Posts Tagged ‘Menschenrechte’

Mobbingschutz ist weder gesetzlich noch gerichtlich gewünscht.

17. Juli 2012

Sich.-Ing.J.Hensel  schreibt folgendes zum Grundproblem Mobbing in Deutschland, und wer vor Gerichten eigene Erfahrungen gesammelt hat weiß, er hat recht. Sein Artikel in voller Länge:“Insbesondere die Arbeitsgerichte gehen gegen Mobbingopfer unbarmherzig und eiskalt mittels Scheinurteile vor.
So auch offensichtlich wieder die “Richterin” Marlies Heimann, die in Ihrem erneuten skandalösen Scheinurteil folgendes verfasst hat, was von einer Anwaltskanzlei offensichtlich dankbar entgegengenommen wurde:

http://www.presseportal.co.uk/abmahnungen-kein-mobbing.html
Abmahnungen sollen / können also kein Mobbing oder auch kein Bestandteil eines Mobbingprozesses sein ?
Die Behauptungen der Menschenrechtsverächterin Marlies Heimann am s.g. Landesarbeitsgericht Schleswig-Holstein, dass Abmahnungen kein Mobbing darstellen, tritt die arbeitswissenschaftlichen Erkenntnisse der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BauA) mal wieder mit Füßen und erfindet frei und stets zu Gunsten der Mobbingtäter ihre eigene Scheinurteilsbegründung.
Denn in der von der BAuA herausgegeben Schrift “Wenn aus Kollegen Feinde werden” ist z.B. auf Seite 10 folgendes festgehalten…..
Mobbingopfer erleben und erleiden diesen offenen, massiven Psychoterror, der nicht folgenlos bleibt: Das Opfer zieht sich zurück, wird unsicher, und macht stressbedingt Fehler.
Auch das bleibt auf Dauer nicht folgenlos, der Vorgesetzte bzw. die Personalleitung wird auf die Fehlleistungen des Mobbingbetroffenen aufmerksam und schreitet ein. Leider oft nicht, um dem Opfer beizustehen und die Übeltäter zur Rede zu stellen.
Im Gegenteil: In 60% aller Mobbingfälle wird das Opfer mit arbeitsrechtlichen Konsequenzen wie Abmahnung, Versetzung oder Kündigungsdrohung überzogen – schließlich gilt der Gemobbte im Betrieb mittlerweile als problematischer und unzuverlässiger Mitarbeiter – eben als ein Querulant und Störenfried, der das Betriebsklima gefährdet …
So ›angezählt‹ ist es dann nicht mehr weit bis zum Ausschluss:
Der oder die Gemobbte geht oder ›wird gegangen‹.
Dabei ist für einige der Verlust ihres Arbeitsplatzes zugleich auch der Abschied von der Arbeitswelt überhaupt:
Zermürbt, psychisch und physisch angegriffen, oft an psychosomatischen Erkrankungen leidend, steht am Ende eines jahrelangen Mobbingterrors die Berufs- bzw. Arbeitsunfähigkeit.
Hieraus wird erkennbar, dass Heimann sich einen Dreck um den Europäischen Arbeitsschutz z.B. gem. Artikel 31 der Charta der Grundrechte der EU bzw. einen Dreck um das Recht auf körperliche Unversehrtheit schert.
Wie schon in einen anderen Fall, wo sie die Menschenrechte (beispielsweise gem. Artikel 3 der Europäischen Sozialcharta) von tausenden Lehrkräften an Schleswig-Holsteins Schulen (Mobbing/Burnout u.a.) ebenfalls mit Füssen tritt, in dem sie den Schutz einer ganzen Berufsgruppe per Scheinurteil verbietet.

So verursachte Heimann mittels Vorteilsgewährung durch Unterlassen (§ 333 i.V.m. § 336 StGB) erneut über tausend Fälle von Körperverletzung, die dem Steuerzahler pro Jahr ca. 20 Millionen Euro kosten und weiterhin mindestens kosten werden – siehe o.a. Sendung des Schleswig-Holstein Magazins.
Wie die Staatsanwälte sind auch „Richter“ politisch weisungsabhängig, so auch Heimann.

Dies gilt insbesondere für Mobbingverfahren.
Es gibt Menschen , die in Gerichtsverwaltungen jahrzehntelang gearbeitet haben.
Sie berichten über Namenslisten von Personen, die niemals ein Verfahren gewinnen dürfen.
Ich gehe davon aus , dass Mobbingopfer grundsätzlich auf dieser Liste stehen.
Vor diesem Hintergrund hätte ein Antimobbinggesetz m.E. keinerlei Gewinn bringende Bedeutung, da abhängige, nicht gesetzliche Richter (vgl. Art. 4 Ziff. 2. EinigVtr) – also Privatpersonen – in Ausnahmegerichten (vgl. Historie GVG) mittels rechtswidriger bzw. wertloser Scheinurteile und Scheinbeschlüsse, alle Anstrengungen des Mobbingopfers (und ihrer Anwälte) vor Gericht sein Recht zu bekommen, mit einem Handstreich zu Nichte machen.
Für diese „Richter“ ist das alles völlig problemlos, sowie ethisch und empathisch ohne jegliche Relevanz , da die von ihnen ausgestellten Scheinurteile folgendes für sie bedeuten:

Keine Unterschrift
Keine Bindung
Keine Verantwortung
Keine Haftung
(vgl. BVerG zur Nichtigkeit des Staatshaftungsgesetz)

Für die Millionen Mobbingopfer im Unternehmen BRDDR jedenfalls nicht.
*
Nachtrag: Justizministerin Anke Spoorendonk (SSW) hat sich im Koalitionsvertrag u.a. für mehr Gerichtigkeit ausgesprochen.

Doch wie soll das gehen, angesichts dieses Bankrotts vor den Menschenrechten ?“ (1)

1)https://dieaktuelleantimobbingrundschau.wordpress.com/2012/03/08/ermittlungsverfahren-gegen-die-prasidentin-des-lag-schleswig-holstein-birgit-willikonsky/

Bäckerei-Verkäuferin mit Bagatellkündigung rausgemobbt

29. Oktober 2011
Wohin?

Wohin?

Im Jahre 2010 haben unsere Politiker sich mit der Diskussion um „Emmely und ihre Pfandbons, Maultaschen und andere Bagatellkündigungen“ für einen besonderen gesetzlichen Kündigungsschutz bei Bagatellkündigungen eingesetzt. Daraus geworden ist wie immer nichts, außer „Spesen sozusagen nichts gewesen“. (1)

Die Macht der Lobbyisten ist wohl doch größer als das demokratische Selbstverständnis unserer Parlamentarier, Demokratie ist ja auch etwas „Griechisches“,  viele würden sie wohl auch gerne wieder im Zuge der Eurokrise abschaffen. Einen gesetzlichen Schutz vor Bagatellkündigungen* haben wir nicht bekommen, wie so oft wurde viel Augenwischerei betrieben. Dir Zeche dafür bezahlen wir Bürger.

Nun hat es eine Bäckerei-Verkäuferin im Saarland erwischt, wegen dem Verzehr von „zwei von ihr selbst zubereitete  Omeletts“ und der Mitnahme von einem belegten „Brötchen“ wurde sie fristlös gekündigt. Die Frau hat dagegen nun geklagt und natürlich verloren. „Das Arbeitsgericht Neunkirchen  im Saarland hat die fristlose Kündigung …. bestätigt“. (2) Den Schaden den sie angerichtet hat, soll 12,75 Euro betragen.

Nicht bestätigt hat bisher ein Arbeitsgericht in Deutschland die Kündigung von Bankmanagern in der Schuldenkrise, die von den Betrügern, die 432 Milliarden Euro Steuern im Ausland deponiert haben und den Richtern, die regelmäßig „Büroklammern, Briefumschläge, Kugelschreiber, Briefpapier, Aktenordner usw. mit mich nach Hause nehmen. Auch gibt es in keinem Bundesland vor den Gerichten regelmäßige Kontrollen der Polizei, was Richter so in ihren Taschen und Autos mit nach Hause nehmen, was eigentlich uns Bürgern gehört.

In denke der Umgang der Politiker und der Gesetzeshüter mit „Bagatellkündigungen“ (3) zeigt, welchen Stellenwert Büger- und Menschenrechte in diesem Land genießen, nämlich keinen. Die Großen lässt man laufen, die Kleinern hängt man auf, war immer schon eine Volksweisheit.

*“Im Zuge der Diskussion um Bagatellkündigungen wurden folgende gesetzliche Änderungen gefordert, die die Situation für Sie als Arbeitgeber erschwert hätten:

  • ausnahmsloses Erfordernis einer vorherigen Abmahnung bei verhaltensbedingten Kündigungen
  • ausnahmsloses Erfordernis einer vorherigen Abmahnung bei bedingten Kündigungen
  • Verbot von Verdachtskündigungen“. (1)

1)http://www.experto.de/b2b/personal/arbeitsrecht/sicherheit-kein-gesetz-fuer-bagatellkuendigungen.html

2)http://www.augsburger-allgemeine.de/panorama/Verkaeuferin-wegen-Omeletts-und-Broetchen-fristlos-gekuendigt-id17283166.html

3)http://www.augsburger-allgemeine.de/panorama/boulevard/Chronologie-der-Bagatell-Kuendigungen-id388456.html

Du als Türkin hast gar keine Rechte

29. Dezember 2010

Der Alltag für viele Muslime und Türken wird in Deutschland immer mehr zu einer Tortour der Werte, Moral und Ethik. Handle ich oder lasse ich die Sache laufen, in der Hoffnung das Gras darüber wächst.

Aus der Erfahrung vieler Mobbing-Opfer kann man sagen, es wächst nie Gras darüber, allenfalls breite sich das „Tuch des Schweigens“ darüber und irgendwann weht der Wind das Tuch weg und man erkennt die vielen Leichen darunter.

Was D. A. als Schülerin erlebte, dürfte heute Alltag in Deutschland sein, mal gegen Türken, dann wieder gegen Deutsche und wenn es sein muss eben gegen die Araber, dem Hauptfeind von Thilo Sarazzin.

D. A. erzählt von einer Stunde: Ich fragte meinen Klassenlehrer, ob ich auf Toilette dürfe, er meinte: Nein. Wir behandelten gerade die Menschenrechte im Unterricht, also sagte ich: ‚Die anderen lassen Sie doch auch gehen. Ich bin auch ein Mensch. Ich habe doch auch Menschenrechte.’ Und mein Klassenlehrer hat gesagt: Du als Türkin hast gar keine Rechte. Und da bin ich fortgegangen, gleich zum Rektor. Nicht in Tränen aufgelöst, wie es in der Zeitung stand. Mehr so zornig.“(1)

Und wie immer, wenn ein Opfer sich beschwert, ob nun beim Vorgesetzten oder eben beim Rektor, erfolgen dann immer neue Attacken gegen das Opfer.

„Die Schulbehörde im fernen Lüneburg lässt mitteilen, dass sie disziplinarische Schritte gegen Heinemann (Dirk Heinemann ist Lehrer, Typ schluffiger Kumpel) prüft, Heinemann erhebt wegen einiger anonymer Mails an die Schule Strafanzeige gegen Unbekannt wegen Beleidigung, Polizei und Staatsanwaltschaft überlegen, ob gegen Heinemann wegen Volksverhetzung ermittelt werden soll, der Direktor verpasst sich vorsichtshalber einen Maulkorb, in den Online-Kommentarspalten der örtlichen Zeitungen und in der Blogosphäre tobt der Kulturkampf mit den üblichen Verdächtigungen„. (1)

Verdächtigungen die sich auf den Vater von Döndü ausweiten, nur weil er die Sache geklärt haben wollte. „Herr A., „mir reichte sozusagen der Behördengang. Ich möchte nicht in der Haut dieses Lehrers stecken. Und wir wollen auch nur unsere Ruhe. Es kamen ja Reporter von der ‚Sabah’ zu mir. Ich habe ihnen gesagt: Ihr schreibt eure Geschichte und geht weg, aber wir bleiben hier. Ich habe drei weitere Kinder in dieser Schule. Ich will nicht, dass sie Probleme bekommen.“(1)

Also haben wir beschlossen, die Namen der Opfer nur noch abgekürzt anzugeben. Sich heute gegen Mobbing zu wehren, bringt offenbar immer Nachteile, egal was man macht. Opfer sind ein einer scheinbar aussichtslosen Lage, ob nun mit Öffentlichkeit oder ohne. Dann muss man sich fragen, was ist das für eine Demokratie, in der die Würde eines Menschen oder Opfers nicht geschützt werden kann?

„Letzte Änderung 30.12.2014“

1)http://www.welt.de/politik/deutschland/article11848347/Der-Lehrer-das-Maedchen-und-der-schlechte-Scherz.html

Mobbing at work

4. Dezember 2009

Aufschrei im Land der Arbeit

Auf dieser Seite der EU – Mobbing at work – findet man laufend neue Untersuchungen, Berichte und grundsätzliche Ansichten der Europolitiker zu Mobbing. Interessant dabei ist, dass sich alle auch noch im Jahr 2009 an der Arbeit von Leymann orientieren, die ein Meilenstein in der systematischen Bekämpfung von Mobbing darstellt. Leider gibt es bis heute fast keinen Wissenschaftler mehr, der diese Reichweite in seiner Arbeit erreicht.

Swedish psychologist Heinz Leymann was the first to use the English term ‘mobbing’ to describe hostile behavior by employees in the workplace, a term used in the early 1970s by a Swedish physician to describe hostile behavior observed among schoolchildren“.(1)

Aber auch nach Jahrzehnten konnte man sich selbst  in Europa nicht auf den Begriff „Mobbing“ als zentrale Beschreibung für Schikanen, Ausgrenzung, Bespitzelung, Beleidigung, Erpresseung und Psychterror am Arbeitsplatz und in der Schule einigen, das Thema Bürgermobbing fehlt gänzlich.

“ In most European countries the term mobbing is used. In English-speaking countries, such hostile behaviour at work is called ‘bullying’. Other terms used are moral harassment, victimisation and psychological terror“.(1)

Man kann nur hoffen, dass hier schnell und nachhaltig von der EU nachgesteuert wird und endlich auch ein europäischer Ombudsmann für Mobbing mit weitreichenden Handlungsbefugnissen installiert wird. Denn Mobbing ist nichts anderes als die Außerkraftsetzung grundsätzlicher Menschenrechte.

1)http://www.eurofound.europa.eu/areas/industrialrelations/dictionary/definitions/MOBBING.htm