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Offener Brief an die Bürgerinitiative Anti-Mobbing-Gesetz.

4. Oktober 2011

Mein Büro, oder wenn man am Arbeitsplatz bespitzelt wird

Werter Walter Plutsch,

die Erfahrung machen wir in Deutschland laufend. Jetzt verbrennen sich die ersten Opfer schon selbst und kaum jemand berichte oder diskutiert etwa darüber. (1) Dabei hatten wir in Berlin sogar einen Wahlkampf. Für mich ein Zeichen der „ anderen Zerstörung der Vernunft“ wie sie Habermas in seinem Artikel vom 10.5.1991 als These zur „Deutschen Einheit“ aufgestellt hat. Wen soll man wählen, wenn alle dazu „Schweigen oder einfach Wegschauen“? (2)

Wir werden versuchen die „Piraten“ für die Einrichtung eines „Parlamentarischen Untersuchungsausschuss“ der Vorgänge am 10.09.2011 zu gewinnen, denn neben Hennig G. , dem Polizeihauptmeister, hat sich in Neukölln noch ein 64-jähriger Mann selbst verbrannt.

Dabei wollen wir versuchen, wegen der Mobbing-Attacken gegen Hennig G. und andere Polizisten und Polizistinnen – Stichwort der „Grapscher“ (3 a.) – dass der anerkannte Experte für solche Fälle, Thomas Müller aus München und der Mobbing-Experte Klaus Schiller-Stutz aus der Schweiz die Gutachter sind. (3 b.)

Der Suizid von Hennig G. ist nur einer in einer langen Reihe von Selbstmorden bei der Berliner Polizei. Ich denke, wenn in einer „Demokratie“ Menschen sich selber verbrennen, kann etwas nicht stimmen. Offensichtlich haben wir Bürger die „Hoheit“ über unsere Verfassung, „Grundgesetz“ genannt verloren, oder wie es der Mobber, Schattenmann von Merkel und Kanzleramtsminister Ronald Pofalla ausdrückt, „lass mich mit so einer Scheiße in Ruhe“*. (4) 

Und nach dem man euch, die Bürgerinitiative „Anti-Mobbing-Gesetz“ (AMG), werter Walter Plutsch, in Österreich mit der Einreichung eines AMG hat auflaufen lassen, sollten wir überlegen, ob wir nicht über das EU-Parlament eine Petition im schottischen Verfahren einreichen, dass alle EU-Staaten ein AMG verabschieden müssen, beim Antidiskriminierungsgesetz, AGG in Deutschland genannt, musste auch erst die EU sagen, ihr habt das zu machen.(5)

Der Vorteil beim „schottischen  Verfahren“ ist, das es nicht nur einen Einreicher gibt, sondern viele die Petition unterstützen können, als Mitunterzeichner. Leider haben wir in Europa das Problem der unterschiedlichen Sprachen, dazu habe ich noch keine Idee. Denn je mehr unterzeichnen, desto so mehr hat die Petition Aussicht auf Erfolg. (6)

Werter Walter Plutsch, was haltet ihr und du von der Idee?

Mit dem Suizid von Joel, 13 Jahre aus Klagenfurt (7), Henning G. aus Berlin haben wir ja nun wohl genug Fälle die belegen, Mobbing zerstört Menschen, dass sie sogar im Selbstmord einen Ausweg aus ihrer Lage sehen. Wir müssten nur eines der Sache angemessenes gemeinsames Motto* und als Ziel, das „Anti-Mobbing-Gesetz“ beifügen. Ideen und Wege sind gefragt und erwünscht, daher diese Antwort auf deinen Kommentar. (8) 

Motto zur Internetdiskussion über ein gemeinsames AMG für alle EU-Staaten, „We send out an SOS to Europa“ oder „Nicht klein beigeben“.*

PS: Harry Gambler ist ein Nickname, nach dem ich mehrfach mit dem Tod und Nachstellungen bezüglich meiner EMail-Mitmachaktionen von Cybermobbern bedroht worden bin, habe ich diesen Weg gewählt und er ist gut so.

1) http://wp.me/puNcW-1O0

http://wp.me/puNcW-1ub

http://wp.me/puNcW-1Ox

http://wp.me/puNcW-Hq

2)http://www.zeit.de/1991/20/die-andere-zerstoerung-der-vernunft

3 b.) http://wp.me/puNcW-1O6

http://wp.me/puNcW-1H3

3 b.)http://www.stop-mobbing.ch/

4) http://www.morgenpost.de/politik/inland/article1783124/Erste-Forderungen-nach-Entlassung-Pofallas.html

https://dieaktuelleantimobbingrundschau.wordpress.com/2011/10/03/kanzleramtsminister-pofalla-cdu-und-die-mobbersprache/

5) http://www.antimobbinggesetz-buergerinitiative.at/

6) http://www.europarl.de/view/de/parlament/Buergeranliegen/Petitionen_an_das_EP.html

7) http://wp.me/puNcW-1to

8) http://wp.me/puNcW-1PM

Das System-Mobbing des Herrn Thilo Sarrazin, Teil 3

2. September 2010

Herr Thilo Sarrazzin hat nicht nur mit den Mirganten und Muslimen Probleme, sondern auch mit Bürgern, die Petitionen einreichen. Da offenbar Sarazzin glaubt der neue „Napoloen vom Golfclub Wannsee“ zu sein, lehnt er demokratsiche Errungenschaft gerne ab, was seiner „Ossi-Herkunft“ zuzuchreiben ist.

Nicht umsonst spricht der Philosoph Habermas im Rahmen der Ossifizierungsdebatte als erster vom Geflecht  der Mentalitäten und Überzeugungen. „Die politische Kultur besteht aus einem verletzbaren Geflecht von Mentalitäten und Überzeugungen, die nicht durch administrative Maßnahmen erzeugt oder auch nur gesteuert werden können. Und:  Das Selbstverständnis, das politische Selbstbewusstsein einer Nation von Staatsbürgern bildet sich nur im Medium öffentlicher Kommunikation.“ (1)

Die habermasche These hat der konservative Journalist Maxim Biller zu recht in seinem Artikel über die „Ossifizierung des Westen“   oder die „deutsche deprimierende Republik“ als Ursache für den Verfall von Werten und sozialen Verhaltensnormen angeführt. Sarrazin macht daraus nur den populitischen Versuch von der Verblödung der Deutschen zu sprechen oder “ Deutschland wird immer ärmer und dümmer“ (2) und mit seinem Buchschinken „Deutschland schafft sich ab“ liefert er ein Werk ab, das bestätigt, Randgruppen müssen sich mehr in der Gesellschaft anpassen als Mitglieder von Mehrheitsgruppen. Doch Anpassung hat nichts mit Zivilcourage zu tun, die uns Deutschen seit Jahrzehneten so fehlt.

Sarrazin als Spössling hugenottischer Zuwanderer weiß von den Problemen der Migranten sich anzupassen besser Bescheid als viele türkischstämmige Jungendliche aus Neukölln. „Thilo Sarrazin ist der Sohn eines Arztes, der aus einer hugenottischen Familie stammt, die aus Burgund über Genf nach Westfalen kam. Die Mutter kam aus einer Familie früherer westpreußischer Gutsbesitzer. Sarrazin wuchs in Recklinghausen (auf) und ab (dem) siebten Lebensjahr in einem Kinderheim in Bayern ..“ (3)

Offenbar hat diese frühkindliche Entwicklung bei Thilo eine Defekt ausgelöst, den er bis heute nicht los wird und den auch viele Ossis haben, diesen unrepublikanischer Nationalismus. „Was ist in Ur-Deutschland genauso ansteckend wie Opportunismus? Übersteigerter, komplexbeladener, unrepublikanischer Nationalismus“, genau das beschreibt den Minderwertigkeitskomplex, den Herr Thilo Sarazzin hat“. (1)

Und in Folge der Ossifizierung wurden dann Schulden angehäuft, die nun dieses Land im Chaos der Mythologien und neuen Heilsbringer untergehen lässt, und dazu gehört das tägliche schikanieren und mobben seiner Mitarbeiter genauso, wie die Suche nach einem Feind, den man für alles verantwortlich machen kann. Früher war es der Jude, dann kam der Russe dran und jetzt eben der Moslem.

Und ewig ist der Ossi alleine auf der …..

„Sie (die DDR´ler)  haben dann alles gekriegt, alles was sie wollten, weil unsere Bosse ihnen das aus machiavellistischer Berechnung zustanden und wir sie bei diesem durchsichtigen Wählerstimmen-Monopoly nicht aufhielten, also das Geld, die Bücher und ein Deutschland, das gar nicht mehr cool ist“. (1)

Und mobben und schikanieren, wie es in den Finanzämtern in Berlin besonders extrem auftrat und wohl noch auftritt, ist auch nicht cool, sondern Menschen verachtend, insbesondere dann, wenn man Bürger fertig macht, nur weil sie von ihrem Grundrecht auf Beschwerde Gebrauch machen und eine Petition einreichen, was das Grundgesetz garantiert.

„Aus Mobbing-Ermittlungen im Petitionsausschuss ist ein handfester Streit um die Rechte von Abgeordneten und von Senatoren geworden“. (4) Und mitten drin in dieser Bürger-Mobbing-Orgie natürlich keine anderer als unser Ur-Deutscher Hugenottensprößling, Thilo Sarrazzin der unrepublikanischer Nationalist, denn schon damals hat er seine Thesen vertreten, die mehr vom Flohmarkt stammen dürften, als aus einer Universitätsbiblothek.

Es wurden aber nicht nur einige gemobbt, sondern manche gehen bei den Mobbing-Tätern davon aus, man hätte das ganze Parlament von Berlin zur Verantwortung ziehen müssen,  doch davor hatten zu viele zu viel Angst. Warum nicht ein Parlament auflösen, wenn seine Abgeordneten mobben was das Zeug so her gibt?

Ein deutsches Parlament ohne Mobber

„Der FDP-Abgeordnete Lehmann will am heutigen Montag die schriftliche Fassung der Vorwürfe gegen Sarrazin und andere beim Generalstaatsanwalt einreichen“. (4) Hätte er sich sparen könne, denn die Strippenzieher lassen dann immer durch den Staatsanwalt mitteilen, kein „öffentliches Interesse“, an Hetzparolen a la Sarrazin, dem Hugenottensprößling dafür um so mehr.

„Mit der Forderung, dass Sarrazin entlassen werden solle, halten sich die Fraktionschefs der Opposition auffällig zurück. Der Konflikt, sagt CDU-Fraktionschef Friedbert Pflüger, betreffe das ganze Parlament, nicht nur die Abgeordneten der Opposition“. (4) Und hier liegt der Hase im Pfeffer, hätte man damals Sarazzin zur Verantwortung gezogen, wäre uns  heute viel erspart geblieben. Wer Mobbern nicht das Handwerk legt, der bekommt dann eben ausgreifte, unrepublikanische Nationalisten mit fehlendem Selbstbewusstsein und Toleranz.

Letzte Änderung am 24.08.2015

1)http://www.faz.net/s/RubCF3AEB154CE64960822FA5429A182360/Doc~E268B034D9E5745B48131BFF63261828A~ATpl~Ecommon~Scontent.html?rss_feuilleton

2)http://www.bild.de/BILD/politik/2010/08/23/thilo-sarrazin/deutschland-immer-aermer-und-duemmer.html

3)http://de.wikipedia.org/wiki/Thilo_Sarrazin

4)http://www.tagesspiegel.de/berlin/landespolitik/senat-im-mobbing-chaos/1062910.html

Mobbing im Insolvenzverfahren?

21. Mai 2009

Oder der Fall Cornelia Fröhner. Normalerweise sollen in einem Insolvenzverfahren die „gleichmäßige  Befriedigung aller Gläubiger stattfinden, doch Arbeitnehmer sind keine Gläubiger, sondern Opfer im Insolvenzverfahren, was an „staatlich gefördertes Mobbing“ grenzt und die Zuordnung der Beute durch unseren Rechtsstaat bedeutet. Nicht die Würde des Menschen ist unantastbar, sondern die Gier der „Gläubiger“ nach Opfern und Beute.

Konkret hat im Spiegel vom 11.05.09, Nr. 20  der Journalist Juan Moreno unter dem Titel „Im Namen des Gesetzes“ den aktuellen Fall der „Groß- und Außenhandelskauffrau“ Cornelia Fröhner aus Annaberg-Bucholz beschrieben.

Laut Insolvenzverwalter soll die 35-jährige Frau nach einem 3 ½ jährigen Insolvenzverfahren nun drei Monatslöhne nachbezahlen, von den Zinsen ist noch keine Rede. Das ist möglich, weil in unserem Insolvenzverfahren nach § 130 Zahlungen , „die in den letzten drei Monaten erfolgten, anfechtbar sind, wenn der Gläubiger“ – und im Falle der Lohnzahlung ist Arbeitnehmer plötzlich Gläubiger – „die Zahlungsunfähigkeit kannte  (oder) davon hätte wissen müssen.“

Die Kleinen presst man aus. ;-)

So ist das im Land der Beamten bei den insolventen Landesbanken, Finanzkrisenexperten der KfW und anderer Abzocker und -sahner der Bad Bank Society. Die Großen lässt man laufen, die Kleinen plündert man wenigstens aus, wenn man sich schon nicht mehr hängt. Oder willst du schikanieren und  mobben, so suche dir immer das schwächste Opfer raus. Und im Insolvenzverfahren sind das die Arbeitnehmer, quasi die Letzten, die die Hunde beißen dürfen.

Nicht nur, dass keine Bad Bank oder staatliche Rettungsgesellschaft die insolvente Firma von Cornelia Fröhner aufgefangen hat, nein, sie hat nicht nur ihren Job verloren, sondern sie muss jetzt für sage und schreibe 1000 Euro netto sich bei einer Telekommunikationsfirma verdingen und hat neben den Schulden für ihr Haus noch 4559,75 Euro Altschulden aus ihrem Job bei der Altfirma, das sind die 3 letzten Monatslöhne die jedem Arbeitnehmer bei einer Insolvenz seiner Firma wieder genommen werden können.

Warten auf die Post, bis man schwarz wird. :-)

Und so was nennen wir „soziale Marktwirtschaft“, das brachte auch die Großhandelskauffrau ins Grübeln und sie reichte deshalb eine Petition ein und hat einen CDU-Abgeordneten  um Unterstützung gebeten. Und nun wartet sie auf Post, auf gute Post.

Wir können aus unserer Erfahrung mit dem Ausschuss des Bundestages Frau Fröhner den Rat geben, sie wird sehr, sehr lange warten müssen. So etwa 1 bis 2 Jahre und dann wird sie eine Antwort erhalten, die nicht den Inhalt ihrer Petition wieder gibt, sondern eine Wischiwaschidarstellung einer oder eines Praktikanten, der normalerweise Kaffe und Kuchen in einem Ministerium holt. Sie kann sich dann beschweren und dann geht das Ganze vorn vorne los, eine Antwort wird sie so nie erhalten, das nennt man bei uns „petitionieren* bis zum Exodus“, eine deutsche  Erfindung oder die Ossifizierung der Demokratie 2009.

* Wortschöpfung der Komasäufergeneration. Hat mir mal eine Praktikantengruppe aus dem Ausschussdienst auf dem nächtlichen Säufertrail zum Magnetclub im Prenzlauer Berg erklärt. Wahrscheinlich muss man Alkoholiker sein um an den Sinn und Zweck des Petitionsausschuss zu glauben, aber nur in Deutschland, in Europa funktioniert das sonst wunderbar.

Letzte Änderung 14.07.2015