Verständnis von Fürsorge gegenüber den Kollegen gefolgt, sagte Sprecher Thomas Neuendorf“ (2) Doch von Ermittlungen in dem Einsatz zweier Experten sagte sie wohl nichts. Wir wissen nur, was der ehemalige Kollege und Personalrat von Henning G. sagt, „die Versetzung hat G. so sehr zugesetzt, dass er einige Zeit nicht arbeiten konnte“. (2)

Und mit der Fürsorgepflicht scheint es die Frau Polizeipräsidentin auch nicht so ernst zu nehmen, denn am Montag hatte sie sehr zum Ärger der Kollegen von Henning G. „ausschließlich persönliche Gründe ohne dienstlichen Zusammenhang“ für den Suizid verantwortlich gemacht.

Wir werden sehen, was uns diese Woche noch so in dem Mobbing-Fall um die Ohren gehauen wird, schließlich sollte sich eine Chefin dafür einsetzen, dass die Kollegen von Henning G. frei und offen reden können, ohne „Angst vor personellen Konsequenzen“ oder gar das nächste Opfer im System Mobbing bei der Berliner Polizei zu werden. Schließlich beruht ja die Qualität einer Ermittlung auf der Wahrheit, wer weiß das besser als die Kollegen von Hennig G und auch Frau Koppers sollte das doch wissen, oder?

1)http://www.tagesspiegel.de/berlin/polizei-justiz/nach-polizisten-suizid-polizeichefin-besucht-dienststelle/4611112.html

2)https://dieaktuelleantimobbingrundschau.wordpress.com/2011/09/13/berliner-polizeibeamter-61-und-mobbing-opfer-hat-sich-selber-angezundet-und-starb/

Polizeihauptkommissar mobbt mit Ekel-Porno-Mail

7. Januar 2011

Es wird noch Jahre dauern, bis auch in Deutschland die Erkenntnis sich durchsetzt, dass 25 % aller Vorgesetzten oder Chefs Psychopathen, also Menschen mit einer antisoziale Persönlichkeitsstörung sind*. Und Täter und ihre Symphatisanten aus dem Mobber-Umfeld verharmlosen gerne ihre Taten, auch das ist nichts Neues.

In Düsseldorf wurde nun vor dem Verwaltungsgericht ein bemerkenswertes Urteil zu den „perversen Neigungen“ eines Beamten und Vorgesetzen bei der Polizei gesprochen. Das Opfer, ein 39 jähriger Polizist hat nun mit seinem Anliegen recht bekommen, dass er aufgrund einer Ekelmail eine „psychiatrische Erkrankung, Zwangsstörung und Zwangsvorstellungen“ erlitten hat.

Hintergund war wohl eine gezielte Mobbing-Attacke, in der der Polizeibeamte von seinem Vorgesetzten eine Mail erhielt, in der dieser eine „PowerPoint-Ekelpornoshow“ verschickte. >>Die Nachricht trägt die harmlose Betreffzeile „WG: Highlight zum Wochenende!!“. Der Polizist öffnet sie – und die Powerpoint-Präsentation mit dem Titel „perfektesdate1.pps“ im Anhang.<<(2)

Höhepunkt in dieser Ekelshow war die Abbildung eines „Unterleibes einer weiblichen Person mit eitrigen, blutigen Wunden„, was bei dem betroffenen Opfer nachhaltig zu einer Belastung seiner weiteren privaten Lebens führte. „Seit diesem Tage sei ihm dieses Bild nicht mehr aus dem Kopf gegangen und habe ihn sehr belastet, was sich auch sehr negativ auf sein Privatleben ausgewirkt habe“.

Der Polizeibeamte wurde ärztlich behandelt, seine Ehe ging in Brüche und er wird wohl dieses Bild ein lebenlang im Kopf behalten. „In tatsächlicher Hinsicht liegt beim Kläger eine Zwangsstörung mit vorwiegend Zwangsgedanken (ICD 10: F 42.0) vor. Zu diesem Ergebnis kommt der Einzelrichter aufgrund des gesamten Akteninhalts und den darin enthaltenen ärztlichen Bescheinigungen, sowie – zentral – dem neurologisch-psychiatrischen Sachverständigengutachten des G vom 14. März 2010, welches dieser in der mündlichen Verhandlung erläutert und damit in seiner Überzeugungskraft noch gesteigert hat“. (3)

Das Urteil ist in jeder Hinsicht bemerkenswert, weil der Richter sich eingehend und ausführlich mit den Gutachten von Psychatern beschäftigt hat , und das Ganze nicht als „übler Scherz“ abgetan wurde und er der Polizist noch Schadensersatzansprüche geltend machen kann, obwohl der Vorfall 2003 und 2005 stattfand.

Die Beweggründe für die Verschickung der „Ekelpornoshow>“ durch den Vorgesetzten wurden leider nicht erörtert, sie dürften aber klar sein, wenn man weiß, dass der betroffene Polizist seine Versetzung beantragt hatte

* Jeder Fahrschüler muss einen „Idiotentest“ machen, auch jeder Auszubildende vor dem Beginn seiner Lehrzeit, nur Bänker, Manager, Vorgesetzte, Lebensmittelproduzenten, Politiker usw, nicht, vielleicht liegt darin die Lösung des Problems. 

1)https://dieaktuelleantimobbingrundschau.wordpress.com/2011/01/06/mobbing-tater-brauchen-keinen-test-zu-machen-warum/

2)http://web.de/magazine/beruf/karriere/11920998-porno-e-mail-traumatisiert-polizisten.html#.A1000107

http://www.spiegel.de/panorama/justiz/0,1518,738157,00.html

3)http://wwwbehoerdenstressde.blogspot.com/2011/01/verwaltungsgericht-dusseldorf-23-k.html

Das Manager-Magazin und der Mob

23. November 2009

Mobbingerlebnis

„Ob mit Worten, E-Mails oder Gesten – täglich werden Tausende bei der Arbeit gemobbt“. Mit diesen Worten und Tatsachen beginnt der Autor Karsten Langer seinen Artikel im Manager-Magazin. Auf die Frage der Gewalt geht der Mann schon mal gar nicht ein, doch er ignoriert Mobbing wenigstens mal nicht, was bei der Gilde der Manager oft der Fall ist.

Die Palette der Schikanen hat der Mann jedoch sehr gut erfasst. „Mobbing hat viele Facetten. Die Kollegen schneiden Sie, der Chef nörgelt, die Aufgaben wachsen ins Unermessliche, oder Sie haben gar nichts zu tun. Sie werden strafversetzt, öffentlich erniedrigt, Ihr Ruf wird ruiniert, Sie werden beschimpft oder bedroht“. (1) Und eben dann noch die Gewalt und den Umfang der Mobbingruppe unterschlägt der Umfrageexperte leider.

Die Ursachen für Mobbing werden von ihm jedoch genau beschrieben. „Die Gründe für Mobbing sind vielfältig. Man will Sie loswerden, um Ihren Posten mit jemand anderem zu besetzen, weil Sie zu teuer sind oder Ihr Kollege Sie nicht mag; weil man neidisch auf Sie ist oder aus purem Sadismus“. Purer Sadismus, wohl die häufigtse Krankheit bei den Deutschen neben der Schweinegrippe, AIDS und Vogelseuche.

Und dann kann man noch einen Test mitmachen, wer will. Da die meisten Mobbing schon selber als Opfer erlebt haben, dürfte der Test kein Renner gewesen sein, außer der Hoffnung, dass mal ein Tätertest  erstellt wird. Eine mögliche Frage wäre: Sie sind ein Mobber und leiden an purem Sadismus, welche Zeitschrift lesen sie denn regelmäßig? Antwort: ….

Letzte Änderung am 17.11.2015

1)http://www.manager-magazin.de/koepfe/karrierecheck/0,2828,520615,00.html