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System Mobbing oder bei Foxcon geht die Selbstmordserie weiter

18. Mai 2013

Und wieder haben sich „zwei junge Männer und eine 23-jährige Frau“ bei Foxcon das Leben genommen.(1) Nach 2010 wollte angeblich Foxcon die Arbeits- und Lohnbedingungen ändern.

„Foxconn installed the nets and hired mental-health professionals in response to the spate of suicides that peaked in 2010 with at least 10 deaths“. (2)

Wohin?

Wohin?

Dabei kam es schon im Januar 2012 erneut zu Protesten von Arbeitern über die Arbeitsbedingungen bei Foxcon, geschehen ist offenbar nichts. „We were put to work without any training, and paid piecemeal, said one of the protesting workers, who asked not to be named. The assembly line ran very fast and after just one morning we all had blisters and the skin on our hand was black. The factory was also really choked with dust and no one could bear it, he said.(3)

Dabei hat man im Sommer 2010 von  Guo Taiming, auch bekannt als Terry Gou, Chef des taiwanischen Computerproduzenten Foxconn Technology Group ganz andere Töne gehört. “Ich bitte in aller Form um Entschuldigung, dass es uns nicht gelungen ist, diese bedauerlichen Vorfälle zu vermeiden. Tragödien dieser Art sind eine harte Prüfung für uns. Unsere Betriebskultur ist noch nicht ausreichend entwickelt”, sagte Guo Taiming damals. (4)

Es kam wohl zu Lohnerhöhungen bis 70 % bei Todesfirma FOXCONN und anderen Firmen in China, doch am Betriebsklima hat man wohl nichts geändert. (5)

Zur Erinnerung, 2010 kam es endlich zu einer breiten Öffentlichkeit im falle von Foxcon, ein 27 jähriger Mitarbeiter beging damals einen Suizid. „Laut China Labour Watch (1) in den USA hat der Mann nach Angaben seiner Familie mehr als einen Monat am Stück in Nachtschichten, manchmal 24 Stunden ohne Pause, arbeiten müssen. Unfassbar was dort für asoziale Arbeitsschutzbestimmungen gelten“. (6)

Und der 27 Jährige, von dem wir leider nie den Namen erfahren haben, war nur eines dieser tragischen Glieder in einer ganzen Serie von Selbstmorden unter Arbeiterinnen und Arbeiter bei Foxcon. „Suizide bei FOXCONN schocken die globale Öffentlichkeit“. (7)

Warum es nun wieder im Frühling 2013 zu einer Serie von Selbsttötungen unter der Foxcon-Belegschaft kam, verrät man uns nicht. Offensichtlich hat das System Mobbing or Bullying wieder zugeschlagen. Weshlab man bei Foxcon nicht gelernt hat, darf man nur vermuten. Der Kick nach Profit steht über dem Leben der Mitarbeiter, traurig aber wahr.

1) http://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/selbstmorde-bei-apple-zulieferer-drei-foxconn-mitarbeiter-stuerzten-sich-in-den-tod-1.1675871

2)http://www.bloomberg.com/slideshow/2012-03-30/inside-apple-s-foxconn-factory.html#slide9

3)http://www.telegraph.co.uk/news/worldnews/asia/china/9006988/Mass-suicide-protest-at-Apple-manufacturer-Foxconn-factory.html

4)https://dieaktuelleantimobbingrundschau.wordpress.com/2010/06/09/foxconn-erhoht-erneut-die-lohne/

5)https://dieaktuelleantimobbingrundschau.wordpress.com/2010/06/03/lohnerhohungen-bei-todesfirma-foxconn-und-honda-motors/

6)https://dieaktuelleantimobbingrundschau.wordpress.com/tag/todesfabrik-foxconn/

7)https://dieaktuelleantimobbingrundschau.wordpress.com/2010/05/31/suizide-bei-foxconn-schocken-die-globale-offentlichkeit/

 

 

27-jähriger Arbeitnehmer hat sich bei FOXCONN zu Tode gearbeitet.

3. Juni 2010

Todesfabrik FOXCONN

Bei FOXCONN stinkt es zum Himmel. Heute meldet Reuters einen Fall, der einen nur schocken kann im Jahre 2010.(2)

Laut „China Labour Watch“ (1) in den USA hat der Mann „nach Angaben seiner Familie mehr als einen Monat am Stück in Nachtschichten, manchmal 24 Stunden ohne Pause„, arbeiten müssen. Unfassbar was dort für asoziale Arbeitsschutzbestimmungen gelten.

„Der 27-jährige Mann sei bereits am 27. Mai plötzlich gestorben“ (2), was man so und so lesen kann, klar ist, die Meinungsfreiheit ist in China nicht gegeben und bis man an solche wichtigen Nachrichten über „Todesfabriken wie FOXCONN“ heran kommt, vergehen einige Tage.

Auch der Tod kann Lächeln

„Der Foxconn-Mutterkonzern, die taiwanische Hon Hai Precision Industry teilte mit, sie sehe keinen Zusammenhang zwischen dem Tod und der Arbeit.  >> Wir haben uns die Angelegenheit angesehen und nichts gefunden, was den Vorwurf, dass es einen Zusammenhang mit der Arbeit gibt, bestätigt. << Man wolle nicht über die spezifische Todesursache spekulieren“. (2)

Klar, das kennen wir dioch aus Deutschland, da gilt bei Mobbing-Opfer auch die Parole, „der Tod ist kein Beweis„. Wie nah sich doch die verschiedenen Systeme sind, wenn es um Ausbeutung, Mobbing und Schikane am Arbeitsplatz geht.

Zur Erinnerung, seit einem Jahr haben sich 10 Mitarbeiter von FOXCONN das Leben genommen, plötzlich hat man dann letzte Woche die Zusage gegeben, die Hungerlöhne um 20 % anzuheben. Warum wohl? Perlen unter die Säue werfen nennt man das im Volksmund. (3)

Die Sklaven von Rom

Leider kümmert sich die UNO nicht um solche „Alltagsprobleme von Menschen“, dazu müsste man sich ja an die Basis bemühen und darin kann man umkommen. Zeit, dass sich auch hier etwas ändert. Und man fragt sich, was hat China eigentlich noch an „Sozialismus“ in ihrem Staatswesen, wenn man Menschen rund um die Uhr ausbeuten darf, das gab es nicht mal bei den Sklaven in Rom.

1)http://www.chinalaborwatch.org/

2)http://de.reuters.com/article/companiesNews/idDEBEE65205220100603

3)https://dieaktuelleantimobbingrundschau.wordpress.com/2010/05/31/suizide-bei-foxconn-schocken-die-globale-offentlichkeit/