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Polizeipräsidentin Margarete Koppers besucht Henning G., jedoch zu spät, er ist tot.

15. September 2011

Der fallende Mann, WTC

Nun hat sich wohl wegen dem Druck der Öffentlichkeit und den anstehenden Wahlen die derzeit amtierende Polizeipräsidentin auf den Weg zur Dienststelle vom Mobbing-Opfer Henning G. gemacht. Doch der Polizeihauptkommissar war nicht da, er hat sich am Sonnabend* auf dem Friedhof seins Kiezes selber angezündet, warum? (1)

„Die amtierende Polizeipräsidentin Margarete Koppers sei mit ihrem Besuch ihrem Verständnis von Fürsorge gegenüber den Kollegen gefolgt, sagte Sprecher Thomas Neuendorf“ (2) Doch von Ermittlungen in dem Einsatz zweier Experten sagte sie wohl nichts. Wir wissen nur, was der ehemalige Kollege und Personalrat von Henning G. sagt, „die Versetzung hat G. so sehr zugesetzt, dass er einige Zeit nicht arbeiten konnte“. (2)

Und mit der Fürsorgepflicht scheint es die Frau Polizeipräsidentin auch nicht so ernst zu nehmen, denn am Montag hatte sie sehr zum Ärger der Kollegen von Henning G. „ausschließlich persönliche Gründe ohne dienstlichen Zusammenhang“ für den Suizid verantwortlich gemacht.

Wir werden sehen, was uns diese Woche noch so in dem Mobbing-Fall um die Ohren gehauen wird, schließlich sollte sich eine Chefin dafür einsetzen, dass die Kollegen von Henning G. frei und offen reden können, ohne „Angst vor personellen Konsequenzen“ oder gar das nächste Opfer im System Mobbing bei der Berliner Polizei zu werden. Schließlich beruht ja die Qualität einer Ermittlung auf der Wahrheit, wer weiß das besser als die Kollegen von Hennig G und auch Frau Koppers sollte das doch wissen, oder?

1)http://www.tagesspiegel.de/berlin/polizei-justiz/nach-polizisten-suizid-polizeichefin-besucht-dienststelle/4611112.html

2)https://dieaktuelleantimobbingrundschau.wordpress.com/2011/09/13/berliner-polizeibeamter-61-und-mobbing-opfer-hat-sich-selber-angezundet-und-starb/