Posts Tagged ‘Schadensersatz’

Mobbing-Opfer und Gewerkschaftssekretärin geht vor Gericht unter.

3. August 2011

Selbst der Tod ist kein Beweis?

Wer noch nicht vor dem Arbeitsgericht war, der kennt es wohl auch nicht, die obligatorischen Büros des DGB in den Arbeitsgerichten. Viele Mobbing-Opfer haben sich gefragt, wer steuert oder leitet eigentlich die Arbeitsgrichte? „Und dann kann man als Guter die Augen voller Sand wieder in die heiligen Kriege ziehen“, bei dem Netzwerk kein Problem.(1)

Das Netzwerk hat unsere tapfere „46-jährigen Gewerkschaftssekretärin beim DGB in Bochum“ übersehen, ging uns Opfer aber allen so, wer konnte das auch ahnen?

Auf jeden Fall wollte unsere couragierte  Gewerkschaftssekretärin „Schadensersatz, Schmerzensgeld und eine neue Einsatzstelle“ gerichtlich einklagen. (2) Doch das ging offensichtlich Erstinstanzlich schief, wer da denkt, denkt wohl richtig, der sogenannte „Zumwinkeleffekt“ hilft hier bei als „Eselsbrücke„.

„Die 1. Kammer meinte aber, dass die Vorwürfe zu bruchstückhaft und nicht genug bewiesen seien. Vielleicht habe die Krankheit andere Ursachen. Zeugen wurden nicht gehört. Eine Berufung ist möglich“. (3)

Das sind wir also wieder mal bei den Beweisen. „Nicht genug bewiesen„, was immer das heißen mag, wenn selbst der Tod kein Beweis ist (4), was sollen wir Opfer noch machen? Mobbing ist heute wohl der letzte Wert den dieses Land noch kennt, oder?

Und obwohl dass Bundesarbeitsgericht schon 1984 und erneut 2007 von den Arbeits- und Landesarbeitsgerichten  eine „sorgsame Würdigung aller Umstände“ einfordert, hat man auf Zeugen gleich mal verzichtet, die könnten ja so manches ans Tageslicht bringen, worüber dann der DGB  mal wieder sauer werden könnte und bei den zentralen Lagen der DGB-Büros könnte ja der „Zumwinkeleffekt“ ????5)

1)http://derdetektivmitdersonnenbrille.wordpress.com/2011/01/04/liebling-obermann-hat-keine-akte-mehr/

2)https://dieaktuelleantimobbingrundschau.wordpress.com/2011/07/05/wenn-der-dgb-mobbt-oder-die-gewerkschaft-dein-feind/

3)http://www.derwesten.de/staedte/bochum/gericht/Mobbingklage-gegen-DGB-abgeschmettert-id4849480.html

4)http://www.zdf.de/ZDFmediathek/beitrag/bilderserie/191772/%22Der+Tod+ist+kein+Beweis%22#/beitrag/bilderserie/191772/Der-Tod-ist-kein-Beweis

5)http://www.urteile-im-internet.de/index.php?archives/BAG-8-AZR-709-06.html&entrypage=11

https://dieaktuelleantimobbingrundschau.wordpress.com/2010/02/15/mobbing-und-selbstmordserie-bei-der-berliner-polizei/

Mobbing – Oberarzt verklagt Chefarzt auf Schadensersatz, und wieder ein Vergleich?

26. Juli 2011

Bürostreit.

Mobbing-Opfer kennen das zu Genüge, Arbeitsrichter oder Landesarbeitsrichter versuchen den Tätern immer wieder Brücken zu bauen um einem Urteil zu entgehen. Die Brücke heißt Vergleich und am Ende verlieren zu 99 % immer die Opfer, so was nennen wir in Deutschland dann Rechtssprechung, Justiz oder Gerechtigkeit.

Ich kann alle Opfer verstehen, die einem Vergleich, ob freiwillig oder unter Druck, Hartz IV ist so ein Druckmittel, zustimmen, denn irgendwann hat man von dem „Juristengequatsche“ als Normalbürger die Nase voll. Ich wurde auch mal von einem Landearbeitsrichter in Berlin unter Druck gesetzt, meine Verhandlung begann nicht um 11:00 Uhr, sondern erst um 12:10 Uhr, bis dahin saßen im Gerichtssaal nachweislich Landearbeitsrichter, zwei Schöffen, eine Schreibkaft und der „Vierte“ zusammen und haben sich „unterhalten“. Über was haben sie sich wohl  mit dem „Vierten“ unterhalten?

Jedoch zurück zum Oberarzt, der am 25.07.2011 seinen Termin bekommen sollte. „Im Fall des Oberarztes, der nun von seinem Mobber, dem Chefarzt eine halbe Million Euro als Schadensersatz haben und darüber wird nun am Montag, dem 25.07.2011, (um) 10.00 Uhr, (im) Saal 3 der 11. Kammer des LAG Hamm unter dem Vorsitzend des Richter Eckhard Limberg der nächste Termin statt. Das LAG Hamm hat bereits am 11.04.2011 Zeugen vernommen, nach dem das Arbeitsgericht Dortmund die Klage abgewiesen hatte“. (1)

Und was geschah am Montag, den 25.07.2011 um 10:00 Uhr? „Die 11. Kammer des LAG Hamm hat heute den Rechtsstreit 11 Sa 722/10 verhandelt. Hinsichtlich der Einzelheiten des Sachverhalts wird auf die Pressemitteilung vom 19.07.2011 verwiesen“. (1) Nur aus der Pressemitteilung am 19.07.2011 erfahren wir, „der Kläger behauptet, er sei durch eine Vielzahl von Übergriffen des Beklagten psychisch erkrankt und arbeitsunfähig geworden. Dadurch habe er erhebliche Einkommenseinbußen erlitten. Der Kläger begehrt die Zahlung von etwa einer halben Million Euro als Schadensersatz.

Der beklagte Chefarzt hält dem entgegen, er habe sich nicht pflichtwidrig verhalten. Zwar sei es teilweise zu Auseinandersetzungen und Verstimmungen gekommen, was aber allein darauf zurückzuführen sei, dass der Kläger ihn als Chefarzt und Vorgesetzten mit Weisungsbefugnis nicht habe akzeptieren wollen“. (2) Und dies sollte nun am 25.07.2011 geklärt werden. Doch was hat das LAG Hamm, also die 11. Kammer unter dem Vorsitz von Richter Eckhard Limberg gemacht?

Der Schrei.

„Das Gericht hat zwei weitere Zeuginnen vernommen und einen neuen Termin anberaumt für den 21. Oktober 2011, 09.00 Uhr. An diesem Termin soll die Beweisaufnahme fortgesetzt werden. Das Gericht hat außerdem einen Vergleichsvorschlag unterbreitet, zu dem die Parteien nun Stellung nehmen sollen“. (3)

Man wird als Beobachter aus der Ferne, der auf Presseerklärungen und Nachrichten angewiesen ist, den Eindruck nicht los, hier versucht sich wiedermal ein Richter mit einem Vergleich aus der Verantwortung zu ziehen und will mal wieder nicht eine „umfassenden Güter- und Interessenabwägung unter sorgsamer Würdigung aller Umstände“ (vornehmen), (obwohl) Mobbing das Persönlichkeitsrecht im Einzelfall verletzt und das  Persönlichkeitsrecht ein sog. offenes Recht ist“. (1)

Wann endlich bekommen wir in Deutschland „Mobbing-Prozesse“ in denen eine „umfassenden Güter- und Interessenabwägung unter sorgsamer Würdigung aller Umstände“ statt findet? Ich glaube vorher werden die Chinesen Deutsche werden und dann werden wir erst “ Mobbing das Persönlichkeitsrecht im Einzelfall“ als Rechtsverletzung  anerkannt bekommen „offenes Recht“ hin oder her. (1) 

1)http://www.justiz.nrw.de/JM/Presse/presse_weitere/PresseLArbGs/25_07_2011/index.php

2)http://www.justiz.nrw.de/JM/Presse/presse_weitere/PresseLArbGs/19_07_2011/index.php

3)http://www.justiz.nrw.de/JM/Presse/presse_weitere/PresseLArbGs/25_07_2011/index.php

Mobbing – Oberarzt verklagt Chefarzt, ein Grundsatzurteil steht an

20. Juli 2011

Der Schrei!

Der Fall des Mobbing-Opfers und Oberarztes vom Krankenhaus in Lünen beschäftigt uns alle seit Jahren. Wir haben die Urteile der verschiedenen Gerichte in den Zeitungen mitgelesen und uns gewundert, mit wieviel Zivilcourage dieser Mann seit über 7 Jahre um seine Bürgerrechte kämpft und welche Rolle Arbeitsrichter dabei gespielt haben.

Zum Glück kam der Oberarzt bis an das BAG durch, dort hat man endlich mal seinen Mobbing-Fall juritisch behandelt und ein Urteil nach der ZPO gesprochen. Warum können das Arbeits- und  Landesarbeitsgerichte nicht?  „Er“, das Mobbing-Opfer „verklagte im Jahr 2004 seine Arbeitgeberin u. a. mit dem Antrag, den Chefarzt zu entlassen und Schmerzensgeld zu zahlen. Die Klage gegen die Arbeitgeberin wurde vom Arbeitsgericht und vom Landesarbeitsgericht Hamm abgewiesen. Nachdem das BAG das Urteil des Landesarbeitsgerichts aufgehoben hatte, schloss der Kläger mit der Arbeitgeberin einen Vergleich. Der Kläger wird seither im medizinischen Controlling eingesetzt“. (1)

Dabei hat das Landesarbeitsgericht Hamm schon vom „BAG, Urteil vom 16. Mai 2007 – 8 AZR 709/06 – eine Belehrung und Handlungsanweisung erhalten, was Mobbing und Mobbing-Prozesse anbelangt. Einmal „beginnt die  Ausschlussfrist (Verjährung)wegen der systematischen, sich aus mehreren einzelnen Handlungen zusammensetzenden Verletzungshandlung regelmäßig erst mit der zeitlich letzten Mobbing-Handlung“. (2)

Weiterhin haben Richter für  Mobbing-Prozesse eine „umfassenden Güter- und Interessenabwägung unter sorgsamer Würdigung aller Umstände“ festgelegt, da Mobbing das „Persönlichkeitsrecht im Einzelfall verletzt“ und das  „Persönlichkeitsrecht ein sog. offenes Recht ist“. (2)

Leider verschließen sich für uns Bürger diese juritischen Begriffe in ihrer Eindeutigkeit durch eine „geschlossene Sprache für den Experten“, was jedoch in der Demokratie fraglich ist, ob es das geben darf. In Österreich wollen daher die Politiker nur noch Gesetze verabschieden, die jeder Bürger auch versteht. Ein “ sog. offenes Recht“ gehört da sicherlich nicht dazu.

Im Fall des Oberarztes, der nun von seinem Mobber, dem Chefarzt eine „halbe Million Euro als Schadensersatz“ haben und darüber wird nun am Montag, dem 25.07.2011, (um) 10.00 Uhr, (im) Saal 3 der 11. Kammer des LAG Hamm unter dem Vorsitzend des Richter Eckhard Limberg der nächste Termin statt. „Das LAG Hamm hat bereits am 11.04.2011 Zeugen vernommen“, nach dem das Arbeitsgericht Dortmund die Klage abgewiesen hatte.

Auf das Urteil darf man gespannt sein und es wird sicherlich wie eine Art Grundsatzurteil in die Rechtssprechung eingehen, denn es geht um 500 000 Euro und nicht die üblichen 30 000.

1)http://www.justiz.nrw.de/JM/Presse/presse_weitere/PresseLArbGs/19_07_2011/index.php

2)http://www.urteile-im-internet.de/archives/BAG-8-AZR-709-06.html

Wenn der DGB mobbt, oder die Gewerkschaft dein Feind

5. Juli 2011

Schon längst ist aus der Solidaritäts- und Interessenvertretung Gewerkschaft eine Bedienungsanstalt geworden für Ich-Menschen mit Namen Funktionär. Es geht nicht mehr um Gesetze wie Lohnfortzahlung im Mobbing-Fall, Verbot der fristlosen Kündigungen, ALG 2 oder ein modernes Betriebsverfassungsgesetz, sondern um Posten im Aufsichts- oder einem Beirat einer sozialen Organisation. Nicht umsonst gründen sich immer mehr neue Gewerkschaften wie Cockpit bei den Airlines, den Lokführern die GDL, im Briefdienst die GNBZ oder die „Wobblies„* (1)

Gerade bei ver.di in Brandenburg und Berlin hat sich die „Ossifizierung“ (1a) und Ausrichtung auf eine „Kadergewerkschaft mit ehemaligen Mitarbeitern des MfS“ verheerend ausgewirkt, dass man nur noch auf den Grundsatzartikel von Habermas zu der „anderen Zerstörung der Vernunft“ hinweisen kann (2) und auf die endlich beginnende Stasidiskussion im Land Brandenburg, bei der sich der DGB merkwürdiger Weise in tiefes Schweigen hüllt und ver.di es eigentlich gar nicht gibt, ist doch komisch, oder?(3)

Doch zum Fall der 46-jährigen Gewerkschaftssekretärin beim DGB in Bochum, die Ende April 2011 beim Arbeisegericht ihre Klage auf Schadensersatz, Schmerzensgeld und eine neue Einsatzstelle eingreicht hat. Die nervlich sehr angeschlagene Frau wurde von einem Vorgesetzten beim DGB so schwer gemobbt, dass sie seit dem Herbst 2009 Krank geschrieben war.(4)

Leider wurde bei dem Termin vor Gericht nicht die Methode der  Mobbing-Tortour erörtert, sondern man hat sich auf einen Termin am 22. Juni 2011 festgelegt, nach dem „der DGB-Anwalt ihr“ einen neuen Job in „Recklinghausen in die DGB-Region Emscher-Lippe“ abbot. „Das lehnte sie aber ab, weil dort, wie sie sagte, ebenfalls gemobbt würde“ und ein Licht auf den Umgang mit Mitarbeitern beim DGB wirft. Druck auf den örtlichen Apparat dieser Vereinigung kam wohl auch vom Bundesvorstand, also wohl auch unserem allseits bekannten Ex-Postgewerkschaftler aus Berlin, Sommer.

Was nun am 22. Juni im Prozess verhandelt wurde, liegt uns noch nicht vor. Bekannt ist nur, dass Tage nach der berühmten Güteverhandlung Ende April sich der Josef Hülsdünker, Vorsitzender der DGB-Region Emscher-Lippe zu Wort meldete. „Wir sind nicht einmal prozessbeteiligt und werden auf einmal als Mobber in der Öffentlichkeit dargestellt“, sagt er. „Er und seine Kollegen sind entsetzt und finden die Vorwürfe alles andere als witzig“.(5)

Komisch nur, dass der Vorgesetzte beim DBG für die  Gewerkschaftssekretärin seine „Genossen nicht informiert hat“ und man in der DGB-Region Emscher-Lippe  erst hellhörig wurde als Mitarbeiter fragten: „Was ist denn da bei euch los?“ (5)  Fürsorgepflicht ist beim DGB wohl ein Fremdwort, Mobbing dagegen kennt man wohl sehr genau.

Man versteht jedoch Angesichts solcher Fälle besser, wo einen Frau bis in nachhaltige Angstzustände krank gemobbt wurde*, warum der DBG bis heute kein Anti-Mobbing-Gesetz gefordert hat, noch ein Mobbing-Verbot für Betriebsräte in das  Betriebsverfassungsgesetz sowie eine Lohnfortzahlung bei Mobbing-Verdacht verlangt. Wahrscheinlich würden wohl ein Prozesslawine über die „Funktionärskadergewerkschaft“  herein rollen, über die sich die Bürger nur wundern würden, das so etwas im Jahr 2011 noch möglich ist. (2 und 3) 

*„Ich habe ein großes Problem mit Angstzuständen.“ (4)

1)http://www.wobblies.de/

http://www.gdl.de/

http://www.gnbz.de/

http://www.vcockpit.de/

1a)http://www.faz.net/artikel/C31315/die-ossifizierung-des-westens-deutsche-deprimierende-republik-30090317.html

2)http://www.zeit.de/1991/20/die-andere-zerstoerung-der-vernunft

3)http://www.tagesspiegel.de/berlin/brandenburg/stasi-platzeck-warnt-vor-abrechnung/4322364.html

4)http://www.derwesten.de/staedte/bochum/gericht/Gewerkschaftssekretaerin-klagt-wegen-Mobbings-gegen-den-DGB-in-Bochum-id4590469.html

5)http://www.derwesten.de/staedte/unser-vest/DGB-wehrt-sich-gegen-Mobbing-Vorwuerfe-id4604219.html

Hessenwende im Mobbingfall Wehner und drei seiner Kollegen

3. Dezember 2009

Aufschrei im Land der Arbeit

Steuerfahnder sind das A & O in einem Land, das die schlimmste und unübersichtlichste Steuergesetzgebung  in Europa hat. Sehr gute Steuerfahnder wären dann für eine Gesellschaft, in dem das Grundgesetz was zählt, nicht nur ein Glücksfall. Wäre da nicht die „unsichtbare Hand“ der Hintermänner und Strippenzieher.

Was das heißt, davon kann der Frankfurter Steuerfahnder und Mobbingfall Marco Wehner so wie drei weiterer seine Kollegen nicht nur ein Lied singen, sondern eine ganze Oper. Da wurde vom Büro bis zum Gefälligkeitsgutachten eines Psychiaters die ganze Palette an Mobbing- und Psychterrorattacken angewandt. Die Stasi würde sich freuen, insbesondere Erich Mielke, sie den Erfolg ihr Methoden in einer Demokartie noch entsprechdn feiern dürften.

Schattenregierung

Nun plötzlich scheint beim Finanzminister Karlheinz Weimar Einsicht eingekehrt zu sein, die seine ganze hessische Partei erfasst hat, nach die breite Öffentlichkeit und hessische SPD nicht locker gelassen haben und Aufklärung und Rehabilitation eingefordert haben.

„Weimar hat den vier Ruhestandsbeamten angeboten, dass ein externer Mediziner einer öffentlichen Stelle in einem anderen Bundesland mit der Begutachtung betraut werden soll. Stelle das neue Gutachten die Dienstfähigkeit eines oder mehrerer Betroffener fest, so erhielten diese die Möglichkeit, wohnortnah und ausbildungsadäquat in Dienststellen der hessischen Finanzverwaltung zu arbeiten. Um einen konfliktfreien Wiedereintritt ins Berufsleben zu unterstützen, solle ein Ombudsmann berufen werden, an den sich die vier Bediensteten jederzeit direkt wenden können, um etwaige Probleme zu lösen. Ferner erhielten sie Schulungsangebote mit dem Ziel, sich angemessen zu qualifizieren und im Hinblick auf die mehrjährige Dauer ihrer Abwesenheit aus der Finanzverwaltung ihr Fachwissen zu aktualisieren. Einen ersten Schritt müssten nun die vier Ruhestandsbeamten gehen und für sich entscheiden, ob sie eine neuerliche Begutachtung beantragen, so der Minister abschließend“. (1)

Mobbingerlebnis

Man kann den 4 Mobbingopfern nur gratulieren und ich denke, dass jeder Psychiatter nun weiß, dass seine Arbeit unter den kritischen Augen einer breiten, demokratischen Öffentlichkeit stattfinden wird. Aber auch die Forderung des SPD-Politikers muss noch erfüllt werden, gerade die offizielle und schriftliche Entschuldigung bei den opfern und deren Familie ist ein wichtiger Teil einer Wiedergutmachung . Hier machen wir keine Abstriche, auch wenn sich so mancher von der CDU wünscht. 

 

 >> Für Norbert Schmitt von der SPD ist eine Entschuldigung Weimars mehr als überfällig. „Finanzminister Weimars Auftritt in der heutigen Sitzung des Haushaltsausschuss bestand einzig darin abzuwiegeln. Bereits der Beginn seiner Ausführungen war mit Fehlinformationen zur Amtsverfügung unterlegt, und das setzte sich fort“, sagte der finanzpolitische Sprecher der SPD-Landtagsfraktion. „Die Aufklärung dieses ungeheuerlichen Vorgangs steht deshalb weiterhin aus.“ Die Fahnder, so Schmitt, seien nachweislich unter den Augen und mit vollem Wissen des Ministerpräsidenten und seines Finanzministers aus ihren Jobs gemobbt worden. Obwohl die Mitarbeiter sich Hilfe suchend an beide gewendet hätten, wurde ihnen nicht geholfen. „Im Gegenteil: Der Druck auf sie wurde erhöht. Wir erwarten deshalb von Herrn Weimar, dass er sich bei den Betroffenen entschuldigt, die ja völlig unschuldig zusammen mit ihren Familien in diese für sie unerträgliche Situation gedrängt worden sind.<<(1)

Die vollkommene Rehabilition der  vier Opfer und eine Entschuldigung so wohl durch den Dienstherren als auch durch den Psychiater sind wohl das Mindeste, was die Opfer und die demokratische Öffentlichkeit erwarten können. Die Frage nach dem Schadensersatz sollte auch in diesem Fall, oder besser gesagt in den vier Fällen nicht per Gericht sondern durch den Dienstherren in angemessener und würdevoller Art erfolgen, Briefmarken sind hier bestimmt keine Lösung. Wir warten Herr Weimar!

1) http://www.webnews.de/http://www.fuldainfo.de/index.php?area=1&p=news&newsid=9457

Günter Wallraff versus RA Helmut Naujoks.

21. Oktober 2009
Dem haben sie gekündigt. ;-)

Dem haben sie gekündigt. 😉

In der Talkshow von Maybrit Illner am Sonntag, 15.10.09 kam es zu einem offenen Schlagabtausch zwischen dem RA Helmut Naujoks (Ich kündige die Unkündbaren) und Günter Wallraff, Schriftsteller und Journalist. Wer es nicht gesehen hat, kann dies nun nachholen.

http://www.zdf.de/ZDFmediathek/content/864782?inPopup=true

So tobt auf der Internetseite von Reuters zum Arbeitsrecht eine harte Diskussion um diese Sendung. Bevor wieder alles gelöscht wird, hier die Kommentare:

Harry Gambler meint:
21.Oktober 2009 at 8:58 am

  • Viele verkennen den Sinn von Talkshows, es sind Unterhaltungssendungen und keine juristischen Vorlesungen.
    Wallraff ist Schriftsteller und kein Juraprofessor, er schreibt Bücher mit Hintergund, andere schreiben pornografische Darstellungen.
    Das Arbeitsrecht hat heute ein “asoziales Niveau erreicht”, in dem Anwälte sehr schnell erkannt haben, man bekommt Geld für Nullleistung. Dieser parasitäre Charakter, nach dem Vergleich gibt es Kohle für eine Verhandlung die nie stattfindet, hat den Rechtsstaaat ausgehebelt.
    Ziel einer grundlegenden Reform muss es sein, Anwälte bekommen nur noch Geld bei Erfolg. Richter die gegen die ZPO und andere Verordnungen verstoßen, werden vom gesellschaftlichen Sozialleben ausgeschlossen, Ausweis und Führerschein sowie Sozialversicherungskarte werden eingezogen.
    Ein Leben in einem Obdachlosenasyl und Flaschensammler ist jedem Bürger zuzumuten, also auch den Richtern die nicht mehr wissen, was ihre Aufgabe ist, Recht zu finden und keine Urteile zu fällen, die sie nicht einmal unterschreiben und damit ungültig sind.
    http://scheinurteile.wordpress.com/

    Einer fehlt!

    Einer fehlt!

    Unser Rechtssystem muss sich an den Grundrechten der Bürger orientieren, in jedem Urteil zu einer Kündigung muss die Gültigkeit des Kündigungsschutzes erwähnt werden. Hat sie bestand oder nicht?
    Es gibt Arbeitsrichter in Deutschkland die kennen nicht einmal das StGB oder das Kündigungsschutzverfahren, wer jemanden ohne strafrechtlichen Nachweis des Diebstahls beschuldigt, begeht den Akt der Beleidigung und greift die Würde des Menschen an.
    Wir brauchen eine europäische Lösung in dem Sinne, dass Richter und Anwälte genauso wie Piloten oder Taxifahrer auf ihren gesundheitlichen und geistigen Zustand überpüft werden.Zusätzlich muss wegen ihrer gesellschaftlichen Stellung eine Regelüberprüfung per Zufallsgenerator von mindestens 10 ihrer Urteile oder Vergleiche pro Jahr durch eine Expertenkommission erfolgen.
    Der Bürger muss sich auf die Unabhängigkeit von Richtern verlassen können, schon der Verdacht reicht aus für Ermittlungen,stellt man fest, der “Junge liebäugelt mit Lobbyisten”.
    In einem Parlament dürfen nicht mehr als 3 % Juristen sitzen. Und so gibt es viele Punkte die aufgearbeitet werden müssen.

    A wie Angst

    A wie Angst

    In England erhalten Mobbingopfer bis zu 1 Million Schadensersatz, in Deutschland gerade mal 30 000 Euro, das sind die Probleme, weshalb wir das angelsächsische Modell der Justiz brauchen.
    Talkshows sind Unterhaltungshows wie Parlamentssitzungen, das was hinter den Kulissen geschieht, das ist entscheidend.
    In England hat kein Parlamentarier einen Nebenjob, in Deutschland haben die Jungs nur Nebenjobs und keine Zeit für parlamentarische Arbeit.
    Wir sind am Ball, Nichtwähler wissen warum sie die Reißleine gezogen haben.

  • Wolf Reuter meint:
    21.Oktober 2009 at 9:22 amWir veröffentlichen das, aber der Ton ist die Grenze des Erlaubten. Meinen Sie wirklich, Erfolgshonorare seien ein Garant für Rechtsstaatlichkeit, oder glauben Sie im Ernst, dass Arbeitsrichter keine Ahnung von Kündigungsschutzverfahren haben? Das kann man nicht ernstnehmen.
    Ich empfehle jedem eine gründlichere Beschäftigung mit der Materie.
  • Harry gambler meint: Ihr Kommentar befindet sich in der Moderation.
    21.Oktober 2009 at 3:12 pm Werter Wolf Reuter,
    ich denke Sie meinen meinen Artikel oder Kommentar. Ich halte den Ton von mir für absolut gerechtfertigt, denn dass was wir als Mobbingopfer innerhalb der Jusitz erfahren haben, spricht Bände.
    Eine Frage an den Juristen:
    Wissen sie was eine Restriktionsklage ist? Und wie viele Anwälte sind in der Lage eine solche Klage zu führen? Wieviele Arbeitnehmer hätten heute noch ihren Arbeitsplatz wenn Anwälte ihre Aufgabe wahrnehmen würden? Was schätzen Sie?
    Zum Inhalt:Ein Mobbingopfer bei VW wurde trotz der Inanspruchnahme eines Anwalts seines Vertrauens seinen Job los. Nach Jahren hat er ohne Anwalt und mit dem Gerechtigsgefühl aus Artikel 1 des GG eine Restriktionsklage eingereicht und seinen Job wieder bekommen. Der Arbeitnehmer hat nie einen Hörsaal betreten, hat nie studiert und war dennoch in der Lage seinen Prozess zu gewinnen. Anwälte konnten das nicht. Gibt Ihnen so etwas nicht zu denken?
    Lesen Sie bitte regelmäßig die AMR und sie wissen, was bei uns vor den Gerichten los ist. Kennen Sie den Maultaschenfall?
    Ich kann verstehen, dass Herr Wallraff manchen Anwälten aufstößt, ich bin kein Fan von ihm, muss aber zu geben, dass er mehr bewegt hat als 95 % aller Anwälte in diesem Land. Man kann über sein Weltbild und seine Ansichten streiten und sollte es auch tun. Man sollte dann aber auch bereit sein, eine andere Meinung zu akzeptieren.
    Niemand von uns ist Gott.
    Ja, ich bin der Meinung, wenn wir Erfolgshonorare im Bereich des Arbeitsrecht einführen würden, hätten wir in Berlin nicht 250 000 Arbeitnehmer über 50 Jahre ohne Arbeit. Irgendwo her müssen die ja kommen, lesen sie mal den Fall “Emmely” genau durch. >Wo ist die Anziege des Discounter gegen “Emmely” wegen Diebstahls?> Ich würde nie ohne Nachweis einer Anzeige vor ein Gericht in Deutschland gehen und behaupten, jemand hätte geklaut. So was ist eine Beleidigung, und als Manager eines Unternehmens muss ich so etwas wissen. Auch ein Richter muss doch so viel kentnis davon haben, oder?

    Unser Arbeitsrecht.

    Unser Arbeitsrecht.

    In meinem persönlichen Fall hatte ich drei Anwälte, wobei ich offen zugebe, einer davon war sehr gut aber eben ein Verkehrsrechtsexperte, so dass ich später zu Arbeitsrechtlern wechseln muss und da fingen die Niederlagen und Vergleiche an. Heute haben ich nun selbstständig und abweichend vom Rat meiner beiden “Arbeitsrechtler” genug Beweismittel zusammen und kann nun so wohl hoffen, dass es vor einem Strafgericht mal endlich zu einem Mobbingprozess kommt und vor dem Arbeitsgericht hole ich mir meinen Job wieder. Ich lade Sie gerne zu den Terminen ein, denn von Interesse dabei ist hier, dass auch die Bundesregierung mit auf der Anklagebank sitzt. Anwälte kriegen da schon weiche Knie, wenn sie den Begriff “Bundesregierung” hören.
    Zu Noujoks, ich habe den RA vor Gericht erlebt und muss sagen, ja, er ist ein Erfolgsmensch, aber seine Methoden kann ich nie und nimmer gut heißen. Wer nur kündigt um des Kündigungswillen, der hat unsere Ökonomie der “sozialen Marktwirtschaft” nicht verstanden, denn sonst hätten wir Verhältnisse, die uns allen Sorgen machen müssten.
    Brechen Sie auf zu neuen Ufern im Arbeitsrecht, auch wir werden in Deutschland Dank der EU bald ein Gesetz gegen Mobbing haben, in den USA gibt es so etwas schon. Warum sind wir nicht Weltmeister, wenn es um gute und weise Gesetze im Sinne der Bürger geht? Herr Noujoks sollte sich mehr mit dem Thema “Mobbing, Cyberbulliýing und Schikane am Arbeitsplatz” beschäftigen, denn könnte er tausende von Mobbingopfer Jahr für Jahr vor Gericht verteidigen und reich werden, was ich ihm gönnen würde.
    Mit Gruß
    Harry Gambler“
    Letzte Änderung am 04.10.2015

  • http://www.reuter-arbeitsrecht.de/grundsatzliches/maybrit-und-die-monster.html