Posts Tagged ‘Steinbrück’

Rentner-Mobbing, Generationenkrieg und Klassenkampf.

14. Juli 2009
Opfer.

Opfer.

Nicht nur im Zusammenhang mit der jüngsten Diskussion um die Rentengarantie durch den Bundesfinanzminister und Merkel-Wahlhelfer Nummer 1, dem SPD-Genosse Peer Steinbrück spricht man heute zurecht vom Rentnermobbing. Keine Bevölkerungsgruppe wird im Moment neben den Hartz IV-lern so durch den Kakao gezogen wie, wie die Generation über 60.

Dabei ist erschreckend, dass diese Diskussionen von Menschen angefacht werden, die selber oft im „Rentenalter“ sind oder in der Nähe dieses wichtigen Lebensabschnitt, wie etwa die Nordleuchte Steinbrück. Doch man darf da nicht vergessen, Rentner ist eben nicht gleich Rentner und schon garnicht Pensionär. „Schlimm ist, dass z.B. die Aussagen von Herzog (der als einziger

Wehret den Anfängen.

Wehret den Anfängen.

Bundesbediensteter bis zu seinem Lebensende die ungekürzten Bezüge eines Bundespräsidenten als Versorgung genießen kann) überwiegend kritiklos in zahllosen Medien nachgeplappert werden. Geben Sie nur mal bei Google Herzog in die News-Suche ein. Man erschrickt“. Und der Mann war mal Bundespräsident, da hat man wohl den Bock zum Gärtner gemacht.

Unser Grundgesetz wird da wohl gerne von den Politikern außer Kraft gesetzt oder wie soll man sonst diesen „Generationenkrieg“ verstehen?

Kultur gegen den Mob.

Kultur gegen den Mob.

Die Macher der Internetseite NachDenkenSeiten – es ist ein Service der „Initiative zur Verbesserung der Qualität politischer Meinungsbildung e.V.“ (IQM) – gemacht von Albrecht Müller und Dr. Wolfgang Lieb, die haben schon in ihrem Beitrag zur Rentenerhöhung am 01.07.09 –  „Die Renten (steigen) um 1,1 Prozent“ von Rentnermobbing geschrieben. Nach der derzeit geltenden Rentenformel wären sie nur etwa 0,46 Prozent“ – vor diesem sinnlosen Konflikt Generation Jung gegen Alt gewarnt.

Zu Recht spricht man seit dem Sommer vom Rentnermobbing, und das ist erst der Anfang. Von daher gilt, wehret den Anfängen.

 

Was ja schon bei der Finanzkrise auffällt, wenn suche ich mir als Opfer heraus. Es geht ganz einfach darum, auf Schwache und Alte einzuschagen was das Zeug hergibt, denn man braucht ja für das eigene Versagen eine Gruppe, die man für schuldig erklärt. Und von Wowereit, dem SPD-Genossen von Peer wissen wir ja, dass die SPD eine stabile Mobbingkultur hat, was ihre Leitungsebene zu  mindestens anbelangt. Und bekanntlich fällt der Apfel nicht weit vom Stamm.

Opfer.

Opfer.

„Der ganz überwiegende Teil dieser staatlichen Zuschüsse dient jedoch nicht etwa dazu, Rentenkürzungen bzw. Beitragserhöhungen zu vermeiden, sondern zur Finanzierung so genannter „versicherungsfremder Leistungen.“ Und von denen haben die wiederum einen Nutzen, die eh schon zu den 30 % gehören, die die größten Stücke vom Kuchen abbekommen.

Nichtwähler sind in jeder Beziehung einfach kluge Menschen, die erkannt haben, das System muss durchbrochen werden oder wir versinken im Sumpf der alten Versprechungen. Ein Neuanfang ohne die Lobbyisten der Altparteien, das wäre eine demokrtische Leistung und würde vielen helfen. Warten wir ab, ob die Nichtwähler so stark sind und am 27.09. Zuhause bleiben und mit über 40 % die Wahlen eindeutig gewinnen.

Hat die SPD eine stabile „Mobbing-Kultur“?

12. Juli 2009
Wir haben in der SPD eine "stabile Mobbingkultur".

Wir haben in der SPD eine „stabile Mobbingkultur“.

Schon in den heftigen Auseinandersetzungen 2007 um die sogenannten Rot-Rot-Koalitionen auf Länderebenen kam der Verdacht des Mobbings innerhalb der SPD auf. Zu der Zeit war in Hessen noch Wahlkampf und Frau Ypsilanti hatte glänzende Aussichten auf einen historischen Wahlsieg.

Doch Beck war angeschlagenen, Clement bekämpfte noch als SPD-Genosse die hervorragenden Wahlchancen der Hessen-Genossen und den Rest kennen wir ja zur Genüge.

In einem Interview hat der SPD-Vorsitzende aus Berlin, regierende Bürgermeister und Kultursenator ohne Erfolg, Wowereit; der SPD damals bescheinigt, sie habe eine „stabile Mobbingkultur“.

„Die Parteispitze könnte mal ein 14-tägiges Ruderseminar gebrauchen. Beim Rudern merkt man ganz brutal, wenn einer die anderen hängen lässt und man den Riemen ins Kreuz bekommt, sagte er in einem Gespräch mit dem Stern“. 

Heute nun steht wohl fest, dass Müntefering und Steinmeier nach dem Bundestagswahldebakel 2009 zurücktreten werden und „Wowereit“ soll neuer SPD-Vorsitzende werden, so sagen und hoffen es wohl die Insider der „stabilen Mobbing-Kultur“ in Berlin und der SPD.

Doch was ändert sich dadurch an der „stabilen Mobbingkultur“, die in der SPD gehegt und gepflegt wird, was das Zeug hält. So attackiert der bekannteste Wahlkämpfer von

Die reden darüber, ich mache es. ;-)

Die reden darüber, ich mache es. 😉

Frau Merkel, der SPD-Genosse und Finanzminister Steinbrück die Rentenpolitik von  Bundearbeitsminister Scholz und der SPD. „Zwar stellte Steinbrück die gerade erst von Bundestag und Bundesrat abgesegnete Rentengarantie – das heißt: den Ausschluss sinkender Renten, selbst wenn die Löhne der Beschäftigen sinken – nicht unmittelbar zur Disposition. Angesichts einer «bemerkenswerten Rentenerhöhung» in Ost und West zum 1. Juli stelle sich aber «langsam die Frage, ob das unter dem Gesichtspunkt der Generationengerechtigkeit nicht grenzwertig ist»“.

Steinmeier versuchte wohl im SPD-Porzellanladen den Scherbenhaufen zu kitten was es eben zu kitten gab. „Kanzlerkandidat Frank-Walter Steinmeier sah sich am Wochenende gar genötigt, den Vorstoß seines SPD-Vize-Kollegen im Ton freundlich, aber doch unmissverständlich aus dem Weg zu räumen“. Doch welcher Rentner vertraut heute noch dieser SPD?

Wir gründen gerade einen SPD_Mobbingopferverein. ;-)

Wir gründen gerade einen SPD-Mobbingopferverein. 😉

Denn wenn man in der SPD Mut und Courage hätte, würde man jetzt angesichts des Wahldebakels bei der EU-Wahl, den Landtagswahlen im Saarland und der verlorenen Bundestagswahlen im September sich mal an die „Aufarbeitung der stabilen Mobbingkultur“ machen. Und es wäre auch an der Zeit, die SPD würde sich mal inhaltlich zu den Wahlprüfsteinen von KLIMA eV. Äußern.

Herrn Wowereit sei empfohlen sich mit der „stabilen Mobbingkultur“ seines Petitionsausschusses im Abgeordnetenhaus und in den Finanzämtern der Stadt zum Beispiel gegenüber Bürgern zu beschäftigen, dann versteht er, warum Schweden ein „Antimobbinggesetz“ hat und wir nicht. Zeit zum Handeln und nicht zum Mobben, das wäre ein Thema für die SPD und Herrn Wowereit insbesondere.