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Jessica Lenzen, 13 Jahre, Mobbingopfer, wurde geschlagen

24. Dezember 2009

Prügelorgien

Mit welcher Brutalität und Hass heute Schülerinnen und Schüler Mitschülerinnen und Mitschüler fertig machen, zeigt auch der Fall der 13 Jahre alten Jessica Lenzen aus Köln.

>>Doch als die allein Erziehende (Mutter) aus beruflichen Gründen mit Jessica und ihrem Bruder von Bergneustadt nach Porz zieht, beginnt für das Mädchen eine noch traurigere Zeit. „Schon der erste Eindruck war echt schlimm“, erinnert sich die Teenagerin an ihren Einstand. „Weil ich anders da gesessen habe, breitbeinig, haben sie mich beschimpft.“ Als „Loser“ sei sie bezeichnet worden, „weil ich nicht rauche oder kiffe“. Zwei Jungs sind die Wortführer. Dann treffen Jessica Tritte in den Rücken. Die Täter hätten – angesprochen darauf – die Lehrer so belogen, „dass ich den Ärger bekam“. Warum sie das getan haben sollen? Jessica vermutet, „weil ich die Neue war und keine Idealmaße habe“.<< (1)

Und das Jessica an einer deustchen Schule die Hölle erlebte, zeigte ihr späteres Verhalten. Nach den täglichen Prügelorgien ging sie da nicht mehr hin.

>>Immer häufiger bleibt Jessica heimlich zu Hause. „Es gab ja keinen Tag, wo ich keine Prügel bekommen habe.“ Sie wird drangsaliert und beleidigt. Als sie ein Schaf bastelt, wird es bespuckt und zerstört. „Alle haben mich gehasst. Das war normal.“ Ihre Fehlzeiten häufen sich.<< (1)

Was hätte sie auch machen sollen. Hilfe bei den Lehren und der sogenannten Sozialarbeiterin wurde ihr verweigert. Ein Skandal, der zeigt, dass so etwsas wie die Fürsorgepflicht der Schule und Lehre wohl nicht mehr gilt.

>> An der Hauptschule, behauptet die Lehrerschaft, haben Respekt und Fairness großen Stellenwert. Es gibt ein Streitschlichterprogramm. Das Motto lautet: „Lehrer schalten sich nicht ein. Es gibt keine Strafen. Es gibt weder Gewinner noch Verlierer.“ Für Konflikte unter älteren Schülern ab Klasse 8 wird Mediation angeboten. Für viele ist das eine Hilfe. Für Jessica war es keine. „Die Sozialarbeiterin hat nur geredet, aber nichts gemacht.“ Auch ein kurzer Aufenthalt in einer Kinder- und Jugendpsychiatrie half ihr nicht. Jessica will nicht mehr reden. „Ich wollte nur raus da.“<<

Respekt und Fairness, was haben diese Lehre nur für eine Moral und Wertevorstellung? Und was hat das berühmte Schulamt gemacht außer Kaffee trinken und den Kopf in den Sand stecken? Lehrer schalten sich nicht ein, das heißt, sie nehmen ihre Fürsorgepflicht nicht war.

Zum Glück hatte Jessica eine Mutter die um ihre Tochter gekämpft hat. „Nach mehr als fünf Monaten körperlicher und seelischer Attacken zeigt Daniela Lenzen den Mitschüler, der ihre Tochter zuletzt geschlagen haben soll, wegen gefährlicher Körperverletzung an. Nach zähem Betteln der Mutter nimmt eine (andere) Realschule das Mädchen trotz Aufnahmestopp auf. Jessica macht das Lernen heute wieder Spaß. Doch vor kurzem sah sie ihre Peiniger in der S-Bahn. Die Angst bleibt“.(1)

Ja, die Angst und die Gefahr von Mobbing werdenm bleiben, wahrscheinlich ein Leben lang. Irgendwann wird Jessica die Schule verlassen und dann? Wird sie wieder einem Mobbingtäter begegnen und die Angst wird von einem Sturm zum Orkan, und dann?

1)http://www.ksta.de/html/artikel/1260194915605.shtml