Posts Tagged ‘Täterkultur’

Die Partei (CDU) des „klauenden Beamten“ trifft sich

18. September 2010

Pipeline-Vietz und seine Freunde

Nachdem sich immer mehr Handwerksmeister solidarisch zu ihrem Kollegen, dem Konditormeister Jürgen Jankord und seine Erfahrungen mit dem fress- und klaugierigen „Eichmann“ bekennen und von ähnlichen Erfahrungen seit Jahren berichten, wird nun auch die Partei des klauenden Beamten tätig.

„Die Fraktions- und Parteispitzen der CDU sind noch am Donnerstagabend zu einer Sondersitzung zusammengekommen, um über das weitere Vorgehen nach den Vorwürfen gegen einen CDU-Ratsherren zu beraten. Münsteraner Bäcker beschuldigen diesen, sich in seiner Funktion als Eichbeamter ungefragt an Backwaren bedient zu haben“. (1)

Doch wer nun klare und menschenrechtskonforme Beschlüsse von dieser christlichen Partei des fressgierigen Beamten erwartet hat, der sah sich getäuscht. Und Öffentlichkeit mag diese Partei schon garnicht. „Ob und welche Konsequenzen Partei und Fraktion daraus ziehen, ist noch nicht bekannt. Die CDU hat sich noch nicht geäußert“. (1)

Geäußert hat man sich aber wie üblich im Sinne der Pflege einer Täterschutzideologie, die Mobbing-Opfer wie das Vater unser in der Kirche runter beten können.

„Das Thema hat mich völlig überrollt, sagte die Rheiner CDU-Vorsitzende Monika Lulay. Bis zu den Medienberichten habe sie nichts von der Angelegenheit gewusst. Uns ist an einer zügigen Aufklärung gelegen, betonte Lulay“. (1) Nur wann diese Aufklärung stattfinden soll, erzählt die Parteidame nicht, und das heißt bei Politiker meistens nie, Methode Kohl.

„Auch der stellvertretende Fraktionsvorsitzende Hermann-Josef Kohnen forderte eine schnelle Aufklärung. Gleichzeitig verwies er auf die Unschuldsvermutung, die auch für seinen Fraktionskollegen gelte. Das ist ein laufendes Verfahren, sagte Kohnen. Er warnte vor einer Vorverurteilung„.(1)

Vorverurteilung, auch so ein Lieblingswort der Täterkultur, man immunisiert sich damit und macht die Opfer plötzlich zu den Tätern. Diese deutsche Rechtsauffassung widerspricht europäischem Recht, denn dort sind Behörden und Ämter zur öffentlichen Aufklärung verpflichtet, damit sollte sich die CDU mal befassen, es wäre langsam Zeit 10 Jahre nach Einführung des Euros und Anerkennung der eurpäischen Menschenrechtscharta, als Schlagworte  mit Verlaub erwähnt.

Und die SPD, oder besser gesagt die Rest-SPD was noch von dieser Partei übrig ist nach Hartz IV, hat mal wieder keine eigene Meinung, auch nichts Neues für Mobbing-Opfer, kennen wir aus den tausenden von Briefen an diese Partei,  von denen die Mehrzahl nicht mal beantwort wurde.

„Die SPD, die selber in den vergangenen Wochen von einem Skandal erschüttert wurde, wollte sich nicht weiter zu der Angelegenheit äußern. Das ist Sache der CDU. Da halten wir uns raus, sagte Dominik Bems, einer der beiden kommissarischen SPD-Vorsitzenden„. (1)

Da freut sich unser Eichmann und futtert weiter auf Kosten seiner Kunden, denn als Beamter darf er das, ist ja wegen Diebstahl nicht kündbar, nur die Versetzung in den einstweiligen Ruhestand droht im als schärfste Strafmaßnahme und da kann er nur Lächeln, der Eichmann. man nennt das auch Sarazzinismus oder hole raus aus dem System was geht, als Täter hast du das Recht aus deiner Seite.

1)http://www.westfaelische-nachrichten.de/lokales/kreis_steinfurt/rheine/1366892_CDU_Spitze_kommt_zu_Sondersitzung_zusammen.html

Mobbing-Tagebuch Ja oder Nein?

21. August 2010

Kaum ein Begriff scheint Anwälte so zu bewegen wie das Mobbing-Tagebuch. In seinem sehr guten Artikel weist der Rechtsanwalt Stefen Pfleger nochmals auf diesen Problem hin und bezieht sich dabei leider nur auf einen Fall.

„Das Arbeitsgericht hat sodann direkte Ansprüche gegen die Beklagte als auch gegenüber deren Erfüllungs- und Verrichtungsgehilfen verneint. Wesentlich hierfür war, dass das Mobbing-Tagebuch des Klägers keine Details hinsichtlich der Position im Betrieb der Beklagten aufwies und im Vortrag des Klägers auch nicht mehr nachgeholt wurde. Der Arbeitgeber haftet jedoch nur für solche Mitarbeiter, die dem Betroffenen vorgesetzt sind“. (1)

PrècaireLeider unterlässt es RA Pfleger auf die Erfahrungen von Prof. Alenfelder in Cottbus (2)  hinzuweisen, der dort mit der Papierrolle erfolgreich gearbeitet hat, denn mit einem Blick sah der Richter und seine Schöffen, wieviele Mobbing-Attacken stattgefunden haben. Richter lesen bekanntlich nicht so gerne, etwas was sich die Anwälte mal verinnerlichen sollten. Gute Schriftsätze braucht man nur vor dem BAG und dem EU-Gerichtshof, Arbeitsgerichte und Landesarbeitsgerichte sind in der Hand der Lobbyisten und politischen Strippenzieher, die kommen aus dem Arbeitgeberlager und der Einheitsgewerkschaft, bedauerlich aber wahr.

Solche Probleme werden leider von Anwälten zu wenig diskutiert, wir Opfer tun dies. Das Mobbing-Tagebuch in Papierrollenform ja und bei der Definition von Mobbing sollten Anwälte sich mal mit dem „Mobbing-Verbot“ in Österreich ansehen, insbesondere warum es dort auch ausdrücklich für Richter eingeführt wurde. Die Diskussion sollte nun auch mal endlich in Deutschland beginnen, Zeit wäre es ja.

Das Mobbing-Tagebuch ist ein Hilfsmittel und sollte im Prozess nur verwendet werden, wenn es sinnvoll und mit weiteren Beweismittel belegbar ist. Da bei uns in Deutschland seit 150 Jahren eine Täterkultur gepflegt wird, muss das Opfer wissen, es ist beweispflichtig und das sollte allel Anwälten ebenfalls klar sein, wenn sie in einen Prozess gehen um ihn zu gewinnen.

Letzte Änderung am 16.08.2015

1)http://www.anwalt24.de/fachartikel/nicht-immer-schmerzensgeld-fuer-mobbing

2)https://dieaktuelleantimobbingrundschau.wordpress.com/2010/02/22/vom-sinn-und-unsinn-des-mobbing%E2%80%93tagebuches/

http://www.alenfelder.de/000000971c0d6eb22/000000971c0d6fb24/index.html

http://www.lr-online.de/regionen/forst/Forsterin-durchleidet-Mobbing-Martyrium-in-DRK-Pflegeheim;art1052,2601305,0