Posts Tagged ‘Arbeitsplatz’

Mobbing-Opfer klagt 53 000 Euro Schmerzensgeld ein.

14. Januar 2013
Wohin?

Wohin?

Immer wieder kommt es doch noch zu Überraschungen in unserer Justiz. So hat ein Oberarzt gegen die Mobbingattacken seines Chefarztes geklagt und gewonnen.

Statt Operationen durchzuführen wurde der Oberarzt in der „Ausbildung“ verheizt, man hat ihm sogar nahegelegt, sich einen „anderen Arbeitsplatz zu suchen. Denn die vom Oberarzt durchgeführten Operationen seien schlecht verlaufen“. (1)

Der Arzt klagte vor dem Arbeitsgericht Leipzig und erstritt 53 000 Euro Schmerzensgeld, das sind mehr als die obligatorischen 30 000 Euro die uns als Ergebnis in Verhandlungen sehr oft angedroht werden. Aber eben nur wenn wir einem Vergleich zustimmen, so spart sich der Richter eine Urteilsbegründung und das Opfer ist seinen Job los und der Mobber hat gewonnen. Das konkrete Urteil lautet Az.: 9 Ca 3854/11 und sollte sehr genau gelesen werden. Letztendlich bleibt uns die wage Hoffnung, dass das Urteil eine Wende im Arbeitsrecht darstellt, man wird sehen.

„Letzte Änderung 03.01.2015“

1) http://www.freiepresse.de/RATGEBER/JOB-KARRIERE/Arbeitnehmer-koennen-bei-Mobbing-Schmerzensgeld-verlangen-artikel8221306.php
2)http://www.stern.de/wirtschaft/job/arbeitnehmer-koennen-bei-mobbing-schmerzensgeld-verlangen-1954260.html
3)http://www.focus.de/finanzen/karriere/arbeitsrecht/arbeit-arbeitnehmer-koennen-bei-mobbing-schmerzensgeld-verlangen_aid_897427.html

Gewalt, Diebstahl und Körperverletzung an Schulen

13. Juli 2010

Schülertheater

Das Thema Mobbing an Schulen hält Einzug ins Pantoffelkino. Es zeigt aber nur, wie verbreitet die Themen Schikane, Gewalt und andere Straftaten in diesem Lande schon sind. Soap Operas greifen solche gesellschaftlichen Thematiken in der letzten Zeit immer öfters auf, sie versuchen so Zuschauer zu gewinnen.

„Zwei Experten-Teams zeigen, wie sie im Fall von Gewalt, Diebstahl und Körperverletzung an Schulen von der Polizei eingesetzt werden, wie sie helfen und aufklären können – immer mit dem Ziel, die Gewalt an Schulen nachhaltig einzudämmen und den betroffenen Kindern einen Ausweg aus der Gewaltspirale zu zeigen“. (1)

Mobbing in der Arbeitswelt wird bald folgen, zu viele Opfer hat dieser Krieg an und um den Arbeitsplatz gekostet.

1)http://suche.aol.de/aol/idoidPage?query=mobbing%2C+13.07.10&type=web&pageNum=1&title=Teleboy+-+RTL+-+Die+Schulermittler+-+Di%2C+13.07.2010+%7C+04%3A20+h&s_it=web_serp&s_cid=45076838179972650419750923143727219885&u=http%3A%2F%2Fwww.teleboy.ch%2Fprogramm%2Fshow%2FRTL%2FDieSchulermittler%2F201007130420008

Mobbing am Arbeitsplatz – Ein Massenphänomen?

12. Juli 2010

Mobbingopfer

In seiner Veranstaltungsreihe greift die Friedrich-Ebert-Stiftung, ForumNRW zu mindestens Ansatzweise das Thema Mobbing auf. Für die SPD und ihr nahstehende Stiftung FES ist das natürlich zu wenig und dem Thema nicht angemessen.

Es fehlen bundesweite Veranstaltungen dazu, Betroffene wie Sedika Weingärtner werden weder unterstützt noch zu Vorträgen eingeladen, es verfestigt sich der Eindruck, dass die SPD und FES nur Alibiveranstaltungen durchführen aber nicht mit an der Verankerung demokratischer Rechte und Gesetze für Mobbing-Opfer helfen.

Die nächste große Veranstaltungsreihe zum Thema MObbing in NRW führt das FES Montag, 15.11.10 bis Freitag, 19.11.10 durch. (1)

Titel der Veranstaltung:

Mobbing am Arbeitsplatz – Ein Massenphänomen? – Wege zu kollegialer Zusammenarbeit.

„Begünstigt durch Ängste um den Arbeitsplatz, Arbeitsverdichtung und Leistungsdruck hat sich Mobbing in Betrieben und Organisationen immer mehr ausgebreitet. Wo fängt Mobbing an? Wir schärfen unsere Wahrnehmung für Mobbinghandlungen, betrachten Fallbeispiele, untersuchen Mobbing-Verläufe und entwickeln Gegenstrategien.“ (1)

Anschrift: Friedrich-Ebert-Stiftung, ForumNRW, Christiane Woggon, Godesberger Allee 149, 53175 Bonn
Telefon: 0228/883-7129

Für eine Parteistiftung mit der finanziellen Ausstattung muss es einfach Pflicht sein, mehr zu diesem gesellschaftlich relevanten Themen zu machen. Mobbing ist nicht nur der soziale Ausnahmezustand in der Arbeitswelt, millionen Opfer belegen das Jahr für Jahr, sondern es ist auch der Krankmacher Nummer 1. Warum wird so ein Thema dann nicht aufgegriffen und thematisiert? Was will das FES? Kaffee und Kuchen können die Opfer auch bei der nächsten Beerdigung eines Opfers, das mal wieder nicht dem Wahnsinn stand gehalten hat, trinken und essen.

1)http://suche.aol.de/aol/idoidPage?query=mobbing%2C+12.07.10&type=web&pageNum=1&title=Friedrich+Ebert+Stiftung%3A+Veranstaltungen+Forum+NRW&s_it=web_serp&s_cid=321762147872996177727915555568182300501&u=http%3A%2F%2Fwww.fes.de%2Fvera%2Fvera_fnrw.php

Emmely kassiert seit einem Monat wieder an ihrer Kasse

9. Juli 2010

Kaum ein Mobbing-Fall der so viele Wellen geschlagen hat, wie der von Emmely, nun ist seit dem 21.Juni 2010 wieder an ihrem alten Arbeitsplatz tätig, Kasse 4 in einer der Kaisersfiliale in Hohenschönhausen, Berlin, jedoch musste sie die Filiale wechseln.

„Es ist angenehm, wieder zur arbeiten“ meint Emmely gegenüber den zahlreichen Kameras, die am ersten Tag ihre Arbeitsaufnahme begleitet haben.

Ihre neue Filiale ist nicht weit von ihrem Zuhause entfernt. “ Nun ist die Berlinerin Barbara E., die bundesweit nur als Emmely bekannt ist, wieder da, wo sie hinwollte: an der Supermarktkasse. Zwar nicht in ihrer alten Filiale – darauf hat sie nach Worten ihres Anwalts verzichtet – aber einen guten Kilometer weiter. Ihr neuer Arbeitsplatz im Untergeschoss eines Einkaufszentrums in Berlin- Hohenschönhausen liegt nicht weit von ihrer Wohnung entfernt“. (1)

Damit endet die Erfolggeschichte von Emmely oder Barbara E. vorerst, wie viele Mobbing-Opfer haben diesen Schritt nicht geschafft. Keine Stellungnahme liegt vom alten Betriebsrat und ver.di vor, der hatte die damalige Pfandbonkündigung unterstüzt. Man kann nur Emmely nach fast einem Monat Arbeit wieder nur gratulieren, sie hat Maßstäbe gesetzt, die vielen Opfern helfen wird, Danke.

1)http://www.morgenpost.de/berlin-aktuell/article1330268/Emmely-kassiert-wieder-in-Hohenschoenhausen.html