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Mobbing-Opfer Joel, 13 Jahre beging Selbstmord

21. Februar 2011

Mobbing-Opfer Joel, 13 Jahre

Joel, ein Teenager, 13 Jahre alt, ging wir wie alle gerne ins Internet, hatte sich auch bei Facebook eingetragen, wie wir alle. Doch bei Joel lief etwas anders, wir Mobbing-Opfer kennen das. Die Täter oder Mobber tauchen auf, sie legen eine Spur von Schmutz und Schund, sie wollen mal wieder einen fertig machen.

Joel ging in das Klagenfurter Gymnasium (1), wurde dort gemobbt, weil er als 13 Jähriger noch etwas vom Babyspeck hatte und wohl auch schon seine Mode gefunden hatte, etwa das Basecap mit dem Schild zu einer Seite hin, gehörte dazu. Joel versuchte die ersten Schritte in der Welt der Erwachsenen zu tun, wie wir alle, wenn wir uns erinnern, an die Zeit der Pubertät.

Mobbing-Opfer Asher-Brown, 13 Jahre

Seine Mutter hat den Mut gefunden trotz des schmerzlichen Verlustes ihres Sohnen und erzählt einer österreichischen Tageszeitung über Joel, den wir erst nach seinem Suzid kennen lernen durften. „JUTTA MENSCHIK: In diesem Alter ist die Identität – Aussehen, Image, Persönlichkeit – brüchig und leicht zu erschüttern. Der Affekt, der auf Cybermobbing folgt, ist Scham, die neben der Angst das größte Unlustempfinden ist“. (2)

Was in der Schule für Mobbing-Attacken gegen Joel liefen ist unklar, denn die Schulleitung sagt nichts, der Direktor ist natürlich nicht erreichbar und das Lehrerkollegium schweigt offenbar betroffen, warum wohl?(1)

Doch Joel war nicht nur in der Schule das Ziel der Mobber, sondern sie gingen auch im Internet auf ihn los. „Joels Vater löschte nach dem Freitod seines Sohnes alle Spuren bei Facebook. An die Seite mit den Beleidigungen kam er aber nicht ran, der Betreiber sitzt in Washington. Michaela H. bat die Polizei, sie löschen zu lassen. Lapidare Antwort: Das ist nicht einfach. Der Schmutztext steht bis heute online“. (3)

Und der Schmutz wurde von den Tätern über eine Internetseite an der Westküste des US-Bundesstaates Washington verbreitet. Eine Seite, die stolz darauf ist, dass man hier „Freunde verarschen“ kann und wohl auch fertig machen darf, also etwas für Cybermobber und dafür wurde die Seite auch eingerichtet. 

Der „US-Betreiber der Pornoseite, auf der Joel gedemütigt wurde, bietet Usern fragwürdiges „Service“ an.  Die Betreiber der Website fordern ungeniert und offen dazu auf: Verarsche deine Freunde, schicke sie zu name.xxxxx.com (Domainname der Redaktion bekannt). Jeder, der die Webadresse kennt, kann diese dann per E-Mail, Facebook & Co. verbreiten“ .(1)

Und so nahm das grausame Spiel der Täter mit seinem Opfer ein Ende, das wir von so vielen Mobbing-Attacken auf Teenager kennen. Joel „war bei seinem besten Freund Philip gerade erst angekommen. Bevor sie zu einem GTI-Treffen wollen, klickten die Jungs nur mal kurz bei Facebook rein“. (3)

Leider war das kurze Anklicken ein Besuch bei Facebook zu viel. „Joel ist tief getroffen. Ich wusste, dass er gehänselt wird, wegen seiner paar Kilos zu viel, seiner Kleidung, sagte Mutter Michaela H. der Kleinen Zeitung. Aber er sprach nie darüber.“(3) Klar war also, wer die Täter dann sind, die den Jungen fertig machen wollen, die Schulleitung kennt die Namen, und nun?

Mobbing-Opfer Sam Leeson, 13 Jahre

„Joel, Du bist ein a… Homo! Du bist schwuler, als die Polizei erlaubt“(3), verarschen nennen so was die Betreiber der Internseite, von denen man viel weiß, doch was nützt das einem hilflosen Vater in Klagenfurt?

„Eine sogenannte „Who-Is“-Abfrage fördert Adresse und sogar Telefonnummer einer Firma in Bellevue an der Westküste des US-Bundesstaates Washington zutage. Die Firma (oder vielmehr ihr Briefkasten) residiert in einem Chinarestaurant“. (1)

Und Joel reagiert auf diese erneute Schmutzkampagne fassungslos und voller Verzweiflung. „Diesen Link konnten alle seine Freunde auf Facebook lesen, sie würden ihn jetzt noch schlimmer fertig machen. Waren das die Gedanken, die den Schüler auf die Bahngleise trieben? Er rannte aus dem Haus seines Freundes, legte sich vor den ersten Zug – und ließ sich überrollen“. (3)

Und nun sitzen seine Eltern da, versuchen mühsam zu verstehen was geschehen ist, bieten anderen Eltern Hilfe an, die ihr Sohn zum Beispiel bei seinen Lehrern nicht gefunden hat und versuchen mühsam das Ansehen ihres toten Sohnes in ein menschenwürdiges Bild zu setzen. „Joels Vater löschte nach dem Freitod seines Sohnes alle Spuren bei Facebook. An die Seite mit den Beleidigungen kam er aber nicht ran, der Betreiber sitzt in Washington“, wie schon erwähnt, was soll er auch anders tun, jetzt, nachdem sein Sohn tot ist.

Und hier ist nun Hilfe gefragt, Hilfe von Experten und Administratoren, die diesem unwürdigen Spiel ein Ende setzen. Wer Ideen hat, sollte diese umgehend umsetzen, Joel hat mehr und besseres verdient, auch wenn er nur 13 Jahre gelebt hat. Gebt den Tätern keine Chance sein Ansehen zu beschmutzen.

1)http://www.kleinezeitung.at/nachrichten/chronik/2660951/niemand-will-schuld.story

http://www.prosieben.de/tv/taff/video/clip/169007-tod-nach-cyber-mobbing-1.2546767/

2)http://www.kleinezeitung.at/nachrichten/chronik/2659715/mobbing-loest-beim-opfer-scham.story

3)http://www.express.de/news/panorama/auf-facebook-gemobbt—selbstmord-/-/2192/7190202/-/index.html

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