Posts Tagged ‘Autostadt’

Betriebsratswahlen in der Autostadt getürkt?

20. Mai 2010

Über die Autostadt zu reden, heißt eigentlich Eulen nach Athen zu tragen. Und gäbe es bei VW nicht die vielen Mobbing-Opfer und Skandale, dann könnte man auch die letzten Betriebstratswahlen zu den „Eulenspiegelfestbeiträgen“ zählen und die IGM  mit Frank Patta als „stalinistsiche Heuschrecke“ auftreten lassen.

Doch dazu hängt zu viel im Arbeitsalltag von einer guten und demokratische gewählten Interessenvertretung ab, gerade in der Autostadt und bei VW, wenn man die Namen Detlef Lengsfeld, Rainer Beutler, Milan Petrovic und Michael Semenow sich nochmals vergegenwärtigt sowie ihr Schicksal.

Morgen nun, am Freitag, den 21.05.2010 findet vor dem Arbeitsgericht Braunschweig eine Gerichtsverhandlung statt, die prüfen soll, ob bei der Betriebsratswahl die IGM im Hintergrund das Wahlergebnis so gestaltet hat, dass der ungekrönte Herrscher und Held der westdeutschen Arbeiterklasse, Zar Frank Patta sein Ziel der Alleinherrschaft im Betriebsrat erreicht hat.

Auf das Urteil darf man gespannt sein.

http://www.webnews.de/kommentare/417880/0/Der-Mobbingfall-Detlef-Lengsfeld-und-der-neueste-medizinische-Nachweis.html

http://blog.mobbing-gegner.de/index.php?/archives/463-Rainer-Beutler-die-Spurensuche-und-die-Pfeifen-vom-Beschwerdezentrum.html

https://dieaktuelleantimobbingrundschau.wordpress.com/tag/milan-petrovic/

https://dieaktuelleantimobbingrundschau.wordpress.com/2009/10/21/ig-metall-machte-stimmung-gegen-das-mobbing-und-suizidopfer-michael-semenow/

Sedika Weingartner, manager at Siemens was bullied for 7 years

21. Januar 2010

Outcry in the country of work

And managers are subject to the same „anti-social and violent methods“ of bullying perpetrators as we all do. That was bound to the native Afghani Sedika experienced gardener at Siemens.

„Fecal and abdominal linguistic style: complex words, which takes Sedika tenants from Nuremberg, often in the mouth. Distinguished euphemisms for nasty insults at their workplace: seven years she was there as a woman and a foreigner discriminated been. „(1)

„But what has really happened in the Siemens headquarters in Nuremberg Vogelweiherstraße 2002 to 2009? >> As another woman to take over my job, I was made by two of my superiors systematically done <<says gardener who is married to the Nuremberg art historian Helge tenants. They had excluded her from meetings, fobbed off with an old PC, put in a small office and covered with an excessive amount of work. For tenants forms of subtle violence „. (1)

And when, after a baby break at the „messy place“ comes back, it is erstmal to the point, as befits by managers of Siemens as well. „Accusations have to get it, words like Filth and slovenliness were often killed. „(1)

„Your boss – an underexposed Women and foreigners who hate„It was probably active when Sedika tenants fight begins, as so often with bullying victims with a good portion of anger. Then probably followed the termination with severance offer. But the manager defends itself and turns on lawyers.

„In the Weingärtner application is the talk of“ personal rights violations in the form of Discrimination, harassment and discrimination. Klaus Michael Alenfelder has set up the action. He is Professor of Business Law and Director of the Center for Labor and anti-discrimination law at the University of Northern Hesse and has calculated the amount at stake today. “ (2)

One problem will be that „at Siemens. … Bullying is defined extremely hard (is), states that workers‘ representatives. Arbeitnehmervertetern the time was training in the country of their recommended Vostandsvorsitzenden quencher, because in Austria it has long been light-years more than for a global company like Siemens, who is known worldwide fame gained by his corrupt practices, despite Participation and IG Metall. That would give me time to think as an employee Representation, perhaps it is due to the inability of the councils that bullying has become an area type disease in Germany (3).

In Austria, there is now for the public service, to a ban on bullying, which is regulated by law and bullying drin. For the IG-Metall times a model case, placing himself at the head of the anti-bullying movement, as the company continually praying some slogans like an ape by one.

Should recall here inexcusably let down only in the case, Patta, IG Metall Wolfsburg Autostadt and Detlef Lengsfeld, best-known victim of bullying Autostadt and the IG Metall union as well as Rainer Beutler, Milan Petrovic, and so many other victims of bullying at VW fared.

One can only hope, in the case Sedika tenants that their perseverance is rewarded, and bullying victims set for us a breakpoint when it comes to compensation. „The procedure consists of three parts: Weingartner defends himself against the dismissal. She wants to get their salaries paid subsequently. And she wants a salary of „not less than 1.3 million euros.“ That adds up to about two million. The success is open. The tribunal, chaired by Armin Frolich wishes that the two sides until mid-March to try once an amicable agreement. „(4)

1)http://www.webnews.de/http://www.abendzeitung.de/nuernberg/lokales/160455

2)http://www.taz.de/1/leben/alltag/artikel/1/mit-fuessen-getreten/

3)http://jetzt.sueddeutsche.de/texte/anzeigen/495970

4)http://www.nn-online.de/artikel.asp?art=1158555&kat=3

Sedika Weingärtner, Managerin bei Siemens wurde 7 Jahre lang gemobbt

21. Januar 2010

Aufschrei im Land der Arbeit

Und auch Managerinnen unterliegen den gleichen „asozialen und brutalen Methoden“ der Mobbing-Täter wie wir alle. Das musste die gebürtige Afghanin Sedika Weingärtner bei Siemens erfahren.

„Fäkaler und abdominaler Sprachstil: Komplizierte Worte, die Sedika Weingärtner aus Nürnberg häufig in den Mund nimmt. Vornehme Umschreibungen für üble Beschimpfungen an ihrem Arbeitsplatz: Sieben Jahre sei sie dort als Frau und Ausländerin diskriminiert worden“.(1)

„Aber was ist wirklich vorgefallen in der Siemens-Niederlassung in der Nürnberger Vogelweiherstraße zwischen 2002 und 2009? >>Weil eine andere Frau meinen Job übernehmen sollte, wurde ich von zwei meiner Vorgesetzten systematisch fertig gemacht<<, sagt Weingärtner, die mit dem Nürnberger Kunsthistoriker Helge Weingärtner verheiratet ist. Man habe sie von Besprechungen ausgeschlossen, mit einem alten PC abgespeist, in ein kleines Büro gesetzt und mit übermäßig viel Arbeit eingedeckt. Für Weingärtner Formen von subtiler Gewalt“.(1)

Und als sie nach einer Babypause an den „Schmuddelplatz“ zurückkommt, geht es erstmal zur Sache, wie das sich bei Managern von Siemens wohl so gehört. „Beschimpft habe man sie, Worte wie Dreck und Schlamperei seien häufiger gefallen“.(1)

„Ihr Chef – ein unterbelichteter Frauen- und Ausländerhasser“ wurde dann wohl aktiv, als sich  Sedika Weingärtner zu wehren beginnt, wie so oft bei Mobbing-Opfer mit einer gehörigen Portion Wut im Bauch. Darauf folgte wohl die Kündigung mit Abfindungsangebot. Doch die Managerin wehrt sich und schaltet Anwälte ein.

„In der Weingärtner-Klageschrift ist die Rede von „Persönlichkeitsrechtsverletzungen in Form von Benachteiligung, Belästigung und Diskriminierung. Klaus Michael Alenfelder hat die Klage aufgesetzt. Er ist Professor für Wirtschaftsrecht und Leiter der Forschungsstelle für Arbeits- und Antidiskriminierungsrecht an der Fachhochschule Nordhessen und hat die Summe berechnet, um die es heute geht“. (2)

Prècaire

Ein Problem soll sein, dass „bei Siemens …. Mobbing extrem hart definiert (ist), heißt es bei Arbeitnehmervertretern“. Den Arbeitnehmervertetern sei mal eine Schulung im Land ihres Vostandsvorsitzenden Löscher empfohlen, denn in Österreich ist man schon längst Lichtjahre weiter als bei einem Weltkonzern wie Siemens, der bekanntlich durch seine Korruptionspraktiken weltruhm erlangt hat, trotz Mitbestimmung und IG-Metall. Das würde mir als Arbeitnehmerverteter mal zu denken geben, vielleicht liegt es an der Unfähigkeit der Betriebsräte, dass Mobbing in Deutschland zu einer flächenartigen Seuche geworden ist.(3) 

In Österreich gibt es jetzt für den öffentlichen Dienst ein Mobbing-Verbot, das gesetzlich geregelt ist und auch Mobbing drin steht. Für die IG-Metall mal ein Musterfall, sich an die Spitze der Antimobbingbewegung zu stellen, als dauernd irgendwelche Konzernparolen affenartig nachzubeten.

Erinnert sei hier nur an den Fall Patta, IG-Metall Wolfsburg, Autostadt und Detlef Lengsfeld, bekanntestes Mobbing-Opfer der Autostadt und von der IG-Metall sträflich im Stich gelassen wie es auch Rainer Beutler, Milan Petrovic und so vielen anderen Mobbingopfern bei VW erging.

Man kann im Fall Sedika Weingärtner nur hoffen, dass ihre Ausdauer belohnt wird und für uns Mobbing-Opfer ein Breakpoint gesetzt wird, wenn es um den Schadensersatz geht. „Das Verfahren besteht aus drei Teilen: Weingärtner wehrt sich gegen die Kündigung. Sie will ihr Gehalt nachgezahlt bekommen. Und sie will eine Entschädigung von «nicht weniger als 1,3 Millionen Euro». Das summiert sich auf etwa zwei Millionen. Der Erfolg ist offen. Das Gericht unter Vorsitz von Armin Frölich will, dass beide Seiten bis Mitte März noch einmal eine gütliche Einigung versuchen“.(4)

November 2013, Sedika Weingärtner hat nun endlich ihren Prozess gewonnen und erhält ihren Arbeitsplatz wieder, auch wenn das manchen Journalsiten nicht gefällt. Wir gratulieren jedenfalls und wünschen Frau Weingärtner eine mobbingfreie Zukunft. (5)

1)http://www.webnews.de/http://www.abendzeitung.de/nuernberg/lokales/160455

2)http://www.taz.de/1/leben/alltag/artikel/1/mit-fuessen-getreten/

3)http://jetzt.sueddeutsche.de/texte/anzeigen/495970

4)http://www.nn-online.de/artikel.asp?art=1158555&kat=3

5) http://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/siemens-muss-angebliches-mobbing-opfer-weiterbeschaeftigen-a-932436.html 

http://www.merkur-online.de/aktuelles/bayern/mobbingklage-siemens-managerin-bleibt-3207724.html 

 

Der Mobbingfall Detlef Lengsfeld und der neueste medizinische Nachweis.

6. Juni 2009

Kaum ein Mobbingopfer der letzten Jahre hat so viel an demokratischem Bewusstsein aufbringen können und müssen, wie Detlef Lengsfeld. Er hat seinen gesamten  Mobbingfall, angefangen von den systematischen Mobbingattacken seiner Vorgesetzten und Mitarbeiter beeindruckend und  mit schriftlichen Nachweisen auf seiner Internetseite mobbing-gegner.de offen gelegt.

Man kann von einem beeindruckenden Zeitdokument sprechen, denn dem Leser eröffnet sich nach und nach die Welt der Täter aus der Autostadt, in der Detlef Lengsfeld bis zu seinem Out- oder Rausmobbing – also Kündigungen – arbeitete, bis hin zu seiner Erkrankung, die zu einer langen und kostenintensiven,  psychotherapeutische Behandlung führte. Heute ist Detlef wie so viele Mobbingopfer und Whistle Blower arbeitslos. Zeit dass sich VW mal bewegt, denn Kohle vom Staat wollen sie doch immer, wenn auch diesmal nur für ihre Viag-Bank, die im Srudel der Finanzkrise jede Menge fauler Papiere kaufte, Lehmann Brother sagt Danke.  Da kann man sozial was anderes erwarten, als was sie bisher auf den Tisch gelegt haben.

Einer Fehlt.

Einer Fehlt.

Und was alleine Krankmachen durch Mobbing heißt, belegen neuste Studien Heidelberger Wissenschaftler. Die haben nämlich eindeutig nachgewiesen, dass „psychosozialer Stress … sich in Körperzellen nieder (schlägt und zu) molekulare Veränderungen durch psychische Belastung beim Menschen“ führt.

Mobbing, Schikane am Arbeitsplatz oder Druck am Arbeitsplatz, was in der Medizin unter anderen zentrale Faktoren für psychosozialen Stress sind, führen also mehr oder weniger zur Krankheit. Was ja auch logisch ist. Und wir verfügen über eines der besten Gesundheitssysteme der Welt, was allen Nutzen bringt.  Auf der anderen Seite werden immer mehr Menschen im arbeitsfähigen Alter krank, ja, teilweise werden sie zu Langzeitkranken. Bedenkt man den Stress, dem Opfer ausgesetzt sind, und das Tag für Tag ohne Unterbrechung, dann wundert einen nur, mit welcher Gelassenheit Politiker das Problem lösen, in dem sie einfach nur Wegschauen, auf der anderen Seite aber ständig die Kostenexplosion im Gesundheitswesen beklagen.

Mobbing-Vision 1

Mobbing-Vision 1

Würde Sie sich mehr mit Studien und Erkenntnissen der Forschung beschäftigen, statt immer sich um ihre Nebenjobs zu kümmern, dann wüssten sie oder müssten es doch merken, dass sie Handeln müssen. Interessant ist nämlich, dass „die Heidelberger Wissenschaftler dem molekularen Nachweis von Stress für den Einstieg in eine neue Ära der Stressforschung“ ansehen und wir von hier viel Hilfe für den Alltag erwarten dürfen und können.

>>„Wir beurteilen den Gesundheitszustand unserer Patienten nicht nur anhand chemischer Messwerte wie Blutzucker- oder Cholesterinspiegel“, so Nawroth. Auch die psychosoziale Situation fände Eingang in die Behandlungsstrategien, denn sie habe, wie die Stress-Studien gezeigt habe, wesentlichen Anteil am Fortschreiten der Krankheit.<< In der Medizin finden wir Opfer also mehr und mehr Unterstützung, warum in der Politik nicht? Die Frage sollte jeder zur Bundestags- oder Landtagswahl seinem Abgeordneten, den er gedenkt zu wählen, mal stellen.

Und ansonsten an die Nichtwähler die Bitte, schreibt an unseren Bundespräsidenten und erklärt ihm bitte, weshalb ihr nicht wählen geht. Jede Meinung ist wichtig, das Heer der Nichtwähler wächst und wächst, die schweigende Mehrheit genannt, vor der haben die Berufspolitiker mehr und mehr Angst, wenn auch noch nicht den nötigen Respekt. Doch den holen wir uns auch noch.

Letzte Änderung am 14.07.2015