Posts Tagged ‘Abmahnungen’

Mobbingtäterin und Amtsleiterin Herma Heinze gekündigt

4. Mai 2013

Mein Büro, oder wenn man am Arbeitsplatz bespitzelt wirdIn der Stadtverwaltung von Chemnitz kam es im Grünflächenamt zu heftigen Mobbingattacken durch die zuständige Amtsleiterin. „Anfeindungen, Einschüchterungen und Erniedrigungen seien demnach im Grünflächenamt offenbar schon längere Zeit an der Tagesordnung gewesen, hieß es“. (1)

„Die Leiter mehrerer Sachgebiete“ haben sich gegen Frau Herma Heinze gewehrt, es kam im Vorfelde 2011 zu einem Moderationsverfahren das jedoch scheiterte. Auch hat die Amtsleiterin ihre Mobbingattacken nach mehreren Abmahnungen nicht eingestellt. Der Konflikt schwellte weiter.

„Auslöser der Entlassung war der Auftritt eines Mitarbeiters des Botanischen Gartens bei der Personalversammlung der Stadtverwaltung Ende 2012. Er hatte Heinze einen „absolutistischen, diktatorischen“ Führungsstil vorgeworfen. Seither ist sie vom Dienst freigestellt, später wurde sie zum 30. September gekündigt“. (1)

Es ist ausdrücklich zu begrüßen, dass im Fall Heinze endlich mal die Täterin und nicht die Opfer gekündigt wurden. Ein Vorgehen das endlich Schule machen sollte im Mobbing-Paradies Deutschland. Man darf gespannt sein, wie sich die Kaste der Arbeitsrichter in dem Fall positionieren, zu viel Rechtssprechung jeodch sollte man nicht erwarten, das lehrt uns die Jahrzehnte lange Erfahrung mit Mobbing.

1)http://www.freiepresse.de/LOKALES/CHEMNITZ/Stadt-Chemnitz-wirft-gekuendigter-Amtsleiterin-Herma-Heinze-Mobbing-vor-artikel8370648.php

18 Monaten, in denen es Abmahnungen und unfassbare Mobbingaktionen hagelte

24. März 2013

Ein Mobbing-Opfer teilt uns folgende Erlebnisse zu Mobbingattacken an ihrem Arbeitsplatz mit und fragt: „Mich würde jedoch interessieren, ob es mehr Menschen mit solchen Erfahrungen gibt. Als Gruppe könnten wir uns wesentlich effektiver wehren“.

Hier der gesamte Text:

Der Schrei

Der Schrei

„Das ist nicht nur beim ADAC so. Dies Dinge geschehen Betriebs- und Gesellschaftsübergreifend. Ich erwischte meinen Chef dabei, wie er mir ein faules Ei unteschieben wollte und stieß danach auf immer mehr Ungereimteheiten in meinem Arbeitsgebiet (Außendienst Versicherung im Bereich Maklerbetreuung).. Danach versuchte man unter aktiver Mithilfe des „Betriebsrates“ mir illegal zu kündigen, wogegen ich mich erfolgreich zur Wehr setzte.

Nach weiteren schikanösen 18 Monaten, in denen es Abmahnungen und unfassbare Mobbingaktionen hagelte, kündigte man mir ohne Grund. In einer Klage vor dem Arbeitsgericht erzielte ich bei der Güteverandlung eine ansehnliche Abfindungssumme. Leider ist das Drama nun nicht vorbei. Parallel zu den Verschärfungen am Arbeitsplatz bemerkte ich nun mehr und mehr, dass ich Probleme mit vielen größeren Unternehmen bekam.

Vodafone z.B. schickte mir falsche Rechnungen oder meine Anrufer bekamen statt meiner Mailbox folgenden Text zu hören: „Der Teilnehmer möchte im Moment nicht angerufen werden“ Mein Telefon war eingeschaltet und der Empfang normal. Ich hatte keinerlei Veränderungen an meinen Einstellungen vorgenommen. Meine Krankenversicherung stellte sich mehrfach in ganz alltäglichen Anforderungen quer.

Meine Fondsbank ließ einen Antrag auf VL einfach in der Schublade liegen mit der Begründung, dass man angenommen habe, ich hätte meinen Antrag nicht ernst gemeint. Das sind nur die Vorkommnisse, an die ich mich ohne Unterlagen erinnern kann. Solche kleinen und mittelgroßen Nervereien behindern mich ununterbrochen mit hoher Frequenz und Regelmäßigkeit. Jede einzelne wäre nicht der Rede wert. Die Menge und die erkennbare Systematik der alltäglichen Schwierigkeiten können jedoch unmöglich nur Zufall sein.
Ich schreibe derzeit an einem Buch über diese Vorkommnisse.

Wegen diverser einzelner Vorfälle habe ich mich an die verschiedensten Stellen (auch Fernsehen) gewandt und erhielt keinerlei interessierte Rückfrage. Mein persönlicher Eindruck ist inzwischen, dass wir es in diesem Land mit einem Netzwerk von Menschen zu tun haben, die sich an vielen Schlüsselpositionen so aufgestellt haben, dass man einen Menschen ungestraft systematisch beschädigen kann. Ach ja mein letztes Beispiel – nach einem Betrug durch den Verwalter meines Wohneigentums hatte ich dieses zur Anzeige bei der Staatsanwaltschaft Hannover gebracht. Seit mehr als 2 Jahren passiert hier nichts, obwohl insgesamt ein Schaden bei mehreren WEG in mindestens 5stelliger Höhe vorgefallen ist und die Wiederholung dieser Taten nahe liegt. Der Staatsanwalt, mit dem ich zur Klärung der weiteren Vorgehensweise Kontakt aufgenommen hatte, meinte, dass er nicht genau wüßte, wo sich die Unterlagen aus der Akte befänden. Bis heute hat sich weder ein Ermittler oder sonst ein Mitarbeiter in dieser Strafsache an mich gewandt.

Einer fehlt!

Einer fehlt!

Unglaublich.
Menschen mit BurnOut oder Depression oder mit starker Gewichtszunahme, die sich in einem solchen Mobbingprozess befinden, würde ich empfehlen, genau zu checken, was sie Essen und Trinken. Wenn ich z.B. mein Leitungswasser trinke, steigt mein Blutdruck stark an und ich entwickle Diabetes-Symptome. Je länger ich diesen Symptomen ausgesetzt in, desto erschöpfter fühle ich mich, werde gereizt, entwickle Schlafstörungen, nehme stark zu und vermisse jegliche Antriebskraft und meine körperliche Belastungsfähigkeit läßt stark nach (u.a. Kurzatmigkeit). Nachdem ich selbst eine Weile dachte, es handle sich um ein psychisches Problem bin ich durch verschiedene Umstände auf dieses Wasser-Problem gestoßen. Unnötig zu erwähnen, dass ich auch in dieser Sache trotz erheblicher Bemühungen keine Hilfe oder Interessenten gefunden habe.

Ich hätte noch einiges abstruses zu berichten, aber das würde wohl den Blog sprengen. Mich würde jedoch interessieren, ob es mehr Menschen mit solchen Erfahrungen gibt. Als Gruppe könnten wir uns wesentlich effektiver wehren“,

http://dieaktvon ….uelleantimobbingrundschau.wordpress.com/2011/07/25/wenn-der-betriebsrat-mobbt-oder-wer-sind-die-gelben-engel-wirklich/

Mobbingschutz ist weder gesetzlich noch gerichtlich gewünscht.

17. Juli 2012

Sich.-Ing.J.Hensel  schreibt folgendes zum Grundproblem Mobbing in Deutschland, und wer vor Gerichten eigene Erfahrungen gesammelt hat weiß, er hat recht. Sein Artikel in voller Länge:“Insbesondere die Arbeitsgerichte gehen gegen Mobbingopfer unbarmherzig und eiskalt mittels Scheinurteile vor.
So auch offensichtlich wieder die “Richterin” Marlies Heimann, die in Ihrem erneuten skandalösen Scheinurteil folgendes verfasst hat, was von einer Anwaltskanzlei offensichtlich dankbar entgegengenommen wurde:

http://www.presseportal.co.uk/abmahnungen-kein-mobbing.html
Abmahnungen sollen / können also kein Mobbing oder auch kein Bestandteil eines Mobbingprozesses sein ?
Die Behauptungen der Menschenrechtsverächterin Marlies Heimann am s.g. Landesarbeitsgericht Schleswig-Holstein, dass Abmahnungen kein Mobbing darstellen, tritt die arbeitswissenschaftlichen Erkenntnisse der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BauA) mal wieder mit Füßen und erfindet frei und stets zu Gunsten der Mobbingtäter ihre eigene Scheinurteilsbegründung.
Denn in der von der BAuA herausgegeben Schrift “Wenn aus Kollegen Feinde werden” ist z.B. auf Seite 10 folgendes festgehalten…..
Mobbingopfer erleben und erleiden diesen offenen, massiven Psychoterror, der nicht folgenlos bleibt: Das Opfer zieht sich zurück, wird unsicher, und macht stressbedingt Fehler.
Auch das bleibt auf Dauer nicht folgenlos, der Vorgesetzte bzw. die Personalleitung wird auf die Fehlleistungen des Mobbingbetroffenen aufmerksam und schreitet ein. Leider oft nicht, um dem Opfer beizustehen und die Übeltäter zur Rede zu stellen.
Im Gegenteil: In 60% aller Mobbingfälle wird das Opfer mit arbeitsrechtlichen Konsequenzen wie Abmahnung, Versetzung oder Kündigungsdrohung überzogen – schließlich gilt der Gemobbte im Betrieb mittlerweile als problematischer und unzuverlässiger Mitarbeiter – eben als ein Querulant und Störenfried, der das Betriebsklima gefährdet …
So ›angezählt‹ ist es dann nicht mehr weit bis zum Ausschluss:
Der oder die Gemobbte geht oder ›wird gegangen‹.
Dabei ist für einige der Verlust ihres Arbeitsplatzes zugleich auch der Abschied von der Arbeitswelt überhaupt:
Zermürbt, psychisch und physisch angegriffen, oft an psychosomatischen Erkrankungen leidend, steht am Ende eines jahrelangen Mobbingterrors die Berufs- bzw. Arbeitsunfähigkeit.
Hieraus wird erkennbar, dass Heimann sich einen Dreck um den Europäischen Arbeitsschutz z.B. gem. Artikel 31 der Charta der Grundrechte der EU bzw. einen Dreck um das Recht auf körperliche Unversehrtheit schert.
Wie schon in einen anderen Fall, wo sie die Menschenrechte (beispielsweise gem. Artikel 3 der Europäischen Sozialcharta) von tausenden Lehrkräften an Schleswig-Holsteins Schulen (Mobbing/Burnout u.a.) ebenfalls mit Füssen tritt, in dem sie den Schutz einer ganzen Berufsgruppe per Scheinurteil verbietet.

So verursachte Heimann mittels Vorteilsgewährung durch Unterlassen (§ 333 i.V.m. § 336 StGB) erneut über tausend Fälle von Körperverletzung, die dem Steuerzahler pro Jahr ca. 20 Millionen Euro kosten und weiterhin mindestens kosten werden – siehe o.a. Sendung des Schleswig-Holstein Magazins.
Wie die Staatsanwälte sind auch „Richter“ politisch weisungsabhängig, so auch Heimann.

Dies gilt insbesondere für Mobbingverfahren.
Es gibt Menschen , die in Gerichtsverwaltungen jahrzehntelang gearbeitet haben.
Sie berichten über Namenslisten von Personen, die niemals ein Verfahren gewinnen dürfen.
Ich gehe davon aus , dass Mobbingopfer grundsätzlich auf dieser Liste stehen.
Vor diesem Hintergrund hätte ein Antimobbinggesetz m.E. keinerlei Gewinn bringende Bedeutung, da abhängige, nicht gesetzliche Richter (vgl. Art. 4 Ziff. 2. EinigVtr) – also Privatpersonen – in Ausnahmegerichten (vgl. Historie GVG) mittels rechtswidriger bzw. wertloser Scheinurteile und Scheinbeschlüsse, alle Anstrengungen des Mobbingopfers (und ihrer Anwälte) vor Gericht sein Recht zu bekommen, mit einem Handstreich zu Nichte machen.
Für diese „Richter“ ist das alles völlig problemlos, sowie ethisch und empathisch ohne jegliche Relevanz , da die von ihnen ausgestellten Scheinurteile folgendes für sie bedeuten:

Keine Unterschrift
Keine Bindung
Keine Verantwortung
Keine Haftung
(vgl. BVerG zur Nichtigkeit des Staatshaftungsgesetz)

Für die Millionen Mobbingopfer im Unternehmen BRDDR jedenfalls nicht.
*
Nachtrag: Justizministerin Anke Spoorendonk (SSW) hat sich im Koalitionsvertrag u.a. für mehr Gerichtigkeit ausgesprochen.

Doch wie soll das gehen, angesichts dieses Bankrotts vor den Menschenrechten ?“ (1)

1)https://dieaktuelleantimobbingrundschau.wordpress.com/2012/03/08/ermittlungsverfahren-gegen-die-prasidentin-des-lag-schleswig-holstein-birgit-willikonsky/

Manager bestätigt System Mobbing bei ALDI

1. Mai 2012

Zum 1. Mai gehen eigentlich die Arbeitnehmer und insbesondere die Organisierten, sprich Gewerkschafter auf die Straße. Doch in Deutschland ist schon alles etwas seltsam geworden seit das „Prinzip Zerstörung der Vernunft“ oder „die andere Zerstöung der Vernunft“ gilt.(1)

So hat weder der DGB noch einer seiner Einzelgewerkschaften eine Kundgebung gegen Mobbing organisiert noch etwa Anti-Mobbing-Gesetz als Forderung ausgegeben. Man schaut weg und sichert sich als Funktionär die Pfründe im Rahmen der Mibestimmung. (2)

Mobbingerlebnis

Mobbingerlebnis

Zum Glück haben sich die „Piraten„* als im Augenblick einzige demokratische Alternative zum System „Wegschauen“ für ein Anti-Mobbing-Gesetz* ausgesprochen. Gerade wenn es um große Unternehmen oder Discounter geht, ist ein Anti-Mobbing-Gesetz unabdingbar und der einzige Schutz für die Beschäftigten. Das System Betriebsrat der Gewerkschaften ist schon längst Teil des System Mobbing als mitmobbender Faktor geworden.

Was das System Mobbing heißt, zeigt der Fall des Billigdiscounter ALDI. Ein ehemaligerManager hat nun ein Buch zum Komplex ALDI und unter anderem zum System Mobbing geschrieben.  „Die Verkaufslyrik hat wenig mit der Realität in den Filialen zu tun, da herrscht immenser Druck. Da haben Mitarbeiter Angst, zur Arbeit zu gehen. So bezahle das Unternehmen tatsächlich gute Löhne, das Problem sei vielmehr das Mobbing: Das ist zum Teil systematische Mitarbeiter-Schikane„.(3)

Leider fand diese Sendung unter der Moderation von Jauch statt, was dem Thema leider nicht die notwendige Möglichkeit gab, obwohl auch mit Susanne Amann eine Mobbing- und ALDI-Expertin am Tisch saß. „Ein knallhartes Kontroll-System, dessen Methoden mit denen der Stasi vergleichbar seien. Aldi geht immer von dem Schlechten in seinen Mitarbeitern aus, sagte Susanne Amann, ..“(3)

Genau, das ist heute in Deutschland ein großes Problem, die Methoden der Stasi sind heute genauso verbreitet wie zu DDR-Zeiten. (1) Und wenn man erst Mutter ist, dann steht man im System Mobbing bei ALDI sowieso auf Platz 1.(4)

System Mobbing in Deutschland heißt immer System Stasi, ob nun bei ALDI oder einem anderen Unternehmen, nur die Gewerkschaften sind da nicht besser, leider.

Auf Stern TV bestätigen Mitarbeiterinnen bei ALDI genau das, was  Susanne Amann und der ehemalige Manager gegen ALDI vorbringen. „Hoher Arbeitsdruck, Einschüchterung, Willkür, perfide Überwachungsmethoden bis hin zu Mobbing – Snezana M. und ihre Kollegen Nenad D. und Aleksandar C. mussten das …System“ Mobbing „am eigenen Leib erfahren: Nach Diebstahlvorwürfen werden die langjährigen Mitarbeiter einfach in andere Filialen versetzt. Von nun an hagelt es Abmahnungen, sie werden schikaniert.

Als sie sich anwaltliche Hilfe suchen und beschließen, einen Betriebsrat zu gründen, erreicht die Geschichte ihren Höhepunkt. Wie subtil“ gemeint sind hier wohl die Methoden der Stasi“ mit der „sich Aldi Süd unbequemer Mitarbeiter entledigt, erzählen Snezana M., Nenad D. und Aleksandar C. live bei Steffen Hallaschka im Studio“. (5)

*https://dieaktuelleantimobbingrundschau.wordpress.com/2012/05/01/mobbing-gegner-und-opfer-wahlen-die-piraten/

1)http://www.zeit.de/1991/20/die-andere-zerstoerung-der-vernunft

2)https://dieaktuelleantimobbingrundschau.wordpress.com/2012/04/26/gewerkschaft-und-mobbing/

3)http://www.welt.de/fernsehen/article106238415/Aldi-Wallraff-und-das-Billigheimer-Prinzip.html

4)https://dieaktuelleantimobbingrundschau.wordpress.com/2012/04/26/gewerkschaft-und-mobbing/

5)http://www.stern.de/tv/sterntv/mobbing-und-schikane-bei-aldi-sued-erfolg-auf-kosten-der-mitarbeiter-1820862.html

Bei Burger King in Hamburg wird absurd gemobbt.

24. August 2010

Und vorher ist wie nachher, das hat sich auch der Franchise-Nehmer „DFM Hamburg GmbH & Co. KG“ – was für ein Firmenname – und seine neuen Geschäftsführer für die Burger King Filialen  St. Pauli, Altona, Bramfeld und Tornesch gesagt.

Denn wie der Rechtsanwalt B. Alexander Koll  zu berichten weiß, hat man bei DFM Hamburg GmbH & Co. KG reichlich Mobbing- und Schikaneerfahrung. „Fast 40 Verfahren (hat er) gegen „DFM Hamburg“ ins Rollen gebracht. Dabei geht es in den meisten Fällen um Mitarbeiter, die sich von ihrem Arbeitgeber schikaniert fühlen, vor allem, wenn sie Mitglieder im Betriebsrat sind, sagt (Alexander Koll).(1)

Dabei geht der Geschäftsführer den neuen Weg, den auch Unternehmen wie die Post AG in Brandenburg, Berlin und anderswo, sowie andere Großunternhmen erfolgreich praktizieren. Man stimmt vor den Arbeitsgerichten einem Vergleich etwas zu, was man dann nicht einhält. So einfach ist das bei den Vergleichsorgien der Arbeitsgerichte, die nicht einmal das Papier wert sind, auf dem sie stehen.

Im Fall von DFM Hamburg wird das deutlich und es mag nur noch Journalisten überraschen, die das „absurd“ finden, was wir Mobbing-Opfer tausendfach erlebt haben. „Das wohl absurdeste Gerichtsverfahren in dieser Sache: Eine Kollegin wurde abgemahnt, weil sie angeblich zu viel Mayo auf den Burger gegeben hat, erzählt Birgit K., Betriebsrätin bei Burger King.“

„Vor Gericht einigte man sich auf einen Vergleich. Der Geschäftsführer von DFM Hamburg verpflichtete sich, die Abmahnung zurückzuziehen“. (1) Und alle glauben das, nur der Täter hat schon längst den nächsten Schritt geplant und pfeift auf den Vergleich, kein Problem bei unseren Arbeitsgerichten, denn die wissen ja nicht was sie tun.

„In den bisherigen Verfahren hat er“ – der Geschäftsführer von DFM Hamburg „sich regelmäßig dazu verpflichtet, keinen Druck mehr auf die Mitarbeiter auszuüben, sagt Rechtsanwalt B. Alexander Koll. Einen Tag später klingelt dann meist wieder mein Telefon und Mitarbeiter berichten, dass sich der Arbeitgeber nicht daran hält“. (1)

Und es geschieht nichts durch die Richter, diese hilflosen Wesen in Schwarz die bekommen ja ihr Gehalt pünkltlich zum Monatsanfang im voraus und Hartz IV wird für die immer was von einem fremden Planeten bleiben. Mobbing-Opfer dürfen dann regelmäßig diesen Juristensalat auslöffeln und gehen dann bei den Agenturen für Arbeit unter, denn das Ziel solcher Schikanen ist immer die Kündigung, im Idealfall für den Täter die Eigenkündigung, denn dann braucht er auch keine Mobbing-Klage zu fürchten, dafür garantieren dann wieder diese Vergleichsonkel namens Arbeitsrichter.

Ein System, das sich immer mehr ausweitet. Und gerade wenn es um Beitriebsratsmitglieder geht, sind Täter um „Endlösungen und unmenschliche Schikanen“  nie verlegen. „Ein Kollege habe die Kacheln der Toilettenräume stundenlang mit einer Zahnbürste schrubben müssen, erzählt Birgit K“ von Burger King, erinnert eher an einen Knast als an eine Fastfoodfiliale.

„Doch es geht noch schlimmer: Einer der Vorgesetzten hat einen Becher Cola absichtlich vor einem Kollegen ausgekippt und gesagt: Wisch das weg! Außerdem würden sie B(o)uletten anbrennen lassen und die Schuld den Mitarbeitern geben. Dann hagelt es Abmahnungen, sagt Birgit K“. Und am Ende dann die Kündigung oder was haben Sie gedacht?

DFM verfolgt in Hamburg zwei Ziele, sozusagen zwei Fliegen mit einer Klappe zu erschlagen. „Der neue Geschäftsführer versucht, die Betriebsratsmitglieder wegzumobben, sagt Birgit K. Außerdem wolle er die Mitarbeiter loswerden, die er vom vorherigen Arbeitgeber übernommen hat, denn sie verdienen mehr Geld“. (1)

Und von der SPD und dem ehemaligen Arbeitsminister Olaf Scholz hört man dazu nichts. Auch ver.di ist schon längst in die „Bunker“ des sozialen Klassenkampfes von oben abgetaucht, denn bis heute hat diese Gewerkschaft noch keinen Prozess vor den EU-Gerichtshof gebracht. Dort würde man der Regierung der Bundesrepublik sehr schnell klar machen, dass sie eine Anitmobbinggesetzgebung im StGB verankern muss.

Also heißt das für die Mitarbeiter von DFM Hamburg und Burger King, klagen und sich schikanieren lassen, auch wenn Burger King behauptet, man arbeite an einer Lösung. Der Chef am Fastfoodgrill heißt DFM Hamburg, und der Geschäftsführer äußert sich gegenüber der Presse nicht.

“Auf Anfrage der MOPO heißt es dort per E-Mail: Burger King setzt alles daran, den Prozess für eine einvernehmliche Lösung aller Beteiligten weiter zu unterstützen. Es habe schon konstruktive Gespräche zur Aufklärung der Sachverhalte gegeben“. (1)

Doch was heißt das schon bei dem Franchise-Nehmer? „Der Geschäftsführer von DFM Hamburg rief die MOPO wegen einer Stellungnahme leider nicht zurück.“. (1) So einfach ist das, ob es um eine Stellungnahme oder einen Vergleich geht, der Boß schweigt und denkt und das heißt dann, „er schickt Mitarbeiter vorbei, die uns fertigmachen sollen, sagt Birgit K. Sie hetzen uns durch die Gegend, erteilen uns manchmal fünf Aufgaben gleichzeitig und suchen regelrecht nach Fehlern“. (1)

Man muss den Mut der Frauen wie Birgit K. bei Burger King und der DFM Hamburg  bewundern und kann nur hoffen, dass endlich mal die Verantwortlichen in Politik und Justiz aufwachen, bevor mal wieder einer durchdreht, dann ist das Jammern groß, nur wem hilft dass dann noch? Was machen eigentlich die ver.di Funktionäre außer Kafffee trinken und Kuchen essen unter dem Foto von Erich M. in Berlin ?

Letzte Änderung am 17.08.2015

1)http://www.mopo.de/2010/20100825/hamburg/panorama/dicke_luft_bei_burger_king.html

Bei ALDI herrscht das System „Angst, Schrecken und Mobbing“.

13. April 2010

ALDI hat als Arbeitgeber den Ruf er bezahle gute Löhne, so lange eben man nicht nachrechnet. Das Arbeitsklima ist ebenfalls hinter der vorgehaltenen Hand gesagt längst zum „System Angst und Mobbing“ geworden.

Dabei benutzt ALDI ein System, bei dem auch vor dem Privatleben nicht Halt gemacht wird. Seit Oktober 2009 wissen wir vom Fall „Romy Büssow“ wie es bei ALDI zu geht und was man unter „Arbeitsklima“ versteht.

„Das Unternehmen geht genauso miserabel mit seinen Mitarbeitern um wie andere Discounter auch, bilanziert die 37-Jährige Romy Büssow. Es kann die Defizite nur besser kaschieren.“ (1) Kaschieren heißt Mobbing und Angst verbreiten, so einfach ist das in Deutschland.

„Büssow klagte gegen ihren früheren Arbeitgeber. Es (geht) um Vorwürfe wegen unbezahlter Überstunden und firmengelenkter Betriebsräte, schikanösen Drucks und sogar Denunziation durch Kollegen. Ihre Geschichte ähnelt anderen Fällen“. Von daher spricht der „Kieler Arbeitsrechtler und Büssows Anwalt Eckhard Harbs“ von einem System Angst und Schrecken, das bei ALDI mit Duldung der Betriebsräte dort herrscht.(1)

„Die Aldi-Beschäftigte Tina Engel“ bestätigt dies genau so wie der Fall der Kommissionskontrolleurin aus Berlin, sie „wurde im April (2009) zu einem Aufhebungsvertrag gedrängt, andernfalls werde die Sache durch mehrere Abmahnungen geregelt.“ Sie hatte eine Beziehung mit einem ALDI-Mitarbeiter  und wurde „mehrfach aufgefordert, sich von ihm zu trennen“, weil er ihre Konzentrationsfähigkeit beeinträchtige.(1)

Man wollte von ihr auch wissen, was wieder im Sinne der firmengelenkter Betriebsräte war, „ob ihr Partner bei den nächsten Betriebsratswahlen kandidieren wolle“. (1) Da sage noch einer, bei ALDI wisse man nicht Bescheid.

Und wenn man den „guten Lohn“ gegen die erbrachte Arbeitszeit gegen rechnet, dann sieht man ein System vor sich, in dem die Überstunden nicht berechnet werden. Offiziell gibt es angeblich die tarifliche Arbeitszeit, doch in Wirklichkeit arbeitet man „13 oder 14 Stunden“ pro Tag durch „weil Personal fehlt und wir die Läden auf Biegen und Brechen offen halten“ wollen, und das auf Kosten der Mitarbeiter. So einfach ist das mit den Tarifverträgen, die kann man getrost knicken und in die Mülltonne werfen, deshalb stehen ja auch unsere Politiker so drauf.

Mein Büro, oder wenn man am Arbeitsplatz bespitzelt wird

Im Fall Romy Büssow kam es dann zu einer weiteren Eskalation, als sie nämlich „wegen einer Handverletzung längere Zeit krankgeschrieben wurde“. Da war dann Schluss mit lustig, der Arzt riet zur „Operation, da Daumen und Zeigefinger bereits taub waren“. (1)

„Als Büssows Bezirksleiter davon erfuhr, sei er am Telefon sehr laut geworden – Brüllorgien (2) gehören heute zum Standartrepertoire von so genannten Führungskräften* – „  und habe kein Verständnis für meine Erkrankung und die Schmerzen gezeigt. Obwohl sie bis Jahresende krankgeschrieben war, habe sie zeitweise nahezu Vollzeit mitgearbeitet …. Erfasst wurde ihre Arbeitszeit* allerdings nicht. Falls jemand frage, sollte sie erklären, sie sei nur zufällig im Laden, habe ihr Bezirksleiter gesagt“ (1)

Über all die gleichen Muster, als „Büssow sich beschwerte, hätten Schikanen begonnen“, und das hieß dann, eine Abmahnung wegen verlassen der Verkaufsstelle gegen 16:00 Uhr, „ohne gegen die Müllverschmutzung des Einkaufswagensammelplatzes und des Eingangsbereiches vorzugehen“. (1)

In der nächsten Abmahnung hieß es dann,  die „Darbietung der Schauvitrine sei nicht anweisungsgemäß, um schließlich akribisch jede Tomate und Paprika aufzuführen, die im nicht mehr verkaufsfähigen Zustand vorgefunden wurde“ (1)

Einer fehlt!

Und dann der Finalcountdown mit Unterstützung des Betriebsrates. „Am 7. Februar, sagt Büssow, habe sie bizarren Besuch bekommen. Drei ihrer Vorgesetzten hätten ihr auf einem mitgebrachten Notizblock eine Eigenkündigung diktiert. Erst tags darauf sei ihr klargeworden, was sie getan hatte. Sie widerrief und unterrichtete den Betriebsrat. Doch der reagierte nicht und sandte ihr stattdessen das obligatorische Anhörungsformular der Geschäftsführung, die den Vorgang inzwischen in eine ordentliche Kündigung umgewandelt hatte.

Geschäftsführer Buttkus sagt dazu: Frau Büssow wurde angeboten, zur Vermeidung einer arbeitgeberseitigen Kündigung einen Aufhebungsvertrag abzuschließen. Für alle überraschend hat Frau Büssow jedoch ihre Eigenkündigung geschrieben. Der Nortorfer Betriebsrat ließ eine Anfrage des SPIEGEL unbeantwortet“. (1)

Was soll man dazu noch sagen, außer dass heute das „System Angst, Mobbing und Schikane“ längst zur Realität geworden ist. Und wer sich wehrt, der wird fertig gemacht, so einfach ist das, trotz dem Grundgesetz und dem Artikel 1, die Würde des Menschen ist unangreifbar. Nur wo gilt das GG noch in unserem Land?

1) http://www.spiegel.de/spiegel/0,1518,657735,00.html

2)https://dieaktuelleantimobbingrundschau.wordpress.com/2010/04/10/schulleiter-mobbt-und-terrorisiert-schuler-in-berlin/ 

* Bei der Post AG hat man diese Brüllorgien in den Beamtenschulungen des gehobenen Dienstes über Jahrzehnte eingesetzt, der Mitarbeiter sollte dadurch zu Beleidigungen animiert werden. Die Gespräche  verliefen zu erst ruhig, dann begann der Vorgesetzte wie ein Irrsinniger (viele waren und sind es auch) zu brüllen. Man orientierte sich dabei an Methoden der Gestapo und Stasi und war auch noch stolz darauf, im Jahr 2010 genauso wie im Jahr 2009.

In einigen Niederlassungen der Post hat man heute ganze „Belegschaften der Personalabteilungen mit „Sanktionen“ beauftragt und führt sie auch so in ihrer Tätigkeitsbeschreibung.

Wie immer, ob bei ALDI – Betriebsräte gehören sie häufig der Pseudogewerkschaft Arbeitsgemeinschaft Unabhängiger Betriebsangehöriger (AUB) an oder der Post – Betriebsräte gehören meist Ver.di an -, sind die Betriebsräte meist firmengelenkt, die dürfen bei der Post früher nach Hause gehen und erhalten regelmäßig „Sondervergütungen und andere Zuwendungen“. So einfach kauft man sich heute „Wohlgefallen der Gewerkschaftler“ ein.

Gemobbt im Großraumbüro

21. Oktober 2009
Einer fehlt!

Einer fehlt!

Als ein idealer Ort für Mobbingattacken scheine sich die Großraumbüros besonders zu eignen. So beklagt unter dem Nickname „Beckjes“ auf dem Blog „gutfrage.net“ ihr Schicksal im Großraumbüro und löste damit eine längst überfällige und wichtige Diskussion aus.

Ihr Beitrag, „was (soll man) tun, wenn eine Mitarbeiterin in einer höheren Position alle anderen Kollegen mit schlechter Laune bremst. Es werden Kollegen wegen (M)inifehler vor allen anderen niedergemacht und alle haben Angst der nächste zu sein. Bei unserem Chef ist es schon seit Jahren bekannt, aber nichts passiert“. Genau diese Angst ist heute das große Schicksal vieler in der Arbeitswelt. (1)

Und unter dem Nickname „ProPhiL“ beschreibt ein anderer Mitstreiter die Situation im Großraumbüro so.

Mein Büro, oder wenn man am Arbeitsplatz bespitzelt wird

Mein Büro, oder wenn man am Arbeitsplatz bespitzelt wird

„Das gibt`s in vielen Firmen. Wenn es einen Betriebsrat gibt, dann zu ihm. Wenn es keinen gibt, lass dich als Betriebsrat aufstellen (hast du automatisch einen speziellen Kündigungsschutz). Ansonsten hilft nur, geschlossen vorzugehen. Aber da viele Leute was zu verlieren haben wenn sie den Mund aufmachen werden sie nur kuschen und das Ganze aussitzen. Du kannst auch quer schießen, dich aber immer korrekt Verhalten. Dann gibt`s wahrscheinlich dumme Abmahnungen.. davon sammelst du ein paar.. dann kommt irgendwann die Kündigung.. dann gehts zum Arbeitsgericht.. Dort werden die Abmahnungen für nichtig erklärt, evtl. gibts Schadensersatz wg. Körperverletzung (mobbing ist das nunmal) und der Arbeitsvertrag wird entweder wieder aufgenommen oder du bekommst ne Abfindung (je nach Betriebszugehörigkeit) und suchst dir was Neues, weil die Firma ja eh blöd ist. Springen also so 3-4 Monate Urlaub raus, schließlich wirst du sicher freigestellt..“(1)

1)http://www.gutefrage.net/frage/mobbing-im-grossraumbuero

Letzte Änderung am 04.10.2015