Posts Tagged ‘Disziplinarverfahren’

Beamte oder ich habe meinem Chef ernsthaft Prügel angedroht

15. Januar 2012

Die Verrohung der Gesellschaft in Deutschland schreitet in einem Tempo voran, dass Sozialwissenschaftler selbst mit dem PC nicht mehr in der Erforschung der Ursachen hinterher kommen. Nur eines Wissen wir genau, die Sprache ist Abbild dieser asozialen Tendenz, die man als „Deutschland geht mobben“ bezeichnen kann.

Schon alleine die Tatsache, dass im System Mobbing der Berliner Polizei ein Vorgesetzter einen Polizeibeamten vor versammelter Mannschaft als ein „Stück Scheiße“ bezeichnet, hätte vor 30 Jahren noch zu einem Aufstand der Presse und Medien zur Folge gehabt. Der Vorgesetzte müsste eigentlich schon längst ein Disziplinarverfahren am Halse haben und von seiner Führungstätigkeit suspendiert worden sein. Doch 2010 Plus ist nicht 1980 Plus.(1)

Und so wundert es einen nicht, wenn auf dem Forum „Beamtentalk“ Mitarbeiter des öffentlichen Dienstes ihre Erfahrungen mit Mobbing austauchen, in der man sich nur noch über die Gewalt in der Sprache wundern kann, die heute wohl in allen Bereichen der Gesellschaft vorherrscht. (2)

„Mobbing, wo ich nur raus kam, in dem ich meinem Chef ernsthaft Prügel angedroht hatte“ schreibt ein Beamter. Oder ein Anderer sich folgend äußert: „Es ist doch ganz offensichtlich – auch in der Presse etc., dass im öffentlichen Dienst die Vetternwirtschaft, das Mobbing am Meisten vertreten sind und dass es dort die geringste Gerechtigkeit gibt“. Gerechtigkeit scheint heute so selten zu sein, wie Diamanten im Modeschmuck einer Kaufhauses, und dabei schimpfen wir uns Demokratie. (2)

Es wird jedem geraten sich mal in dem Forum Beamtentalk schlau zu machen, bevor er sich wieder über die Beschäftigten in den Ämtern oder Arbeitsagenturen wundert.

1)http://wp.me/puNcW-1Ox

2)http://www.beamtentalk.de/post16209.html

Mobbing-Opfer und Polizist erneut gedemütigt?

7. März 2011

Ich weiß wahrscheinlich wie so viele Opfer genauso wenig, was man von dem Urteil des Landgerichts Frankfurt halten soll?

Auf der einen Seite hat das Mobbing-Opfer, ein Frankfurter Polizist seinen Streit im Zivilprozess gewonnen. „Die dargestellten Äußerungen der Polizeivizepräsidentin lassen die erforderliche Rücksichtnahme auf die berechtigten Interessen des Klägers vermissen, kritisierte das Gericht scharf. Der klagende Beamte werde stigmatisiert und sein Ansehen erheblich beschädigt“. (1) Und so was nennt man Mobbing, steht aber leider mal wieder nicht drauf.

Auf der anderen Seite muss das Mobbing-Opfer statt der 30 000 Euro sich mit  „8600 Euro Schmerzensgeld und Schadenersatz“ zufrieden geben und davon muss er aber noch die Prozesskosten bezahlen, armes Deutschland. Und ich weiß auch nicht, was an dem Urteil eine „scharfe Kritik an (der ) Polizei-Vizepräsidentin“ Sabine Thurau sein soll, außer dass am 08.03. der Internationale Frauentag ist. Bezogen auf die Mobbing-Attacken von Thurau kann man nur sagen, es könnte auch der „Internationale Mobberinnen Tag sein“, der 08.03.

„Gegen Thurau hat die Staatsanwaltschaft wegen des Verdachts der Falschaussage vor Gericht in einem früheren Prozess und wegen der Verfolgung Unschuldiger Ermittlungen eingeleitet“. Geschadet hat ihr das nicht, denn  sie wurde letztes Jahr zur „Chefin des Landeskriminalamts (LKA)“ befördert oder Mobberinnen muss man eben belohnen, doch dazu äußert sich der feine Herr Richter nicht.

„Die Polizei selbst hatte den Beamten nach Abschluss eines Disziplinarverfahrens bereits rehabilitiert“, die Chefin des Landeskriminalamts hat sich bei heute noch nicht entschuldigt, so was nennt man wohl  hessischen Feminismus pur.

1)http://www.fr-online.de/frankfurt/mobbing–ist-teure-angelegenheit/-/1472798/7767988/-/index.html