Zivilcourage der Eltern wird vom Gericht bestraft, Mobbing-Täter freut euch.

In unserem Land wird man nicht nur mit Duldung des Gesetzes gemobbt und fertig gemacht, sondern auch wenn man sich gegen Mobbing wehrt. Opfer sind in diesem Land Menschen ohne Schutz und Rechte, dass musste wohl Hennig G. als Fachmann erkannt haben, schießlich war er bei der Polizei.(1)

Eine weitere bittere und leidvolle Erfahrung musste ein Ehepaar aus Külbach machen. „Nachdem die Familie in den Markt Kühbach gezogen war, besuchten ab 2009 drei der vier Kinder dort die Schule. Die Eltern beschwerten sich massiv über Lehrer, die ihre Kinder mobben würden, und über die Unterrichtsverhältnisse. Sie schalteten diverse Behörden ein, die die Beschwerden als nicht begründet ablehnten. Daraufhin zeigten die Eltern vier Lehrer, darunter den Schulleiter, wegen vorsätzlicher Körperverletzung, Nötigung und Verleumdung sowie die zwei Leiter des Staatlichen Schulamts in Aichach wegen Begünstigung von Mobbing an“. (2)

Die Auseinandersetzung zwischen Schule und Eltern dauerte über zwei Jahre und endete damit, dass nun die Lehrer die Eltern anzeigten, „wegen Verleumdung“.  „Das Amtsgericht Aichach verurteilte die Eheleute im April (2011) zu je 4800 Euro Geldstrafe wegen übler Nachrede. Am selben Tag legte das Paar Berufung ein“. (2)

Nun das „Landgericht Augsburg“ das Urteil des Amtsgerichts Aichach auf üble Nachrede“ bestätigt, die Eltern wurden zu einer Geldstrafe verurteilt und werden wohl nie wieder ihren Kinder helfen, wenn sie gemobbt werden. „Richter und Schöffen schlossen sich in ihrem Urteil Staatsanwalt Wörz an. Dieser hatte 90 Tagessätze à 40 Euro für den Mann und 90 Tagessätze à 20 Euro für die Frau gefordert“.

Richter Jelinek redete am Ende beiden Seiten ins Gewissen. Er forderte die Vertreter der Schule indirekt auf, in Zukunft mit ähnlichen Problemen anders, zielführend umzugehen“. Was er damit meinte, ließ er jedoch offen. Für den Vater dürfte das Urteil eine weitere Konsequenz haben, er ist als „Beamter auf Probe beschäftigt“ und wird jetzt wohl eine Entlassung erhalten.

Im Verlauf des Prozesses haben die Eltern jedoch auch „zuvor in (einer) verlesenen Erklärung eingeräumt, überschnell reagiert und Unbewiesenes behauptet zu haben. Sie sicherten zu, keine unbewiesenen Behauptungen gegen die Schule und die Lehrer mehr zu erheben“, auch nicht im Internet. (2)

1)http://wp.me/puNcW-1O0

2)http://www.augsburger-allgemeine.de/aichach/Mobbingvorwuerfe-gegen-Schule-Eltern-verurteilt-id16928636.html

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