Am 11.10.2011 begeht ein 13-jähriger Schüler in Japan nach Mobbing-Attacken Selbstmord

Ich will mit meinem Tod alles beenden. (4)

Ich will mit meinem Tod alles beenden. (4)

Wer sich mit Mobbing und den Tätern beschäftigt erkennt sofort eine globale Handschrift der Täter, ob Korea, USA, Brasilien, England, Frankreich, Österreich oder das Mobber- und Täterparadies  Deutschland,es sind immer die gleichen Muster.

Für den 13-jährigen Schüler war am 11.10.2012 die Hoffungslosigkeit so erdrückend dass er vom 14 Stock seines Wohnhauses in  Otsu, Präfektur Shiga in Japan sprang. Zuvor wurde er regelrecht von 15 Mitschülern unter den Augen seiner Lehrer fertig gemacht.

– Seine Mobber „fesselten ihn regelmässig an seinen Stuhl“ (1)

– Sie “ banden Füsse und Hände zusammen und klebten seinen Mund mit Klebeband zu“. (1)

– „Manchmal zwangen sie ihn, tote Bienen zu essen und manchmal liessen sie ihn sogar seinen Selbstmord spielen„. (1)

– „Die Lehrer feierten die Witze der Bullys, während der Junge erstickte“. (1)

Am 11.10 sprang er dann, so wie seine Schulkameradin eine Monat später in Seoul, Südkorea in den Tod. “Die gemobbte Schülerin sprang im November (2011) vom Dach eines 15-stöckigen Apartmenthauses. Sie hinterließ eine Notiz mit den Namen der Täter. Darin stand zudem: Ich will mit meinem Tod alles beenden.” (2)

Auch der 13-jährige Schüler in Otsu wollte wohl mit seinem Suizid „alles beenden“, denn wie in Sürkorea wussten auch die Lehrer von den Mobbing-Attacken gegen ihn und haben nach dem Freitod mit der Schulleitung versucht zu vertuschen, was nur möglich war. Täter und Mitwisser haben immer diese Art „von dreckiger Moral des Vertuschens„, denn sonst quält sie wohl ihr Gewissen ein Leben lang.

„Die Schulleitung führt eine Woche später eine Umfrage durch. Es ist ein Verfahren, das in Japan in solchen Fällen angewendet wird. 300 Schüler geben Antwort. Die Schule kommt im November in einer Pressekonferenz zum Schluss, dass der Junge von Mitschülern schikaniert wurde. Einen direkten Zusammenhang mit dem Selbstmord könne jedoch nicht hergestellt werden. Die Akte ist für die Schulleitung damit geschlossen“, jedoch zum Glück nicht für die Eltern, sie wollen die ganze grausame  Wahrheit wissen, um andere Mobbing-Opfer und Eltern vor einem ähnlichen Schicksal zu schützen. (3)

Die Eltern „gehen zur lokalen Polizeistation, um Anzeige wegen Mobbing gegen den verstorbenen Sohn zu erstatten. Diese wehrt sich jedoch, einen Bericht darüber zu verfassen. Die Vorwürfe könnten nicht bestätigt werden“. Auch in Seoul haben die Eltern diese bittere Erfahrung unfähiger Behörden machen müssen. (3)

Die Eltern gehen einen weiteren Schritt der nun eine Lawine im Land der aufgehenden Sonne auslöst. „Erst als die Eltern im Februar 2012 eine Schadenersatzklage über 77,2 Millionen Yen (795’000 Euro) gegen die Stadtregierung von Otsu und 3 verdächtige Mitschüler einreicht, kommt Bewegung in den Fall. Die nationalen Medien springen auf. Im Laufe der Vermittlungen kommt heraus, dass die Schulumfrage vom Oktober und eine zweite in November brisanter waren als die Schulleitung stets vorgegeben hatte“. (3)

„Die Behörden stehen (nun) unter Druck. Die Lokalregierung setzt eine unabhängige Kommission ein, die den Fall nochmals aufrollen soll. Das Bildungsministerium in Tokio entsendet seine Leute. Die Polizei kündigt an, 300 Schüler genauer zum Vorfall zu befragen. 25 Polizeioffiziere befassen sich inzwischen damit“. (3)

Am Ende stehen dann wenigstens 3 mutmaßliche Täter vor Gericht, die wie immer nur „Zuschauer oder Mitläufer gewesen“ sein wollen, auch nichts Neues im grausamen Spiel der Mobber. „Vor Gericht sagten die drei angeklagten Mitschüler, ihnen sei nicht bewusst, «etwas Falsches getan» zu haben. «Wir haben nur mit ihm gespielt.»“ (1)

Selbstverbrennung in Israel

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„Jetzt, neun Monate später, entschuldigt sich die Stadtverwaltung von Otsu ganz offiziell bei den Eltern. Mit einer tiefen Verneigung las der Verteidiger der Peiniger, Yuichi Shiraki, ein Communiqué vor: «Im Name der Stadt Otsu bitte ich um Vergebung»“. (1) Zu spät für den 13 Jährigen, seine Eltern werden nie wieder sein Lachen hören, so grausam ist Mobbing.

PS: Übrigens, einen Monat zuvor, am 10.09.2011 hat sich in Berlin das Mobbing-Opfer und der Polizeibeamte Hennig G.. selbst verbrannt. Bis heute sind unsere Behörden, Staatsanwälte und Politiker in dieser Stadt nicht in der Lage ein Ermittlungsverfahren durchzuführen. In Japan hat man wenigstens nach Monaten den Mut zur Wahrheit gefunden. (4)

 1)http://www.20min.ch/panorama/news/story/Mobbing-Fall-in-Japan-wird-zum-Politikum-17132103

2)https://dieaktuelleantimobbingrundschau.wordpress.com/2012/02/07/klassenlehrer-einer-mittelschulerin-in-seoul-wegen-versaumnis-in-mobbingfall-ermittlungen-eingeleitet/

3)http://asienspiegel.ch/2012/07/zu-tode-schikaniert/

4)https://dieaktuelleantimobbingrundschau.wordpress.com/tag/hauptkommissar-henning-g/

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