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Auszubildende wurde von der Agentur für Arbeit gemobbt

17. November 2009

Hartz IV vor Gericht?

Seit der Kriegerklärung der Politik – Gazprom-Schröder und BMW-Fischer waren die sogenannten Paten des Herrn Hartz – an die Langzeitarbeitslosen und Mindesteinkommensbezieher entpuppen sich insbesondere die Agenturen für Arbeit in Berlin als Hort der Mobber.

Der Fall einer Auszubildenden – nachzulesen in einem der besten Artikel zur Hartz IV`lern in Berlin von Marianne Rittner in der Berliner Woche Nummer 46 – zeigt einmal mehr, was dort schikaniert und gemobbt wird. Erschreckend auch, wenn man bedenkt, dass alleine in Berlin 574 368 Bürger von Hartz IV leben müssen. Das ist der gesellschaftliche Notstand.

Und dann noch jetzt die Tatsache, dass sich die eh schon Gedemütigten bei den Agenturen für Arbeit erneut Mobbingattacken ausgesetzt sehen. Was da mit unseren Geldern für die NothilfeArbeitslosigkeit“ von unfähigen und teilweise asozialen Mitarbeitern getrieben wird, ist ein Krieg gegen die Würde des Menschen.

Hartz IV Opfer

Hartz IV Opfer

Im Fall der jungen Frau, die in einem Ausbildungsverhältnis stand, hat sich folgendes zugetragen. Die Firma ging Pleite und sie verlor somit ihren Ausbildungsplatz ohne Eigenverschuldung. Dann beantragte die junge Frau Arbeitslosengeld, dafür ist ja bekanntlich die Arbeitslosenversicherung geschaffen worden und wird von uns Arbeitnehmern finanziert, im Rahmen der Solidargemeinschaft.

Doch wenn Unfähigkeit, mangelnde Schulbildung und asoziale Werteeinstellung sich in Behörden zusammenrotten dürfen, entstehen regelrechte „Schlachtfelder“ von Mobbern. Der jungen Frau wurde nämlich von den Agenturmitarbeitern unterstellt, sie hätte ihre „Lehre gekündigt„. Ein Anruf bei der Firma, die schon im Totenbett lag, hätte da normalerweise genügt, um Klarheit zu verschaffen, doch nicht so bei Mitarbeitern der Arbeitsagentur. Da wurde erstmal richtig das Arbeitslosenopfer fertig gemacht.

Die junge Frau hat sich dann an den „Hartz IV Empfänger Peter Beyer, Ex-LKW-Fahrer“ gewandt und um Hilfe gebeten. Der kannte aus eigener Erfahrung die Anstalt AfA und ist einer dieser vielen „wichtigen ehrenamtlichen Mitarbeitern“ im Kiezladen Marzahn und anderen Selbsthilfeeinrichtungen. Er ging mit der Azubifrau zu deren Agentur und wurde dort dann schlagartig von fünf Mitarbeitern bearbeitet.

Fünf Mitarbeiter, die weder sich vorher sachkundig gemacht haben und wohl auch sonst nichts zu tun haben, denn eigentlich ist nur ein Jobcenter-Mitarbeiter für einen Arbeitssuchenden zuständig. So sollte jedenfalls die Personaleinteilung dort stattfinden. Doch was ist in Deutschland 2009 schon normal?

Hartnäckig und mit dem Recht der Moral beharrte Peter Beyer auf der Wahrheit, dass nämlich nicht die junge Frau gekündigt häte, sondern wegen der Firmenpleite auch ihr Ausbildungsplatz verschwunden ist, was ja logisch ist.  Aber eben nicht für Behördenmitarbeiter die gerne schikanieren und mobben.

Gerechtigkeit ist ein undeutscher Wert.

„Erst als er die Jobcenter-Mitarbeiter bewegen konnte,“ – Bewegung und Denken sind Eigenschaften die man von Mitarbeitern einer Behörde niemals erwarten sollte – „genauer  in die Akten zu sehen“, stellte sich heraus, dass die junge Frau eben „nicht gekündigt hatte. Zwei Tage später hat sie einen neuen Ausbildungsvertrag“ und Peter leider keinen Job bei der AfA, denn dazu war er zu hilfsbereit und sein Wissen zu gut. Die Mitarbeiter der AfA haben sich auch nie für ihr „asoziales Verhalten“ entschuldigt, woher sollten sie auch solch eine soziale Verhaltensweise kennen, die sind ja „die frei schwebenden Damen und Herren“ über dem Recht.

Man wundert sich nach der Story dann auch nicht mehr, dass alleine 26 ooo  Klagen in diesem Jahr alleine in Berlin vor dem Sozialgericht anstehen und die Tendenz ist steigend. „Mehr als jede zweite Klage hatte bisher Erfolg“, Tendenz steigend.

1)  http://www.berliner-woche.de/fileadmin/Wochenblatt-Ausgaben/2009/0946_STN.pdf letzte Seite.