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Mobbing weitet sich bei der Steakhauskette Maredo krankhaft aus

23. Februar 2012

Lage Prècaire

Offenbar ist man in der Führungsetage der Steakhauskette Maredo vom Erfolg der Massen-Mobbing-Attacken in Frankfurt in einen krankhaften Mobbing-Wahn verfallen. (1) Zur Erinnerung, in Frankfurt hat man 20 Beschäftigte fristlos gekünndigt, nach dem man sie mit dem Straftatbestand der „Freiheitsberaubung“und der nachgewiesenen Nötigung“ fertig gemacht hat. (1)

Während in Frankfurt nun die Ermittler und Arbeitsrichter gefragt sind, hat man bei der Steakhauskette Maredo gleich mal nachgelegt und sich „in Osnabrück  eine Betriebsrätin“ vorgeknöpft. Sie soll wegen Vortäuschung der Arbeitsunfähigkeit gekündigt werden, was dem „Osnabrücker NGG-Mann Peter Buddenberg“ in seiner Taätigkeit noch nie untergekommen ist. Doch bekanntlich haben sich nicht nur Dank dieser unsäglichen BMAS, Frau Ursula von der Leyen und ihre Billiglohntheorie die Verhältnisse in Deutschland für Arbeitnehmer radikal verschlechtert.(2)

Nach der Wahl eines Betriebsrates bei Maredo in Osnarbrück, wurden die Bedingungen für die Betriebsratsvorsitzende  Jacqueline Fiedler und ihre Kollegen unerträglich. „Ihre Stellvertreterin habe es nicht mehr ausgehalten und sei im vergangenen November von ihrem Amt zurückgetreten“. (2) Frau Fiedler hielt durch und wurde regelrecht fertig gemacht.

Und das Mobbing hatte Erfolg. „Frau Fiedler wurde explizit für ihre Tätigkeit bei Maredo arbeitsunfähig geschrieben, weil sie dort seit zwei Jahren andauerndem Mobbing – oder eigentlich besser ›Bossing‹ – ausgesetzt ist«, erklärte NGG-Sekretär Buddenberg“. (2)

Beim Steakhaus Maredo schlug man texanisch zurück oder „willst du nicht mein Bruder sein, so schlag ich dir den …. ein“. Die Betriebsratsvorsitzende wurde gekündigt, nun geht es vor das Arbeitsgericht, „am 19. April (10 Uhr, Kollegienwall 29–31, 1. Etage) wird der Fall verhandelt

1)http://wp.me/puNcW-26f

2)http://www.jungewelt.de/2012/02-23/040.php

Bossing nimmt zu

20. Juni 2010

Wenn der Chef mobbt, wird es gefährlich

Seit geraumer Zeit nimmt Bossing in den Betrieben und Verwaltungen zu. Bossing ist jene perverse und pathologische Art von Mobbing, in denen der „Chef“ mitmacht oder der Täter ist. Ziel bei Bossing dürfte sein und ist es wohl immer die Kündigung, was Opfer beachten sollte. Da hilft weder Mediation, Vergleiche noch Gesprächbereitschaft, auch wenn viele das nicht wahr haben wollen.

„In etwa der Hälfte aller Mobbing-Fälle, macht der Chef mit, so die Erkenntnisse der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAUA)“. (1)

Nach den Erkenntnissen der BAUA-Mitarbeiterin Dr. Gerlinde Kaul, die Mobbing und Bossing nicht trennen will, führt entweder Mobbing oder Bossing heute immer zur Kündigung des Opfers. „Mobbing zielt leider immer auf die Entfernung des Opfers vom Arbeitsplatz hin. Es zielt immer auf eine Ausgrenzung des Opfers aus der Gruppe“. (1) Und dann dürfte Mediation nur das Beruhigsmittel mit zeitlicher Befristung sein, am Ende, am Ende steht immer die Kündigung und so klar hat das die Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin bisher nicht dargestellt.

Entlassene Arbeit

Wer es also gegen Mobbing in den Unternehmen ist, muss sich auch gleichzeitig für den Kündigungsschutz stark machen. Leider fehlt diese Erkenntnis bei den meisten Gewerkschaften, fast keiner ihre Betriebsräte hat bisher bei der Gewerbeaufsicht Anzeige wegen Mobbing in seinem Betrieb gestellt, warum eigentlich?

In diesem Zusammenhang sei auch auf die Fürsorgepflicht hingewiesen, nach der darf es gar kein Bossing geben. Doch wer hält sich bei und überhaupt noch an Gesetze?

Aber auch in zwei anderen Aussagen irrt sich Frau Dr. Kaul. Einmal ist sie eine Anhängerin des Mobbingtagebuches, obwohl diese Mittel bisher zu 99 % sich als untauglich bei Arbeitsprozessen herausgestellt hat. „Wichtig für die Beweisführung ist ein Mobbing-Tagebuch. Jede Schikane sollte darin mit der Art der Attacke, den gegebenen Umständen der Arbeitssituation oder des Arbeitsauftrages, den unter Umständen mitbeteiligten Personen und mit dem eigenen Erleben zeitgenau erfasst werden“. (1)

Mobbing-am-Arbeitsplatz

Und sie vertritt die irrige Aufnahme, die uns auch Politiker einreden wollen: „Findet Mobbing im Unternehmen statt, so macht sich der Arbeitgeber strafbar, wenn er es duldet. Wer sich gemobbt fühlt, sollte aktiv werden, solange er es noch kann, gegebenenfalls auch externe Hilfsangebote in Anspruch nehmen“. (1)

Strafbar, da  müsste Fr. Kraul mal eine Bilanz vorlegen aus der hervorgeht, in wie vielen Fällen der Staatsanwalt ermittelt hat oder warum nicht? Nur das kann sie nicht und deshalb sind ihre Aussagen sehr zwiespältig und wenig hilfreich. Sie fordert auch merkwürdiger Weise keinen Ombudsmann für Mobbing auf Länder- oder Bundesebene, der dann Weisungs befugt gegenüber den Staatsanälten wäre und diese auch kontrolliert. Zu blauäugig  ist hier die Auffasunng der BAUA, was einen verwundert, denn schließlich wäre dies Behörde der wichtigste Partner für Mobbing-Opfer auf der Ämterebene. Und die BAUA setzt sich auch nicht für eine Reform des Betriebsverfassungsgesetzes ein, ziemlich makaber was da abgeht.

Staatliche Institutionen sind mehr Stolperfallen als Partner im Kampf gegen Mobbing und Bossing, obwohl wir ein Kündigungsschutzgesetz und das AGG haben.

1) http://www.tuebinger-wochenblatt.de/tue/page/detail.php/2519741

Behörde mobbt Lehrer.

2. November 2009
Einer fehlt!

Einer fehlt!

Bisher kaum in der deutschen Diskussion zum Thema Mobing ist die Tatsache von Behördenmobbing. Ein Fall aus der Schweiz  kann uns dabei helfen, zu klären, was Behördenmobbing sein kann.

Gemobbt wurde oder wird in Basel ein Lehrer. Nach 21 Jahren im Schuldienst erhielt der Lehrer H. eine neue Schuldirektorin und es begann eine Fahrt in der Geisterbahn der schweizerischen Schuldbhörde in Basel.

“ Innerhalb eines Jahres unternahm die neue Rektorin alles, um Lehrer H. aus dem Schuldienst zu drängen. Sie nutzte die unklar formulierten Paragraphen des neuen Personalgesetzes und konstruierte daraus eine Eskalationsspirale, um Lehrer H. vorsätzlich an den Rand eines Nervenzusammenbruches zu führen. Ihr willkürliches und unangemessenes Vorgehen kann nur als „Mobbing“ oder „Bossing“ bezeichnet werden“. (1)

Der Anfang: „Ausgangspunkt für das Kesseltreiben gegen Lehrer H. waren drei haltlose Beschwerden von drei links-feministischen Müttern. Diese Beschwerden nahm Jenö ungeprüft als Vorwand, um H. über den Amtsarzt in ein psychiatrisches Verfahren zu verwickeln“.(1)

Der erste Akt der Grausamkeit: „Kurz nach dem Gespräch wurde H. völlig überraschend von der Sondereinheit der Kapo BL „Barrakuda“ überfallen und landete im Basler Untersuchungsgefängnis Waaghof, wo er in einer Überwachungszelle 24 Stunden eingesperrt wurde. Jenö hatte H. einen Tag vorher bei der Staatsanwaltschaft rechtswidrig angezeigt und behauptet, H. habe Drohmails verschickt und sich mit Günter Tschanun verglichen“.(1)

Prècaire

Prècaire

Zweiter Akt:

„Die Briefe zahlreicher Eltern, die H. als engagierten und kompetenten Lehrer sehr schätzten, wurden von der Schulhausleitung, Rektorin Jenö, Ressortleiter Signer und ED Vorsteher Eymann konsequent ignoriert. Mit seinem Anwalt Dr. Rolf Jucker legte H. bei der Personalrekurskommission (PRK) Rekurs gegen seine Kündigung ein, allerdings ohne Erfolg. Die PRK unter dem Vorsitz von Gabrielle Kremo folgte der Argumentation des ED in allen Punkten. Dass H. in der Klasse, in der er Klassenlehrer war, ein sehr gutes Verhältnis zu sämtlichen Kindern und Eltern hatte, interessierte die PRK nicht im geringsten. Zwei von H. verfasste Beschwerden wurden von Signer und Eymann in allen Punkten abgeschmettert“.(1)

Dritter Akt in der Geisterbahn der Schulbehörde und Justiz: „Das Verfahren gegen H., wegen angeblicher Drohung, wurde von der Staatsanwaltschaft Basel-Stadt unterdessen eingestellt. Als Entschädigung für den unglaublichen Stress erhielt H. läppische Fr. 1200.– vom Staat als Entschädigung. Signer und Eymann baten die Eltern, den Mobbing-Vorwürfen von Lehrer H. keinen Glauben zu schenken. Die zahlreichen unwahren Behauptungen von Dr. Christoph Eymann und dessen angeblich besorgtes Telefonat mit dem Leiter der Gesundheitsdienste Herr Dr. Andreas Faller lassen vermuten, dass die Entlassung des Lehrers H. von oberster Stelle geplant worden ist“.(1)

Wohin

Wohin?

Vierter Akt

und die Tatsachen der Mobbingfolgen: „Die Sorgen und Nöte der Lehrkräfte interessieren die Bildungsbürokraten in Wirklichkeit überhaupt nicht. Wer nicht spurt, wird über Psychologen und Psychiater der IV zugeführt. Was H. in den letzten drei Jahren erlebt hat, ist absolut unglaublich. Das Vorgehensweisen von Rektorin Gaby Jenö und Personalleiter Thomas Baerlocher haben die persönliche Integrität von Lehrer H. massiv verletzt und traumatisiert“.(1)

Fünfter Akt und die Justiz: „Zusammenfassend ergibt sich, dass die Kündigung unrechtmässig erfolgt ist, der Rekurs folglich gutzuheissen ist und der Entscheid der Personalrekurskommission aufgehoben wird. Das Verfahren ist gemäss § 40 Abs. 4 PG kostenlos. Dem Ausgang des Verfahrens entsprechend ist dem Rekurrenten eine noch festzusetzende Parteientschädigung auszurichten.“(1)

Letzter Akt und die vielen Erkenntnisse über Behördenmobbing: „Die mehrjährige Leidensgeschichte von Lehrer H. gibt einen interessanten Einblick in den Basler Machtfilz. Die Staatsanwaltschaft und einige Richterinnen und Richter des Strafgerichts und des Verwaltungsgerichts machen einen mehr als befangenen Eindruck. Eine Staatsanwaltschaft und eine Justiz, welche gegen unbequeme Mitarbeiter dermassen massiv rechtswidrig vorgeht, ist eine grosse Gefahr für den Rechtsstaat. Die Dritte Gewalt schützt in Basel-Stadt offensichtlich den Beamten- und Behördenfilz in einer verfassungswidrigen Art und Weise. In Anbetracht dieser Fakten, muss davon ausgegangen werden, dass die sog. Gewaltenteilung im Kanton Basel-Stadt nur noch auf dem Papier existiert“.(1)

Jetzt sage noch einer, es gäbe kein Behördenmobbing. Der ganze Fall wurde zum Glück auf dem Blog http://behoerdenmobbing.blogspot.com/ dargestellt und beschrieben, leider fehlen uns in Deutschland noch viele solcher Blogs von Mobbingopfer.

Letzte Änderung am 20.10.2015

1)http://behoerdenmobbing.blogspot.com/2009_10_01_archive.html