Wird am Staatstheater Darmstadt gemobbt?

Kein gesellschaftlicher Bereich, in dem nicht gemobbt wird. Seit Tagen nun steht das Staatstheater Darmstadt unter Mobbing-Verdacht. Zwischen dem Intendanten John Dew und dem Generalmusikdirektors Constantin Trinks gab es Zoff. „So habe Trinks einen dem Intendanten nahe stehenden Sänger aufgrund qualitativer Bedenken bei der aktuellen Inszenierung von Richard Wagners >Der Ring des Nibelungen< nicht berücksichtigt. Daraufhin sei es zu dem Streit gekommen“. (1)

Und nun hat  der Intendanten John Dew wohl zurückgeschlagen und hat sich sinnigweise die „Sopranistin Alexandra Lubchansky – … Lebensgefährtin des Generalmusikdirektors Constantin Trinks“ herausgegriffen. Sie flog von der Besetzungslist von „Donizettis Oper Lucia: di Lammermoor„. (1)    

Die Sopranistin nahm sich daraufhin den früheren Intendanten am Staatstheater Darmstadt und Anwalt Ulrich Schwab. (2) RA Schwab drohte mit einer „einstweilige(n) Verfügung„, worauf hin „die Theaterleitung die Streichung zurückgenommen (hat). Dafür sei Lubchansky aber immer wieder von den Proben ausgeschlossen worden. Kurz vor der Premiere seien ihr dann seitenweise neue Anweisungen zugestellt worden, die sie nicht mehr habe umsetzen können. Ihr Anwalt Ulrich Schwab, früher selbst Intendant, habe noch einmal einschreiten müssen, damit die Premiere habe stattfinden können.“ (2)

Doch damit nicht genug. „Mittlerweile liegt der Theaterleitung eine außerordentliche Kündigung Lubchanskys vor. Man habe auf die Forderung, die im Rahmen des Streits erteilte Abmahnung zurückzunehmen, nicht reagiert“. (1)

 Und RA Schwab als Insider hat sich an „die Hessische Ministerin für Wissenschaft und Kunst, Eva Kühne-Hörmann“ gewandt, die will erst mal nur „Schweigen“, was wir als Mobbing-Geschädigte kennen. (2)

Nun sollen endlich in der kommenden Woche Gespräche geführt werden, man darf gespannt sein, wie sich Frau Kühne-Hörmann und die  Intendanz des Staatstheaters die Zukunft von Frau Alexandra Lubchansky vorstellen. (2)

1)  http://aktuell.klassik.com/news/teaser.cfm?ID=8998&nachricht=Mobbing%20am%20Staatstheater%20Darmstadt%3F

2) http://www.hr-online.de/website/rubriken/kultur/index.jsp?rubrik=5980&key=standard_document_43146464

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2 Antworten to “Wird am Staatstheater Darmstadt gemobbt?”

  1. m. Zimmer Says:

    leider ist es heute so leicht, das Wort Mobbing für Eigeninteressen zu missbrauchen. Welcher Begriff steht eigentlich für Mobbing in der Öffentlichkeit? Der Fall Trinks ist nichts Anderes als ein Machtkampf um eigene Interessen. Solches Verhalten ist beschämend für echte Mobbing- Opfer!

    • harrygambler2009 Says:

      Die Piraten haben für Mobbing im öffentlichen Dienst den Begriff „Bebbing“ geprägt. Die Frage die sich stellt, „ist das nicht auch Mobbing was an der Staatsoper“ in Darnstadt vor sich geht, insbesondere wenn private Vorteile das „Motiv“ für den Mob ist?
      Natürlich versuchen heute viele auf den fahrenden Zug aufzuspringen. Mobbing wird diese Gesellschaft zu einer neuer Diskussion um Werte, Demokratie, Rechtsstaat, soziales Miteinander, Gerechtigkeit und die Würde des Menschen zwingen. Warum wollte ihr nicht dabei sein? Es mag ja sein, dass Darmstadt nur ein „Beziehnungsproblem“ ist, doch wie viele Mobber sind aus Beziehungsproblemen hervorgegangen?

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