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Mobbingopfer Kevin Pezzoni punktet in Köln

3. Februar 2013

Mobbing im Sport ist heute genauso üblich wie in allen Bereichen unserer Gesellschaft. Und im bezahlten Fußball kennt Mobbing offenbar keine Grenzen. Hautnah erlebt hat das der Fußballspieler Kevin Pezzoni beim 1. FC Köln.

Kölner Mobbing-Hooligans hatten auf einer Facebook-Seite „Kevin-Pezzoni-und-Co-aufmischen“ versucht den Fußballspieler für die vielen Niederlagen ihrer Fußballmannschaft verantwortlich zu machen. (1)

Doch dabei blieb es nicht. Nach seinem letzten Spiel für den 1. FC Köln wurde er beim Verlassen des Spielfeldes von asozialen Fans bespuckt und beschimpft. Im Fußball heute wohl Alltag.

Und der Höhepunkt der Mobbing-Attacken gegen Kevin Pezzoni war dann der Besuch von Hooligans Zuhause. „Komm raus, wir hauen dir eine rein“ war ihre klare Botschaft und zeigt wie weit heute Mobbing geht. (1)

Der Fußballspieler löste seinen Vertrag bei Köln auf und ging letztendlich zum Fußballclub Erzgebirge Aue,  die ebenfalls in der 2. Bundesliga spielen und so kam es wie es kommen musste, am Samstag musste Aue in Köln spielen. Und siehe da, Kevin Pezzoni schoß ein Tor gegen den 1. FC Köln.

„Rund fünf Monate nachdem er als Opfer von Mobbingattacken aus dem Umfeld des 1. FC Köln seinen Vertrag in der Domstadt auflösen ließ, war ihm in seinem ersten Einsatz für Erzgebirge Aue das Tor zum zwischenzeitlichen 1:1 gelungen. «An den letzten Monaten hatte ich zu knabbern, aber das ist abgehakt», ergänzte Pezzoni“. (2)

Ob die Sache wirklich abgehakt ist, wird sich noch zeigen, wenn nämlich Erzgebirge Aue wieder gegen Köln spielen sollte und durch ein Tor von Kevin gewinnen sollte. Dann werden wir mal sehen, was die  Hooligans aus Köln sich dann einfallen lassen. Diesmal war Köln der Gewinner aber auch Kevin Pezzoni.

1)https://dieaktuelleantimobbingrundschau.wordpress.com/2012/09/03/kolner-mobbing-hooligans-werden-immer-radikaler/

2)http://www.wn.de/Welt/Sport/Fussball/Zweite-Bundesliga/Zweite-Bundesliga-Stille-Genugtuung-fuer-Mobbingopfer-Pezzoni

Traci Lanzone, die Mutter eines homosexuellen Teenagers im US-Bundesstaat New York geht vor Gericht

12. Dezember 2011

Prècaire

Endlich ergreift eine Mutter die Initiative gegen eine unfähige und unwillige Schulbehörde und verklagt diese wegen Untätigkeit gegenüber der ständigen Bullying- und Mobbing-Attacken gegen ihren Sohn.

Dieser hat sich erfolglos und mehrfach an die Schulbehörde gewandt um sich gegen Bullying und Mobbing zu wehren. Auch Mutter Traci hat sich etwa  „dreißig Mal …  mit ihrem Anliegen bei der verantwortlichen Schulbehörde gemeldet“, ebenfalls erfolglos. Nun ist das Faß voll und ein Gericht muss im Rahmen einer Diskrimiminierungsklage entscheiden. (1)

Bekanntlich ist Homophobie an US-Schulen weit verbreitet und wird allzuoft geduldet. „Según la denuncia interpuesta por la madre, el joven habría sido discriminado en los últimos dos años por su orientación sexual*, sin que el centro haya decidido castigar a quienes han llevado a cabo dicho acoso“. (2)

Traci`s „Sohn wurde immer wieder – nachdem er sich vor zwei Jahren vor Mitschülern als schwul geoutet hatte – getreten, beschimpft, bespuckt, sein Essen auf den Boden geschmissen und seine Kleidung versteckt, schildert sie die Torturen im Fernsehen“. (1)

Und wie alle Beamte dieser Welt verhält sich auch „Kathy Wegman, Direktorin der örtlichen Schulverwaltung, (sie) wollte zu dem laufenden Verfahren keine Stellungnahme abgeben“ und verwies mit einer Fließbandaussage darauf hin, dass „der Marion Central School District jede Art von Mobbing und Bullying sehr ernst nehme und man eigene Programme und Strategien ausgearbeitet habe, um diesen im Schulalltag begegnen zu können“. (1)

Nur dem mutigen Sohn von Traci hat das in seinem Alltag wenig genützt wenn man ihn fertig gemacht hat. Und seine Mutter zeigt Zivilcourage und geht nun vor Gericht. „Una madre neoyorquina ha denunciado al distrito escolar de su hijo por no protegerlo del acoso“. (2) Offenbar ist Fürsorgepfliocht nicht die Stärke der US-Schulbehörden, da leiden sie offenbar an der deutschen Krankheit des Wegschauens.

*We send out an SOS to Lady Gaga.

1)http://www.gayboy.at/news/17965

2)http://noticias.universogay.com/una-madre-neoyorquina-ha-denunciado-al-distrito-escolar-de-su-hijo-por-no-protegerlo-del-acoso__07122011.html

http://miamigayblog.com/index.php/miami-gay-news?start=45

Jessica Lenzen, 13 Jahre, Mobbingopfer, wurde geschlagen

24. Dezember 2009

Prügelorgien

Mit welcher Brutalität und Hass heute Schülerinnen und Schüler Mitschülerinnen und Mitschüler fertig machen, zeigt auch der Fall der 13 Jahre alten Jessica Lenzen aus Köln.

>>Doch als die allein Erziehende (Mutter) aus beruflichen Gründen mit Jessica und ihrem Bruder von Bergneustadt nach Porz zieht, beginnt für das Mädchen eine noch traurigere Zeit. „Schon der erste Eindruck war echt schlimm“, erinnert sich die Teenagerin an ihren Einstand. „Weil ich anders da gesessen habe, breitbeinig, haben sie mich beschimpft.“ Als „Loser“ sei sie bezeichnet worden, „weil ich nicht rauche oder kiffe“. Zwei Jungs sind die Wortführer. Dann treffen Jessica Tritte in den Rücken. Die Täter hätten – angesprochen darauf – die Lehrer so belogen, „dass ich den Ärger bekam“. Warum sie das getan haben sollen? Jessica vermutet, „weil ich die Neue war und keine Idealmaße habe“.<< (1)

Und das Jessica an einer deustchen Schule die Hölle erlebte, zeigte ihr späteres Verhalten. Nach den täglichen Prügelorgien ging sie da nicht mehr hin.

>>Immer häufiger bleibt Jessica heimlich zu Hause. „Es gab ja keinen Tag, wo ich keine Prügel bekommen habe.“ Sie wird drangsaliert und beleidigt. Als sie ein Schaf bastelt, wird es bespuckt und zerstört. „Alle haben mich gehasst. Das war normal.“ Ihre Fehlzeiten häufen sich.<< (1)

Was hätte sie auch machen sollen. Hilfe bei den Lehren und der sogenannten Sozialarbeiterin wurde ihr verweigert. Ein Skandal, der zeigt, dass so etwsas wie die Fürsorgepflicht der Schule und Lehre wohl nicht mehr gilt.

>> An der Hauptschule, behauptet die Lehrerschaft, haben Respekt und Fairness großen Stellenwert. Es gibt ein Streitschlichterprogramm. Das Motto lautet: „Lehrer schalten sich nicht ein. Es gibt keine Strafen. Es gibt weder Gewinner noch Verlierer.“ Für Konflikte unter älteren Schülern ab Klasse 8 wird Mediation angeboten. Für viele ist das eine Hilfe. Für Jessica war es keine. „Die Sozialarbeiterin hat nur geredet, aber nichts gemacht.“ Auch ein kurzer Aufenthalt in einer Kinder- und Jugendpsychiatrie half ihr nicht. Jessica will nicht mehr reden. „Ich wollte nur raus da.“<<

Respekt und Fairness, was haben diese Lehre nur für eine Moral und Wertevorstellung? Und was hat das berühmte Schulamt gemacht außer Kaffee trinken und den Kopf in den Sand stecken? Lehrer schalten sich nicht ein, das heißt, sie nehmen ihre Fürsorgepflicht nicht war.

Zum Glück hatte Jessica eine Mutter die um ihre Tochter gekämpft hat. „Nach mehr als fünf Monaten körperlicher und seelischer Attacken zeigt Daniela Lenzen den Mitschüler, der ihre Tochter zuletzt geschlagen haben soll, wegen gefährlicher Körperverletzung an. Nach zähem Betteln der Mutter nimmt eine (andere) Realschule das Mädchen trotz Aufnahmestopp auf. Jessica macht das Lernen heute wieder Spaß. Doch vor kurzem sah sie ihre Peiniger in der S-Bahn. Die Angst bleibt“.(1)

Ja, die Angst und die Gefahr von Mobbing werdenm bleiben, wahrscheinlich ein Leben lang. Irgendwann wird Jessica die Schule verlassen und dann? Wird sie wieder einem Mobbingtäter begegnen und die Angst wird von einem Sturm zum Orkan, und dann?

1)http://www.ksta.de/html/artikel/1260194915605.shtml