Mobbing bis zum Mord, warum musste Mirco sterben?

Niemand tötet ohne Motiv. Und wenn ein Kind grausam ermordert wird, dann fragt man sich eigentlich dreimal, warum macht der Mörder so was, gerade auch wenn er selber Vater ist.

Im Fall des grausamen Schicksals von Mirco erfahren wir nun in jeder Verhandlung etwas Neues und stellen fest, bei der Telekom stimmt generell etwas nicht, was man als Betriebs-oder Arbeitsklima nennen kann. Und die Vorgesetzten haben wohl ein „Wahrheits- und Fürsorgeproblem„.

Zuerst wollte uns nach der Verhaftung von Olaf H. dem Mörder von Mirco, 11 Jahre als, die  Ermittler einreden, es gebe kein Mobbing, obwohl der Mitarbeiter der Telekom dies in den ersten Verhören genannt hatte. (1) Es wurden dann von den Ermittlern keine weitere Nachforschungen gestellt. Das Gleiche geschieht jetzt wieder im Gerichtssaal in Krefeld.

So sagt der  Ex-Chef von Olaf H. am Freitag, dem 09.09.2011 als Zeuge folgendes aus, „er sei an diesem Tag privat mit seiner Familie in London gewesen und habe H. nicht angerufen“. (3) Was will der Ex-Chef damit sagen? Olaf H. hatte auch frei und hat trotzdem gearbeitet. Man kann auch mit einem Mobil oder Handy aus London anrufen, die gabe es schon damals und die Telekom hat die wohl kostenlos an Mitarbeiter verteilt. Was also soll diese Aussage klären?

Richtig ist, Olaf H. ist der Mörder von Mirco und widerspricht sich angeblich immer wieder im Tathergang, so die Ermittler, bei denen Pannen so normal sind, wie der Kaffee zum Frühstück. (1) Schließlich wurden damals „Fotos“ verkauft und weniger ermittelt, oder?

Und hier spätestens hätte man vom Gericht oder Staatsanwaltschaft den „Kriminalpsychologe, Gerichtsgutachter, Mobbing-Experten und Profiler Thomas Müller“ einschalten müssen, insbesondere da es um Mord an einem 11 Jahre alten Jungen geht.(4) 

Am 5. Verhandlungstag nun gab Olaf H. endlich sein Schweigen auf, als eine Ex-Kollegin den Klatsch und Tratsch im Gerichtssaal ausschüttete. Der Mörder von Olaf H. hatte mit seiner kranken Tochter Probleme und der sein Job war die Hölle. Einig Zeugen bestättigen das auch dem Richter. Die Ex-Kollegin wollte aussagen, der Täter haben zwei Fehlgeburten seiner Frau erfunden und als Ausreden für geplatzte Termin verwendet haben, was seine Unzuverlässigkeit beweisen sollte.

Heute, am 09.09.2011 dann der 6. Verhandlungstag, ein Vorgesetzter von Olaf H. war geladen und der Mörder selbst gab eine Beschreibung seines Arbeitsalltages und insbesondere seine Situation am Tattag.

Tim, keiner war für dich da.

Olaf H. stand wohl bei der Telekom mächtig unter Druck und Stress, drei Projekte gleichzeitig und dann noch seine kranke Tochter dazu, so dass er selbst am Tattag frei hatte aber dennoch arbeite, infassbar was da beim Telefonriesen so abgeht. Kollegen auf gleicher Ebene wie Olaf H. bescheinigen das.

„Bei gleich drei Projekten seien eher schlechte Ergebnisse mit seinem Namen in Verbindung gebracht worden, berichtete der Vorgesetzte von Olaf H. im Zeugenstand“. (2) Stellt sich die Frage, warum hat man dann nicht Olaf H. mit weniger Projekten belastet? Ein Vorgesetzter mit der Fähigkeit zur Fürsorgepflicht weiß wie viel man Mitarbeitern aushalsen kann, warum dieser nicht. Und wie kann jemand arbeiten, wenn er frei hat? Was sagt zu solchen Arbeitsbedingungen eigentlich die Gewerbeaufsicht?

Ich „habe damals drei Jobs gleichzeitig gemacht“, sagte nun Olaf H. im Gerichtssaal aus. „Seinen alten Posten, der in der Führung von rund 100 Mitarbeitern bestand, die Einarbeitung in seine neue Stelle in Bonn und die Arbeit an einem Geheimprojekt, über das er noch nicht mal mit seiner Frau habe sprechen dürfen. Am Tattag habe er sich einen freien Tag genommen, weil seine Tochter krank gewesen sei, tatsächlich habe er aber nebenher gearbeitet“. (2)

Zu den und anderen Vorgängen haben sich im Umfeld der DGB-Boss und das Telekom-Aufsichtsratsmitglied Sommer genauso wenig geäußert, wie der verdi-Betriebsrat bei der Telekom und der Grünen Politiker und verdi-Häuptling Bsirske, warum wohl?

Nun darf man aber an den Ausführungen des Vorgesetzten von Olaf H. erhebliche Zweifel haben, der vehement bestritt, „er könne sich nicht erinnern, dass dieser einmal aus Protest ein Treffen in München verlassen habe, weil er vor versammelter Mannschaft abgekanzelt worden sei“. (2)

Und weil er schon mal dabei war, versuchte er auch gleich mit einer Ausrede den nächst höheren Chef zu schützen, alt bekannt und nichts Neues im System Mobbing, denn es gilt der Grundsatz: „Eine Krähe hackt der anderen kein Auge aus“.

„Auch traue er dem höheren Vorgesetzten persönliche Beleidigungen nicht zu. Ebenso wenig passe zu ihm der Satz, dass es ihm „scheißegal“ sei, dass die „blöde Tochter“ des Angeklagten krank sei“. (2) Ich kann mir das bei den Vorgsetzten und Mobbern sehr gut vorstellen, die nicht einmal merken, wenn sie einen Mitarbeiter überfordern. Oder wollten sie das vielleicht bewusst machen, um Olaf H. fertig zu machen und in abschieben zu können, notfalls in die Krankheit und Frühpension? Warum haben sie ihm eigentlich nicht gleich 5 oder 6 Projekte gegeben? Es gibt auch so was wie „Problemmanagement und Mobbing-Beauftragte“, hat die Telekom so was nicht?

Man darf nun auf die weiteren „Ausführungen“ von Vorgesetzten des Olaf H. gespannt sein, von Mobbing reden sie alle nicht, auch nicht der Richter, warum wohl? Nicht zu verstehen ist, warum der Termin am Montag, den 12.09.2011 ausfällt und der Prozess am 16.09.2011 erst fortgesetzt wird, wieder wertvolle Zeit die verloren geht und Olaf H. und die berühmten Telekomzeugen noch mehr vergessen oder verwechseln. (3)

1)https://dieaktuelleantimobbingrundschau.wordpress.com/2011/09/06/war-olaf-h-ein-mobbing-opfer-der-zum-grausamen-morder-an-mirco-wurde/

2)http://www.welt.de/vermischtes/weltgeschehen/article13595374/Wurde-Olaf-H-wegen-seines-Jobs-zum-Moerder.html

3)http://de.nachrichten.yahoo.com/mircos-mutma%C3%9Flicher-m%C3%B6rder-erkl%C3%A4rungsnot-152336285.html

4)https://dieaktuelleantimobbingrundschau.wordpress.com/tag/wiener-linien/

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