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Kündigung wegen „Diebstahls von Essensresten“ rechtskräftig.

21. Oktober 2009
Prècaire

Prècaire

Man mag es glauben oder nicht, gerade wenn man die Sendung von Maybrit Illner am Sonntag den 15.10.09 gesehen hat. Da wurde viel von sozialer Partnerschaft geredet. Im Fall der 58-jährige Altenpflegerin in Konstanz spürt man davon jedoch nichts.

„Radolfzell – Wegen sechs Maultaschen im Wert von kaum sechs Euro verliert eine 58-jährige Altenpflegerin in Konstanz ihren Job. Das Arbeitsgericht Radolfzell am Bodensee entschied am Freitag, dass die Mitarbeiterin eines Seniorenheims wegen Diebstahls zu Recht entlassen worden ist. Gegen die fristlose Kündigung nach 17 Jahren Betriebszugehörigkeit hatte die 58-Jährige geklagt. Das Gericht hat die Klage nun abgewiesen.

Das Gericht sah es nun durch Zeugenaussagen als erwiesen an, dass die Frau sechs Maultaschen mitgenommen hatte. Sie habe damit gegen eine Anweisung der Heimleitung verstoßen, wonach Essensreste nicht vom Personal mitgenommen werden dürften. Der Träger des Heims hatte von einem Diebstahl gesprochen, der das Vertrauensverhältnis zwischen Arbeitgeber und der Mitarbeiterin zerrüttet habe, der 58-Jährigen zuerst aber auch 18.000 Euro als Abfindung angeboten“.(1)

Ich bin gespannt wann der erste „Flaschensammler von Berlin“ wegen  Leergutdiebstahl angeklagt wird, denn schließlich gehören ihm die Flaschen auch nicht. Ziemlich makaber was da so abgeht. Achtet bitte unbedingt beim nächsten Toilettengang daruf, wieviel Papier ihr von der Rolle zieht, bei unseren Richtern und Arbeitgebern ist eine Kündigung nicht auszuschließen.

Letzte Änderung am 06.10.2015

1)http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/0,1518,655511,00.html

Asoziale Kündigung wegen „vier Maultaschen“.

8. Oktober 2009
Wohin?

Wohin?

Das im „Schwobeländle net alle so ganz bache sen, han viele scho emmer gwusst“. Übersetzt heißt das etwa, in Baden Württemberg sind nicht alle so ganz gesund im Kopf. Wie soll man sonst verstehen, dass einer 58-jährigen Altenpflegerin wegen vier „Maultaschen“ gekündigt worden ist.(1)

„Der Träger des Heims argumentierte hingegen, sie habe einen Diebstahl begangen. Nach Darstellung des Heims müssen auch Essensreste grundsätzlich zurück in die Küche gebracht werden und dürfen nicht vom Personal verzehrt werden“.

Mobbing Improvisation 3

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„Das Heim bot der Frau 18.000 Euro als Abfindung an. Vor Gericht scheiterte ein Vergleich, deshalb müssen nun Zeugen gehört werden. Zunächst war unklar wann das Arbeitsgericht ein Urteil verkünden wollte“ (1)

Man sollte in dem Fall überlegen, ob man nicht die Heimleitung in eine „geschlossene Abteilung“ einer Spezialklinik verlegt und sie dort Tag für Tag drei oder vier Mal Maultaschen zum Essen aus Resten“ bekommt.

1)http://www.focus.de/panorama/vermischtes/kuendigung-sechs-maultaschen-kosten-58-jaehrigen-den-job_aid_438147.html

http://www.morgenweb.de/nachrichten/newsticker/index.html?dpa_artikel=iptc-bdt-20090920-58-dpa_22443962.xml

http://www.rp-online.de/public/article/beruf/arbeitswelt/761253/Entlassung-nach-Mitnahme-von-Maultaschen.html