Bayerische Polizeigewerkschaft mobbt und verhöhnt Opfer mit Rassismus und asozialen Bildern

Der Schrei

Das System Mobbing innerhalb der verschiedenen Polizeibehörden wirft immer neue Schatten der Asozialität und Menschenfeindlichkeit auf unsere Demokratie. Insbesondere in Zeiten der Mordserie der Nazigruppe NSU und der hohen Selbstmordrate von Polizeibeamten fragt man sich, was machen eigentlich die Gewerkschaften „im Krieg an und um den Arbeitsplatz“?

Offenbar genießen viele „Sesselhocker“ den schmutzigen Krieg vor Ort und dokumentieren das Ganze dann noch auf einem Kalender, wie er jetzt in Bayern aufgetaucht ist. Der Kalender beinhaltet rassistische und menschenfeindliche Darstellungen, die man von offizieller Seite als Karikatur verharmloses will und sich dabei auf die Freiheit der Kunst beruft. „Der bayerische Landesvorsitzende der Polizeigewerkschaft, Hermann Benker, findet die Aufregung übertrieben“, denn es „herrsche (ja) die Kunstfreiheit„. (1)

Inhalte des Kalenders, der in einer Auflage von 3000 Exemplare nicht nur in Bayern seine Abnehmer gefunden“ sind:

Rassistische Darstellungen, „konkret geht es zum Beispiel um eine Karikatur mit einem festgenommenen Farbigen mit überzeichneten dicken roten Lippen, der sich gegen den Griff eines Polizeibeamten wehrt und in gebrochenem Deutsch schreit: „Was heiß‘ hie‘ Ve’dunklungsgefah’….?!“ (1)

– „Auf einem anderen Bild prügeln sich junge Männer, die ausnahmslos Migranten zu sein scheinen. Einer von ihnen sagt: Boah… krass… 3ern BMW…!“ (1)

– Auch werden Teile der Bibel verheizt, die Kirchen schweigen dazu noch „Das Januar-Bild zeigt die Heiligen Drei Könige, wobei der schwarze König Kamel-Exkremente aufsammeln muss“.(1)

– „In der August-Karikatur geht es um einen Selbstmörder und einen Polizisten, der ihm sagt: Jetzt spring‘ endlich, du Idiot, ich hab noch anderes zu tun heut!“ (1)

Der Münchener Polizeipräsident Schmidbauer geht zu mindestens auf Distanz zu diesem asozialen Machwerk „auch wenn die Freiheit der Kunst ein wichtiges Grundrecht sei“. Menschenrechte und das recht auf das eigene Bild sind ja wohl bekanntlich auch Teile der Grundrechte aus unserer Verfassung, die man in Bayern wohl nicht so kennt. (1)

„Der bayerische Landesvorsitzende der Polizeigewerkschaft, Hermann Benker, findet die Aufregung übertrieben“, was dann wieder ein Schlaglicht auf den inneren Zustand der Gewerkschaftsbewegung wirft.

Nun haben wohl viele örtliche Leiter den Inhalt dieses Machwerkes begriffen, wenn man gerade an den Suizid von Polizeihauptkommisar Henning G. in Berlin denkt, dass da auch das Ansehen von Polizisten beschmutzt wird. (2) Doch wie die Helden aus den oberen Etagen der Ermittlingsbehörden so sind, wenn man eine Entscheidung treffen soll, zeigt nun der Umgang mit dem Kalender.

„Die Polizeipräsidien seien sensibilisiert – konkrete Anweisungen, wie sie zu handeln hätten, gebe es nicht.(1) Wäre ja auch einfach zu viel verlangt, schließlich gehört es auch zur Kunst, eine „konkrete Anweisung“ zu formulieren, denn so ein Kalender ist doch nun schließlich ein Objekt der Begierde geworden, nach dem Zeitungen über den Vorfall berichten. Die NPD wird sich freuen.

1)http://www.tagesspiegel.de/weltspiegel/umstrittener-polizeikalender-amtlicher-spott-ueber-auslaender-und-selbstmoerder/6269890.html

2)https://dieaktuelleantimobbingrundschau.wordpress.com/2011/09/13/berliner-polizeibeamter-61-und-mobbing-opfer-hat-sich-selber-angezundet-und-starb/

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