Jobcenter Leipzig mobbt Mutter und Großmutter wegen Geschenken.

In unserer Kultur gehört es zum guten Ton und als Ausdruck von Zuneigung und Menschlichkeit, wenn man einen anderen mit einem Geschenk überrascht. Die Kultur des Geben und Nehmen in Form des Schenken und sich darüber freuen ist wohl mit Hartz IV beendet worden. Unglaublich was da in Leipzig abgeht, doch wenn man den Artikel von Maxim Biller zur Ossifizierung der deutschen Kultur liest, wundert einen nichts mehr.

Auch warum es so wenig Nachwuchs in Deutschland gibt kann man bei der Kinderfeindlichkeit der Jobcenterkulturen nur all zu gut verstehen. Da hat doch glatt eine Oma gedacht, sie könne ihren drei Enkelkindern eine Freude machen und hat diesen zu Weihnachten 2006 „jeweils 100 Euro“ geschenkt. (2) Und weil schenken Freude bereit, hat sie doch auch noch an den Geburtstagen zwei Enkeln jeweils 135 Euro überwiesen. Nun reicht es aber, sagten sich die „Helden vom Jobcenter Leipzig„, hier müssen wir klar Schiff machen.

Denn was die Oma einmal übersehen hat war, dass ihre Tochter Hartz IV bezog und sie das Geld „nach (ihrem) Willen zur freien Verfügung“ hatte. Außerdem darf die Moral der „Helden vom Jobcenter“ nicht außer Acht lassen,  die „ist in Ur-Deutschland genauso ansteckend wie Opportunismus? Übersteigerter, komplexbeladener, unrepublikanischer Nationalismus, genau“ (2) oder eben asoziale Bürokratie.

Also hat das Jobcenter die insgesamt 510 Euro als Einkommen definiert und das Geld dann zurückgefordert. Die Familie klagte daggegen und bekam wenigstens zu 50 % Recht vom „Sozialgericht Leipzig, Az: S 25 AS 2897/07, 250 Euro dürfen „nicht als Einkommen berücksichtigt“ werden. Schon hier stehen einem die Haare zu berge, warum müssen deutsche Richter eingentlich nicht Flaschen sammeln gehen?

Duch nun lief das Jobcenter erst recht zur Höchstform auf, es legte Berufung beim Landessozialgericht (LSG) Chemnitz ein, und siehe da, die Richter entschieden, „de Familie habe nach Erlass des Hartz-IV-Bescheides Einkommen erzielt“, AZ: L 2 AS 248/09. Chemnitz hieß mal früher Karl Marx Stadt und „wer einmal aus dem Blechnapf frißt“, ….

Doch die Familie zeigte Zivilcourage und nun liegt der Fall beim Bundessozialgericht in Kassel, am Dienstag soll entschieden werden. (2) Mobbing oder Bebbing ist heute bei den Jobcenter so was wie deutsche Reinkultur Plus, armes Deutschland.

1)http://www.faz.net/artikel/C31315/die-ossifizierung-des-westens-deutsche-deprimierende-republik-30090317.html

2) http://web.de/magazine/finanzen/geld/13485754-hartz-iv-kuerzung-wegen-omas-geburtstagsgeld.html#.A1000145

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