Posts Tagged ‘Gewalt’

Fortsetzung der „Unendlichen Mobbing-Geschichte der Manuela Damm-Pick“

3. Januar 2012

„Wer sich mit einem halben Sieg begnügt, handelt allzeit klug; denn immer verliert, wer einen Sieg bis zur Vernichtung des Gegners anstrebt.“

Die Vernichtung des Gegners? Alles spricht inzwischen dafür, dass hier ein Bürgermeister einen ganz persönlichen „Vernichtungskrieg“ gegen eine seiner attraktiven Erzieherinnen führt. Trotzdem würde man sich wünschen, der Schlangenbader Bürgermeister hätte statt Franz von Assisi zu „studieren“ – was ihm sowieso niemand so recht abgenommen hatte – Machiavelli gelesen und somit auf das Eingangszitat gestoßen wäre.

Doch so, wie ihn die Bediensteten der Gemeinde Schlangenbad tagtäglich erleben, wird er in dem Werk Machiavellis nur die falsch verstandene Konzeption kleingeistiger Machtpolitik der nach Herrschaft Strebenden sehen wollen und können, nämlich den „Machiavellismus“. Aber vielleicht tut man ihm ja unrecht, denn als Jurastudent muss er beim Seminar für Rechtsgeschichte sich zumindest partiell mit Machiavelli befasst haben. Vielleicht auch mit dem 17. Kapitel des „Il Principe“, wo Machiavelli dem Herrscher auf die Frage, ob es besser sei, geliebt oder gefürchtet zu sein, empfiehlt, beides zu sein. Da dies aber kaum möglich sein werde, empfahl er, eher auf die Beliebtheit zu verzichten. Der Herrscher solle gefürchtet, aber nicht gehasst sein, was ihm nur gelänge, wenn er darauf verzichte, sich an der Habe und den Frauen seiner Mitbürger und Untertanen zu vergreifen.
Da Frau Damm-Pick die Kündigungsschutzklage gegen die zweite Kündigung in erster Instanz einmal mehr gewonnen hat, schäumte der Kleindiktator vor Wut: Der Richter hätte eine vorgefertigte Meinung gehabt (sic!?) und die tatsächlichen Kündigungsgründe seien nicht behandelt worden.
Die inzwischen vorliegende „schriftliche Urteilsbegründung“ sagt da etwas ganz anderes aus: Wie schon die drei Instanzen im ersten Kündigungsverfahren, stellte auch diesmal das Gericht fest, dass Frau Damm-Pick ihren Arbeitsplatz als Leiterin in der Kita Hausen nach wie vor inne habe, die Übernahme der Kita durch den ASB spiele hierbei keine Rolle. Auch wurde wieder einmal mehr nachdrücklich festgestellt, dass der Bürgermeister seiner Fürsorgepflicht nicht nachgekommen sei.
Den Anspruch auf Gehalt, der Frau Damm-Pick nach dem für sie positiven Urteil nun erst einmal nach Gesetz und Rechtsprechung zusteht, lehnt der Bürgermeister mit dem Hinweis ab, sie könne das ja einklagen. Auch bestätigte die Gemeinde noch vor einiger Zeit der Frau Damm-Pick, dass ihr der Jahresurlaub 2010 und 2011 zustehe. Da sie diesen aber wegen der erneuten Kündigung am 1. August 2011 nicht nehmen konnte und eine geldliche Abfindung von der Gemeinde abgelehnt wird, bat sie jetzt, diesen Anspruch in das Jahr 2012 zu übertragen. Darauf wurde ihr schriftlich mitgeteilt: „Aufgrund eines aktuell neu ergangenen Urteils des EuGH vom 22.11.2011 – C 214/20 -, habe ich den Kommunalen Arbeitgeberverband um seine Stellungnahme zum vorliegenden Antrag gebeten.“

Wer sich die Mühe macht, dieses leicht zu findende Urteil zu lesen, wird auch als Nichtjurist sofort feststellen, dass der dort geschilderte Fall, nicht im geringsten mit dem der Frau Damm-Pick zu vergleichen ist, vielmehr wird im Gegenteil die Berechtigung ihres Urlaubs-Anspruches indirekt bestätigt. Ist das nun die akademische Unfähigkeit eines Volljuristen oder die nach Machiavelli „durch keine Bedenken gehemmte Machtpolitik“ des Bürgermeisters einer 7.000-Seelen-Gemeinde.

In „gutefrage.net“ fand ich auf die Frage: Warum sind manche Menschen schlecht zu andern/zueinander? (Mobbing, Gewalt, Diskriminierung… ), folgende Antwort: (Sie) sind kleingeistige, zumeist unterdurchschnittlich intelligente und unzufriedenen Leute, die ihre eigene Unzulänglichkeiten mit Aggressionen überdecken meinen zu müssen …
Ein Bürgermeister-Kandidat verspricht im Wahlkampf traditionell, sich nach seiner Wahl für das Wohl der Bürger und der Gemeinde einzusetzen. An solche leere Versprechungen haben sich die Wähler längst gewöhnt. Die meisten Bürgermeister, bemühen sich wenigstens darum, wenn sie denn gewählt sind, ihr Versprechen weitgehend einzuhalten.
Der Schlangenbader Bürgermeister aber, schaffte zunächst den beliebten Bürgerbus ab, dann übertrug er die gemeindeeigenen Kita’s an den ASB. Bei beiden Maßnahmen hat die Gemeinde nicht nur kein Geld gespart, sondern muss tiefer in die leere Kasse greifen. Sein neuester Clou: Er lagert einen großen Teil der Gemeindeverwaltung aus auf benachbarte Kommunen. Vollendet ist inzwischen die Übertragung der Personalverwaltung auf eine Kommune, die je nach Ortsteil 12—15 km von Schlangenbad entfernt ist. Weitere Gemeindeämter sollen ausgelagert werden in Nachbarorte, die noch weiter von Schlangenbad entfernt sind.

Zum Schluss sollen wohl im Schlangenbader Rathaus neben dem Bürgermeister nur eine handvoll „höhere“ Bedienstete das Rathaus bevölkern. Die Gemeindevertretung hat sich schon mit der Sanierung des Rathauses befasst. Die Medici aus Florenz, die von Machiavelli vorgeführt wurden und ihn dafür ins Gefängnis warfen, lassen grüßen“. (von F. W.)*

1)http://wp.me/puNcW-1Xm

Rufmord ist eine der vielen hinterhältigen Varianten des Mobbings

26. Dezember 2011

Joachim Weber weiß was Rufmord und Mobbing heißt, bei ihm ging es bis zur Grenze von allem Zumutbarem. „Dem Rufmord folgte Einsamkeit: Die Leute gehen dir aus dem Weg, Freunde wollen sich nicht mehr mit dir sehen lassen, so Weber weiter. Am Ende der psychischen Tortur standen Suizidgedanken und ein knapp überstandener Schlaganfall. Ein Bekannter rettete mein Leben, indem er mir Mut machte, mein Leben wieder aufzubauen, sagt Weber“. (1)

Doch der 56-jährige Joachim Weber hat sich gewehrt. Er hat Anzeige gegen seine Mobber gestellt und sich offensiv in der Öffentlichkeit präsentiert und dabei andere Opfer gefunden. „Offensiv reagierte er auf die nächste Schikanewelle und platzierte 30 offene Schreiben in die Briefkästen seines Ortes. Und plötzlich bekam ich sieben Reaktionen von Menschen, die ähnliches erlebt hatten, berichtet Weber“. (1)

Und Weber will mehr, er will Betroffenen mit einer „Selbsthilfegruppe Mobbing- und Stalking“ helfen, denn noch immer ergötzen sich sogenannte Fachleute in sinnlosen Definitionen. „Walter Roth, Kriminalpolizist und Präventionsexperte bei der Polizeidirektion Emmendingen“ sagt „auf Nachfrage, das Stichwort Mobbing ist nicht exakt definiert“. (1)

Irrtum Herr Roth, Mobbing ist ein soziologischer Begriff, der Stalking, Hetze, Gewalt, Cyberattacken, Rufmord, Verleumdung, üble Nachrede und andere psychologische Kriegsattacken am Arbeitsplatz, in der Schule, am Wohnort oder im Internet vereint. Wir wissen um was es geht, von daher gibt es keine abschließende Definition und wir brauchen sie auch nicht.

(Letzte Änderung am 29.12.2014)

1)http://www.badische-zeitung.de/riegel/er-war-oben-und-fiel-ganz-nach-unten–53983819.html

Das brandenburgische Bildungsministerium versucht Gewaltopfer zu mobben

28. Oktober 2011

„Opfer ist in einer freien Gesellschaft nicht mehr, wer erniedrigt wird, sondern wer in seine Erniedrigung nicht einwilligt„ von Bundesrichter Thomas Fischer.

Im Fall der Mobbing-, Gewalt- und Missbrauchsfälle an der Potsdamer Elite-Sportschule „Friedrich Ludwig Jahn“ (1) versucht nun das Bildungsministerium die Opfer zu diskreditieren. Obwohl eigentlich der Staatsanwalt ermittelt und in dieser Zeit jede Aussage oder Wertung eine Einmischung in ein laufendes Verfahren ist, versucht der Ministeriumssprecher Stephan Breiding die Aussagen der Opfer öffentlich in Frage zu stellen und will somit wohl Druck auf den Staatsanwalt ausüben. (2)

Auch der “ Bund Deutscher Kriminalbeamter (BDK) im Land Brandenburg“ kommt zu der Erkenntnis, dass die „Informationspolitik von Breiding“ unprofesionell sich in ein Verfahren einmischt, dass die Opfer erneut demütigen kann. „Gerade in solchen speziellen Fällen dürfe die Klassifizierung von Straftaten nicht von Laien vorgenommen werden – dafür gäbe es Fachleute wie Staatsanwälte. Zudem sollte angesichts des jungen Alters der Beteiligten mit öffentlichen Äußerungen behutsam umgegangen werden“. (2)

Woher der Sprecher des Bildungsministerium seine Informationen über die Aussagen der Täter und Opfer hat, weiß wohl nur er. Die Staatsanwaltschaft in Potsdam „gab es gestern unter Verweis auf die laufenden Ermittlungen in dem Fall, bei dem es zudem um Minderjährige geht, keinen Kommentar zu den Aussagen aus dem Bildungsministerium“ jedenfalls, was immer das heißen mag.

Der Schaden in dem Fall wird für die Opfer immer größer, denn offensichtlich stimmen die Aussagen der Opfer zu den Mobbing- und Gewaltattacken und was den Straftatbestand „wegen des Verdachts der sexuellen Nötigung“ oder des Missbrauchs anbelangt,  da kann man ja wohl geteilter Meinung sein. „Unter anderem hatte ein Schüler angegeben, die Peiniger hätten ihn mit einem Besenstiel penetriert – nach jetzigen Erkenntnissen sei dies von den Tatverdächtigen aber nur angedroht und angetäuscht worden, hieß es gegenüber…“ einer Zeitung. Fragt man sich, was Antäuschen heißen soll und was eine vollendeter, sexueller Missbrauch eines Opfer mit einem Besenstiel ist?

Mir graut es schon bei den verharmlosenden Ausführungen  des Bildungsministeriums und der Sportschule, danach sollen die Täter nicht der Schule verwiesen werden.   „Die zwei Schüler, die bisher noch nie wegen Gewalt auffällig gewesen seien, bekämen eine letzte Chance – allerdings werde für den Wiederholungsfall ein Verweis angedroht“. (2)

Welche Rehabilitationsmaßnahmen, sowie Schadensersatz- und Schmerzengeld für die Opfer zur Verfügung gestellt werden, damit beschäftigen sich natürlich die „Lehrerkonferenz“ und Herr Breiding nicht. Wieso auch? Für Opfer gilt immer, Vogel friß oder stirb. Die Täter auf jeden Fall können auf alle Kuschelmaßnahmen rechnen, die es gibt.  Sie bekommen eine „letzte Chance“ und dürfen als „Handballtalente“ beim Vfl Potsdam „weiterspielen“. Wie schön muss es doch hier im Lande sein, wenn man Täter ist?(2)

Und auf die vom Chef der Jungen Union, Tino Fischer recherchierten anderen sechs „Mobbing- und Übergriffsvorfälle“ gehen die Genossen vom  Bildungsministerium in Potsdam erst einmal nicht ein. Da schläft man einfach besser, wenn man sich nicht mit den Folgen für die Mobbing-Opfer beschäftigt. Schon erschreckend, welche Beamte und Politiker wir in Potsdam haben. (1)

1)https://dieaktuelleantimobbingrundschau.wordpress.com/2011/10/27/mobbing-und-gewaltubergriffe-wie-das-taglich-brot-an-der-elite-sportschule-in-potsdam/

2)http://www.pnn.de/potsdam/590450/

Der Tag der Zivilcourage

6. Juli 2011

Kaum ein Kalender, Bürger oder gar das Facebook kennen diesen Tag, warum? Dabei ist Zivilcourage das A und O der Demokratie. Die Tunesier und Ägypter wissen was Zivilcourage ist. Der „niedersächsische Kultusminister Bernd Althusmann (CDU)“ offenbar nicht, weil er wohl auch nicht weiß, warum der 06.07.2011  in Niedersachsen der Tag der Zivilcourage ist. (1)

„Der niedersächsische Kultusminister Bernd Althusmann (CDU) soll in seiner Doktorarbeit mehrfach gegen die Regeln der Wissenschaft verstoßen haben. Althusmann räumte bereits handwerkliche Fehler ein, lehnt aber einen Rücktritt ab“. (1)

„PHK Eberhard BLOCK als Leiter des Präventionsteams der Polizeiinspektion Verden / Osterholz“ weiß offenbar was das ist, Zivilcourage. Er hält Vorträge und tritt bei Veranstaltungen an Schulen auf und versucht Schülern, Lehrern und Eltern Zivilcourage und ihre Grundlagen zu erklären.

„Kann man Zivilcourage lernen, trainieren und steigern,und wenn ja, wie? Oder ist „sozialer Mut“ nur sehr langfristig oder gar nicht zu
erwerben? Zivilcourage lernen ist nicht schwer, den Mut dazu zu finden dagegen manchmal sehr“. (2)

Und man fragt sich, warum unsere Politiker nicht die Leitsätze kennen, die uns PHK Eberhard BLOCK  zur Zivilcourage nennt. „Einprägsame Leitsätze zum Thema Zivilcourage sind:
„Wer nichts tut, macht mit!“
„Der einzige Grund, nicht zu helfen ist: Selbst Opfer zu sein!“
„Weghörer“/“Wegseher“ sind Mittäter!“
„Passivität schützt nur den Täter!“ (2)

Ich glaube ganz einfach, dass Politiker wie  Kultusminister Bernd Althusmann (CDU) nur ihre Interessen kennen und Mut zur Zivilcourage fehlt ihnen ganz einfach. Dabei kann man sich gegen Stalking, Mobbing und Gewalt nur mit Zivilcourage wehren. 

1)http://www.facebook.com/?ref=home#!/profile.php?id=100000136348447

http://www.welt.de/politik/deutschland/article13470962/Unklarheiten-in-Dissertation-von-CDU-Kultusminister.html

2)http://www.presseportal.de/polizeipresse/pm/68441/2074096/pol-ver-der-06-07-2011-ist-in-niedersachsen-der-tag-der-zivilcourage

Neologismus oder haben Hannover und Deutschland Ghettoschulen?

21. Oktober 2010

In Deutschland findet in Teilen der Medien und Öffentlichkeit eine Diskussion statt, die an der Oberfläche gerne Mobbing genannt wird, die Hintermänner jedoch ihre Schuld am Zusammenbruch einer Kultur und sozialen Gesellschaft nur kaschieren wollen. Immer wenn es den Politikern und Lobbyisten schlecht geht, dann wird auf die „Ausländer“ gezeigt oder eingeschlagen, nur diesmal scheinen die zurückzuschlagen.

Lange hat dieses Land sich geweigert die „Ghettoschulen und ihre Bezirke“ auch so zu nennen. Nun tauchen an diesen Ghettoschulen Probleme mit Mobbing-Fällen auf. Doch statt das unsere Politiker sich einmischen, Patenschaften und Arbeitskreise mit den Betroffenen vor Ort bilden, wird nun eine Geisterdiskussion geführt, die „Deutschfeindlichkeit“ heißen soll und so im Fernsehn mehr und mehr auftaucht.

Was ist „Deutschfeindlichkeit“ überhaupt. Dazu eine kurze Erklärung aus dem verhassten Wikipedia. „Ein Neologismus (mit lateinischer Endung entlehnt vom griechischen νεολογισμός neologismos, von νέος neos „neu“ und λόγος logos „Wort“) ist ein lexikalisches Zeichen (= neues Wort oder mit neuer Bedeutung verwendetes, bereits vorhandenes Wort), das in einem bestimmten Zeitraum in einer Sprachgemeinschaft aufkommt und sich verbreitet“.

Umgesetzt in den Alltag heißt das, „Deutschenfeindlichkeit? Mit dem Wort können die beiden jungen Türken, die auf dem Bolzplatz des Freizeitheims Stöcken hinterm Tor stehen, nichts anfangen. Was soll das sein(?), fragen sie. (1) Und sie fragen zu recht. Sie könnten dann weiter fregen, wer bringt solche Begriffe eigentlich auf?

„Nach dem Aufruf bei stern TV hat die Redaktion mehr als 4300 E-Mails zum Thema Deutschenfeindlichkeit bekommen. Die meisten Zuschauer fanden die Debatte berechtigt. Und 85 Prozent der Menschen, die geschrieben haben, haben Deutschenfeindlichkeit schon selbst erlebt. Vor allem an Schulen kommt es offenbar regelmäßig zu Beschimpfungen, Ausgrenzung und Gewalt gegen deutsche Schüler“. (2)

Aus der Diskussion um „Mobbingattacken an den „Ghettoschulen“ in Deutschland ist mal wieder eine irrationale Diskussion mit Moslemphobie als Hauptelement geworden. Und unsere Politiker, die nur noch 40 % der Bürger zu ihren Wahlurnen bringen,  haben schlichtweg Angst. „Die Wahlbeteiligung fiel mit 42,1 Prozent noch niedriger aus als bei der Hauptwahl vor zwei Wochen. Insgesamt waren mehr als 127500 Potsdamer zur Stichwahl aufgerufen“. Und das zum Tag der deutschen Einheit.(3)

Und wenn Politiker Angst haben, dann wird es für die Bürger gefährlich, das war schon damals so und ist es heute noch gravierender. Alleine die Tatsache um das Opfer von Stuttgart 21 (10)  und deren dadurch ausgelöste Bürgerproteste zeigen einmal mehr, hier findet eine systematische, „andere Zerstörung der Vernunft“ statt, die ihre Ursachen im wesentlichen in der gescheiterten Einheitsideologie von 1989/90 hat. (4)

Deutschland ist heute ein mehrfach geteiltes Land, im geographischen wie im sozialen Sinne. Die Grenzen sind teilwiese fließend oder orientieren sich an alten Muster, Beipsiel Ossi-Wessi- Debatte, die man schnell nach dem 3. Oktober 2010 in eine „Deutschfeindlichkeitsdiskussion“ umgesteuert hat. Es ist ja auch einfacher auf soziale Minderheiten einzuprügeln,  insbesondere wenn die sich durch sozialfaschistische Äußerungen hervortun und aus der Unterschicht ihrer Heimatländer stammen.

Deutsche raus, Ihr habt hier nichts zu suchen“. (2) Die Problematik der „No-Go-Areas“ wird in solchen Häuserwandparolen nur umgedreht, aber von unfähigen Journalsiten wie Jauch – der in Potsdam, seinem Wohnort als der „Jude“ bezeichnet wird, natürlich unter vorgehaltener Hand, wie das bei Ossis üblich ist – gleich zu einem Fernsehabend umgestaltet wird.

„Am Stöckener Markt sitzen zwei Mädchen auf einer Bank, Teenageralter, die Augenlider sorgfältig geschminkt. Die Frage nach der sogenannten Deutschenfeindlichkeit hat für sie offensichtlich etwas Naives. Natürlich gibt es das, vor allem, wenn die Deutschen in der Unterzahl sind, sagt eine. Also dort, wo es eine ethnisch-soziale Unterschichtenkonzentration gibt, wie es der Politologe Stefan Luft von der Uni Bremen ausdrückt“. (1)

Man kann es aber auch einfacher sagen, statt  „ethnisch-soziale Unterschichtenkonzentration“, wer ist die Mehrheitsfraktion im Ghetto, doch das stört ja uns Detsche, weil wir so gerne als Sozial uns bezeichnen, nur was ist das bitte?

„Einmal sei eine türkische Mitschülerin sogar mit einer Flasche auf sie losgegangen. Und dass ihre beste Freundin eine Türkin war, konnte Mandy an ihrer Schule nicht offen zeigen. Die türkische Freundin hätte sonst Stress mit ihren Landsleuten bekommen“. (5)

Ja, das wäre dann Mobbing unter Türken, wie es Aylin oder Fatima an ihrer Schule erlebte. (6)

Aber Aylin oder Fatima wird eben auch auf Arbeit gemobbt, wenn sie älter ist. Und wenn sie sich wehrt und Zivilcourage zeigt, wird sie dann vor einem deutschen Arbeitsgericht fertig gemacht. (7)

Doch auch wenn sie nicht  Aylin oder Fatima heißen würde und rein deutsch wie der „Whistleblower DRK“ wäre, dann würde sie genauso fertig gemacht werden, den wozu haben wir Peilsender? Übrigens die Stasi hat gerne mit diesen Peilern gearbeitet, nett, dass diese Tradition 2010 so verbreitet ist bei uns Deutschen, woran das wohl liegen mag?(8)

Hat es doch vielleicht mir der „anderen Zerstörung der Vernunft“ zu tun, vor der uns Habermas so eingehend gewarnt hat und die der konservative Journalist Maxim Biller als „die Ossifizierung des Westens“ oder die „deutsche deprimierende Republik“ bezeichnet hat. Im Osten ist es heute üblich, dass Schüler sich mit den Worten „Du Jude“ oder „Opfer“ begrüßen, seit neustem auch mit „Du Schwuler„, und alle hören mal wieder weg, Lehrer, Busfahrer, Eltern,Politiker und Polizisten. Nur wer sollte denn aufschreien, wenn es im Ghetto heißt, „Deutsche raus hier“, etwa unsere Lehrer, Politiker, Eltern, Anwohner und Polizisten?

Um sich zu wehren benötigt man Zivilcourage und jede Menge Vernunft, um den richtigen Weg zu finden, doch wo sind Werte wie Zivilcourage und Vernunft bei uns überhaupt gefragt, wenn Frau Merkel nach dem Besuch der Fußballnationalmannschaft die unter anderem aus Özil*, Khedira, Klose, Podolski, Cacau und Gomez besteht erklärt, es ist jetzt Schluß mit Multi-Kulti.(9) Heißt dass, das diese Spieler jetzt nicht mehr für Deutschland spielen dürfen oder Frau Merkel einen Knick in der Optik und im Weltbild hat?

1)http://www.haz.de/Hannover/Aus-der-Stadt/Uebersicht/Paedagogen-berichten-von-Mobbing-gegen-deutsche-Schueler

2)http://sosheimat.wordpress.com/2010/10/20/deutschenfeindlichkeit-realitat-an-deutschen-schulen/#comment-20100

3)http://www.tagesspiegel.de/berlin/jakobs-gewinnt-stichwahl-in-potsdam/1948792.html

4)http://www.zeit.de/1991/20/Die-andere-Zerstoerung-der-Vernunft?page=3

5)http://www.stern.de/tv/sterntv/integration-deutschenfeindlichkeit-realitaet-an-deutschen-schulen-1615218.html

6)https://dieaktuelleantimobbingrundschau.wordpress.com/2009/12/15/turkische-schuler-und-schulerinnen-mobben-aylin/

7)http://www.gutefrage.net/frage/kann-ich-beim-arbeitgeber-kuendigen-wenn-ich-in-der-private-insolvenz-bin

8)https://dieaktuelleantimobbingrundschau.wordpress.com/2010/10/20/mobbing-und-schwere-korruptionsvorwurfe-gegen-berliner-drk-kliniken/

9)http://www.dfb.de/index.php?id=128

10)http://harrygambler2009.wordpress.com/2010/10/14/polizeieinsatzopfer-dietrich-wagner-stuttgart-21-auf-einem-auge-bling/

*Als Özil in der 83. Minute ausgewechselt wurde, erhoben sich die Zuschauer im Estadio Santiago Bernabéu und applaudierten dem 22- Jährigen. „Das ist ein sehr schönes Gefühl. Das sind geile Fans, die uns 90 Minuten unterstützen“, sagte er beeindruckt.

http://magazine.web.de/de/themen/sport/fussball/champions-league/11382996-Oezil-glaenzt-bei-Real-Sieg.html

Thilo Sarazzin und seine neuen Freunde

10. September 2010

Multikulti ist gescheitert?

Die SPD wird noch Jahre brauchen, um die Traumatisierung mit dem Namen Thilo Sarazzin hinter sich zu lassen. Gerade die anstehenden Wahl zum Abgeordnetenhaus im September 2011 wird für die Berliner SPD um Partylöwen und Sarazzingönner Wowereit zum Eklat* werden. Die Grünen haben schon längst die SPD hinter sich gelassen und werden wohl zur Nummer 1 in Berlin werden.

Es wurde noch besser, die Piraten sind mit 9 % in den Senat eingezogen, wer hätte das damals gedacht.

Dann versteht man eigentlich die Grabenkämpfe vom „frühere Hamburger Bürgermeister Klaus von Dohnanyi“ und dem „sozialdemokratische Neuköllner Bezirksbürgermeister Heinz Buschkowsky“ noch weniger. Außer man versteht den Selbstzerstörungstrieb der Berliner SPD.

„Wenn die SPD ihn ausschließen will, stehe ich bereit, ihn vor der Schiedskommission zu verteidigen, schrieb Dohnanyi in einem Beitrag für die Süddeutsche Zeitung. Einen fairen Prozess wird es ja wohl noch geben.“(1) Es wäre gut, Herr Klaus von Dohnanyi würde sich auch so für die Mobbing-Opfer bei den Finanzämtern einsetzen, doch das wäre zu demokratisch und fair.

„Der sozialdemokratische Neuköllner Bezirksbürgermeister Heinz Buschkowsky warnte seine Partei ebenfalls vor einem Ausschluss Sarrazins“. (1)

Fragt man sich, warum Buschkowsky mit seinem Kiez in Neukölln und seiner Parole „Multikulti ist gescheitert“ so viel Wind macht, während heute der Brennpunkt der Intergationsproblematik im Bezirk Schöneberg um den Pallaskiez liegt, wo es „Prostitution, Zuhälterei, Drogenhandel, Gewalt und Mobbing von Deutschen oder intergationsfähigen Ausländer geht.

Vielleicht sollten die drei Mal ein Spiel der deutschen Nationmannschaft im Fußball anschauen, dann verstehen sie aus versehen, wie gelungen doch „Mulitikulti“ in Deutschland gerade im Sport gelungen ist, und dem deutschen Paradepferd Fußball.

Dohnanyi und  Buschkowsky haben wohl als erste begriffen, das man mit dem Thema Sarazzin und Intelligenzgen viel Kohle scheffeln kann und das nicht nur für Sarazzin und die Springerpresse, sondern jetz auch für die beiden Freunde von Thilo. Nur für die SPD steht mal wieder eines fest, von nun an gings berab, bei dem Bodenpersonal nicht verwunderlich.

1)http://de.reuters.com/article/domesticNews/idDEBEE68500Y20100906

http://de.reuters.com/article/domesticNews/idDEBEE68600J20100907

Video-Überwachung gegen Mobbing in Schulen

3. August 2010

In der Schweiz scheinen die Auseindandersetzungen, Diebstähle, Mobbing und Gewalt an den Schulen mehr und mehr zu eskalieren. Doch man will diesem „Psychoterror“ sich nun entgegenstellen.

„Nach einer Übereinkunft im Jahr 2009 entschieden sich Sekundar- und Primarschulpflege für eine flächendeckende Video-Überwachung der Schulareale“. (1)

Diese Maßnahme gilt bisher wohl nur für einige Schulen. „Sekundar- und Primarschule Obfelden wollen Vandalismus und Gewalt auf den Schularealen mit Video-Überwachung eindämmen. Ohne Gegenstimme genehmigte die Gemeindeversammlung die erforderlichen Reglemente und sprach sich auch für eine definitive Einführung der Schulsozialarbeit aus“. (1)

Dabei weiß man, dass diese maßnahme der Videoüberwachung nicht ausreicht. „Die Stimmberechtigten sagten auch Ja zur definitiven Einführung der Schulsozialarbeit, für die jährlich 80{FSPACE}000 Franken aufgewendet wird. Laut Susanna Forster, der neuen Präsidentin der Sek Obfelden-Ottenbach, deckt die Schulsozialarbeit diverse Bedürfnisse ab und kommt zum Zug, wenn sich Probleme in Schule und Elternhaus manifestieren, wenn Stellensuche, Mobbing, Suchtmittel, psychische Belastungen oder sexuelle Gewalt Thema sind. 98 Schülerinnen und Schüler, fast die Hälfte des Bestandes, nahm im vergangenen Jahr Schulsozialarbeit in Anspruch. Eine Umfrage bei Lehrkräften hat ergeben, dass sich das Klima in der Schule seither spürbar verbessert hat“. (1)

Offensichtlich hat die kompakte Art der Schulleitung in Abstimmung mit den örtlichen Behörden, das Einebeziehen der „schulsozailarbeiter dazu geführt, dass Mobbing-Täter sich zurück halten, ein Erfolg der mehr Wert ist als tausend Politikerworte.

1)http://www.a-z.ch/news/politik/schulhaeuser-werden-mit-video-ueberwacht-9097080

1)http://www.a-z.ch/news/politik/schulhaeuser-werden-mit-video-ueberwacht-9097080

Gewalt, Diebstahl und Körperverletzung an Schulen

13. Juli 2010

Schülertheater

Das Thema Mobbing an Schulen hält Einzug ins Pantoffelkino. Es zeigt aber nur, wie verbreitet die Themen Schikane, Gewalt und andere Straftaten in diesem Lande schon sind. Soap Operas greifen solche gesellschaftlichen Thematiken in der letzten Zeit immer öfters auf, sie versuchen so Zuschauer zu gewinnen.

„Zwei Experten-Teams zeigen, wie sie im Fall von Gewalt, Diebstahl und Körperverletzung an Schulen von der Polizei eingesetzt werden, wie sie helfen und aufklären können – immer mit dem Ziel, die Gewalt an Schulen nachhaltig einzudämmen und den betroffenen Kindern einen Ausweg aus der Gewaltspirale zu zeigen“. (1)

Mobbing in der Arbeitswelt wird bald folgen, zu viele Opfer hat dieser Krieg an und um den Arbeitsplatz gekostet.

1)http://suche.aol.de/aol/idoidPage?query=mobbing%2C+13.07.10&type=web&pageNum=1&title=Teleboy+-+RTL+-+Die+Schulermittler+-+Di%2C+13.07.2010+%7C+04%3A20+h&s_it=web_serp&s_cid=45076838179972650419750923143727219885&u=http%3A%2F%2Fwww.teleboy.ch%2Fprogramm%2Fshow%2FRTL%2FDieSchulermittler%2F201007130420008

Eine Schule wehrt sich gegen Mobbing, die Anti-Mobbing Konvention

15. April 2010

Mobbingerlebnis

Man kann viel tun, wenn man von der Verantwortung als Führungskraft im Schulbetrieb keine Angst hat, sondern eine Chance sieht, sich gegen den Mob zu wehren. Anders als der Schulleiter und sein Schulrat von der Berliner Lindenhof-Grundschule (1) hat die Eichwald-Realschule Sachsenheim Courage bewiesen.

Mit einer Anti-Mobbing Konvention stellt man sich auf die Seite der Opfer und sagt den Täter ganz klar, was passiert, wenn sie Schülerinnen und Schüler, Lehrerinnen und Lehrer angreifen, schikanieren oder ganz einfach global ausgedrückt, mobben. Egal ob nun unsere Juristen oder Götter in Schwarz meinen, Mobbing sei kein Rechtsbegriff.

Es liegt an uns Bürger dieses Vakuum aus juristischer Unfähigkeit, politischem Nichtwollen und wegschauenden Ermittlern zu füllen. Es sind unsere Schulen, es ist unser Alltag und unser GG.

Die Anti-Mobbing Konvention der Eichwald-Realschule (2) ist klar und übersichtlich aufgebaut und kann vielen im Lehrbetrieb Deutschland weiterhelfen als Musterkonvention.

Die Anti-Mobbing Konvention beginnt mit dem Leitsatz: „WIR SCHAUEN HIN UND HANDELN“.

Und das bedeutet einmal für die Betroffenen, „wir schützen und stützen das Opfer und bieten unsere Hilfe an“! Außerdem heißt das, „wir geben Halt und lassen Opfer nicht im Stich“. Einfacher und nachhaltiger kann man es wohl nicht formulieren.

„WIR SCHAUEN HIN UND HANDELN, bedeutet für den oder die Täter:

– „wir verurteilen Mobbing, nicht den oder die Mobber“.

Schüler trauern um Phoebe Prinz

– „wir versuchen zusammen mit dem Täter / den Tätern die Probleme zu lösen“.

– „unsere ausgebildeten Mobbing-Mediatoren suchen gemeinsam im Gespräch mit allen Beteiligten nach Lösungen“.(2)

Ziel der Anti-Mobbing Konvention ist es, „wir wollen eine Schule der guten Zusammenarbeit und des Vertrauens und damit auch eine Schule ohne Mobbing, Schikane und Gewalt sein“. (2)

Dazu gibt es die fünf elementaren Eckpunkte, nach denen alle Handeln, das heißt Reden, Erklären, Geben, Leisten und Verpflichten:

– Wir beteiligen uns nicht an der Entstehung und Verbreitung von Gerüchten. Unser Grundsatz: Wir reden mit den Menschen, nicht über sie.

– Wir erklären, dass wir niemanden schikanieren. Niemand soll andere bewusst Situationen aussetzen, denen sie menschlich nicht gewachsen sind.

– Wir geben uns stets Mühe, mit jedermann in der Schule höflich und offen zusammenzuarbeiten und dabei Problemen nicht aus dem Weg zu gehen.

Mobbingopfer Stefan K., Potsdam

– Wir leisten jedem Mitmenschen, der uns darum bittet, Beistand gegen Schikanen und stellen uns demonstrativ an seine Seite, auch wenn wir nicht in allem seine Meinung teilen. Wir lassen Niemanden allein!

– Wir verpflichten uns, mit anderen gemeinsam gegen Mobbing und Schikane vorzugehen, wo wir dies beobachten. Wir handeln gemeinsam statt einsam.

Verstöße gegen diese von uns gemeinsam erstellten Regeln nehmen wir ernst.

Wir bieten Hilfe an:

Dann folgen fünf Ansprechpartner an der Schule. So einfach kann ein Konvention sein, klar und verständlich, der Sache dienlich und sich seiner sozialen Rolle als Fürsorgepflichtleistender bewusst zu sein.

Man kann nur hoffen, dass viele Schulen, Unternehmen und Behörden diese Konvention gegen Mobbing lesen und übernehmen, auf die Politiker können wir eh nicht zählen. Also müssen wir Bürger im Rahmen der Gesetze und im Sinne unseres Grundgesetzes, Artikel 1 und 2 handeln.

Wir haben die Wahl zwischen einem Schuldirektor a la Lindenhof-Schule Berlin oder einer Schule wie die Eichwald-Realschule. So einfach kann es sein, Stellung zu beziehen und sich zu wehren und für ein lebenswertes Miteinader sich einzusetzen. Man muss nur wollen.

1)https://dieaktuelleantimobbingrundschau.wordpress.com/2010/04/10/schulleiter-mobbt-und-terrorisiert-schuler-in-berlin/

2)http://www.cms.realschule-sachsenheim.de/index.php?option=com_content&task=view&id=24&Itemid=18

http://www.cms.realschule-sachsenheim.de/index.php