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Fortsetzung der „Unendlichen Mobbing-Geschichte der Manuela Damm-Pick“

3. Januar 2012

„Wer sich mit einem halben Sieg begnügt, handelt allzeit klug; denn immer verliert, wer einen Sieg bis zur Vernichtung des Gegners anstrebt.“

Die Vernichtung des Gegners? Alles spricht inzwischen dafür, dass hier ein Bürgermeister einen ganz persönlichen „Vernichtungskrieg“ gegen eine seiner attraktiven Erzieherinnen führt. Trotzdem würde man sich wünschen, der Schlangenbader Bürgermeister hätte statt Franz von Assisi zu „studieren“ – was ihm sowieso niemand so recht abgenommen hatte – Machiavelli gelesen und somit auf das Eingangszitat gestoßen wäre.

Doch so, wie ihn die Bediensteten der Gemeinde Schlangenbad tagtäglich erleben, wird er in dem Werk Machiavellis nur die falsch verstandene Konzeption kleingeistiger Machtpolitik der nach Herrschaft Strebenden sehen wollen und können, nämlich den „Machiavellismus“. Aber vielleicht tut man ihm ja unrecht, denn als Jurastudent muss er beim Seminar für Rechtsgeschichte sich zumindest partiell mit Machiavelli befasst haben. Vielleicht auch mit dem 17. Kapitel des „Il Principe“, wo Machiavelli dem Herrscher auf die Frage, ob es besser sei, geliebt oder gefürchtet zu sein, empfiehlt, beides zu sein. Da dies aber kaum möglich sein werde, empfahl er, eher auf die Beliebtheit zu verzichten. Der Herrscher solle gefürchtet, aber nicht gehasst sein, was ihm nur gelänge, wenn er darauf verzichte, sich an der Habe und den Frauen seiner Mitbürger und Untertanen zu vergreifen.
Da Frau Damm-Pick die Kündigungsschutzklage gegen die zweite Kündigung in erster Instanz einmal mehr gewonnen hat, schäumte der Kleindiktator vor Wut: Der Richter hätte eine vorgefertigte Meinung gehabt (sic!?) und die tatsächlichen Kündigungsgründe seien nicht behandelt worden.
Die inzwischen vorliegende „schriftliche Urteilsbegründung“ sagt da etwas ganz anderes aus: Wie schon die drei Instanzen im ersten Kündigungsverfahren, stellte auch diesmal das Gericht fest, dass Frau Damm-Pick ihren Arbeitsplatz als Leiterin in der Kita Hausen nach wie vor inne habe, die Übernahme der Kita durch den ASB spiele hierbei keine Rolle. Auch wurde wieder einmal mehr nachdrücklich festgestellt, dass der Bürgermeister seiner Fürsorgepflicht nicht nachgekommen sei.
Den Anspruch auf Gehalt, der Frau Damm-Pick nach dem für sie positiven Urteil nun erst einmal nach Gesetz und Rechtsprechung zusteht, lehnt der Bürgermeister mit dem Hinweis ab, sie könne das ja einklagen. Auch bestätigte die Gemeinde noch vor einiger Zeit der Frau Damm-Pick, dass ihr der Jahresurlaub 2010 und 2011 zustehe. Da sie diesen aber wegen der erneuten Kündigung am 1. August 2011 nicht nehmen konnte und eine geldliche Abfindung von der Gemeinde abgelehnt wird, bat sie jetzt, diesen Anspruch in das Jahr 2012 zu übertragen. Darauf wurde ihr schriftlich mitgeteilt: „Aufgrund eines aktuell neu ergangenen Urteils des EuGH vom 22.11.2011 – C 214/20 -, habe ich den Kommunalen Arbeitgeberverband um seine Stellungnahme zum vorliegenden Antrag gebeten.“

Wer sich die Mühe macht, dieses leicht zu findende Urteil zu lesen, wird auch als Nichtjurist sofort feststellen, dass der dort geschilderte Fall, nicht im geringsten mit dem der Frau Damm-Pick zu vergleichen ist, vielmehr wird im Gegenteil die Berechtigung ihres Urlaubs-Anspruches indirekt bestätigt. Ist das nun die akademische Unfähigkeit eines Volljuristen oder die nach Machiavelli „durch keine Bedenken gehemmte Machtpolitik“ des Bürgermeisters einer 7.000-Seelen-Gemeinde.

In „gutefrage.net“ fand ich auf die Frage: Warum sind manche Menschen schlecht zu andern/zueinander? (Mobbing, Gewalt, Diskriminierung… ), folgende Antwort: (Sie) sind kleingeistige, zumeist unterdurchschnittlich intelligente und unzufriedenen Leute, die ihre eigene Unzulänglichkeiten mit Aggressionen überdecken meinen zu müssen …
Ein Bürgermeister-Kandidat verspricht im Wahlkampf traditionell, sich nach seiner Wahl für das Wohl der Bürger und der Gemeinde einzusetzen. An solche leere Versprechungen haben sich die Wähler längst gewöhnt. Die meisten Bürgermeister, bemühen sich wenigstens darum, wenn sie denn gewählt sind, ihr Versprechen weitgehend einzuhalten.
Der Schlangenbader Bürgermeister aber, schaffte zunächst den beliebten Bürgerbus ab, dann übertrug er die gemeindeeigenen Kita’s an den ASB. Bei beiden Maßnahmen hat die Gemeinde nicht nur kein Geld gespart, sondern muss tiefer in die leere Kasse greifen. Sein neuester Clou: Er lagert einen großen Teil der Gemeindeverwaltung aus auf benachbarte Kommunen. Vollendet ist inzwischen die Übertragung der Personalverwaltung auf eine Kommune, die je nach Ortsteil 12—15 km von Schlangenbad entfernt ist. Weitere Gemeindeämter sollen ausgelagert werden in Nachbarorte, die noch weiter von Schlangenbad entfernt sind.

Zum Schluss sollen wohl im Schlangenbader Rathaus neben dem Bürgermeister nur eine handvoll „höhere“ Bedienstete das Rathaus bevölkern. Die Gemeindevertretung hat sich schon mit der Sanierung des Rathauses befasst. Die Medici aus Florenz, die von Machiavelli vorgeführt wurden und ihn dafür ins Gefängnis warfen, lassen grüßen“. (von F. W.)*

1)http://wp.me/puNcW-1Xm

Ex-Generalsekretärin und Mobbing-Opfer Verena Wiedemann erhält 600 000 Euro.

8. November 2011

Mobbing

Ihr Fall hat Geschichte gemacht. Als Mitarbeiterin der ARD, also dem öffentlichen Mediengiganten wurde sie gemmobt bis in die Krankheit. „Verena Wiedemann (53) hat Klage gegen die Intendanten der ARD wegen Mobbings erhoben“, „da sie (wegen) Ausgrenzung, Diskriminierung und Missachtung  .. psychisch erkrankt sei und sich in medizinischer Behandlung befinde“.(1)

 Und sie hat sich gewehrt, „ARD-Mobbingopfer wird mit 100 000 Euro vom LAG Berlin-Brandenburg/Geheimgericht anerkannt“ (2) wurde uns im September 2011 mitgeteilt.

Heute nun erfahren wir durch ihren Anwalt und der Bildzeitung, dass sie „200 000 Euro Entschädigung“ sofort erhält, dazu noch „vier Jahre früher Betriebsrente. Dazu kommen noch weiter Vorsorge-Vorteile“, so dass sie 600 000 Euro Schadensersatz zugesprochen bekommt, laut ihrem „Rechtsanwalt Hans-Georg Meier“. (3)

Also uns Mobbing-Opfer wurde bisher immer von den „Göttern in Schwarz“ vorgelabert, man bekomme vor einem deutschen Arbeitsgericht maximal 60 000 Euro Schmerzensgeld und  Schadensersatz, im Fall des Mobbing-Opfers Verena Wiedemann komme ich jedoch auf ein 10-faches dieser Summe.

Es ist zu begrüßen, dass Frau Wiedemann diesen Prozess geführt hat und sie, und ihr Anwalt Hans-Georg Meier uns die Wahrheit über den Deal erzählen, wenn auch ein Vergleich kein Musterurteil ist, so wurde hier auf jeden Fall eine Schallmauer durchbrochen, dass viele Mobbing-Prozesse und ihren Entgeltlösungen neu gestalten dürfte, für uns Opfer besteht also Hoffnung.

1)http://wp.me/puNcW-1y9

2)http://wp.me/puNcW-1OL

3)http://www.bild.de/geld/wirtschaft/ard/nach-mobbing-klage-ard-zahlt-ex-generalsekretaerin-verena-wiedemann-600000-euro-20882196.bild.html

Menschenjagd, die Bibel, Bürgermeister Schlepper und die Erzieherin Manuela Damm-Pick

16. August 2011

Ferdi Weckmüller hat zum Mobbingfall der Erzieherin Manuela Damm-Pick durch den FDP-Bürgermeister Schlepper einen Artikel aus Sicht der katholischen Wertlehre erstellt, der sich durch eine hohe Sachkenntnis und das Wissen um religiöse Zusammenhänge auszeichnet, die eine gesonderte Veröffentlichung wohl als angemessen erscheinen lassen. Zur Erinnerung, 22. September 2011 kommt der Papst nach Berlin und wird dann vom öffentlich sich zur Homosexualität bekennenden Bürgermeister Klaus Wowereit empfangen werden. (1)

Mal gespannt, ob 4 Tage nach der Wahl zum Abgeordnetenhaus von Berlin sich der Papst öffentlich zu Mobbing, Diskirminierung, Migrantenproblematik und Homosexualität äußert, genauso wie zu der hohen Anzahl von sexuellem Missbrauch von Kindern durch Mitarbeiter der Kirche, ob nun evangelisch oder katholisch.

Unser mobbender Bürgermeister Schlepper von der FDP – in Berlin wird wohl die FDP nach dem 18.09.2011 nicht mehr im Parlament sein – jedenfalls äußert sich wohl seit 2008 zu Persönlichkeiten der Kirche sehr ausführlich, was Ferdi Weckmüller zu einer umfassenden Betrachtung im Zusammenhang mit der “ inzwischen jahrelangen Menschenjagd gegenüber der Erzieherin Manuela Damm-Pick“ veranlasst hat.

„Wer ist am stärksten?

Seit vielen Jahren bringt die Gemeinde Schlangenbad monatlich ein Gemeindeblättchen heraus, die „Schlangenbader Nachrichten“. Traditionell hat auf Seite 2 „Der Bürgermeister … das Wort“. In der August-Ausgabe des Jahres 2008 bekennt Bürgermeister Schlepper, dass ihm die Schriften des „Franz von Assisi“ sowie „die Selbstbetrachtungen“ des letzten der sogenannten Adoptivkaiser, Marc Aurel, zu den Büchern gehören, die ihm „liebgeworden“ sind. Im Zusammenhang mit seiner inzwischen jahrelangen „Menschenjagd“ gegenüber der Erzieherin Manuela Damm-Pick, erscheint diese seine Aussage heuchlerisch. Obwohl er beim Heiligen Franz pauschal nur dessen Schriften nennt. Neben den zahlreichen überlieferten Episteln, Gebetstexte, Ermahnungen, Briefe, Lieder, Meditationen usw., gehören ja wohl auch die „Fioretti di San Francesco“ (Blümlein des Hl. Franziskus) dazu.
Viele Persönlichkeiten wurden wegen der Überspanntheit, der Exzentrizität des Franz von Assisi angeregt, sich mit seiner Person zu beschäftigen. Dabei haben nicht nur religiöse Menschen sich von seinem Leben inspirieren lassen, sondern auch viele Künstler und Schriftsteller. So z. B. H. Hesse: „Wenn wir einen Menschen glücklicher und heiterer machen können, so sollten wir es auf jeden Fall tun, mag er uns darum bitten oder nicht.“, der flämische Schriftsteller und Maler F. Timmermans, der italienischer Journalist und Schriftsteller R. Bacchelli, die dem Linkskatholizismus angehörende Luise Rinser, der französische Schriftsteller mit amerikanischer Staatsbürgerschaft Julien Green: „Ich bin Katholik und ich bin Schriftsteller. Ich bin kein katholischer Schriftsteller.“ Die hier genannten haben sich in ihrem Leben und ihren Werken mit dem sozialen Miteinander, der Menschlichkeit, dem Moralkodex auseinandergesetzt, dagegen wird Michal Schlepper auf der Homepage der FDP zitiert: „Die Straßen, Kanäle und Kindergärten sind nicht rot oder schwarz, die kommunalen Probleme sind auch nicht grün oder blau-gelb.“ Vor dem Landesarbeitsgericht hörte sich das aus Schleppers Mund so an: „ … Die Frau Damm-Pick ist stellvertretende Vorsitzende der Schlangenbader SPD und hat massiv den Gegenkandidaten unterstützt, aber ich bin Bürgermeister geworden. …“ Auf der oben genannten FDP-Seite sagte er noch weiter auf die Frage, Was reizt Sie an Ihrer Aufgabe als Bürgermeister? „Die Zukunft mit den Bürger/innen gestalten zu können. Umsetzung eines ehrlichen, sachorientierten Politikstils.“ Man müsste dazu einmal die Meinung der Schlangenbader Bürger einholen, besonders bezüglich der Zukunft. Manuela Damm-Pick spürt tagtäglich psychisch, finanziell und was ihre „verlorene Ehre“ betrifft, bezogen auch auf die Belastung ihrer Familie, insbesondere ihrer über achzigjährigen Eltern, was ein „ehrlicher, sachorientierter Politikstil“ ist.
Für den bekennenden Katholiken Schlepper dürften andere Zitate wichtiger sein, so hat Papst Johannes Paul II am 12.3.2000 im Wechsel mit anderen hochrangigen Vertretern des Vatikan in Rom, das von Kardinal Ratzinger, jetzt Papst Benedikt XVI. verfasste so genannten „Schuldbekenntnisses“ aufgrund der Verbrechen der Kirche im Laufe der Zeiten, das „Mea Culpa“, öffentlich vorgetragen: [Gott …] „Lass jeden von uns zur Einsicht gelangen, dass auch Menschen der Kirche im Namen des Glaubens und der Moral in ihrem notwendigen Einsatz zum Schutz der Wahrheit mitunter auf Methoden zurückgegriffen haben, die dem Evangelium nicht entsprechen.“ Ein Katholik wie Schlepper, kann sich da bestätigt fühlen, wenn er Rote (der Antichrist schlechthin) mit allen Mitteln verfolgt. Insbesondere Frauen mussten in der patriarchalisch-maskulin strukturierten Kirche zwangsläufig noch schlimmer als die ketzerischen Männer bestraft werden. (Prof. Dr. H. Mynarek: Die neue Inquisition).

Im Jahre 2000 war Josef Kardinal Ratzinger, der Verfasser der „Mea Culpa“, der dritte Präfekt der „Kongregation für die Glaubenslehre“ (doctrina fidei). Diese Kongregation löste 1965 auf Veranlassung von Pabst Paul VI., die 1908 unter Pabst Pius X. umbenannte „Römische Inquisition“ in „Sacra congregatio Romanae et universalis Inquisitionis seu Sancti Officii“, kurz „Sanctum Officium“ ab. Damit wird klar, warum sich die Katholische Kirche so schwer tut, sich bei den unzähligen Opfern, insbesondere von Frauen und deren Leiden und unbeschreiblichen Folterqualen zu entschuldigen. Anders dagegen: „Deutsche Dominikaner waren nicht nur in die Inquisition verstrickt, sondern haben sich aktiv und umfangreich an ihr beteiligt. … Unabhängig von den vielleicht manchmal nachvollziehbaren historischen Gründen für die Mitwirkung erkennen wir heute die verheerenden Folgen dieses Tuns unserer Brüder. Wir empfinden dies als ein dunkles und bedrückendes Kapitel unserer Geschichte. … Folter, Verstümmelung und Tötung haben unendliches Leid über zahllose Menschen gebracht; deutsche Dominikaner haben dazu, neben anderen, die Voraussetzung geschaffen. Die Geschichte dieser Opfer – namenlos und vergessen – können wir nicht ungeschehen machen. Wiedergutmachung ist unmöglich. Uns bleibt die Verpflichtung zur Erinnerung. Wir wissen, dass der Geist von Inquisition und Hexenverfolgung – Diskriminierung, Ausgrenzung und Vernichtung Andersdenkender – auch heute latent oder offen in Kirche und Gesellschaft, unter Christen und Nicht-Christen lebendig ist. …“

Da wird wohl auch das Gebet des Heiligen Franciskus nichts helfen: „Oh Herr, mach mich zum Werkzeug deines Friedens! Wo Hass ist, lass mich Liebe säen; wo Unrecht, Verzeihung; wo Zweifel, Glaube; wo Verzweiflung, Hoffnung; wo Finsternis, Licht und wo Trauer, Freude.“ Nach meiner Überzeugung wird Schlepper unbelehrbar weiter machen. Nicht der Kampf gegen eine „Ketzerin“ treibt in an, sondern verletzte Eitelkeit und Machtdünken. „Dünkt sich jemand klüger als alle seine Mitmenschen und verkündet laut und anmaßend, nur ihm allein sei die rechte Vernunft verliehen, um ein Urteil zu fällen, so verlangt er nichts weiter, als dass er allein und niemand außer ihm bestimmen soll.“ (Th. Hobbes) Wie man hört, habe Schlepper inzwischen beantragt, alle Webseiten löschen zu lassen, in denen sein Name vorkommt. Warum? Weil, wer einerseits Macht demonstriert, andrerseits seine Ohnmacht offenbart?

Zum Schluss zur Überschrift: In einer bekannten Allegorie (in mehreren Versionen erzählt) fragt ein Kind immer wieder Sonne, Wolke, Regen, Erde, Gras: Bist du stärker als alle anderen? Worauf es jedes mal zur Antwort bekam: „Wäre ich wirklich so stark, mein Kind, wie könnte mich dann …? Zum Schluss wendet sich das Kind zum Gras, das die Erde durchbricht: „Liebes Gras, bist du stärker als alle?“ – „Wäre ich stärker als alle, wie könnte mich dann das Schaf fressen?“ „Hurrah, rief da das Schaf, ich bin das Stärkste auf der Welt, stärker als die Sonne, die Wolken, der Regen, die Bürgermeister …!“ ..von Ferdi Weckmüller“. (1)

Offenbar hat auch Ferdi Weckmüller eine sehr nachvollziehbare Begründung für das jahrelange Mobbing des Herrn Schlepper gegenüber Frau Damm-Pick erkannt, „nach meiner Überzeugung wird Schlepper unbelehrbar weiter machen. Nicht der Kampf gegen eine „Ketzerin“ treibt in an, sondern verletzte Eitelkeit und Machtdünken“. Bei Egozentrikern muss man im Umgang beachten, dass sie als dumm (2)  angesehen werden in der Wissenschaft und Dummheit kann sehr gefährlich werden wenn sie Macht erhält.

1)https://dieaktuelleantimobbingrundschau.wordpress.com/2011/08/11/unfassbar-oder-die-impertinenz-des-burgermeister-schleppers-im-fall-manuela-damm-pick/

2)http://www.thilo-baum.de/lounge/alltagsphilosophie/egozentriker/

ARD-Mobbingopfer lehnt Vergleich ab

6. April 2011

Bisher war die  ARD dafür bekannt, dass sie über Mobbing berichtete, doch seit geraumer Zeit beklagen sich mehr und mehr Mitarbeiter über Mobbing in dieser öffentlich, rechtlichen Sendeanstalt, die durch die GEZ-Gebühren von unserem Geld existiert und für uns Bürger da sein soll.

„Die Führungsebene der ARD wird von einer schweren arbeitsgerichtlichen Auseinandersetzung erschüttert“. (1) Konkret geht es um die Arbeitsbedingungen der Generalsekretärin der ARD, Verena Wiedemann, die seit dem „Jahr 2006, vor allem auf Initiative des damaligen WDR-Intendanten Fritz Pleitgen, in Berlin“ tätig war.

“ Verena Wiedemann (53) hat Klage gegen die Intendanten der ARD wegen Mobbings erhoben“, „da sie (wegen) Ausgrenzung, Diskriminierung und Missachtung  .. psychisch erkrankt sei und sich in medizinischer Behandlung befinde“. (2)

Nun fand vor der 59. Kammer des Berliner Arbeitsgerichts unter dem Geschäftszeichen 59 Ca 1881/11 die sogenannte Vergleichsorgie oder offiziell Gütetermin genannt, statt, den der Anwalt von Frau Wiedemann, Hans Georg Meier (Berlin) wohl scheitern ließ, da die ARD unter ihrem Rechtsvertreter Schmitt-Rolfes nicht bereit war, die Forderungen der Klägerin zu erfüllen.

Offenbar hat Frau Wiedemann sich hier sehr klug verhalten und will nun mit Unterstützung ihres Anwaltes – was selten der Fall ist bei Mobbingklagen (3) – „ein „Riesenverfahren“ vor Gericht durchsetzen. Ihr Anwalt „beabsichtige, sämtliche Intendanten als Zeugen vor das Landgericht laden zu lassen“, was dann sicherlich spannend wird wie ein Hollywood Film. (1)

Denn die Mobbing-Attacken standen wohl im Zusammenhang mit der Auflösung des Arbeitsbereiches der Klägerin und man wollte sie so zur Eigenkündigung zwingen, was dann auch eine Mobbing-Klage unmöglich gemacht hätte, denn die eigene Kündigung schließt den Erfolg einer Mobbingklage leider aus, was viele Opfer nicht wissen können und man ihnen auch nichts sagt. (4)

„Hintergrund der Auseinandersetzung sei die Absicht der ARD, das Generalsekretariat wieder abzuschaffen, sagte Meier der Berliner Zeitung. In diesem Fall müsse Wiedemann jedoch freigestellt werden, und es würden Versorgungsbezüge für sie fällig, die die ARD nicht zahlen wolle. Deshalb habe sie beschlossen, das Sekretariat vorerst weiterzuführen und seine Mandatin derart zu mobben, dass sie von sich aus kündige“. (1)

Man kann nur hoffen, dass wegen der hohen Aufmerksamkeit der Öffentlichkeit, das Mobbing-Opfer Verena Wiedemann sich nicht einschüchtern lässt und den Rechtsweg voll ausschöpfen kann, auch wenn sie das unsägliche Arbeitsgericht Berlin-Brandenburg unter der desolaten Leitung von Dr. Gerhard Binkert überstehen muss. Erinnert sie nur an die legendären Urteile im Fall „Emmely„, die dann vom BAG aufgehoben worden sind.(5)

1)http://www.berlinonline.de/berliner-zeitung/archiv/.bin/dump.fcgi/2011/0322/medien/0022/index.html

    https://dieaktuelleantimobbingrundschau.wordpress.com/2011/03/29/arb-mobbt-top-managerin-krank/

2)http://www.manager-magazin.de/unternehmen/artikel/0,2828,752519,00.html

3)https://dieaktuelleantimobbingrundschau.wordpress.com/2011/04/05/immer-mehr-anwalte-wollen-bei-den-arbeitsgerichten-abzocken/

4)https://dieaktuelleantimobbingrundschau.wordpress.com/2009/11/03/mobbing-verletzungen-des-personlichkeitsrecht/

5)https://dieaktuelleantimobbingrundschau.wordpress.com/2010/02/22/weiterhin-bewegung-im-fall-%e2%80%9eemmely%e2%80%9c/

Deutschland begeht den 5. DEUTSCHEN ANTIDISKRIMINIERUNGSTAG

18. November 2010

Am 18.11.2010 ist also der 5. Deutsche Antidiskirminierungstag. Diskriminierung laut AGG, Antidiskriminierungsgesetz in Europa genannt, ist das Alter, die Hautfarbe, das Geschlecht  oder generell herkunftbedingte Merkmale die einen Bürger von seinen Rechten ausgrenzen.

Das AGGAllgemeines Gleichbehandlungsgesetz – nur in Deutschland verwendet – findet man unter http://www.gesetze-im-internet.de/agg/BJNR189710006.html im Internet. Bisher gab es pro Jahr bis zu 40 000 Verstösse laut der Antidiskriminierungstelle, die beim BMFSJ angesiedelt ist udn im Internet kaum zu finden ist. http://www.bmfsfj.de/bmfsfj/generator/initRedaktion/Bilder/purehtml-organigramm/pdf-organigramm

Anlass für den 5. Deutschen Antidiskriminierungstag ist es , dass in  Merseburg, Merseburger Schlossgartensalon, Mühlberg 1, 06217 Merseburg die Forschungsstelle für Arbeits- und Antidiskriminierungsrecht an der Fachhochschule Nordhessen FoSAR, die Deutsche Gesellschaft für Antidiskriminierungsrecht DGADR, der Deutscher Antidiskriminierungsverband DADV, der Europäischer Anti-Diskriminierungsrat (European Anti-Discrimination Council – EAC) und das IUSTICE International Union of Specialists in Workplace Conflict Elimination eine Feier veranstalten. Näehres dazu findet man unter http://www.fosar.de/024cc19b1809b1916/024cc19dc510f7002/index.html

Der 5. Jahrestag steht unter dem Motto Menschenwürde schützen – auch am Arbeitsplatz. Der zentrale „Ort für die meisten Menschen ist der Arbeitsplatz. Dort erwerben sie ihren Lebensunterhalt, erringen Respekt und Anerkennung, treffen Freunde und Lebenspartner. Und genau hier wird die Würde des Menschen viel zu häufig angegriffen. Millionen leiden unter diesen Angriffen, gleich ob man von Mobbing, Diskriminierung oder Straining spricht. In jedem Fall wird die Würde eines Menschen verletzt und meist seine Gesundheit schwer geschädigt“. (1)

Leider findet man dazu nichts im Betriebsverfassunggesetz oder den einzelnen Arbeitsrechtsbestimmungen, das AGG fristet ein Randdasein beim BMFSJ und nicht beim Bundesministerium für Arbeit und Soziales. Sicherlich ein Ausdruck politischer Diskriminierung, wie sie in Deutschland üblich sind, wenn die EU das Gesetz zur Auflage macht.

Auch hat sich die Bundesministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, Frau Dr. Kristina Schröder mit keinem Wort auf der Internetseit zu dem Jahrestag des AGG geäußert, was schon alles sagt und zum Ausdruck bringt, was man darüber denkt, ganz schwaches Bild was die Dame da abliefert.

http://www.facebook.com/event.php?eid=127265263985504&index=1

Diskriminierungsklage Sule Eisele geht in die zweite Runde

29. Oktober 2010

Justitia

Viel Hoffnung bezüglich der Grundrechte nach der europäischen Menschenrechtscharta sollte man sich in Deutschland als Opfer nicht machen, gerade wenn man über Gerichte seine Würde und Rechte einklagen will.

Von daher ist die Zivilcourage von Sule Eisele nur zu bewundern, dass sie nicht aufgibt und weiter vor Gericht ihre Interessen einfordert. Der nächste Prozesstermin steht an, es geht jetzt in die zweite Runde gegen einen mächtigen Versicherungskonzern, die R+V Versicherung und das heißt im Juristendeutsch, die zweite Instanz.

„PRESSEMITTEILUNG
 
Diskriminierungsprozeß Eisele geht in die zweite Instanz
berichtete in der Vergangenheit über den Fall. Aktuelle Informationen von Eiseles Anwälten, Prof. Dr. Klaus Michael Alenfender und Frank Jansen, liegen derzeit nicht vor.

Die Klage der ehemaligen Angestellten der R+V Versicherung, Sule Eisele wegen Diskriminierung aufrgund des Geschlechts und Schwangerschaft geht in die nächste Runde.

 
 

Am Dienstag, 2. November 2010 um 10.00 Uhr wird in zweiter Instanz vor dem Landesarbeitsgericht Frankfurt am Main in Saal B1.08 verhandelt.

Stefan M Prystawik PhD, Publicist, 13156 Berlin, stefan@prystawik.net„. (1) 
 
Man kann nur hoffen, dass Sule Eisele  ein faires und rechtstaatliches Verfahren erhält, was in Deutschland vor den Arbeitsgerichten oft an ein Wunder grenzt, leider.
 
 
 

 

Eisele

http://www.transparent-life-foundation.org/

 

 

Sedika Weingärtner, Managerin bei Siemens wurde 7 Jahre lang gemobbt

21. Januar 2010

Aufschrei im Land der Arbeit

Und auch Managerinnen unterliegen den gleichen „asozialen und brutalen Methoden“ der Mobbing-Täter wie wir alle. Das musste die gebürtige Afghanin Sedika Weingärtner bei Siemens erfahren.

„Fäkaler und abdominaler Sprachstil: Komplizierte Worte, die Sedika Weingärtner aus Nürnberg häufig in den Mund nimmt. Vornehme Umschreibungen für üble Beschimpfungen an ihrem Arbeitsplatz: Sieben Jahre sei sie dort als Frau und Ausländerin diskriminiert worden“.(1)

„Aber was ist wirklich vorgefallen in der Siemens-Niederlassung in der Nürnberger Vogelweiherstraße zwischen 2002 und 2009? >>Weil eine andere Frau meinen Job übernehmen sollte, wurde ich von zwei meiner Vorgesetzten systematisch fertig gemacht<<, sagt Weingärtner, die mit dem Nürnberger Kunsthistoriker Helge Weingärtner verheiratet ist. Man habe sie von Besprechungen ausgeschlossen, mit einem alten PC abgespeist, in ein kleines Büro gesetzt und mit übermäßig viel Arbeit eingedeckt. Für Weingärtner Formen von subtiler Gewalt“.(1)

Und als sie nach einer Babypause an den „Schmuddelplatz“ zurückkommt, geht es erstmal zur Sache, wie das sich bei Managern von Siemens wohl so gehört. „Beschimpft habe man sie, Worte wie Dreck und Schlamperei seien häufiger gefallen“.(1)

„Ihr Chef – ein unterbelichteter Frauen- und Ausländerhasser“ wurde dann wohl aktiv, als sich  Sedika Weingärtner zu wehren beginnt, wie so oft bei Mobbing-Opfer mit einer gehörigen Portion Wut im Bauch. Darauf folgte wohl die Kündigung mit Abfindungsangebot. Doch die Managerin wehrt sich und schaltet Anwälte ein.

„In der Weingärtner-Klageschrift ist die Rede von „Persönlichkeitsrechtsverletzungen in Form von Benachteiligung, Belästigung und Diskriminierung. Klaus Michael Alenfelder hat die Klage aufgesetzt. Er ist Professor für Wirtschaftsrecht und Leiter der Forschungsstelle für Arbeits- und Antidiskriminierungsrecht an der Fachhochschule Nordhessen und hat die Summe berechnet, um die es heute geht“. (2)

Prècaire

Ein Problem soll sein, dass „bei Siemens …. Mobbing extrem hart definiert (ist), heißt es bei Arbeitnehmervertretern“. Den Arbeitnehmervertetern sei mal eine Schulung im Land ihres Vostandsvorsitzenden Löscher empfohlen, denn in Österreich ist man schon längst Lichtjahre weiter als bei einem Weltkonzern wie Siemens, der bekanntlich durch seine Korruptionspraktiken weltruhm erlangt hat, trotz Mitbestimmung und IG-Metall. Das würde mir als Arbeitnehmerverteter mal zu denken geben, vielleicht liegt es an der Unfähigkeit der Betriebsräte, dass Mobbing in Deutschland zu einer flächenartigen Seuche geworden ist.(3) 

In Österreich gibt es jetzt für den öffentlichen Dienst ein Mobbing-Verbot, das gesetzlich geregelt ist und auch Mobbing drin steht. Für die IG-Metall mal ein Musterfall, sich an die Spitze der Antimobbingbewegung zu stellen, als dauernd irgendwelche Konzernparolen affenartig nachzubeten.

Erinnert sei hier nur an den Fall Patta, IG-Metall Wolfsburg, Autostadt und Detlef Lengsfeld, bekanntestes Mobbing-Opfer der Autostadt und von der IG-Metall sträflich im Stich gelassen wie es auch Rainer Beutler, Milan Petrovic und so vielen anderen Mobbingopfern bei VW erging.

Man kann im Fall Sedika Weingärtner nur hoffen, dass ihre Ausdauer belohnt wird und für uns Mobbing-Opfer ein Breakpoint gesetzt wird, wenn es um den Schadensersatz geht. „Das Verfahren besteht aus drei Teilen: Weingärtner wehrt sich gegen die Kündigung. Sie will ihr Gehalt nachgezahlt bekommen. Und sie will eine Entschädigung von «nicht weniger als 1,3 Millionen Euro». Das summiert sich auf etwa zwei Millionen. Der Erfolg ist offen. Das Gericht unter Vorsitz von Armin Frölich will, dass beide Seiten bis Mitte März noch einmal eine gütliche Einigung versuchen“.(4)

November 2013, Sedika Weingärtner hat nun endlich ihren Prozess gewonnen und erhält ihren Arbeitsplatz wieder, auch wenn das manchen Journalsiten nicht gefällt. Wir gratulieren jedenfalls und wünschen Frau Weingärtner eine mobbingfreie Zukunft. (5)

1)http://www.webnews.de/http://www.abendzeitung.de/nuernberg/lokales/160455

2)http://www.taz.de/1/leben/alltag/artikel/1/mit-fuessen-getreten/

3)http://jetzt.sueddeutsche.de/texte/anzeigen/495970

4)http://www.nn-online.de/artikel.asp?art=1158555&kat=3

5) http://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/siemens-muss-angebliches-mobbing-opfer-weiterbeschaeftigen-a-932436.html 

http://www.merkur-online.de/aktuelles/bayern/mobbingklage-siemens-managerin-bleibt-3207724.html 

 

Mobbte die Wiesbadener Umweltdezernentin Rita Thies?

25. Dezember 2009

Mobbingopfer

Aus Hessen sind wir ja so manches gewohnt, wenn es sich um Mobbing dreht oder geht. Ob es die vier gemobbten Finanzbeamten in Frankfurt sind – der Fall Wehner sei nur noch mal wegen seinem Gefälligkeitsgutachten besonders erwähnt – oder der Fall der SPD-Spitzenkanditatin Ypsilanti, es wird gemobbt an allen Fronten und mit einer Hingabe sonders gleichen, gerade wenn Beamte mit dabei sind. 

Die neusten Mobbingattacken sind von der Wiesbadener Umweltdezernentin Thies bekannt geworden, die als Vorgesetzte die „Leiterin des ihr zugeordneten Grünflächenamtes, Susanne Elnain“ fertig gemacht hat. Nun kann man nicht gegen Personen klagen, verstehen kann man das als normaler Mensch nicht, sondern man/frau muss gegen die Stadt klagen, wenn auch Theis gemeint ist. Juristen haben sich eine Welt geschaffen, in der sie oft selber nicht mehr wissen, wo der Notausgang ist.

Susanne Elnain  will vor „dem Arbeitsgericht …  erreichen, dass Thies künftig jede Form der Diskriminierung und jegliches Mobben unterlässt. Sie fordert Schmerzensgeld in angemessener Höhe und will wieder vertragsgemäß beschäftigt werden. Denn derzeit sei ihr die Baumpflege entzogen worden“.(1)

Arbeitsrecht

Man darf auf den Prozess und das Urteil gespannt sein, wobei zu vermuten ist, dass es zu einem Vergleich kommt, wer unsere Arbeitsrichter kennt. Die scheuen Urteile wie der Teufel das Weihwasser, denn sie arbeiten nicht gerne und schreiben wollen sie auch nicht, deshalb fordert das BAG auch ständig, dass Arbeitsgericht und LAG Tatsachengerichte sind und keine „Weichspülertestanstalten“ oder politische Debattierclubs.

Zurück zum Fall Rita Thies und Susanne Elnain. >> Die von Elnain beauftragte Anwältin wollte sich zum Inhalt der Klage nicht äußern. Auch Rita Thies wollte zu personalrechtlichen Fragen keine Auskunft geben. Sie bestätigte allerdings, dass Elnain seit Sommer krank geschrieben ist. (Der) Vorwurf (lautet), Mobbing und jähzorniges Verhalten. Dem Vernehmen nach soll ihre Krankheit Folge amtsinterner Querelen sein. Elnain hat sich offenbar Rat beim Verein gegen psychosozialen Stress und Mobbing gesucht und wirft Thies jähzorniges Verhalten vor.

Mobbingopfer

In einem anonymen Schreiben, das die Klage der Amtsleiterin thematisiert, ist die Rede von Elnains erfolgreicher Amtsführung, die 2005 unter dem damals zuständigen Dezernenten Petrer Grella (CDU) begonnen, und die sich mit dem Amtsantritt von Thies schlagartig geändert habe. Die Amtsleiterin sei „ein überflüssiger Kostenfaktor“ geworden, weil Umweltamt und Grünflächenamt zusammengelegt werden sollten. << (1)

Man fragt sich schon im Fall Rita Thies, wie jemand mit so wenig sozialen Umgangsformen in eine so wichtige Position kommen kann und weshalb es bei der Stadt Wiesbaden keinen Ombudsmann für Mobbing gibt?

1)http://www.wiesbadener-kurier.de/region/wiesbaden/meldungen/8029719.htm

Mit dem Mobbing-Verbot naht Hilfe für die Opfer

14. Dezember 2009

Deutscher Politiker beim Üben.Noch kann niemand überschauen welche Konsequenzen und Folgen das klare und eindeutige Mobbing-Verbot durch das österreichische Parlament hat. Einscheidend ist es für Europa und somit ein Meilenstein, weil auch Mobbing drin steht und nicht wie bei den üblichen Wellnesspapieren von Parlamenten über Mobbing geredet wird und was anderes dann verfasst wird. Deutschland ist darin im Vernebeln von klaren Rechtsnormen und Gesetzen ein wahrer Weltmeister und das negativ Beispiel per se.

Von besonderen Interesse beim Mobbing-Verbot in Östereich sind die klaren und eindeutigen Erläuterungen dazu, so etwas findet man in Deutschland nicht mal im Ansatz und zeigt einmal mehr den Entwicklungsländerstatus, den die Industrienation Deutschland diesbezüglich einnimmt. Und davor haben viele Angst in Europa, denn diese deutsche Mentalität der Abstrafung von Opfern hat in 100 Jahren gezeigt, etwas stimmt in diesem Land der Möchtegernjuristen nicht.

Hier der Erläuterungstext zum österreichischen Mobbing-Verbot:

Zu Art. 1 Z 16 (§ 43a BDG 1979): 

 Nach derzeitiger Rechtslage ist unklar, ob und inwieweit das so genannte Mobbing, welches nicht vom Bundes-Gleichbehandlungsgesetz (entspricht dem AGG in Deutschland) erfasst ist, eine Dienstpflichtverletzung darstellt. Das BDG 1979 enthält dazu keine spezifischen Regelungen.
Unter Mobbing versteht man eine konfliktbelastete Kommunikation am Arbeitsplatz unter Kolleginnen und Kollegen oder zwischen Vorgesetzten und Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, bei der die angegriffene Person unterlegen ist und von einer oder einigen Personen systematisch, oft und während längerer Zeit mit dem Ziel und/oder Effekt des Ausstoßes aus dem Arbeitsverhältnis direkt oder indirekt angegriffen wird (siehe dazu auch das Rundschreiben des Bundeskanzleramts, GZ BKA-931.015/0002- III/7/2005)

Schon § 26 der Dienstpragmatik 1914 enthielt eine Verpflichtung der Bediensteten zum achtungsvollen Umgang mit ihren Vorgesetzten, Kolleginnen und Kollegen. Im Gegensatz dazu findet sich in den §§ 43 bis 45 BDG 1979 keine ausdrückliche Regelung, welche die Art und Weise des Umgangs von Bediensteten miteinander bzw. den allgemeinen „Betriebsfrieden“ zum Inhalt hat. Mobbinghandlungen sind jedoch schon nach derzeitiger Rechtslage als Dienstpflichtverletzungen zu qualifizieren, wenn durch sie entweder Tatbestände des gerichtlichen Strafrechts (etwa Körperverletzung oder ehrenrühriges Verhalten) verwirklicht werden oder wenn aus ihnen Rückschlüsse auf dienstlich relevante Charaktermängel gezogen werden können.

Um Mobbing hinkünftig zielsicher und schnell unterbinden und ahnden zu können, um die Informiertheit und Bewusstseinbildung unter den Bediensteten zum Thema „Mobbing“ zu fördern, aber auch um gegenüber den Bediensteten klarzustellen, dass es sich bei einem derartigen Verhalten um eine Dienstpflichtverletzung handelt, sieht der neue § 43a BDG 1979 deshalb eine eindeutig formulierte Verpflichtung der Bediensteten zum achtungs- und respektvollen Umgang miteinander vor. Mit der Textierung dieser Bestimmung wird – um eine überschießende Ahndung von zwischenmenschlichem Fehlverhalten hintanzuhalten – an die ständige Rechtsprechung des Verwaltungsgerichtshofs angeknüpft, der zufolge nicht jede spontane Gemütsäußerung etwa einer oder einem Vorgesetzten gegenüber „auf die Goldwaage gelegt“ wird (VwGH 11.12.1985, 85/09/0223; 4.9.1989, 89/09/0076) und disziplinarrechtliche Folgen nach sich zieht. Nur dann, wenn „die menschliche Würde eines Kollegen oder Vorgesetzten verletzt“ oder die dienstliche Zusammenarbeit und damit der Betriebsfriede „ernstlich gestört“ wird (VwGH 11.12.1985, 85/09/0223; 16.10.2001, 2001/09/0096), ist das Verhalten disziplinarrechtlich zu ahnden.

Der oberste Wegschauer

Dies ist auch dann der Fall, wenn Verhaltensweisen gesetzt werden, die für die betroffene Person unerwünscht, unangebracht, beleidigend oder anstößig sind. Der Begriff „Diskriminierung“ umfasst somit auch die Schaffung feindseliger oder demütigender Arbeitsbedingungen.“ (1)

Somit dürften nun klar sein was Mobbing ist, „konfliktbelastete Kommunikation am Arbeitsplatz unter Kolleginnen und Kollegen oder zwischen Vorgesetzten und Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, bei der die angegriffene Person unterlegen ist und von einer oder einigen Personen systematisch, oft und während längerer Zeit mit dem Ziel und/oder Effekt des Ausstoßes aus dem Arbeitsverhältnis direkt oder indirekt angegriffen wird“. Dann wollen wir mal schauen, was die Spezies der deustchen Politiker aus dieser Steilvorlage machen, die EU wird schnell und nachhaltig reagieren.

1) http://www.parlinkom.gv.at/PG/DE/XXIV/I/I_00488/fname_172365.pdf

Österreichischer Gewerkschaftbund (OGB) wehrt sich gegen Mobbing

3. Dezember 2009

Prècaire

Mobbing ist heute leider kein national Problem mehr, sondern mehr und mehr zeigt sich im Rahmen der Globalisierung und Europäisierung eine Zusammenarbeit und die Entwicklung einer gemeinsame Strategie als unabdingbar. Leider sind nicht alle Gewerkschaften als Plattform dazu willens, gerade der DGB mit seinen Einzelgewerkschaften ist da ein unrühmliches Beispiel.

Mobbingfälle wie der vom Betriebsrat Albrecht und der IGM sind da kein Einzelfall. (1) Alleine was bei Ver.di in Brandenburg und Berlin abgeht, ist der Psychoterror in Reinkutltur. Verstehen kann man das nur, wenn man weiß, das über die Stasiwaschmaschine Brandenburg hochrangige Stasispitzel systematisch in Organisationen und Unternehmen genauso wie in die Gewerkschaft  eingedrungen sind, ohne jemals für ihr Tun und Treiben vor 1989 zur Rechenschaft gezogen worden zu sein. So was nennt man auch eine Täterkultur, ide gerade in Deutschland seit  über 100 Jahren Und Stasimitarbeiter sind Mobbingexperten per se, sie sind geschulte Leute im Fertigmachen von Bürgern und Arbeitnehmer.

Mein Büro, oder wenn man am Arbeitsplatz bespitzelt wird

Alleine die Tatsache, dass Stasimitarbeiter von Berlin nach Brandenburg Tag für Tag zu ihrem Arbeitsplatz pendeln können, nur weil man in Brandenburg eine systematische Aufarbeitung der Stasivergangenheit als einziges Bundesland unterlassen hat, spricht Bände.

Von daher ist jeder Schritt einer europäischen Gewerkschaft im Kampf gegen Mobbing nur zu begrüßen und zu unterstützen. Der OGB hat dazu eine vorbildlich eine interne Plattform gebildet und eine der besten Informationsbroschüren (3) dazu herausgegeben. Es wäre nun an der Zeit, dass sich die Gewerkschaften auf EU-Ebene einigen und endlich eine europäische Plattform gegen Mobbing gründen.

„Die zunehmende Globalisierung führt zu einschneidenden Veränderungen in der Arbeitswelt – und zu steigenden Anforderungen an die ArbeitnehmerInnen in Europa. Als Folge eines immer stärker auf Wettbewerb und Konkurrenz orientierten Wirtschaftsund Wertesystems in unserer Gesellschaft nimmt der Druck auf Arbeitsbedingungen und Arbeitsmarkt immer mehr zu.

 

Wohin?

So entstehen Konflikte am Arbeitsplatz, oft unbeachtet, manchmal geprägt von Gewalt und Mobbing. Sie entzünden sich besonders an arbeitsorganisatorischen Mängeln, unklaren Strukturen, hoher Verantwortung und geringem Handlungsspielraum, Unter- und Überforderung und nicht zuletzt an der Angst um den Arbeitsplatz. Mobbing zerstört vor allem das Selbstwertgefühl der/des Betroffenen und die menschlichen Werte am Arbeitsplatz“.(3)

Und wichtig dabei ist die Information, die von der Dublin-Stiftung im Auftrag der EU ermittelt worden ist. „Eine Erhebung in der EU durch die Dublin-Stiftung zeigte, dass acht Prozent der ArbeitnehmerInnen in Europa – zwölf Millionen Menschen – erklärten, in den letzten zwölf Monaten an ihrem Arbeitsplatz Mobbing ausgesetzt gewesen zu sein. ExpertInnen gehen von einer weit höheren Dunkelziffer aus“.(3)

Eine Zahl die nur erschrecken kann und man sich fragt, was macht der DGB eigentlich und seine Einzelgewerkschaften außer „Schnitzelessen mit Ackermann und Merkel im Kanzlerbungalow“?

So findet man in der Broschüre des OGB eine beispielhafte Betriebsvereinbarung gegen Mobbing, die man in jedem Betrieb und in jeder Verwaltung umsetzen sollte.„Musterbetriebsvereinbarung
>> Mobbing <<

Zur Vorbeugung und zum Abbau von

Aufschrei im Land der Arbeit!

Mobbing sowie zur Förderung friedlicher Konfliktbearbeitung.

 
 

 

Präambel

Eine Unternehmenskultur, die sich durch partnerschaftliches Verhalten am Arbeitsplatz auszeichnet, bildet die Basis für ein positives innerbetriebliches Arbeitsklima und ist damit eine wichtige Voraussetzung für den wirtschaftlichen Erfolg eines Unternehmens.
Mobbing, Diskriminierung nach Geschlecht, Herkunft, Hautfarbe oder Religion, sowie sexuelle Belästigung am Arbeitsplatz stellen eine schwerwiegende Störung des Arbeitsfriedens dar und gelten als Verstöße gegen die Menschenwürde. Sie schaffen im Unternehmen ein eingeengtes, stressbelastetes und entwürdigendes Arbeits- und Lernumfeld und begründen häufig gesundheitliche Störungen.

Das Unternehmen verpflichtet sich, Mobbing, Diskriminierung und sexuelle Belästigung zu unterbinden und ein partnerschaftliches Klima zu fördern und aufrecht zu erhalten. Dies gilt auch für Werbung und Darstellung des Unternehmens in der Öffentlichkeit“.(3)

In welcher Gewerkschaft, Behörde oder welchem Unternehmen in Deutschkland gibt es so eine Vereinbarung schon? Kennen Sie eine?  

 

 

1)http://www.webnews.de/https://dieaktuelleantimobbingrundschau.wordpress.com/2009/11/16/die-igm-schreibt-zum-mobbingfall-albrecht/

2)http://www.oegb.at/servlet/ContentServer?pagename=OEGBZ/Page/OEGBZ_Index&n=OEGBZ_Suche

3)http://arbeiterkammer.com/bilder/d111/Mobbingbroschuere_2008.pdf