Posts Tagged ‘asoziale Kündigungen’

Die Abfindung bald ein Auslaufmodell?

10. Oktober 2009
Nur wenige sagen Nein.

Nur wenige sagen Nein.

War bisher die Welle der „asozialen Kündigungen“ mit einer Abfindung für die betroffenen Opfer versüßt worden, gehen nun die „faulen Götter in Schwarz“ den neuen Weg der deutschen „Asozialiät“.

>> „Einen gesetzlichen Anspruch auf eine Abfindung gibt es aber nicht“, schränkt Perreng ein. Dass jede Kündigung durch einen „goldenen Handschlag“ abgefedert wird, wäre wohl auch zu schön, um wahr zu sein. Einfach gesagt sind Abfindungen die Standardlösung für das Dilemma eines Arbeitgebers, der Mitarbeitern kündigen möchten, aber keinen stichhaltigen Grund dafür hat. << Martina Perreng ist Arbeitsrechtsexpertin beim Deutschen Gewerkschaftsbund (DGB) in Berlin, jener Organisation, wo man als Funktionär die „netten und gutbezahlten Aufsichtsratsjobs bekommt. << (1)

Abfindung für Manager?

Abfindung für Manager?

Doch solche Abfindungen (Faustregel ist ein halber Monatslohn für ein Jahr Maloche) sind nicht für alle gleich geregelt, so gilt für die „Da Oben“ das Gesetz des Stärkeren. „Nur äußerst selten geht es dann um solche Dimensionen wie in dem Fall von Wendelin Wiedeking, den Bauer jüngst rechtlich vertreten hat. Der Porsche-Chef hat schließlich von seinem Arbeitgeber 50 Millionen Euro zugesprochen bekommen“.(1)

Ansonsten gilt lauf Jobst-Hubertus Bauer, Arbeitsrechtler in Stuttgart, „die Zahl der Fälle, bei denen sich beide Seiten nicht einigen und die deshalb vor Gericht landen, dürfte deshalb zunehmen“.(1) Früher galt der Schlachtruf, Leute kauft euch Kämme, es kommen lausige Zeiten. Gilt heute wohl bald auch wieder.

In Zukunft bis auf`s letzte Hemd. ;-)

In Zukunft bis auf`s letzte Hemd. 😉

Denn die Abfindung war eigentlich nie etwas anderes als die Durchsetzung einer illegalen Kündigung nach dem „Kündigungsschutzgesetz. Von daher ist es schon eine Zumutung, wenn Politiker den „Kündigungschutz“ gebetsmühlenartig beschwören, es gibt ihn in der Realitität schon lange nicht mehr. >>Anders ist die Sachlage, wenn der Mitarbeiter aus Sicht des Arbeitgebers zwar keine Spitzenkraft ist, aber sich nichts arbeitsrechtlich Relevantes zuschulden kommen lässt: „Auch wenn jemand wenig Initiative zeigt, Fehler produziert und schlechte Arbeit macht, ist es schwer, ihm zu kündigen.“ In solchen Fällen bleibe dem Arbeitgeber wenig übrig, als eine „einvernehmliche Lösung“ zu finden – und das heißt im Klartext, eine Abfindung zu zahlen. Oft komme der Arbeitgeber von sich aus auf den Mitarbeiter zu. „Das geht dann zu wie auf dem arabischen Basar.“ (1)

1)http://magazine.web.de/de/themen/beruf/karriere/8910826-Kein-Anspruch-auf-Abfindung,page=0.html

Firmen wollen lästige Mitarbeiter loswerden

8. Oktober 2009

04aAngesichts der hohen Zahl von „asozialen Kündigungen“ hat die BLID-Zeitung heute ihre Leser vor Bagatellkündigungen gewarnt. Man geht offenbar von einer neuen Welle von Kündigungen gegen „ältere, selbstbewusste oder kranke Mitarbeiter“ aus.

Interessant dabei ist, dass die Zeitung nur zwei Bagatellgründe nennt, das sind die Mitnahme von Kugelschreibern und private Kopien, vergessen hat man das jetzt häufige Händewaschen angesichts der Schweinegrippe mit Firmenseife und die Benutzung von firmeneigenem Toilettenpapier für den „Privatarsch„. „Firmen- und Stasirärsche“ wie in Brandenburg unterliegen keinem Reinheitsgebot. (;-)
Eine feine Gesellschaft, die sich da unter dem Banner der spät römischen Banner der Dekadenz formiert hat um den Abgesang auf Bürgerrechte und soziale Werte einzuläuten.

Der Fantasie von Bagatellgründen für Kündigungen ist keine Grenze gesetzt, insbesondere bei den Arbeitsrichtern die wir in Deutschland haben. Da wird auch schon mal eine „gefälschte Lohnsteuerkarte nicht gemeldet, manchmal sind es gleich 2 oder drei. Es gibt wohl die Meldepflicht für Richter, doch da unsere Richter über oder neben Gott stehen, interessiert das keinen.

Der weiß immer noch nicht was eine „Schweizer Clearingstelle“ macht. 😉

„Nach § 116 der Abgabenordnung sind nur Gerichte und die Behörden verpflichtet, Tatsachen, die sie dienstlich erfahren haben, dem Bundeszentralamt für Steuern oder den für das Steuerstrafverfahren zuständigen Finanzbehörden mitzuteilen“. Gesetze und Verordnungen sind nicht so das Medie unserer „Götter in Schwarz“, dafür die Vorabsprache mit prozessfremden Personen schon, oder im Fall der Fälle eben die „schweizer Clearingstelle“.

Während die Opfer noch an Gerechtigkeit glauben, sich nervlich in Vergleichsverhandlungen aufreiben, lacht sich der Richter ins Fäustchen über das dämliche Opfer, das da noch hofft auf ein Urteil. Das, das steht nämlich schon fest, bevor der Prozess beginnt, so wie in der Politik, da steht auch immer fest, wer das Schlachtfest der Parlemtarier bezahlt, wenn mal wieder Schulden fällig sind, damit sich einige wenige bedienen dürfen um unter der römischen Sonne – nur die Sonne soll nicht spär römische dekadent sein, sagte jedenfalls Galilei und andere Opfer damals – dürfen.

Alles mit Brief und Siegel einer Juristengilde im Bundestag, die letztendlich die Grundlagen für das Tun und Treiben geschaffen haben und es auch leider weiterhin tun werden.

Klopapier

Klopapier

Und wie man Mobbingopfer fertig macht, erklärt die BILD-Zeitung auch, man dreht den Spieß ganz einfach um. „Mobbing-Vorwürfe: Darauf reagieren Arbeitsgerichte besonders sensibel. Unliebsamen Mitarbeitern wird sexuelle Nötigung (z.B. anzügliche Sprüche, fiese Grabschereien) unterstellt. Der glaubhafte Gegenbeweis – fast unmöglich. Der Job ist dann ganz schnell weg, wenn die Kollegen aus Angst vor dem Chef gemeinsam falsch aussagen“. (1)

Sensibele Arbeitsgerichte? Was soll das bitte sein? Bei Mobbing geht es um  Straftatbestände und die gehören vor ein Strafgericht. Die nächste Welle von „asozialen Kündigungen“ scheint besonders auf die Arbeitnehmer über 50 Jahre zu zurollen.

1)http://www.bild.de/BILD/ratgeber/geld-karriere/2009/10/08/kuendigung/so-werden-firmen-laestige-mitarbeiter-los.html