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Mobbing, die Ursache für viele Suizide

11. Oktober 2011

Der fallende Mann

In einem äußerst bemerkenswerten und sachbezogenen Artikel beschäftigt sich der angesehene „Instruktor für Gewaltpräventation und Selbstschutzmaßnahmen“ und Mobbing-Experte Alfred Brandner mit der „schwarzen Seite“ von Mobbing, dem Suizid des Opfers. „Letztendlich nach langem Leiden, für viele, ….. kommen die Mobbing – Opfer mit dieser sehr schweren Erkrankung der Psyche nicht mehr zurecht und flüchten in einen angenommen, und Ruhe versprechenden Tod„. (1)

Und wenn man sich mit dem „Warum“ beschäftigt, stößt man laut Brandner „sehr oft (auf) Hinweise (zum) Umfeld der Peiniger, die einen nach lang anhaltenden Attacken, und im übrigen wie gewünscht und geschickt  herbeigeführt, den schon erheblich in seiner Gesundheit geschädigten Menschen in den Tod verholfen haben könnten“. (1)

Zu recht verlässt der Autor auch die eingeengte, oft im Interesse der „Verharmlosung und Abwiegelung“ benutzen Sichtweise der „Juristen“ und ihrer Paragraphenphilosophie. „Ich neige dazu, die Menschen, die andere mit kontinuierlicher Hetze, Verleumdung, übler Nachrede, Beleidigungen und Rufschädigungen in den Tod treiben, als potenzielle Mörder“ zu bezeichnen. Nur so gelingt es so etwas wie ein „Schuldgefühl“ bei Mobbern auszulösen, die sich oft an den „lang anhaltende Angstgefühle, Enttäuschungen und Belastungen  aus zwischenmenschlichen Beziehungen“ auf sehr perverse Weise ergötzen. (1)

Kein Täter hat bisher seine Geschichte erzählt, die uns helfen könnte einen Blick in die „tote Seele“ des Mobbers zu werfen und was er dabei empfindet, wenn er vom Suizid seines Opfers hört oder liest. Zu recht hat daher Alfred Branden in einem Anhang zu seinem Artikel,   Mobbing als Auslöser vieler Suizide in Deutschland und aus aktuellem Anlass folgendes dokumentiert, nach dem „eine Arbeitnehmerin, im Beisein vieler anderen, darüber berichtete, dass sie von einem Vorgesetzten gemobbt werde“. (2)

Und „nun die Steigerung der Brisanz. Die Lenkung links einschlagen, und schon bin ich mit meinem Auto unter einem Lastwagen oder Omnibus, und alles ist vorbei. So die sichtlich leidende Frau in einem Gespräch vor wenigen Tagen“.(2) Selbst ein welterfahrener Rettunsgexperte wie Brandner, „mit Einsätzen in Kriegs- u. Kriesengebieten (Kongo, Angola),…  mochte ich die Verantwortung aus diesem neuen, und hochbrisanten Sachverhalt nicht (alleine) tragen. Ein Klinik-Psychologe, der mit dem gegebenen Mobbing – Sachverhalt bereits vertraut war, machte einen sehr besorgten, aber subjektiv doch eher hilflosen Eindruck.

Die nüchterne Erkenntnis – es gibt keine Lösungsansätze zur Beendigung dieser Misere. Eine dramatisch – tragische Situation, die zu eskalieren scheint, und keiner kann helfen. Das ist mit Verlaub zum Kotzen! Hilflosigkeit macht sich breit, auch bei mir“. (2)

Und das Geschilderte aus dem grausamen Schicksal eines Mobbing-Opfers zeigt, dass ab einem bestimmten Punkt kein „Außenstehnder“ mehr in der Lage ist, das Kommende zu stoppen. Sondern nur noch ein hilfloser Beobachter ist, der sieht, wie die „krankgemachte Seele“ explodiert, nur den Zeitpunkt und oft die Art und Weise eines Suizids kennt er nicht.

Und nimmt man dann noch den Fall des Hauptkommissars Henning G. aus Lankwitz, Berlin, der sich in der Nacht zum 11. September diesen Jahres auf dem Friedhof der Paul Schneider Straße selbst verbrannte, dann müssen die Mobbing-Attacken gegen ihn ein Maß erreicht haben, das selbst Experten in ihrer Vorstellunsgkraft überfordert. (3)

Sicherlich ist ein „Anti-Mobbing-Gesetz“ alleine nicht das Wunderheilmittel, auch nicht der notwenidge Ombudsmann mit Weisungsbefugnis für Mobbing, den jede Regierung in Deutschland, ob nun auf Landes- oder Bundesebene haben müsste, doch wichtige Schritte in die richtige Richtung sind sie bestimmt. Lasst es uns anpacken oder wie Lady Gaga sagt, „unsere Generation hat die Macht, es zu beenden“, doch wo sind unsere Promis in erster Reihe im Kampf gegen Mobbing? (4)

Stell Dir vor, all diese „Filmhelden“ aus der Tatortreihe stehen auf und zeigen endlich mal Zivilcourage und fordern persönlich bei Frau Merkel ein „Anti-Mobbing-Gesetz“ und einen Ombudsmann für Mobbing ein. Was könnte sich in diesem Land alles verändern?

1) http://www.retter.tv/de/beitrag.html?ereig=-Mobbing-als-Ausloeser-vieler-Suizide-in-Deutschland-&ereignis=7658

2)http://www.retter.tv/de/beitrag.html?ereig=-Werden-nun-Todessehnsuechte-durch-Mobbing-hervorgerufen-&ereignis=9585

3)http://wp.me/puNcW-1RA

4)http://wp.me/puNcW-1Qa

Cybermobbing-Krieg in Berlin fordert sein erstes Opfer

23. März 2011

Seit Monaten scheint der Berliner Schulverwaltung, Lehrergewerkschaft und den Schulleitern eine Internetseite bekannt zu sein, die von Riga, Lettland aus Schülern und allen „Mobbern“ erlaubt, Hass und Beleidigungen loszuwerden. Das Internetportal hat alle Berliner Schulen sauber nach Bezirk und Namen aufgelistet.

Vor eine Woche tauchten dann für den Leser von Zeitungen und Internetportalen zum ertsen Mal sichtbar Meldungen auf, dass an einer Schule in Berlin Zehlendorf ein „Amoklauf“ stattfinden sollte. Die Schule wurde am 14.03.2011 dann für einen Tag geschlossen. Das besagte Internetportal für „Cybermobber“ wurde hier auch nochmals ganz unschuldig einem größeren Publikum vorgestellt. „isharegossip.com“ lebt davon, dass sich Menschen gegenseitig „fertig machen“. (1)

Am Mittwoch wurde dann eine Amoklaufdrohung für eine Schule in Berlin Spandau angekündigt, der Cybermobber-Krieg in Berlin war nun nicht mehr zu unterschlagen. „Für den Schulalltag wird Isharegossip allmählich zum ernsten Problem: Auf der Seite kann jeder nach Schulen sortiert unter Pseudonym schreiben, was er möchte. Wüste Beschimpfungen und Verleumdungen gegen Mitschüler und Lehrer bestimmen das Bild“. (2)

„Die Drohungen sind nicht das einzige Unheil, dass Isharegossip an der Carossa-Schule angerichtet hat: Seit knapp zwei Wochen nehme auch das Mobbing mittels Internet dramatisch zu, sagt Meyer. Eine der verzweifelten Schülerinnen sei zu ihr gekommen, weil sie sich angesichts der menschenverachtenden Beleidigungen und falschen Behauptungen nicht mehr zu helfen wusste“. (2)

Nun musste wohl die Polizei handeln und fand heruas, dass das Internetportal über verschlungene Wege ans Netz ging und es unklar ist, wer der Betreiber ist. „Die Polizei hat keine Chance, die Urheber strafbarer Kommentare zu belangen. Angemeldet ist Isharegossip über eine Firma in den USA, die ihren Kunden absolute Anonymität verspricht. Auf Isharegossip selbst wird wiederum als Verantwortlicher eine fiktive Person in Litauen genannt, der Server über den die Seite läuft, steht hingegen in Schweden“. (2)

Am Samstag, den 19.03.20111 dann der offene Krieg der Cybermobber von Berlin. Erschreckend zu Anfang ist einmal  die Tatsache, dass der Vorfall erst Tage später der Öffentlichkeit mitgeteilt worden ist, nämlich am Dienstag, den 22.01.2011. Und die Zusammenhänge der „brutalen Mobbing-Attacken“ gegen einen 17-jährigen Schüler sind bis heute noch unklar.(3)

Was man wohl weiß ist, dass sich aus einer Hermsdorfer Schule im nördlichen Bezirk Reinickendorf Schüler in Gruppen auf dem Internetprotal einfanden und sich gegenseitig fertig machten, das „Opfer“ war auch dabei, er hatte den Nickname Bahadir. (4)

„.. Auf (einer) Webseite (standen auf)  der einen Seite Sharon, Bahadir und Serkan – auf der anderen Aysu, Cagla und Dilara (sich gegenüber). Beide Parteien bewarfen sich lange mit schmutzigen Begriffen. Beschimpfungen wie „halt die Fresse“ , „Hurentochter“ oder „fette Schlampe“ sind auf dieser Internetseite Normalität„.(4)

Der 17-jährige Bahadir hatte den irgendwann die Nase voll und wollte seiner Freundin Sharon helfen, die mit dem „Cyber-Krieg“ nicht mehr zu recht kam, er verabredete sich mit den „anderen Mädchen zum Treffen in der Nähe des U-Bahnhofs Osloer Straße, um die Sache einmal auszudiskutieren“. (4)

Es war wohl nicht das erste Treffen, denn „das Gespräch scheiterte, weil Bahadir Aysu wegen ihrer Ausfälligkeiten bereits bei einem frühen Treffen eine Ohrfeige versetzt haben soll. Unverrichteter Dinge zog er ab“. (4)

Und nun klafft bisher eine Informatiionslücke, denn es kam wohl zu einer zweiten, ungewollten Begegnung der beiden Gruppen, nur das Bahadir alleine war, während die anderen 20 Mobber zählten.

„Gegen 21 Uhr traf Bahadir am U-Bahnhof erneut auf die mittlerweile auf rund 20 Mädchen und Jungen angewachsene Gruppe. Doch dieses Mal kam er nicht mehr zu Wort. Er wurde auf einen Parkplatz gezerrt, wo er mit Schlägen und Tritten traktiert wurde. Auch als er am Boden lag, wurde er weiter attackiert. Als der Mob von ihm abließ, hatte der 17-Jährige das Bewusstsein verloren. Zeugen schleppten ihn ins nahe gelegene DRK-Krankenhaus. Die Ärzte diagnostizierten bei ihm Prellungen und ein Schädel-Hirn-Trauma. Am Montag wurde er entlassen“. (4)

Die Polizei begann dann wohl mit ihren Ermittlungen die auch noch andauern. Bekannt bisher ist, „Polizisten der Operativen Gruppe Jugendgewalt nahmen am Montag sechs Mädchen und Jungen im Alter von 14 bis 18 Jahren fest, die bei der Schlägerei dabei waren. Drei Jungen im Alter von 15, 16 und 17 Jahren wurden gestern einem Haftrichter vorgeführt. Der 16-Jährige ist der Polizei bereits als Schläger und „Intensivtäter“ bekannt“. (4) Auch gegen Bahadir wird noch ermittelt.

Es stellt sich nun die Frage, warum haben die Senatsverwaltung für das Schulwesen, die Lehrergewerkschaft und die Berliner Schulleitungen nicht schon früher sich offensiv gegen Mobbing eingesetzt. Erinnert sei nur an die Aktion „1000 Koffer“ von Baden Württemberg nach dem Amoklauf bei Winnenden durch Tim, der 15 Menschen und sich dann seklbst erschoß. Müssen immer zuerst Menschen druchdrehen und andere getötet werden, bis Pädagogen und Beamte aufwachen?

Schon im Fall der „mediengeile Familie“ des Thilo Sarazzin (SPD), seine Frau stand im Verdacht sytematisch Schüler gemobbt zu haben, wurden die Ermittlungen eingestellt, nach dem Frau Sarazzin sich rasch in die Obhut der Frühpensionierung geredet hat. Friede, Freude, Eierkuchen haben sind da die Beamtenhorden der Schulverwaltung gesagt und sich die Hände gerieben, doch was machen sie nun, diese „Superdemokraten“ im Hause des Herrn „Prof. Dr. E. Jürgen Zöllner (SPD), Senator für Bildung, Wissenschaft und Forschung?

1)http://www.morgenpost.de/berlin/article1575415/Berliner-Schule-schliesst-wegen-Amoklauf-Drohung.html

http://www.rbb-online.de/nachrichten/vermischtes/2011_03/schule_wegen_amokdrohung.html

http://www.landeselternausschuss.de/

2)http://www.tagesspiegel.de/berlin/schule/leere-klassen-nach-neuer-amokdrohung/3966498.html

3)http://www.bz-berlin.de/tatorte/mob-attacke-nach-internet-hetze-article1146470.html

4)http://www.berlinonline.de/berliner-zeitung/berlin/336762/336763.php

5)https://dieaktuelleantimobbingrundschau.wordpress.com/2011/01/11/neue-drohgebarden-im-fall-frau-sarazzin-an-alle/

https://dieaktuelleantimobbingrundschau.wordpress.com/2011/01/10/ehefrau-von-sarazzin-mobbt-kinder-und-will-sonderrechte/

https://dieaktuelleantimobbingrundschau.wordpress.com/2011/01/16/familie-sarazzin-mobbt-gemeinsam/

Neue Drohgebärden im Fall Frau Sarazzin an „Alle“

11. Januar 2011

Zivilcourage ist eine Sache, die Folgen daraus eine andere. Nach dem nun das Machwerk des Herrn Thilo Sarazzin, „Deutschland schafft sich ab“ mit konkreten und wissenschaftlich haltbaren Prüfsteinen (1) wie ein Kartenhaus zusammenbricht, hat die BZ die Ehefrau des Genexperten und Sozialdemokraten Sarazzin entdeckt.

Ihre pädagogischen Fähigkeiten sind wohl seit Jahren umstritten, doch wer sich beschwerte, der bekam die „unsichtbare Hand“ der Mischpoke zu spüren, schließlich war der Ehemann ein enger Vertrauter des regierenden Bürgermeisters Wowereit und als Finanzsenator auch für die Verteilung der Gelder für das marode Bildungssystem in Berlin zuständig. (2)

„Nächstes Jahr will Finanzsenator Thilo Sarrazin (SPD) weitere sieben Millionen bei den Lernmitteln kürzen„. (3) 

Heute lebt Thilo Sarazzin von seinem Einnahmen als Buchautor und freigestellter Beamter, seine Frau dagegen ist noch im Schuldieenst aktiv, halbe Stelle doppelter Ärger. Wie aktiv, das erzählt uns der Vorsitzende des Landeselternausschusses:

“ Günter Peiritsch (52) ist Vorsitzender des Landeselternausschusses. Eine seiner Töchter besuchte die Reinhold-Otto-Grundschule, er war dort Elternsprecher. Mit einem Umzug war auch der Schulwechsel verbunden. In der B.Z. erklärt Peiritsch, warum Eltern sich bei ihm, und nicht bei der Schule beschweren, so: Weil ich als Elternsprecher des Bezirkes und Berlins gute Verbindung zu den Schulbehörden habe. Außerdem wollen die Eltern ihre Kinder schützen. Laut Peiritsch würden die Beschwerden über Ursula Sarrazin zunehmen. „Das hat nichts mit Mobbing zu tun. Sondern mit Kindern, die ungerecht behandelt werden. Die Schule leidet unter der Personalie Ursula Sarrazin, ist Peiritsch überzeugt. Das Kollegium hat mir erzählt, dass immer wieder weinende Kinder vor dem Direktor stehen, wenn sie bei Frau Sarrazin Unterricht hatten. Es geht auch um Beleidigungen. Und: Eine Mutter hat die Verfehlungen von Frau Sarrazin gesammelt. Die füllen ganze Aktenordner.“ (4)

Doch die BZ wäre nicht die BZ würde sie nicht Meldungen verbreiten, die einem die Haare zu Berge stehen lassen. “ Nach den Vorwürfen verteidigen Eltern den Unterrichtsstil der Grundschul-Lehrerin“. (4)

Ich denke, es ist nun Zeit, dass sich die Schulbehörde und das Abgeordnetenhaus dem Fall „Frau Sarazzin“ annehmen und das unabhängig vom Wahltermin und Einkommen des Neumillionärs Sarazzin. Vielleicht erstatten auch Eltern Anzeige gegen Frau Sarazzin wegen versuchter Körperverletzgung, schaden kann es nicht, wenn auch einflußreiche Journalisten den Fall begleiten müssen, denn sonst wird umgehend von den Ermittlern das Verfahren eingestellt.

 1)https://dieaktuelleantimobbingrundschau.wordpress.com/2011/01/10/ehefrau-von-sarazzin-mobbt-kinder-und-will-sonderrechte/

http://www.welt.de/politik/deutschland/article10915244/Thilo-Sarrazin-streicht-umstrittene-Buch-Passagen.html

3)http://www.berlinonline.de/berliner-zeitung/archiv/.bin/dump.fcgi/2003/0222/berlin/0044/index.html

http://www.tagesspiegel.de/berlin/landespolitik/finanzsenator-kuerzt-erneut-bei-den-freien-schulen/1118090.html

4)http://www.bz-berlin.de/bezirk/charlottenburg/sarrazin-ist-eine-engagierte-lehrerin-article1085818.html

Informationen zum größten Mobbing-Prozess in Deutschland

8. Juli 2010

Mobbingerlebnis

Die Mobbing-Attacken die die Siemens-Managerin Sedika Weingärtner ertragen musste, kann man auch als Video beim WDR anschauen und runterladen. (1) Kaum ein Mobbing-Fall dürften in den nächsten Monaten Deutschland und die internationale Presse so beschäftigen wie der der Siemensmangerin.

Angefangen vom  Minibüro, Ausgrenzung, Beleidigungen wie Araber, Dreck und Walross bis hin zum psychischen Zusammenbruch hat diese Frau alle Stufen des Mobbing-Terrors erlebt, den die Täter heute ungestraft in diesem „Rechtsstaat“ ausüben dürfen.

Mehr Informationen zum Mobbing-Fall Sedika Weingärtner finden sich auch auf ihrer Internetseite http://www.sedika-weingaertner.org/ und der aktuellen Antimobbingrundschau, sowie diversen Presseorganen.(2)

Gerade der Fall der Siemensmanagerin zeigt, die Mobbing-Täter schrecken weder vor dem Ansehen noch der Hierachie in einem Unternehmen zurück, sondern wenn sie ihr schmutziges Handwerk beginnen, wissen sie immer wieder, dass die in diesem Rechtsstaat nicht zu befürchten haben. Weder die Justiz, noch die Gewerbeaufsicht oder gar die Politiker sind in der Lage, den Opfern zu helfen, weil sie es auch nicht wollen. Zeit, dass die EU hier eingreift und europäische Rechtsnormen und Gesetze zum Tragen kommen. (3)

1)http://www.wdr.de/tv/servicezeit/familie/sendungsbeitraege/2010/0317/03_mobbingprozess.jsp

2)https://dieaktuelleantimobbingrundschau.wordpress.com/

https://dieaktuelleantimobbingrundschau.wordpress.com/2010/07/07/offener-brief-von-sedika-weingartner-an-ceo-dr-loscher-siemens/

https://dieaktuelleantimobbingrundschau.wordpress.com/2010/07/08/open-letter-from-sedika-weingaertner-to-dr-peter-loscher-siemens-ceo/

https://dieaktuelleantimobbingrundschau.wordpress.com/2010/01/21/sedika-weingartner-managerin-bei-siemens-wurde-7-jahre-lang-gemobbt/

http://www.abendzeitung.de/nuernberg/lokales/160455

http://jetzt.sueddeutsche.de/texte/anzeigen/495970

http://www.nn-online.de/artikel.asp?art=1158555&kat=3

http://www.taz.de/1/leben/alltag/artikel/1/mit-fuessen-getreten/

3)http://www.jobblogger.de/index.php?url=archives/403-1,2-Mio-fuer-Sekretaerin.html&serendipity%5Bcview%5D=threaded

http://harrygambler2009.wordpress.com/2010/01/30/das-eu-urteil-zum-kundigungschutz-fur-junge-arbeitnehmer/

Chef kündigt Mobberin

22. Januar 2010

Gerechtigkeit

Normalerweise werden Mitarbeiter schikaniert, gemobbt und dann gekündigt, ob es nun Pfandmarken sind, Maultaschen aus den Essensresten oder die berühmte Frikadelle. Richter gehen allzuoft blauäugig an solche Fälle, ohne dass sie nämlich die Fürsorgepflicht des Unternehmers beachten. Das Handelsblatt hat dazu einen intressanten und wichtigen Artikel mit Musterurteil veröffentlicht. (1)

 „Juristen strengen immer den Vergleich an, wie es wäre, wenn jemand als Privatmann zu Gast bei einem anderen Privatmann so etwas machen würde, so würde man die Verwerflichkeit erkennen. Wirklich? Höflichkeitshalber muss natürlich gefragt werden. Aber welchem Gast würde man eine angenagte Frikadelle, eine Handyaufladung oder Kartons aus dem Müll verwehren? Ganz abgesehen davon, dass viele Vorgesetzte flüchtige Rehe sind, permanent unterwegs und immer viel Wichtigeres im Kopf als kleine Sorgen der Mitarbeiter.

Oft, müssten Unternehmen aber nur mal genau hinsehen oder Kollegen befragen und fänden richtige Kündigungsgründe. Das Landesarbeitsgericht Schleswig Holstein hat jedenfalls kürzlich ein betriebsfrieden-sicherndes Urteil gefällt: Wer Kollegen beleidigt und womöglich noch attackiert, den darf ein Unternehmen direkt außerordentlich kündigen. Allein schon, weil der Chef eine Fürsorgepflicht hat, die es gebietet, dass er die anderen Mitarbeiter vor Beleidigungen und Drangsalierungen ihrer Kollegen schützt“.(1)

Das Urteil 3 Sa 224/09, 2 Ca 84 d/09 ArbG Münster hatte zur Folge, dass der Bäckereiverkäuferin wegen mehrfacher Beleidigungen einer Auszubildenden fristlos gekündigt werden durfte. Das Gericht bestätigte somit die Tatsache, das ein Chef fürsorglich handelt, wenn er einer Mobberin umgehend kündigt. Das Urteil ist zu begrüßen und schützt die Opfer vor Mobbern.

1)http://blog.handelsblatt.com/management/tag/mobbing/

Bei Mobbing gilt: Null Toleranz, ein Präventionswettbewerb

21. Januar 2010

Mobbingerlebnis

„Unter dem Motto Mobbing + weggeschaut = mitgemacht! hat das Innenministerium in Kooperation mit dem Einzelhandelsverband Baden-Württemberg, dem Kultusministerium, dem Städte- und dem Gemeindetag sowie der Polizei Baden-Württemberg zum siebten Mal den landesweiten Präventionswettbewerb gestartet. Mit dem Thema Mobbing stellen wir in diesem Jahr bewusst ein Verhalten in den Mittelpunkt, für das es in unserer Gesellschaft keinen Platz geben darf„“.(1)

Verstärkt merkt man nun in den Behörden des Landes, dass man tragfähige Maßnahmen und Ideen benötigt, um Mobbing Einhalt zu gebieten. Federführend hat nun der Innenminister Heribert Rech“ aus  BW zum diesjährigen Präventionspreis 2010 zum Thema Mobbing eingeladen.

Einem Ideenwettbewerb, „bei dem aktuellen“ Präventionen gesucht werden, damit „sollten sich Kinder und Jugendliche im Alter von zwölf bis 18 Jahren in Schule, Verein, Jugendgruppen oder mit Hilfe ihrer Eltern mit den Ursachen, Motiven, möglichen Formen, den Folgen und den Möglichkeiten zur Verhinderung von Mobbing beschäftigen“.(1)

„Als attraktiver Anreiz würden insgesamt 100 Kinder und Jugendliche für die besten Ideen am 15. Juli 2010 gemeinsam in den Europa-Park in Rust eingeladen und dort für ihre Leistung ausgezeichnet“.

Denn man hat in BW oder Schwabenland erkannt, „mit dem Thema Mobbing“….stellt man „Verhalten in den Mittelpunkt, für das es in unserer Gesellschaft keinen Platz geben darf“.(1)

„Mobbing kenne viele Facetten. Gemobbt werde, wer anders sei als die Wortführer oder die Mehrheit in einer Gruppe. Gründe dafür seien leicht zu finden: zu dick, zu still, zu strebsam oder einfach nur zu „uncool“. Häufig reiche auch schon der Umstand, keine Markenkleidung zu tragen oder das neueste Handy zu besitzen. Mobbinghandlungen würden sich nicht auf soziale Ausgrenzung beschränken. Es gehe vielmehr auch um Straftaten wie Beleidigungen, Sachbeschädigungen, Körperverletzungen oder Erpressung, Raub und sexuelle Belästigung. Teilweise werde die Demütigung der Opfer noch dadurch verstärkt, dass körperliche Übergriffe mit dem Handy gefilmt, ins Internet gestellt oder an andere verschickt würden“. (1)

Nur könne solche Wettbewerbe, die man nicht hochgenug bewerten sollte, kein klares Antimobbinggesetz ersetzen, in dem auch endlich der Jugend der Schutz zu kommt, der ihr gebührt. Ein Antimobbingesetz, das Teil des StGB ist, und in dem auch Mobbing drin steht und dann nochmals die „Straftaten wie Beleidigungen, Sachbeschädigungen, Körperverletzungen oder Erpressung, Raub und sexuelle Belästigung“ aufgeführt und die Strafmaßnahmen auch endlich mals festgelegt werden, genauso wie ein Schadensersatz, der auch definiert gehört.

1)http://www.polizei-bw.de/Presse/pm2008/Seiten/prim105_09.aspx

1) http://www.polizei-bw.de/Presse/pm2008/Seiten/prim105_09.aspx