Wutbürger nimmt Bezug auf einen Zeitungsartikel im „AAR-BOTE“ vom 02.08.2011

Nach dem das Bundesarbeitsgericht (BAG) in Erfurt die Beschwerde der Gemeinde Schlangenbad abgelehnt hatte, wie man im Wiesbadener Tagblatt* lesen konnte, war die Kündigungsschutzklage der Frau Damm-Pick nach mehr als zwei Jahren endlich rechtskräftig geworden. Drei arbeitsgerichtliche Instanzen haben ihr ihren Arbeitsplatz in der Kita Hausen als Leiterin bestätigt. Als nun Frau Damm-Pick, die längere Zeit wegen Mobbing erkrankt war, am 1. August arbeitsfähig geschrieben ihre Arbeit wieder aufnehmen wollte, bekam sie erneut eine Kündigung. Mit anderen Worten, die Gemeinde Schlangenbad und ihr Bürgermeister widersetzen sich gewollt dem Rechtsspruch zweier verfassungsmäßiger Gerichte; Hess. Landes- und Bundesarbeitsgericht. (Artikel 92 Grundgesetz: Die rechtsprechende Gewalt ist den Richtern anvertraut; sie wird durch das Bundesverfassungsgericht, durch die in diesem Grundgesetze vorgesehenen Bundesgerichte und durch die Gerichte der Länder ausgeübt.) Laut Wiesbadener Tagblatt hat der Gemeindevorstand die erneute Kündigung beschlossen, lange Zeit bevor der endgültige Rechtsspruch aus Erfurt eingetroffen war. Damit ist der ungeheuerliche Rechtsbruch auch noch vorsätzlich verübt worden. Eine einmalige Situation in einem demokratischen Rechtsstaat. Dazu passt natürlich auch, dass der Gemeindevorstand von Schlangenbad das einstimmige Votum des gewählten Personalrates ignoriert. Die Frage ist, wann diesem rechtwidrigen Treiben in Schlangenbad durch die kommunale Dienstaufsicht, Landrat, ein Ende gesetzt wird? Wie mir ein mir bekannter Jurist mitgeteilt hat, muss der verlorene Rechtsstreit die Gemeinde wesentlich mehr als 3000,- EURO (Tagblatt) gekostet haben, wohl eher das vier- bis Fünffache. Zahlen dies die Vorstandsmitglieder und Bürgermeister aus eigener Tasche? Oder zahlen das die Bürger über höhere Gebühren und Abgaben? Da kann man ja ein gleiches Verfahren erneut durchführen. Wie das Tagblatt berichtet, erklärte der Bürgermeister, hätten die fünf Beschäftigten in der Kita Hausen angekündigt, ihrerseits zu kündigen, wenn Frau Damm-Pick zurück käme. Andererseits sagt der gleiche Bürgermeister man habe der Frau Damm-Pick betriebsbedingt gekündigt, „weil man den betreffenden Arbeitsplatz nach Übergabe der Kita-Trägerschaft an den Arbeiter-Samariter-Bund (ASB) nicht mehr zur Verfügung habe.“ Man muss sich das auf der Zunge zergehen lassen: Frau Damm-Pick hat ihren Arbeitsplatz verloren, weil dieser in die Trägerschaft des ASB übergegangen ist, gleichzeitig muss der besagte Bürgermeister Beschäftigte schützen, die von der Gemeinde zum ASB überstellt wurden.
Herr Schlepper stellt sich laut Zeitungsartikel schützend vor Mitarbeiterinnen des ASB, und wer beschützt Frau Damm-Pick, die noch immer Mitarbeiterin der Gemeinde Schlangenbad ist, wenn auch wieder einmal mehr gerade gekündigt ist? Warum lässt der ASB ein solches Verhalten durchgehen? Hat es damit zu tun, dass der Geschäftsführer des ABS, Herr Arno Brandscheid, auch in der FDP ist?
In meinen Augen geht es Herrn Schlepper gar nicht mehr darum, Frau Damm-Pick aus beruflichen oder politischen Gründen los zu werden, für Ihn geht es nur noch darum, (Un-)Recht zu bekommen. Wie bei einem kleinen trotzigen Kind, dem man die Schaufel im Sandkasten weggenommen hat. Wird man diesem Kind 2013, bei der nächsten Bürgermeisterwahl, den Sandkasten weg nehmen? Wird Frau Damm-Pick bis dahin noch überleben können?
Übrigens, Herr Bürgermeister, Streitigkeiten in Kita’s sind nichts Außergewöhnliches und kommen oft vor, wo es „menschelt“, sie gehören aber nicht in die Öffentlichkeit! Sie haben für alle Mitarbeiter eine Fürsorgepflicht und dafür zu sorgen, dass das Betriebsklima stimmt.

Hier eine kleine Übersicht was der FDP Bürgermeister Michael Schlepper unter Fürsorge versteht:

Der Bürgermeister Michael Schlepper hat nichts unversucht gelassen um Frau Damm-Pick Fehlverhalten und Missachtungen zu unterstellen. Die Klage einer Mutter wurde abgewiesen, die Manuela Damm-Pick beschuldigt hatte, ihr im Streit das Handgelenk verstaucht zu haben (Strafantrag wegen Körperverletzung). Zudem, kam hinzu, dass die CDU öffentlich die Entlassung von Frau Damm-Pick (durch Presseartikel und Flyer) forderte. Im Rückblick auf die gesamten Urteile kann man von einer Rufmordkampagne der Schlangenbader CDU sprechen. Anstatt die Urteile zum Anlass zu nehmen, um über einen Neuanfang nach zu denken, wurden die „parteipolitischen Spielchen“ weiterhin vor Gericht ausgetragen.

Der Bürgermeister Schlepper ging sogar noch einen Schritt weiter und verletze die Privatsphäre von Frau Damm-Pick. Er fordere von einem großen Versandhaus die privaten Rechnungen von Frau Damm-Pick der letzen fünf Jahre an. Wo würden wir denn hin kommen wenn der Arbeitergeber z. B von jedem Mitarbeiter die privaten Rechnungen kontrollieren lies? Zum Glück wußten die Mitarbeiter des Versandhauses mit der Anfrage umzugehen, und handelten im Gegensatz zum Bürgermeister korrekt.
Es wäre an der Zeit von Seiten der Gemeindevertretung endlich dieser Provinzposse ein Ende zu setzen. Man sollte bedenken das nicht nur der Ruf aller Beteiligten beschädigt ist, sondern auch der Ruf der Gemeinde Schlangenbad, von Wütender Bürger

PS. Mit Frau Manuela Damm-Pick könne sich auch über Facebook KOntakt aufnehmen. http://www.facebook.com/profile.php?id=100002668778124

*http://www.wiesbadener-tagblatt.de/region/untertaunus/schlangenbad/11009497.htm

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2 Antworten to “Wutbürger nimmt Bezug auf einen Zeitungsartikel im „AAR-BOTE“ vom 02.08.2011”

  1. Ein besorgter Bürger Says:

    Wieso ist das eigentlich IMMER so, dass wenn eine Sache erst ein Mal den Stempel „Unfassbar“ trägt, dieser auch mit _nichts_ mehr entfernt, geschweige denn auch nur verblasst? Ja, sogar das genaue Gegenteil ist doch eher die Regel, solche Unfassbarkeits-Stempel scheinen mit jeder weiteren Entwicklung doch immer nur dicker, schwärzer und lauter zu schreien, was sie in der Summe ihrer Buchstaben auszudrücken versuchen: U N F A S S B A R !

    Ich habe mir im Juli 2011 schon erlaubt hier die öffentliche Feststellung zu treffen, dass es an Ignoranz und Impertinenz schon kaum mehr zu fassen ist, wie dieser Bürgermeister Schlepper hier mit geltendem Recht umgeht, bzw. eben genau dieses mit den v.g. Attributen schlichtweg ignoriert!

    Mit nicht wenig Freude und durchaus geehrt, bemerkte ich dann, dass der Betreiber dieses Bloggs sogar einen vollständigen Beitrag aus meinem ursprünglichen Kommentar gemacht hat und damit zumindest mit meiner Kernaussage zu sympathisieren scheint.

    Welch ein Segen! Denn es gibt mir doch zumindest für einen Moment das Gefühl, dass ich nicht völlig zur Mimose verkommen wäre und mich aufrege, wo eigentlich „das ist doch usus“ die Erkenntnis lauten sollten.

    Nein! Es ist und bleibt einfach nur U N F A S S B A R, was sich dieser Bürgermeister herausnimmt und ich weiß gar nicht von ich mehr angewiedert sein soll?! Von einem Gemeinderat, der diesen auch noch in seinem Unrechtsverständnis unterstützt und weitere Kündigungen beschließt, wo es doch längst eine absehbare Urteilsfindung gegeben haben muss, oder eine Opposition, ein Landrat, eine (wie auch immer geartete) Dienstaufsicht die alle nicht ihrem Job nachkommen und der leidigen Entwicklung Einhalt gebieten!

    Da fällt mir in der Tat nur noch ein ehemaliger Klassenlehrer ein, der in seiner menschlichen Art und doch unter dem Zwang des Vorbild-Charakters eigentlich niemals in Gegenwart von Schülern schimpfen wollte. Doch ein feuriges Gemüt und ein Anstellungsvertrag als Werkslehrer machten ihm das Leben und diesen heeren Anspruch schwer, was gleich mehrfach die Woche zu seiner form der Lösung führte.

    Er schimpfte sich dann immer mit hochrotem Kopf und sichtbarer Erregung in jeder Faser seines Seins seinen Unmut von der Seele in dem er ein und den selben Satz rezitierte:

    „Das ist doch zum Knochen kotzen!“
    …und dabei wiederholte er diesen Satz in immer kürzeren Abständen, reztierte ihn in zunehmender Lautstärke und zelebrierte jedes Wort mit immer größerer Betonung auf ihren einzelnen Silben und Buchstaben. Ein geradezu theatralisches Hörspiel, bei dem man mit jeder weiteren Wiederholung, Neuanordnung der Betonungen und Pausen seine Verzweiflung und Ohnmacht immer deutlicher wurde und dem zufällig anwesendem Zuhörer einen tiefen Einblick in eine immer größer werdende Verzweiflung erlaubte.

    Vielleicht war dieser Lehrer genau deshalb so prägend, weil der gleiche Mann uns stets lehrte, dass man nicht schimpfen dürfe, es eine gebotene Ettikette gibt, deren Grenzen man einfach nicht überschreitet und dies in doch stets wiederkehrender Verzweiflung einer absolut menschlichen und fast schon wieder liebenswürdigen Menschlichkeit, die sein scheitern doch immer wieder vorführte – in geradezu schauspielerischer Spitzenleistung, auf die so mancher Hörspiel-Sprecher nur stolz sein könnte.

    Ja genau – dieser Mann schwirrt mir hierbei durch den Kopf! Seine Lösung mit einer geradezu vor Ohnmacht platzenden Wut über soviel Dummheit, Ignoranz, Intolleranz und Verbissenheit wie sie sich hier ein amtierender Bürgermeister einfach herausnimmt und sich (einem Sonnengott gleich) mit einer unfassbaren Impertinenz über jeden und alles hinwegsetzt um bei einem ganz eigenen Rechtsverständnis zu bleiben, dass in seiner Art und Ausprägung kaum menschenverachtender sein könnte – wohlweißlich eben nicht nur der besagten Frau Damm-Pick gegenüber, sondern auch allen Richtern und Juristen, die in stundenlanger, sorgsamer Arbeit und Aufwand längst festgehalten haben, was Rechtens ist und das „Ruder rumreißen“ die einzig richtige Konsequenz wäre!

    Ja genau – Ich „könnte K-n-o-c-h-e-n _ k-o-t-z-en“! wenn ich an diese himmelschreiende Ungerechtigkeit denke!

    Ich „könnte K-n-o-c-h-e-n _ k-o-t-z-en“! wenn ich darüber nachdenke, dass hier niemand einschreitet!

    Ich „könnte K-n-o-c-h-e-n _ k-o-t-z-en“! wenn ich wieder mal erfahre, dass sich diese „Bürgermeister-Mann“ über alles hinwegsetzt und niemand dem etwas entgegen zu setzen hat!

    Ich „könnte K-n-o-c-h-e-n _ k-o-t-z-en“! wenn ich daran erinnert werde, dass all dies in einem land möglich ist, dass des bilateralen Handel von Butterkaramellen innerhalb der europäischen Grenzen mit mehr Buchstaben reguliert, als die gesamte Menschheit in ihren 10 Geboten verbraucht – und ein schlichtes „schert mich nicht“ all dies außer Kraft setzen kann!

    Ich „könnte K-n-o-c-h-e-n _ k-o-t-z-en“! wenn ich mir überlege, dass REIN GAR NICHTS diesen Mann stoppt, geschweige denn all jene deren Job es wäre dies längstens auf einen Prüfstein zu legen und wieder gesunden Menschenverstand und fairen Umgang einführen müssten, schlichtweg versagen – sich „einen Sch…“ darum kümmern – eben nicht „ihren Job“ machen!

    JA – ich bleibe dabei! Das ist einfach U N F A S S B A R und Ich „könnte K-n-o-c-h-e-n _ k-o-t-z-en“ (!) wenn ich wieder einmal damit konfrontiert werde, dass es tatsächlich noch einen Sonnengott geben kann, dem NIEMAND etwas entgegen zu setzen hat!

  2. Ossifizierung der Vernunft im Fall Manuela Damm-Pick? « Die-aktuelle-Antimobbingrundschau Says:

    […] Sie mich doch bitte gleich Eingangs klar stellen, dass ich mich mit der Aufbereitung meines Kommentars zu einem ganzen, eigenständigen Beitrag nicht nur sehr geehrt fühle, sondern auch eine Empathie […]

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