Posts Tagged ‘Ombudsmann berufen’

Gewalt und Mobbing im Krankenhaus

27. Dezember 2009

Gewalt am Arbeitsplatz

Wie wichtig ein Ombudsfrau oder -mann ist, zeigt einmal mehr Österreich und  Brigitte Schmidl-Mohl, „die Ombudsfrau der Wiener Ärztekammer“. (1) Sie wird regelmäßig über die zunehmende Gewalt am Arbeitsplatz informiert. So etwas fehlt generell bei uns in Deutschland, dann wäre Fall des Oberarztes und der Krankenschwester anders verlaufen.(1)

„Gewalt am Arbeitsplatz ist in Österreich laut Arbeiterkammer und Gewerkschaft ein Problem (derStandard.at berichtete): Eine Umfrage unter österreichischen Betriebsräten hat ergeben, dass bei mehr als einem Drittel Gewalt am Arbeitsplatz bereits einmal Thema war. Die Übergriffe gingen besonders häufig von Klienten, Kunden oder Patienten aus, aber auch von Arbeitskollegen oder Vorgesetzten“. (2)

Doch in Östereich hat man  mit dem Mobbingverbot versucht wenigstens im öffentlichen Dienst mit einem ersten Schritt dagegen zu steuern. Bei uns in Deutschland passiert garnichts, da schauen nur alle weg und gerade der neue Bundesgesundheitsminister hat schon in NRW als Wirtschaftsminister zu den Mobbinorgien bei VW geschwiegen.

1)https://dieaktuelleantimobbingrundschau.wordpress.com/2009/12/27/gewalt-und-mobbing-im-krankenhaus/

http://www.krankenschwester.de/forum/op-pflege/15004-arzthelferinnen-zentral-op-12.html

http://www.medi-learn.de/medizinstudium/foren/archive/t-20365.html

http://www.aerzteblatt.de/v4/archiv/artikel.asp?id=26520

2)http://derstandard.at/1259281363167/Gewalt-und-Mobbing-im-Spital-nicht-selten

Hessenwende im Mobbingfall Wehner und drei seiner Kollegen

3. Dezember 2009

Aufschrei im Land der Arbeit

Steuerfahnder sind das A & O in einem Land, das die schlimmste und unübersichtlichste Steuergesetzgebung  in Europa hat. Sehr gute Steuerfahnder wären dann für eine Gesellschaft, in dem das Grundgesetz was zählt, nicht nur ein Glücksfall. Wäre da nicht die „unsichtbare Hand“ der Hintermänner und Strippenzieher.

Was das heißt, davon kann der Frankfurter Steuerfahnder und Mobbingfall Marco Wehner so wie drei weiterer seine Kollegen nicht nur ein Lied singen, sondern eine ganze Oper. Da wurde vom Büro bis zum Gefälligkeitsgutachten eines Psychiaters die ganze Palette an Mobbing- und Psychterrorattacken angewandt. Die Stasi würde sich freuen, insbesondere Erich Mielke, sie den Erfolg ihr Methoden in einer Demokartie noch entsprechdn feiern dürften.

Schattenregierung

Nun plötzlich scheint beim Finanzminister Karlheinz Weimar Einsicht eingekehrt zu sein, die seine ganze hessische Partei erfasst hat, nach die breite Öffentlichkeit und hessische SPD nicht locker gelassen haben und Aufklärung und Rehabilitation eingefordert haben.

„Weimar hat den vier Ruhestandsbeamten angeboten, dass ein externer Mediziner einer öffentlichen Stelle in einem anderen Bundesland mit der Begutachtung betraut werden soll. Stelle das neue Gutachten die Dienstfähigkeit eines oder mehrerer Betroffener fest, so erhielten diese die Möglichkeit, wohnortnah und ausbildungsadäquat in Dienststellen der hessischen Finanzverwaltung zu arbeiten. Um einen konfliktfreien Wiedereintritt ins Berufsleben zu unterstützen, solle ein Ombudsmann berufen werden, an den sich die vier Bediensteten jederzeit direkt wenden können, um etwaige Probleme zu lösen. Ferner erhielten sie Schulungsangebote mit dem Ziel, sich angemessen zu qualifizieren und im Hinblick auf die mehrjährige Dauer ihrer Abwesenheit aus der Finanzverwaltung ihr Fachwissen zu aktualisieren. Einen ersten Schritt müssten nun die vier Ruhestandsbeamten gehen und für sich entscheiden, ob sie eine neuerliche Begutachtung beantragen, so der Minister abschließend“. (1)

Mobbingerlebnis

Man kann den 4 Mobbingopfern nur gratulieren und ich denke, dass jeder Psychiatter nun weiß, dass seine Arbeit unter den kritischen Augen einer breiten, demokratischen Öffentlichkeit stattfinden wird. Aber auch die Forderung des SPD-Politikers muss noch erfüllt werden, gerade die offizielle und schriftliche Entschuldigung bei den opfern und deren Familie ist ein wichtiger Teil einer Wiedergutmachung . Hier machen wir keine Abstriche, auch wenn sich so mancher von der CDU wünscht. 

 

 >> Für Norbert Schmitt von der SPD ist eine Entschuldigung Weimars mehr als überfällig. „Finanzminister Weimars Auftritt in der heutigen Sitzung des Haushaltsausschuss bestand einzig darin abzuwiegeln. Bereits der Beginn seiner Ausführungen war mit Fehlinformationen zur Amtsverfügung unterlegt, und das setzte sich fort“, sagte der finanzpolitische Sprecher der SPD-Landtagsfraktion. „Die Aufklärung dieses ungeheuerlichen Vorgangs steht deshalb weiterhin aus.“ Die Fahnder, so Schmitt, seien nachweislich unter den Augen und mit vollem Wissen des Ministerpräsidenten und seines Finanzministers aus ihren Jobs gemobbt worden. Obwohl die Mitarbeiter sich Hilfe suchend an beide gewendet hätten, wurde ihnen nicht geholfen. „Im Gegenteil: Der Druck auf sie wurde erhöht. Wir erwarten deshalb von Herrn Weimar, dass er sich bei den Betroffenen entschuldigt, die ja völlig unschuldig zusammen mit ihren Familien in diese für sie unerträgliche Situation gedrängt worden sind.<<(1)

Die vollkommene Rehabilition der  vier Opfer und eine Entschuldigung so wohl durch den Dienstherren als auch durch den Psychiater sind wohl das Mindeste, was die Opfer und die demokratische Öffentlichkeit erwarten können. Die Frage nach dem Schadensersatz sollte auch in diesem Fall, oder besser gesagt in den vier Fällen nicht per Gericht sondern durch den Dienstherren in angemessener und würdevoller Art erfolgen, Briefmarken sind hier bestimmt keine Lösung. Wir warten Herr Weimar!

1) http://www.webnews.de/http://www.fuldainfo.de/index.php?area=1&p=news&newsid=9457