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LEYMANN SPIRIT 2011, Praha, 8.12.2011, Konferenz gegen Mobbing und für Zvilcourage

20. Dezember 2011

Der Schrei

Jährlich findet zu Anfang des Monats Dezember in Prag immer eine Konferenz gegen Mobbing statt, so auch dieses Jahr. „Motto & cíl: Braňme nejenom ty slabší, ale také ty, kteří nemlčí“. (1)

Unter anderem war Walter Plutsch als Redner von der österreichischen „Bürgerinitiative zur Schaffung eines „Anti-Mobbing-Gesetzes – Anti-mobbingový zákon – eingeladen. Hier sein Beirag in ungekürtzter  Fassung: 

Konferenz in Prag, am 08.12.2011: Kurzform. Seite 1

 (Werte Honoratoren, Gäste und Veranstalter!) Mily hoste`a poradatele!  

(Sehr geehrte Damen und Herren!) Vazene damy a vazeni panove!

 Mein Name ist Walter Plutsch. Ich komme aus Melk in Niederösterreich. Es ist eine große Ehre für mich, hier im schönen Prag, bei Ihnen sein zu dürfen.  Besonders danke ich, Herrn Pavel Beno und seiner tüchtigen Assistentin, sowie seinen Mitstreitern.

Aus Zeitgründen würde ich vorschlagen, dass ab hier eine „Dolmetscherin“ gleich auf  tschechisch“ vorliest. Deutsprachigen Teilnehmern könnte ich eine Kopie geben!

 1968 wechselte ich zur Sparkasse Melk. Wurde sofort von einem jüngeren Kollegen „gemobbt“. Dann auch von einem 2., der als nächster Direktor vorgesehen war. Trotzdem hatte ich große Freude am Beruf. Engagierte mich sehr, auch in der Freizeit, machte viele Verbesserungsvorschläge usw. Die SPK konnte dadurch den Gewinn steigern. Unser Direktor lobte mich daher auch oft.

 Als der 2. Mobber Direktor wurde, wollte er eine neue Telefonanlage, um unbemerkt mithören zu können. Auch Überwachungskameras, damit er immer sieht wo wer mit wem ist und was sie tun. Als damaliger Betriebsrat wehrte ich mich dagegen. Erst mit Hilfe der Gewerkschaftszentrale konnte dies verhindert werden. Für mich war es sozusagen ein „Todesurteil.

 Wie vom ersten Direktor zugesichert, machte ich 1980 die Direktoren-Prüfung. In einem Fach hätte ich unbedingt durchfallen sollen. Aber der Beisitzer lobte mich sogar und verhinderte es. Ich wurde sofort abgeschoben, eine Filiale aufzubauen.

Wegen besonders gutem Wachstum“, wurde das „Mobben“ verstärkt !? Die neuen Betriebsräte machten mit. Der Obmann konnte dafür ungestraft bei einem Millionenbetrug mitmachen, dann machte auch mein Mitarbeiter mit. Er konnte sich daher Diebstahl usw. leisten.

Es kam zu: Abwerbung meiner Kunden – ja sogar Vertreibung, perversen Aktenvermerken, Diebstahl, Diffamierungen, Disziplinar (es musste dann aufgehoben werden), Unterschlagungen, Urkundenfälschungen, Verleumdungen usw. Ab 1979 keine Kursbesuche. Andere bis 6 im Jahr. Von meinen extremen finanziellen Verlusten, möchte ich gar nicht reden!

Ganz Schlimmes: Es stellte sich heraus, dass einigen meiner Kredit-Kunden, statt der schriftlich vereinbarten 6% Zinsen, 8% verrechnet wurden. Also um ein Drittel mehr! Unter massiven Drohungen erhielt ich den „Befehl“, den tatsächlich verrechneten Zinssatz, nie mehr zu verraten. Auch nicht bei Sparbüchern. Ich weigerte mich. Daher erhielt ich keine Auskünfte mehr. Dafür mehr Schikanen!

 Ab 1984 war es schon schwere Körperverletzung ! Folge: Eine Medikamentenabhängigkeit !

1993 gelang mir der Abbau. Starke Entzugserscheinungen. Diese wurden zu einer Erpressung genützt. Vom ersten „Mobber“, nun als neuer Direktor. Er und sein Vorgänger (mein 2. Mobber), haben einen schon lange dafür vorgesehen Kollegen ausgetrixt. Mit fürchterlichen Folgen!

1997 musste er mitteilen, dass die SPK pleite ist! Er müsse innerhalb von 3 Monaten einen Rettungsvorschlag vorlegen. Geheimhaltung wurde verordnet! Beträge durfte ich nicht erfahren und Bilanzen nicht einsehen. Trotzdem „wurschtelte“ man noch bis Ende 2003 weiter.

 Der Verlust: Rund 100 Millionen Euro (ca. 1,4 Milliarden ö.S.) angegeben.

 April 1999: Ich wurde gebeten, über 1 Jahr früher in Pension zu gehen. Dafür erhalte ich 800.000,– ö.S. (€ 58.000,–) für das „Mitgemachte“. Ich willigte ein. 

Dann erfolgte eine Fusionierung mit einer noch kleineren Sparkasse. Daher völlig wertlos!

Die Sparkasse wurde eine Stiftung. Auch wertlos, nur hohe Kosten! Dies spielte alles keine Rolle. Manche erhöhten sich angeblich noch schnell ihre Bezüge. Geschäftsstellen noch renoviert, obwohl viele erst kurz vorher erneuert .

Nach 3 Monaten: Widerruf der Vereinbarung und plötzliche Abberufung von der Filiale. Ich wurde fernab der Hauptanstalt, alleine in einem großen Saal, versteckt.

Mein Aufenthaltsort strikt verheimlicht. Sollte meine Meinung über ein Buch schreiben! Reine Idioten-Beschäftigung. Es folgte mein totaler Zusammenbruch! Ich musste in ein Krankenhaus.

Als, oder weil ich wieder kam, einseitige Pensionierung, per 01.01.2000 und „Hausverbot“.Ein Magister vom „Österreichischen Gewerkschaftsbund“ meldete sich. Er wolle mir helfen, die ö.S. 800.000,– zu bekommen. Erreicht hat er NULL !

Dann meldete sich der Gewerkschaftssekretär. Er wollte wenigstens einen kleineren Betrag erreichen. Er kam dann ganz erfreut zu mir. Schon auf der Straße rief er, „nun passt alles“ !

Die Sparkasse hat schon unterschrieben. Nur sie müssen noch. Bitte beeilen sie sich. Ich sollte schon in Wien sein (90 km Entfernung). Ich stellte fest, dass er nichts erreicht hat.

Er sagte: Es sei das Beste für mich! „Nichts“!?. Er will das Schreiben selber zur Sparkasse bringen. Ich wollte es mir aber noch überlegen! Er blieb hartnäckig!

Weil in der Vereinbarung stand, dass damit alle gegenseitigen Forderungen erfüllt sind, sowie um wieder gesund zu werden, folgte ich seinem Druck und unterschrieb. Ein großer Fehler!

Nach Pensionsantritt erkundigte ich mich über meinen „eigenen“ „Haus-Sannierungs-Kredit“, welcher auf Grund der Vereinbarung, schon geschlossen sein sollte.

Er war es nicht ! Dafür der vereinbarte Zinssatz schon lange um 61% höher.

Statt einer genaueren Auskunft oder Refundierung, wurde er fällig gestellt. Auch das Konto meiner Frau und Meines.Die Sparkasse schuldete mir auch noch ö.S 60.000,– (€ 4.360,–). Von der Gewerkschaft keine Hilfe. Die Arbeiterkammer verhöhnte mich nur!

 2001 wollte mich die Frau Bezirkshauptmann, psychiatrieren lassen, weil sie in meinem „Akt“ gesehen hat, dass ich vor 8 Jahren unter Medikamentenentzug litt ! Frage: Warum nachgesehen?

Ich erfuhr, dass sie vom „Pleitedirektor“ dazu aufgefordert wurde. Sie war die staatliche „Aufsichtsperson“, bei der Sparkasse! Musste daher schon von der „Pleite“ gewusst haben, oder sie wurde betrogen! Weil ich sehr laut wurde, zog sie den Plan zurück! Beweise wollte sie nicht sehen.

Mir langte es! Ich reichte eine „Klage“ ein.

Beim „Arbeits- und Sozialgericht“ sagte mir die Richterin gleich, dass sie meine, vor ihr liegenden Beweise, nicht ansieht. Sie mache sich die Arbeit nicht! Dabei habe ich nur einen Bruchteil vorgelegt! Ignorierte meine Aussagen! Ab der 2. Verhandlung durfte ich kein Wort mehr punkto „Mobbing“ sagen. Ließ im Einvernehmen der Beklagten, keinen meiner Zeugen zu! Die 6 Beklagten und deren Anwalt durften mich ganz offensichtlich – weil total übertrieben – verleumden und diffamieren!

Sie verlangte Auflistung aller Rechtsverletzungen, sowie deren Anzahl. Die Liste gefiel ihr nicht . Die Neue auch nicht! Über 30 verschiedene Gesetze waren betroffen.

Die Häufigkeit damals ca. 2.600 Rechtsbrüche! Bis dato, über 6.000 ! (Habe Kopien mit).

Mein Anwalt machte nichts dagegen! Warum wohl? Ich verlor und wurde sogar im Urteil diffamiert und verleumdet! Das Oberlandes Gericht und der Oberste Gerichtshof waren gleicher Meinung. Dort richtete sogar der Magister von der Gewerkschaft, der mir -wie schon erwähnt- freiwillig helfen wollte, dass es sich um kein „Mobbing“ handelte! Ein toller Verräter!

 Seit ca. 1982 führte ich Gespräche mit „Leidenden“ verschiedener Ursachen.

Wegen meiner leidvollen Erfahrungen habe ich mir geschworen, allen „Mobbing-Opfern“ zu helfen!  

2002 gründete ich eine „Selbsthilfe-Gruppe“, Selbst-Hilfe-Gruppe-Mobbing – Niederösterreich-Mitte (SHGM-NÖM).

Bisher über 2.400 Gespräche, in ca. 1.160 Stunden. Überwiegend als Einzelgespräche, aber auch telefonische. Die Zahl der einzelnen Opfer beträgt ca. 700 Personen.

Gruppengespräche werden nicht sehr angenommen. Es befürchten fast alle, das ihre Dienstnehmer davon erfahren könnten. Von „Einzelgesprächen“ profitiert ein „Opfer“ natürlich mehr. Die Gespräche sind kostenlos. Gesprächsdauer: Von 1 bis 6 Stunden.

 Zurück zur Sparkassen-Pleite:

2004: Der Vorgänger der Frau BH, war auch “Staatskommissär“. Dann „Stiftungsrat“!

In einer Zeitung meinte er, dass er nicht verstehen kann, was passiert ist, denn vor einem Jahr war noch alles in Ordnung! Er muss alles verschlafen haben!?

Auch der „Vereinsvorsteher“ gab eine „blöde“ Stellungnahme ab! Er wollte ja nur der „Wirtschaft“ helfen und muss nun ohnehin aus Altersgründen alles zurücklegen. „Eine schöne Wirtschaft“!

Dann bemühte ich mich, eine oder mehrere größere Organisation zu finden, die leichter eine gesetzliche Hilfe erreichen hätten können. Vergebens! Es wollte niemand helfen!

Daher begann ich im Frühjahr 2007 selber, ein „Anti-Mobbing-Gesetz“, in Form einer

Bürgerinitiative“, zu erreichen. Dafür sind bei uns 500 Unterschriften notwendig.

Mir konnte ja nicht mehr geholfen werden, aber es ging um alle anderen „Mobbing-Opfer“ .

Ich erstellte einen Antrag und sammelte Unterschriften. Bildete ein Komitee von fast 30 ehrenwerten Personen. Siehe alles unter: www.antimobbinggesetz-buergerinitiative.at.

Für mich war es unbegreiflich, dass sich die Psychologen- und Psychiater-Verbände ganz strikt dagegen wehrten! Auch die Gewerkschaft und die Arbeiterkammer!

Von den vielen weiteren angesprochenen sozialen Organisationen und wichtigen Personen, erhielt ich ganz selten eine Antwort.

Dafür eine sehr positive von unserem sehr geehrten Herrn Bundespräsident.

Punkto Religionen: Nur in einem Stift aus Oberösterreich unterschrieben „Alle“.

Sonst nicht einmal eine Antwort, bis hinauf zu den höchsten Stellen.

Am 19. Juni 2009 konnte ich, mit 2 Komitee-Mitgliedern, den Antrag bei unserer werten Frau Parlamentspräsidentin abgeben. Es fand ein sehr nettes Gespräch statt und sie befürwortete den Antrag sehr. Auch in den Ausschüssen ging alles glatt.

Jänner 2011: Persönliche Vorsprache im Justizministerium. Man versicherte, sehr für ein „AMG“ zu sein, wisse nur noch nicht, wie es in die beste Form gebracht werden kann.

Dies soll aber bis Juni geklärt sein! Ich war „happy“. Kurz darauf endlich auch einen Termin im Sozialministerium. Vorher hatte ich den

Herrn „Sozialminister“, schon schriftlich und persönlich um Unterstützung gebeten.

Ein Ministerialrat fragte, was ich den von ihnen wolle, dass geht sie ja überhaupt nichts an.

Ich versuchte zu erklären, dass es sogar ein sehr soziales Anliegen ist!

Es war aber alles zwecklos!

Anfang Juni 2011 war lt. Auskunft des „Justizministeriums“ noch alles o.k.

Dann gab es einen Wechsel der „Ministerinnen“. War deshalb plötzlich alles ganz anders ? Nun möchte ich bitten, laut meiner Aufstellung, die „Anzahl der österreichischen „Mobbing-Opfer“, auf tschechisch vorzulesen.

Gleiches auch über die Länder, wo es bereits ein „AMG“ gibt“. (von Walter Plutsch) 

 1)http://www.schiller-stutz.ch/Weiterbildungen.html

2)http://www.antimobbinggesetz-buergerinitiative.at./

Kluge Schweizer ermitteln Cyber-Mobber

7. März 2011

Die Schweiz ist nicht Deutschland, in der Schwiez will man Steuerhinterziehung als Betrug festschreiben, in Deutschland schützt man die Täter, in dem nicht mal CD`s mit allen Namen von Steuerbetrügern angekauft werden. (B. Baden Württemberg)

Auch in der Schweiz wird vermehrt Cyber-Mobbing durch Schüler festgestellt, die Muster sind fast überall die gleichen und ebenfalls die Hilfsmittel. „Nebiker Oberstufenschüler haben vergangenen Monat Schulkameraden massiv bedroht. Auf dem Internetportal Facebook veröffentlichten sie in ihrer Freizeit beleidigende Nachrichten. Gar Morddrohungen wurden ausgesprochen“. (1)

Und nun haben sich die Eltern der bedrohten Kinder an die Polizei gewandt und siehe da, es läuft anders ab als Deutschland, wo man Täter häschelt und täschelt, bis es den Opfern schlecht wird.

„Der digitale Terror zog sich über Tage hin, bis Eltern dem Treiben ein Ende setzten. Sie meldeten die Vorfälle der Schulleitung und gleichzeitig erstatteten sie Anzeige.“. (1)

Und nun wird man staunen was passiert ist, gerade wenn man im Land von Merkel und de Maizière lebt. „Die Polizei zitierte die involvierten Jugendlichen aufs Präsidium, wie die Schule im Gemeindeblatt «Nebiker» mitteilt. Nun sind die 14- bis 16jährigen Haupttäter ermittelt. Zurzeit beschäftigt sich die Jugendanwaltschaft mit dem Fall“. (1)

In Deutschland träumt man von solchen Polizeibeamten und gar von Schulen, die durch eine leitung geführt werden, die sogar mehr machen, als sie müssen. „Cyber-Mobbing ist ein bekanntes Thema an unseren Schulen, sagt Reto Häfliger, Schulsozialarbeiter in Nebikon und Wauwil. Bereits früher seien Lehrpersonen Opfer von Verleumdungen geworden. Die Vorfälle sind alle in der Freizeit passiert. Die Verantwortung liegt folglich bei den Eltern. Trotzdem ist die Schule bestrebt, die Cyber-Mobbing-Attacken aufzuklären. Das Problem totschweigen helfe niemandem, so Häfliger“. (1)

Und Nebikon ist kein Einzelfall,  „das gleiche offensive Vorgehen wählte auch die Schule Wauwil, die mit ähnlichen Problemen zu kämpfen hat. Auch dort starteten Jugendliche Hetz- und Hasskampagnen gegen Gleichaltrige“. (1)

Man sieht also, gegen Cyber-Mobber muss man nur etwas unternehmen und schon fliegt der ganze Mob auf. Doch wer will das schon bei uns im Land der Täter, etwa Politiker, Richter und Staatsanwälte, die so gerne  die armen Täter bedauern, bei Straftaten wie Mobbing wegschauen und die Opfer niemals fragen, wie es Ihnen erging.

1) http://www.willisauerbote.ch/2011/02/region-cyber-mobbing-jugendliche-werden-im-internet-bedroht-.html

MPFS-Studie zu Cybermobbing bei Jugendlichen

8. Dezember 2009

Mobbingerlebnis

In ihrer sehr ausführlichen Studie zum Verhalten von Jugendlichen am PC und im Internet hat das Foscherteam auch das Thema Cybermobbing nicht ausgeklammert.

Natürlich birgt die Kommunikation und der Datenaustausch im Internet Unannehmlichkeiten und Gefahren, mit denen auch Jugendliche konfrontiert werden. Das Spektrum reicht hierbei von der Verletzung von Persönlichkeitsrechten hin zu Verleumdungen und Cyber-Mobbing. So geben 42 Prozent der Internetnutzer an, dass schon einmal Videos oder Fotos,auf denen sie selbst abgebildet waren, ohne ihre Zustimmung online gestellt wurden.Ein Viertel berichtet, dass es im Freundeskreis schon einmal zu Ärger aufgrund von Interneteinträgen kam. 14 Prozent ist es schon einmal passiert, dass Falsches oder Beleidigendes im Internet verbreitet wurde. In Kontakt mit regelrechtem Cyber-Mobbing sind bisher ein Viertel der Internetnutzer gekommen. Jedes dritte Mädchen und jeder zweite Junge kann darüber berichten, dass jemand aus dem Freundeskreis im Internet schon einmal fertig gemacht wurde – sei es in einer Community oder in einem Chat.

Die Anbahnung von Kontakten ist nirgendwo so einfach wie im Internet. Wer im Chat attraktiv erscheint, büßt spätestens dann seine Anonymität ein, wenn nach dem richtigen Namen oder dem Wohnort gefragt wird. Schnell ist eine Person gegoogelt, beim Stöbern in Profilen kann man auf direktem oder indirektem Weg Interesse bekunden und eine Nachricht hinterlassen. Dass Fremde im Internet nach Telefonnummer, Adresse oder Namen fragen, bestätigen 40 Prozent der Internetnutzer. Mädchen (48 %) werden dabei häufiger um ihre Kontaktdaten gebeten als Jungen (34 %), mit zunehmendem Alter der Jugendlichen teilen immer mehr diese Erfahrung (12-13 Jahre: 26 %, 18-19 Jahre: 49 %). Positiv ist hervorzuheben, dass der Großteil der Jugendlichen der Aufforderung, Personendaten preiszugeben, nicht nachkommt.
Nichts desto trotz haben jeweils ein Viertel der Internetnutzer schon einmal mit Personen, die sie im Internet kennen gelernt haben, telefoniert bzw. haben sich persönlich getroffen. In beiden Fällen etwas mehr Jungen als Mädchen, etwa jeder zehnte 12- bis 13-Jährige und ein gutes Drittel der Volljährigen. Für jeden Zehnten, der sich persönlich mit Internetbekanntschaften getroffen hat, war diese Begegnung eher ernüchternd – der Kontakt personalisierte sich dann als eher unangenehme Person“. S. 48 – 49(1)

Leider hat sich die Studie aber auch nicht die Mühe gemacht, die Tätergruppe der Cybermobber zu untersuchen. Und es fällt auf, dass die Nutzung der Internets schon sehr früh anfängt, also ab etwa 12 Jahren und viele dieser Kinder sich über die Gefahren nicht bewusst sind. Hier fehlt die Aufklärung in der Schule und im Internet selbst.

1)http://www.mpfs.de/fileadmin/JIM-pdf09/JIM-Studie2009.pdf