Posts Tagged ‘Erpressung’

Cyber-Mobbing-Fälle an der Kardinal-Frings-Gesamtschule

15. Juni 2010

Mobbing-Opfer Megan

In München kam es dieses Jahr zu Cyber-Mobbing-Fälle an der Kardinal-Frings-Gesamtschule. Aufgearbeitet und Hilfen für die Lehrer und Betroffenen hat die Wirtschaftsjuristin und Projektleiterin bei der lo-net GmbH, Nadja Tholen zusammengestellt.

Es gab mit den Cyber-Mobbing-Fällen dann viele Fragen, die sich insbesondere die Lehrer gestellt haben und es zeigt einmal mehr, wie wichtig Fortbildung für Lehrkräfte für das Problem ist. „Die Lehrkräfte stellen sich die Frage, wie sie der Problematik an ihrer Schule begegnen können und ob Cyber-Mobbing strafbar ist“. (1)

Unter den dann folgenden Ausführungen gibt es zu Anfang eine kurze Antwort, die ich hier zitieren möchte. „Um gegen Mobbing vorgehen zu können, muss eine Rechtsverletzung vorliegen. Mobbing selbst ist kein Straftatbestand, aber einzelne Tatbestände wie Nötigung, Drohung, Erpressung oder Körperverletzung stellen strafbare Handlungen dar. Wird Mobbing mithilfe elektronischer Kommunikationsmittel ausgeübt, so spricht man von Cyber-Mobbing. Zu unterscheiden ist das öffentliche und das geschlossene Mobbing„. (1)

Leider wird dann nicht mehr in dem interessanten Artikel auf die Einzelfälle und ihren Verlauf eingegangen. Wäre sichelrich für viele Betroffenen und ihr Umfeld wichtig, vielleicht meldet sich ja von den Opfer mal jemand und stellt uns seinen Fall und den Ausgang da.

http://www.lehrer-online.de/mobile.php?url=fall-des-monats-01-10.php%3Fsid%3D16698243493975513727525742574090

Bei Mobbing gilt: Null Toleranz, ein Präventionswettbewerb

21. Januar 2010

Mobbingerlebnis

„Unter dem Motto Mobbing + weggeschaut = mitgemacht! hat das Innenministerium in Kooperation mit dem Einzelhandelsverband Baden-Württemberg, dem Kultusministerium, dem Städte- und dem Gemeindetag sowie der Polizei Baden-Württemberg zum siebten Mal den landesweiten Präventionswettbewerb gestartet. Mit dem Thema Mobbing stellen wir in diesem Jahr bewusst ein Verhalten in den Mittelpunkt, für das es in unserer Gesellschaft keinen Platz geben darf„“.(1)

Verstärkt merkt man nun in den Behörden des Landes, dass man tragfähige Maßnahmen und Ideen benötigt, um Mobbing Einhalt zu gebieten. Federführend hat nun der Innenminister Heribert Rech“ aus  BW zum diesjährigen Präventionspreis 2010 zum Thema Mobbing eingeladen.

Einem Ideenwettbewerb, „bei dem aktuellen“ Präventionen gesucht werden, damit „sollten sich Kinder und Jugendliche im Alter von zwölf bis 18 Jahren in Schule, Verein, Jugendgruppen oder mit Hilfe ihrer Eltern mit den Ursachen, Motiven, möglichen Formen, den Folgen und den Möglichkeiten zur Verhinderung von Mobbing beschäftigen“.(1)

„Als attraktiver Anreiz würden insgesamt 100 Kinder und Jugendliche für die besten Ideen am 15. Juli 2010 gemeinsam in den Europa-Park in Rust eingeladen und dort für ihre Leistung ausgezeichnet“.

Denn man hat in BW oder Schwabenland erkannt, „mit dem Thema Mobbing“….stellt man „Verhalten in den Mittelpunkt, für das es in unserer Gesellschaft keinen Platz geben darf“.(1)

„Mobbing kenne viele Facetten. Gemobbt werde, wer anders sei als die Wortführer oder die Mehrheit in einer Gruppe. Gründe dafür seien leicht zu finden: zu dick, zu still, zu strebsam oder einfach nur zu „uncool“. Häufig reiche auch schon der Umstand, keine Markenkleidung zu tragen oder das neueste Handy zu besitzen. Mobbinghandlungen würden sich nicht auf soziale Ausgrenzung beschränken. Es gehe vielmehr auch um Straftaten wie Beleidigungen, Sachbeschädigungen, Körperverletzungen oder Erpressung, Raub und sexuelle Belästigung. Teilweise werde die Demütigung der Opfer noch dadurch verstärkt, dass körperliche Übergriffe mit dem Handy gefilmt, ins Internet gestellt oder an andere verschickt würden“. (1)

Nur könne solche Wettbewerbe, die man nicht hochgenug bewerten sollte, kein klares Antimobbinggesetz ersetzen, in dem auch endlich der Jugend der Schutz zu kommt, der ihr gebührt. Ein Antimobbingesetz, das Teil des StGB ist, und in dem auch Mobbing drin steht und dann nochmals die „Straftaten wie Beleidigungen, Sachbeschädigungen, Körperverletzungen oder Erpressung, Raub und sexuelle Belästigung“ aufgeführt und die Strafmaßnahmen auch endlich mals festgelegt werden, genauso wie ein Schadensersatz, der auch definiert gehört.

1)http://www.polizei-bw.de/Presse/pm2008/Seiten/prim105_09.aspx

1) http://www.polizei-bw.de/Presse/pm2008/Seiten/prim105_09.aspx

Susanne Klatten, ein Mobbingopfer aus Liebe?

4. November 2009
GERMANY-FRANCE/

Manche haben schon beim Küssen Probleme.

Betrachtet man den Fall der Millionärin oder Milliardärin aus Sicht eines normalen Bürgers, so kann man eigentlich nur für den Mut und den Kampf um ihre Würde Frau Klatten alle Hochachtung zollen.

Statt sich nach dem Erlebten: „Liebe macht blind“ sagt ein altes Sprichwort, in Kram und Demut zu verkriechen, hat sie den Weg der Würde beschritten und gegen ihre Erpresser Anzeige erstattet.

Sie hat ihren Fall vor Gericht gebracht und nun stehen die cleveren Betrüger wie vier asoziale Idioten vor Gericht. Frau Kaltt hat vielen Opfern damit Mut gemacht, insbesondere wenn man ihren Fall der missbrauchten Liebe im Falle eines „Seitensprunges“ bedenkt.

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Der ist doch glattweg stolz auf seine Würde.

„Es hört einfach nicht auf! Schon wieder wurde Susanne Klatten (46) erpresst. Und wieder waren es dreiste Trittbrettfahrer, die Deutschlands reichster Frau ans Geld wollten. Gestern standen die vier Männer aus Duisburg vor Gericht“.(1)

Vladen sagte mir, er hätte im Knast jemanden das Leben gerettet und der hätte ihm dafür Sex-Videos von Frau Klatten gegeben“, so Ingo J. gestern. >>Wenn ich mitmache, sollte ich drei bis viertausend Euro bekommen. Als nächstes schrieb M. Erpresserbriefe. Auszüge: >>Sehr geehrte Frau Klatten, (…) Das hat in keinster Weise etwas mit Erpressung zu tun. (…) Ich möchte ihnen etwas Gutes tun. (…) Legen sie mir einen neuen BMW 5 als Geschenk bei (…) Ich biete ihnen alles für 800 000 Euro. (…)

Wenn Susanne Klatten damit einverstanden wäre, sollte sie eine Zeitungsanzeige schalten („Hallo mein Kuschelbär“). Ein Zuschauer fasste das alles so zusammen: Deutschlands dümmste Erpresser. Die BMW-Erbin verständigte sofort die Polizei – die überwachte Telefone und E-Mails. Die Spur führte schnell nach Duisburg. Zum Schein gingen die Beamten auf die Erpresser ein. Bei der Geldübergabe vor einem Schrottplatz schnappte dann die Falle zu. Auch die Komplizen Nedeljko M. (33) und Andreas L. (30) gingen so ins Netz.

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Nicht alle sind geldgeil oder käuflich.

Urteil: Haupttäter Vladen M. 3 Jahre, 6 Monate Haft, Ingo J. 1 Jahr, 8 Monate Bewährung, Andreas L. und Nedeljko M. 1 Jahr Bewährung“. (1)

Man kann nur hoffen, dass nun alle Idioten begriffen haben, es gibt Menschen und Bürger in diesem Land, die lassen sich nicht die Würde nehmen, egal aus welchem Grund. Veile Merkmale der Täter im Fall Klatten zeigen Parallelen zu Mobbingfällen auf, von daher ist das beherzte Vorgehen des Opfers nur zu begrüßen.

Letzte Änderung am 20.10.2015

1)http://www.bild.de/BILD/regional/muenchen/aktuell/2009/11/04/dritter-fall-susanne-klatten/muenchens-duemmste-erpresser-vor-gericht.html